
Ehrenamtliche der DRK-Wasserwacht besuchen Kitas und bringen den Kindern spielerisch das Schwimmen bei. Zusätzlich bildet die DRK-Wasserwacht Fachkräfte aus - ein nachhaltiger Domino-Effekt.
Zwei DRK-Rettungsschwimmer*innen besuchen ehrenamtlich die Kitas und erklären spielerisch Warnhinweise, Flaggensignale und wo das Baden gefährlich ist. Gemeinsam geht es etwa fünfzehn Mal in die Schwimmhalle oder an den Badesee, bis jedes Kind das „Seepferdchen“ absolviert hat.
Das Projekt geht noch einen innovativen Schritt weiter: Die DRK-Wasserwacht bildet gleichzeitig die Erzieher*innen zu Schwimmlehrer*innen aus. Inzwischen können bereits 84 von ihnen selber „Seepferdchen“-Kurse geben, nehmen Prüfungen ab und beherrschen die Erste Hilfe. Dadurch hat das Projekt in sich einen nachhaltigen Domino-Effekt.
Dies alles ist dringend notwendig: Badeunfälle stellen in Deutschland die zweithäufigste Todesursache bei Kindern bis 14 Jahre dar. Viele Grundschulen geben aus Kostengründen den Schwimmunterricht auf. Über 20 Prozent aller Erwachsenen heutzutage sind Nichtschwimmer*innen und bringen ihren Kindern die wichtige Sportart nicht mehr nahe. Die Folge: Nur noch jedes zweite Kind kann zum Ende der Grundschulzeit schwimmen.
Doch Sport und Bewegung sind wichtig für eine gesunde Entwicklung und auch für die Integration und Chancengleichheit von jungen Menschen: Kinder mit Migrationshintergrund und aus bedürftigen Familien können oft nicht schwimmen. Damit alle mitmachen können, sollen den Eltern keine Kosten entstehen.
Das Projekt wurde durch Eigenanteil sowie zugesagte Spenden finanziert.
Kinder, Jugend und Familie; Teilhabe & Unterstützung
Bildung/ Kompetenzen; Nachhaltigkeit
DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Wismarsche Straße 298
19055 Schwerin
Sabine Immken
S.Immken(at)drk-mv(dot)de
030 83212424