Symbolbild mit Regenbogen mit Buntstiften gemalt

Modellkitas für Demokratie und Vielfalt im DRK

Gelebte demokratische
und diskriminierungssensible Kita-Praxis

Kindertageseinrichtungen sind wichtige Orte für die Förderung von Demokratie, Vielfalt und Chancengerechtigkeit. Hier erleben Kinder Gemeinschaft, Mitbestimmung und respektvollen Umgang. Mit dem Modellkita-Projekt unterstützt das Deutsche Rote Kreuz bundesweit DRK-Kitas dabei, diese Themen nachhaltig in der pädagogischen Praxis zu verankern.

Warum Modellkitas?

Unsere Gesellschaft steht vor Herausforderungen wie Diskriminierung, Rassismus und der zunehmenden Gefährdung des sozialen Zusammenhalts. Kitas leisten genau hier einen bedeutenden Beitrag: sie sind nicht nur Bildungsorte für Kinder, sondern auch Lern- und Arbeitsorte für Fachkräfte. Das Projekt stärkt die Einrichtungen, demokratische Werte sichtbar zu machen, Vielfalt wertzuschätzen und ein respektvolles Miteinander für Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte zu fördern.  

Die Modellkitas übernehmen eine Vorreiterrolle innerhalb des DRK. Sie erproben neue Ansätze für die pädagogische Praxis und entwickeln Konzepte, die langfristig in Kitas verankert werden. Neben Kindern stehen die Kitas-Teams im Mittelpunkt und das Reflektieren der eigenen Haltung, Arbeitsweisen und Strukturen, um ein Umfeld zu schaffen, in dem Vielfalt sichtbar wird und alle Menschen respektvoll behandelt werden. 

Symbolbild mit Stiften und gemalten Kindern

„Unsere acht Modellkitas zeigen, wie Demokratie und Vielfalt im Kita-Alltag lebendig wird – gemeinsam mit Kindern, Familien und Fachkräften. “  

Cora Sacher, Referentin Kinder- und Jugendhilfe

Der Infokasten zeigt folgenden Text: Was zeichnet eine Modellkita aus? Die teilnehmenden DRK-Kitas setzen sich intensiv mit Demokratie, Vielfalt und Antidiskriminierung auseinander und reflektieren ihre eigene Haltung. Sie entwickeln vielfaltsbewusste und diskriminierungssensible Praxiskonzepte und erproben neue Ansätze in ihren Teams. Sie teilen ihre Erfahrungen und Erkenntnisse mit anderen Kitas. So entstehen Impulse, die über die einzelnen Einrichtungen hinauswirken und langfristig zur Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung beitragen.
  • Lerngemeinschaften

    Piktogramm einer stilisierten Person, die ein aufgeschlagenes Buch hält
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    Seit 2026 hat sich das Netzwerk von vier auf acht Modellkitas erweitert. Beim diesjährigen Präsenztreffen bildeten sie erstmals Modellkita-Tandems und Tridems als Lerngemeinschaften. 

    Wissen weiterzugeben, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Lösungen für Herausforderungen (wie z.B. dem Umgang mit diskriminierenden Äußerungen von Kindern, Eltern oder Mitarbeitenden) im Kita-Alltag zu entwickeln, ist hier das Ziel. Die regelmäßigen Austauschtreffen ermöglichen es den Einrichtungen, voneinander zu lernen, erfolgreiche Ansätze weiterzuentwickeln und in die Praxis zu übertragen. 

  • Qualifizierung & Vernetzung

    Blaues Piktogramm mit zwei stilisierten Personen, eine hält ein Herz vor der Brust
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    Die Modellkitas werden durch den DRK-Bundesverband sowie externe Fachexpertise begleitet. Einen wichtigen Beitrag leistet dabei die Antirassismus-Expertin Jasmin Mouissi, die die Kitas bei der fachlichen Auseinandersetzung mit Antirassismus, Vielfalt und Demokratiebildung unterstützt. 

    In Workshops und Reflexionsgesprächen wird Wissen vertieft und Handlungsstrategien entwickelt.

  • Methodenkoffer

    Piktogramm eines Rettungsrucksacks mit Kreuz
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    Aktuell entsteht ein Methodenkoffer für vielfaltssensible und rassismuskritische pädagogische Arbeit in DRK-Kitas mit der Leitfrage: „Was hätten wir uns selbst zu Beginn unserer vielfaltssensiblen Arbeit gewünscht?“ 

    Die Besonderheit: Er wird aus der Praxis für die Praxis konzipiert. Statt ausschließlich Methoden zu sammeln, entwickeln die Lerngemeinschaften praxisnahe Bausteine aus ihren Einrichtungen. Die entwickelten Materialien werden in den Modellkitas ausprobiert und reflektiert. So entsteht bis Ende 2026 ein Arbeitsmaterial, das nicht nur konkrete Methoden, sondern auch Erfahrungen, Stolpersteine und hilfreiche Reflexionsfragen bereithält. 

Wirkungsmessung macht Veränderung sichtbar

Gruppenfoto der Beteiligten an dem Modellkita-Projekt

Im Mittelpunkt steht die Frage: „Was hat sich eigentlich verändert?"

Ein großes Anliegen des Projekts ist es, nicht nur Aktivitäten umzusetzen, sondern Veränderung und Wirkung sichtbar zu machen. Deshalb arbeitet das Projekt seit 2026 mit der Messungsmethode Outcome Harvesting, was die kontinuierliche Reflexion von Veränderungen ermöglicht. Konkrete Entwicklungen werden sichtbar gemacht, wie beispielsweise veränderte pädagogische Haltungen der Fachkräfte oder neu angewendete Beteiligungsformen. 

Statt ausschließlich zu prüfen, ob vorher festgelegte Ziele erreicht wurden, sammelt Outcome Harvesting konkrete Veränderungen aus der Praxis und untersucht welchen Beitrag das Projekt dazu leistet. So werden erwartete als auch überraschende Entwicklungen sichtbar, wie z.B. veränderte Haltungen bei Fachkräften.

Die gewonnenen Erkenntnisse helfen dabei, Lernerfahrungen festzuhalten, Entwicklungspotenziale zu erkennen und das Projekt stetig an die Bedarfe der Modellkitas anzupassen. 

Ein Symbolbild mit vier stilisierten Personen, die die Köpfe zusammenstecken und sich beraten

Das Projekt im Überblick

  • Qualifizierung von DRK-Kitas zu Modellkitas
  • Stärkung von Demokratiebildung und Partizipation in der frühen Kindheit
  • Förderung diskriminierungssensibler und vielfaltsbewusster Pädagogik in der Kita
  • Begleitung und Vernetzung der Modellkitas für bundesweiten Wissenstransfer im DRK 
  • Screenshot von einem LinkedIn Post über die Modellkitas

    "Deine Stimme zählt!"

                                       Das DRK bei LinkedIn

  • Zum LinkedIn-Post

    "Präventive Antirassismusarbeit ist unverzichtbar!"

                                  Cora Sacher bei LinkedIn

Gruppenfoto der Beteiligten am Modellkita-Projekt

Wie geht es weiter?

Das Team Kinder, Jugend und Bildung des DRK-Bundesverbands unterstützt und begleitet die Modellkitas, während das Projekt fortlaufend weiterentwickelt wird. Die partizipativ erarbeiteten Methoden werden langfristig in den Kita-Alltag integriert und Impulse für andere Kitas gesetzt. Bundesweit sollen stetig neue Modellkitas hinzukommen, die sich im Projekt gegenseitig stärken, ihr Wissen weitergeben und voneinander lernen. 

Projektverantwortliche

Cora Sacher ist seit 2025 als Referentin Kinder- und Jugendhilfe im DRK Generalsekretariat. Zu ihren Aufgaben gehört die innovative und bedarfsgerechte Projektentwicklung und -management rund um das Thema Kinder- und Jugendhilfe. Ihr Anliegen ist es zu einem chancengerechten Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen beizutragen. Seit ein paar Jahren liegt ihr Fokus auf Demokratieförderung und Antirassismusarbeit in Kindertageseinrichtungen.

Kontakt

Portrait von Cora Sacher
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