Inklusion und Teilhabe

Die Position des DRK zu Inklusion und Teilhabe wird entscheidend durch die Grundsätze der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung bestimmt: Nach unserem Inklusionsverständnis soll jeder Mensch ein selbstbestimmtes Leben in seinem gewählten gesellschaftlichen Umfeld führen können; nicht der einzelne Mensch muss sich anpassen. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Barrieren zu beseitigen, die Menschen ausschließen oder behindern. Jeder Mensch muss darin unterstützt werden, seine Teilhabe wahrnehmen zu können, die nach dem Verständnis des DRK die umfassende Wahrnehmung aller Menschenrechte ist

Inklusion und Teilhabe sind Querschnittsthemen, die alle Arbeitsfelder der DRK-Wohlfahrtspflege betreffen. Unsere Grundsätze verpflichten alle Mitarbeitenden des DRK und sind für die Umsetzung von Inklusion im gesamten Verband handlungsweisend.

Lesen Sie auch unsere Broschüre “Ein Verband - viele Chancen!”.

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  • Gewaltschutz

    Zwei Frauen in einem Kleideladen des Deutschen Roten Kreuzes

    Durch das Bundesteilhabegesetz wird das System der Unterstützung für behinderte Menschen seit 2021 sukzessive in mehreren Stufen verändert – von einem System der Fürsorge und Versorgung hin zu einem System, das Selbstbestimmung und Teilhabe in den Focus nimmt. Dementsprechend müssen sich auch die Angebote an Unterstützungsleistungen verändern, stationäre Angebote wie etwa im Bereich Wohnen werden in verschiedene Module aufgelöst, so dass Menschen mit Behinderungen Wahlmöglichkeiten haben. Ein wichtiger Punkt ist das Thema Gewaltschutz: Menschen mit Behinderungen sind deutlich häufiger als Menschen ohne Behinderungen in ihrem Lebensumfeld Gewalterfahrungen ausgesetzt. Träger von Angeboten und Diensten sind verpflichtet, Konzepte zum Gewaltschutz vorzuhalten. Wichtig ist dabei, dass diese Konzepte auch gelebt werden. Dafür setzt sich das DRK gemeinsam mit anderen Verbänden ein und begleitet den Prozess sowohl auf der politischen Ebene als auch die DRK-Träger bei der Entwicklung von Gewaltschutzkonzepten.

  • Schulassistenz

    Frau mit Namensschild vor orangen Plastikkisten mit Lebensmitteln in einer Ausgabestelle der Tafel

    Durch die UN-Behindertenrechtskonvention soll die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen gestärkt werden. Menschen mit Behinderungen sollen gleiche Teilhabechancen wie alle Menschen bekommen, besondere Strukturen sollen abgebaut und Teilhabe im Rahmen eines inklusiven Sozialraums und einer inklusiven Weiterentwicklung der Gesellschaft für alle Menschen ermöglicht werden. Daher werden stationäre Angebote und Sonderwelten zunehmend abgebaut und in ambulante Angebote überführt. Vor diesem Hintergrund gewinnen Assistenzleistungen wie etwa die Schulassistenz zunehmend an Bedeutung. Viele DRK-Träger haben sich in den letzten Jahren auf den Weg gemacht und ambulante Unterstützungsangebote im Rahmen der Schulassistenz entwickelt, da es akute Unterstützungsbedarfe gab. Einer der Schwerpunkte unserer Arbeit liegt daher auf dem Thema Schulassistenz, das wir gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und Schulsozialarbeit und unseren Landes- und Kreisverbänden bearbeiten.

  • Teilhabe am Arbeitsleben

    Vier Ehrenamtliche mit orangen Warnwesten an einer Essensausgabestelle

    Menschen mit Behinderungen haben nach der UN-Behindertenrechtskonvention das Recht auf Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt. Gleichzeitig sollte die Möglichkeit erhalten bleiben, auf ihren Wunsch in besonders geschützten Settings wie etwa Unterstützter Beschäftigung, Inklusionsfirmen oder Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) zu arbeiten. Das DRK setzt sich dafür ein, dass einerseits Menschen mit Behinderungen eine Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Angeboten haben und andererseits die vorhandenen Angebote der Behindertenhilfe inklusiv weiterentwickelt und geöffnet werden und Übergänge zum allgemeinen Arbeitsmarkt verbessert werden. Die über viele Jahrzehnte gewachsenen Strukturen des Unterstützungssystems für behinderte Menschen sind eine fachlich wichtige Ressource, deren Kompetenzen auch genutzt werden sollten, um den allgemeinen Arbeitsmarkt und seine Angebote inklusiver auszugestalten. Gleichzeitig könnten die Angebote mit ihren besonderen fachlichen Kompetenzen, die bisher behinderten Menschen vorbehalten sind, auch für andere Zielgruppen genutzt werden, die Unterstützung benötigen, die ihnen im allgemeinen Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht (ausgehend von den Fähigkeiten und Wünschen des Individuums Arbeit an den Menschen anpassen und nicht den Menschen an die Arbeit). 

    Brennpunkt Wohlfahrt: xyz 

Wie wir arbeiten

  • Politische Interessenvertretung

    Erste Mitgliederversammlung des DRK-Dialogforums im Paul-Löbe-Haus in Berlin

    Das DRK setzt sich auf Bundes- und auf Landesebene sowie in den Kreisverbänden und Angeboten und Diensten für Inklusion und die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein. Dabei nutzt das DRK seine Erfahrungen aus der politischen und praktischen Arbeit und seine Netzwerke mit anderen Verbänden, Selbsthilfe und Fachverbänden.

  • Angebote

    DRK Integrations- und Therapiezentrum Wolfenbüttel: Autisten und Therapeutinnen beim Basteln

    Im Rahmen einer Vielzahl von Angeboten unterstützt das DRK auf Landes- und Kreisebene Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen. Dazu gehören Beratungsangebote, Angebote im Bereich Wohnen oder Teilhabe am Arbeitsleben sowie im Freizeitbereich. Durch verschiedene Maßnahmen der Qualitätssicherung wird sichergestellt, dass DRK-Mitarbeitende dabei bedarfsorientierte und qualitativ hochwertige Arbeit leisten.

  • Gremien und Netzwerke in Deutschland

    Gründung des DRK-Dialogforum im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus des Deutschen Bundestages in Berlin. Blick in den Sitzungssaal von der Galerie

    Das DRK arbeitet mit anderen Verbänden und Organisationen zusammen, damit die Interessen und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen in Gesetzesvorhaben und Entscheidungsprozessen angemessene Berücksichtigung finden, auf Bundesebene zum Beispiel in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) und im Deutschen Verein für private und öffentliche Fürsorge.

  • Internationale Netzwerke

    Ute Degel im Gespräch mit einer anderen Person, im Hintergrund ein rotes Kreuz

    Das Thema Inklusion von Menschen mit Behinderungen ist auch in der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung von großer Bedeutung. Im Jahr 2013 wurde die Resolution Promoting disability inclusion in the International Red Cross and Red Crescent Movement verabschiedet. Sie ist für alle Teile der Bewegung bindend.  

    Weiterhin ist das DRK eng in die politischen Aktivitäten der Bundesregierung auf internationaler Ebene in diesem Themenfeld eingebunden z.B. über die Verbändeanhörungen zur Berichterstattung der Bundesregierung an den UN-Ausschuss zur Umsetzung der UN-BRK sowie über die Verbändekonsultationen der Monitoringstelle zur Umsetzung der UN-BRK in Deutschland (angesiedelt beim DIMR).

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Infografik Behindertenhilfe in Zahlen 2022: 12 Inklusionsfirmen, 18 Tagesförderstätten, 16 Betreuungsvereine, 110 Fahrdienste, 120 Wohnangebote, davon 2.600 Wohnplätze, 17 Werkstätten für behinderte Menschen, davon 13.400 Plätze, 100 ambulante Dienste der Behindertenhilfe, davon 20.000 betreute Menschen in ambulanten Diensten

Inklusion in Zahlen

Hier fehlt noch ein Text mit diesen Infos: 12 Inklusionsfirmen, 18 Tagesförderstätten, 16 Betreuungsvereine, 110 Fahrdienste, 120 Wohnangebote, davon 2.600 Wohnplätze, 17 Werkstätten für behinderte Menschen, davon 13.400 Plätze, 100 ambulante Dienste der Behindertenhilfe, davon 20.000 betreute Menschen in ambulanten Diensten. 

Diese Infos sind sonst für Menschen mit Sehbehinderungen nicht ohne Weiteres abrufbar.

Unsere Angebote

Icon zweier Menschen, die sich ein High Five geben, einer hält ein Herz in der Hand

Das DRK hält vor Ort verschiedene Angebote zur Teilhabe am Arbeitsleben vor: Berufsbildungswerke (BBW) unterstützen junge Menschen mit Behinderungen auf ihrem Weg ins Berufsleben. Integrationsfachdienste (IFD) unterstützen Menschen mit Behinderungen bei der Aufnahme einer Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) sind Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation. Sie bieten Menschen einen Arbeitsplatz, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung …

Drei Personen halten sich im Arm als Symbol für Versorgungssicherheit

Das DRK bietet im Bereich Wohnen verschiedene Angebote, wie etwa ambulant unterstützte Angebote wie WGs oder ambulant betreutes Wohnen in einer eigenen Wohnung oder auch Wohnen im Rahmen besonderer Wohnformen. Besondere Wohnformen sind Angebote für erwachsene Menschen mit Behinderungen bei denen mindestens zehn Bewohnerinnen und Bewohner zusammenleben und neben einem persönlichen Raum zum Wohnen zusätzlich gemeinschaftlich genutzte Räume vorhanden sind sowie Pflege- und Unterstützungsleistungen vorgehalten und angeboten werden. Weiterhin…

Hellblaues Bild mit Icon einer Person mit Gehhilfe

Das DRK bietet vor Ort verschiedene inklusive Freizeitmöglichkeiten an, wie etwa Ferienfreizeiten für  Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen sowie   Gruppen- und Freizeitangebote in den Kreisverbänden.

Icon zweier Menschen, die sich ein High Five geben, einer hält ein Herz in der Hand

Das DRK hält vor Ort verschiedene Angebote zur Teilhabe am Arbeitsleben vor: Berufsbildungswerke (BBW) unterstützen junge Menschen mit Behinderungen auf ihrem Weg ins Berufsleben. Integrationsfachdienste (IFD) unterstützen Menschen mit Behinderungen bei der Aufnahme einer Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) sind Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation. Sie bieten Menschen einen Arbeitsplatz, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung nicht, n…

Drei Personen halten sich im Arm als Symbol für Versorgungssicherheit

Das DRK bietet im Bereich Wohnen verschiedene Angebote, wie etwa ambulant unterstützte Angebote wie WGs oder ambulant betreutes Wohnen in einer eigenen Wohnung oder auch Wohnen im Rahmen besonderer Wohnformen. Besondere Wohnformen sind Angebote für erwachsene Menschen mit Behinderungen bei denen mindestens zehn Bewohnerinnen und Bewohner zusammenleben und neben einem persönlichen Raum zum Wohnen zusätzlich gemeinschaftlich genutzte Räume vorhanden sind sowie Pflege- und Unterstützungsleistungen vorgehalten und angeboten werden. Weiterhin gibt es…

Hellblaues Bild mit Icon einer Person mit Gehhilfe

Das DRK bietet vor Ort verschiedene inklusive Freizeitmöglichkeiten an, wie etwa Ferienfreizeiten für  Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen sowie   Gruppen- und Freizeitangebote in den Kreisverbänden.

Blogbeiträge

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Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) brauchen Reformen und müssen sich wandeln.  In diesem Brennpunkt positioniert sich das DRK und…

Pflegekraft mit rotem DRK Shirt spaziert mit Dame mit Gehhilfe
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· Flucht & Migration
Seit Beginn der Arbeit wurden über die Bundeskontakstelle (BKS) 281 Menschen in stationäre Einrichtungen vermittelt. Die neugeschaffenen…
Rotes Piktogramm auf rosa Hintergrund mit fünf stilisierten Figuren, darunter eine im Rollstuhl, ein Kind, zwei Erwachsene, und eine Person mit Gehstock
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Ihre Ansprechpersonen

  • Bastian Schlinck

    Bastian Schlinck

    Bastian Schlinck ist stellvertretender Teamleiter des Teams Soziale Hilfen und Soziales Ehrenamt. Sein Fokus liegt dabei auf den Themen Ehrenamt, Inklusion und Integration. Er war zuvor als Fachreferent in den Bereichen Migration und Freiwilligendienste zuständig.

    E-Mail: b.schlinck(at)drk.de

  • Verena Werthmüller

    Verena Werthmüller

    Verena Werthmüller ist Referentin für Inklusion und Teilhabe im DRK-Generalsekretariat. Sie beschäftigt sich mit der Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die politische Lobbyarbeit und die strategische Weiterentwicklung des Arbeitsfeldes im DRK.

    E-Mail: v.werthmueller(at)drk.de
    +49 30 85404-301

  • Nadja Saborowski, Teamleiterin des Teams Soziale Hilfen und Soziales Ehrenamt im Generalsekretariat des DRK

    Nadja Saborowski

    Nadja Saborowski ist Teamleiterin des Teams Soziale Hilfen und Soziales Ehrenamt im Generalsekretariat des DRK. Sie verantwortet die konzeptionelle Weiterentwicklung und verbandsstrategische Ausrichtung der Migrationsarbeit. 

    E-Mail: n.saborowski(at)drk.de
    +49 30 85404-125
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