Social Entrepreneurship (soziales Unternehmertum)
Social Entrepreneurship (soziales Unternehmertum) bezeichnet ein unternehmerisches Konzept, bei dem wirtschaftliche Aktivitäten gezielt eingesetzt werden, um soziale oder ökologische Probleme zu lösen. Im Kontext des Roten Kreuzes bedeutet das, dass soziale Organisationen unternehmerisch handeln, um ihre Arbeit langfristig zu finanzieren und ihre Wirkung zu skalieren.
Im Mittelpunkt steht die Verbindung von gesellschaftlicher Wirkung und nachhaltiger Finanzierung. Ziel ist es, soziale Angebote dauerhaft zu sichern, weiterzuentwickeln und unabhängiger von Spenden oder öffentlichen Fördermitteln zu werden. Dabei geht es nicht nur um einzelne Projekte, sondern um die Entwicklung tragfähiger und skalierbarer Modelle mit sozialem Mehrwert.
Social Entrepreneurship kann in der Freien Wohlfahrtspflege in unterschiedlichen Formen auftreten. Entscheidend ist nicht die konkrete Leistung, sondern die Art und Weise, wie sie organisiert und finanziert wird.
Typische Beispiele sind:
- der Aufbau und Betrieb sozialer Dienstleistungen oder Produkte mit gesellschaftlichem Zweck
- soziale Innovationen im Gesundheits- und Pflegebereich
- inklusive Dienstleistungen und Angebote zur gesellschaftlichen Teilhabe
Diese Aktivitäten gelten dann als Social Entrepreneurship, wenn sie bewusst so gestaltet sind, dass sie soziale Wirkung mit wirtschaftlicher Tragfähigkeit verbinden und auf nachhaltige Finanzierung ausgerichtet sind.
Verbindung zum Gemeinnützigkeitsrecht
Damit gemeinnützige Organisationen wirtschaftlich tätig werden können, sieht das Gemeinnützigkeitsrecht unterschiedliche Formen vor:
- Zweckbetriebe
- wirtschaftliche Geschäftsbetriebe (wGB)
- Vermögensverwaltung
Diese Begriffe beschreiben die rechtliche und steuerliche Einordnung wirtschaftlicher Aktivitäten, nicht jedoch die strategische Idee hinter Social Entrepreneurship.
Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb (wGB)
Ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb (wGB) ist eine wirtschaftliche Tätigkeit einer gemeinnützigen Organisation, bei der Waren oder Dienstleistungen gegen Entgelt angeboten werden. Er umfasst Tätigkeiten, die weder dem ideellen Bereich noch der Vermögensverwaltung zugeordnet werden und nicht als Zweckbetrieb gelten.
Erzielte Überschüsse dürfen nicht an Mitglieder oder Gesellschafter ausgeschüttet werden, sondern müssen für die satzungsmäßigen gemeinnützigen Zwecke der Organisation verwendet werden. Ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb ist grundsätzlich steuerpflichtig. Ob und in welchem Umfang tatsächlich Steuern anfallen, hängt von den jeweiligen steuerlichen Regelungen und dem Einzelfall ab.
Je nach Ausgestaltung können wirtschaftliche Geschäftsbetriebe beispielsweise der Verkauf von Merchandise, der Betrieb eines Cafés oder Kiosks sowie weitere entgeltliche Angebote außerhalb des gemeinnützigen Satzungszwecks sein. Ob eine Tätigkeit als wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb, Zweckbetrieb oder Vermögensverwaltung einzuordnen ist, hängt immer von ihrer konkreten Ausgestaltung ab.
Abgrenzung zum Zweckbetrieb: Ein Zweckbetrieb ist ebenfalls eine wirtschaftliche Tätigkeit. Im Unterschied zum wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb dient er jedoch unmittelbar der Verwirklichung des gemeinnützigen Satzungszwecks und ist deshalb steuerlich begünstigt.
Der Unterschied auf einen Blick
| Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb (wGB) | Social Entrepreneurship |
|---|---|
| Rechtlicher und steuerlicher Begriff | Strategischer Ansatz bzw. Konzept |
| Beschreibt eine konkrete Einnahmequelle | Beschreibt die unternehmerische Denkweise |
| Regelt die steuerliche Einordnung | Fokussiert auf gesellschaftliche Wirkung und nachhaltige Finanzierung |
| Gewinne fließen in den gemeinnützigen Zweck | Wirtschaftliche Aktivitäten dienen der sozialen Mission |
- Social Entrepreneurship beschreibt die Idee:
gesellschaftliche Wirkung durch unternehmerisches Handeln nachhaltig sichern - Wirtschaftliche Tätigkeiten beschreiben die Umsetzung:
Organisationen bieten Leistungen oder Produkte gegen Entgelt an - Rechtliche Kategorien ordnen diese Tätigkeiten ein:
etwa als Zweckbetrieb oder wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb
Vorteile wirtschaftlicher Tätigkeiten in gemeinnützigen Organisationen
- Nutzung der Gewinne für Overhead-Kosten (z.B. Personalkosten)
- Eigenanteile bei Projektförderungen
- Investitionen (z.B. in Güter, Fahrzeuge etc.)
- Rücklagenbildung (z.B. für Krisenzeiten)
Nützliche Weiterbildungen und Links
- Die Plattform Red Social Innovation: Unterstützt vom Französischen und Spanischen Roten Kreuz, bringt eine internationale Community aus der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung sowie darüber hinaus zusammen, um globale humanitäre Herausforderungen mit innovativen Ansätzen zu lösen. Dabei fördert sie Social Entrepreneurship als Leitbild, indem Nationalgesellschaften unternehmerische Ansätze nutzen, um Gemeinschaften zu stärken, Organisationen nachhaltig weiterzuentwickeln und finanzielle Stabilität aufzubauen. https://red-social-innovation.com/en/solution/give-cash-a-new-approach-to-humanitarian-funding/
- REDPreneurs: Eine globale Initiative des Österreichischen Roten Kreuzes. Sie bietet Trainings, Mentoring und Networking, um unternehmerische Kompetenzen zu fördern und so Innovation, Wirkung und nachhaltige Dienstleistungen zu unterstützen. Die Training Academy des Österreichischen Roten Kreuzes
- Skala Campus: Digitaler, einstündiger Online-Kurs zu wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben Selbst finanzieren: Tipps zum wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb
Crowdfunding
Crowdfunding beschreibt das gemeinschaftliche Zusammenlegen von Geldern durch eine Vielzahl von Personen („Crowd“) meist über digitale Plattformen. Ziel ist die Finanzierung eines gemeinsamen Vorhabens, häufig eines sozialen Projekts oder eines innovativen Produkts.
Im sozialen Bereich und in der Freien Wohlfahrtspflege wird Crowdfunding insbesondere genutzt, um Projekte zu finanzieren, die nicht oder nur teilweise durch öffentliche Mittel oder Regelfinanzierungen abgedeckt sind.
Grundsätzlich lassen sich verschiedene Formen des Crowdfunding unterscheiden, die sich vor allem in der Art der Gegenleistung unterscheiden.
Formen des Crowdfunding
Spendenbasiertes Crowdfunding
Beim spendenbasierten Crowdfunding wird keine Gegenleistung erwartet. Die eingezahlten Beträge werden als Spenden behandelt und unterstützen ein konkretes Vorhaben direkt.
Gegenleistungsbasiertes Crowdfunding (Reward-based Crowdfunding)
Beim gegenleistungsbasierten Crowdfunding erhalten Unterstützer als Dankeschön eine immaterielle oder materielle Gegenleistung, beispielsweise Produkte, Dienstleistungen oder symbolische Anerkennungen.
Crowdinvesting
Crowdinvesting ist eine Form des Crowdfunding, bei der Unterstützer als Investoren auftreten. Sie stellen Kapital zur Verfügung und erhalten im Gegenzug Unternehmensanteile oder eine finanzielle Beteiligung. Diese Form eignet sich insbesondere für Start-ups und gewinnorientierte Geschäftsmodelle.
Kreditbasiertes Crowdfunding (Lending-based Crowdfunding)
Beim kreditbasierten Crowdfunding vergeben viele Einzelpersonen gemeinsam ein Darlehen an ein Projekt oder eine Organisation. Im Gegenzug erhalten sie eine Verzinsung. Diese Form kann in Einzelfällen auch für Organisationen der Freien Wohlfahrtspflege eine Finanzierungsoption sein.
Beteiligungsbasiertes Crowdfunding (Equity-based Crowdfunding)
Beim beteiligungsbasierten Crowdfunding werden Unterstützer zu Miteigentümern eines Unternehmens und erhalten im Gegenzug Unternehmensanteile oder eine Gewinnbeteiligung. Diese Form ist in der Regel auf gewinnorientierte Unternehmen ausgerichtet und für gemeinnützige Organisationen weniger relevant.
Einordnung im Kontext sozialer Organisationen
Crowdfunding ist kein eigenes Geschäftsmodell, sondern eine ergänzende Finanzierungsform. Es kann sowohl gemeinnützige Projekte als auch soziale Innovationen im Sinne von Social Entrepreneurship unterstützen.
Im Vergleich zu klassischen Finanzierungsquellen wie Fördermitteln, Spenden oder wirtschaftlichen Tätigkeiten bietet Crowdfunding insbesondere den Vorteil, Projekte frühzeitig sichtbar zu machen und eine breite Öffentlichkeit einzubinden.
Crowdfunding ermöglicht es, gesellschaftliche Unterstützung für konkrete Vorhaben zu mobilisieren und ergänzt damit bestehende Finanzierungsmodelle im sozialen Sektor.
Plattformen
- Betterplace.org: creators4charity: Verbessere gemeinsam mit deiner Community die Welt
- Startnext.com: Startnext - Mutige gestalten die Zukunft
- kickstarter: Kickstarter
Nützliche Links und Weiterbildungen
- Blogbeiträge Fünf Schritte zur erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne: Blogbeitrag - DRK Wohlfahrt
- Crowdfunding und Fundraising | DEUTSCHES EHRENAMT
Erfolgsgeschichten aus dem DRK
- DRK-KV Stuttgart: Nach Abschluss der Finanzierungsphase wurden 106 % des Zielbetrags erreicht. Im Zeitraum von Anfang Juli bis Ende August 2025 kamen Spenden in Höhe von 19.625 Euro zusammen. „Mit diesen Mitteln können wir etwa die Hälfte der baurechtlich vorgeschriebenen Maßnahmen zur Barrierefreiheit finanzieren (Gesamtkosten: 37.000 Euro), die nicht förderfähig sind und daher vom Kreisverband selbst getragen werden müssen.“ Mehr lesen unter: LinkedIn
Wirkungsorientierte Finanzierung
Wirkungsorientierte Finanzierung beschreibt Ansätze, bei denen finanzielle Mittel gezielt mit gesellschaftlichen oder ökologischen Zielen verbunden werden. Im Mittelpunkt steht nicht ausschließlich die Bereitstellung von Kapital, sondern die Frage, welche konkrete Wirkung damit erzielt wird und wie diese gemessen werden kann. Je nach Modell unterscheiden sich dabei die Rolle der Kapitalgebenden, die Erwartungen an finanzielle Rückflüsse sowie die Form der Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen.
Verschiedene Instrumente der wirkungsorientierten Finanzierung verfolgen unterschiedliche Logiken: Impact Investing verbindet finanzielle Rendite mit gesellschaftlicher Wirkung, Social Impact Bonds koppeln Zahlungen an erreichte Wirkungsziele und Venture Philanthropy ergänzt finanzielle Förderung durch langfristige Begleitung und strategische Unterstützung.
Zu den Akteuren im Bereich wirkungsorientierter Finanzierung zählen vermögende Privatpersonen, Stiftungen sowie institutionelle Investoren wie Banken, Investmentfonds und Pensionskassen. Auch Unternehmen stellen im Rahmen von Corporate Social Responsibility (CSR) oder strategischer Philanthropie Kapital für gesellschaftliche Zwecke bereit.
In der freien Wohlfahrt wird dieser Ansatz jedoch unterschiedlich bewertet und eingesetzt. Viele Organisationen nutzen wirkungsorientierte Logiken bereits unabhängig von Finanzierungsmodellen. Wirkung ist damit nicht neu, sondern fester Bestandteil sozialer Arbeit.
Impact Investment
Impact Investing verbindet finanzielle Rendite mit messbarer sozialer oder ökologischer Wirkung und schafft damit eine Ergänzung zu klassischen Förder- und Spendenmodellen. Für gemeinnützige Organisationen und Sozialunternehmen eröffnet der Ansatz zusätzliche Kapitalquellen und langfristige Partnerschaften mit wirkungsorientierten Investoren. Im Gegenzug erwarten Investoren neben der gesellschaftlichen Wirkung häufig auch eine finanzielle Rückzahlung oder Rendite.
Die Finanzierung kann unterschiedliche Formen annehmen, beispielsweise Beteiligungen (Investoren beteiligen sich direkt an einer Organisation oder einem Sozialunternehmen), Darlehen (Kapital wird mit Rückzahlungsverpflichtung bereitgestellt), Fondsmodelle (gebündeltes Kapital wird in wirkungsorientierte Projekte investiert, häufig verbunden mit der Erwartung einer finanziellen Rückzahlung oder Rendite) oder Mischfinanzierungen (Kombination öffentlicher, privater und philanthropischer Mittel).
Gemeinnützige Organisationen und Vereine können im Impact Investing unterschiedliche Rollen einnehmen: Sie können Kapital empfangen, etwa durch wirkungsorientierte Darlehen oder Fondsmodelle, um nachhaltige Geschäftsmodelle aufzubauen. Sie können aber auch selbst als Investoren auftreten, beispielsweise indem sie in soziale Unternehmen investieren, oder als Berater und Partner Unternehmen bei der Entwicklung wirkungsorientierter Lösungen unterstützen.
Social Impact Bond (SIB)
Ein Social Impact Bond (SIB), auch als „sozialer Wirkungskredit“ bezeichnet, ist eine Form wirkungsorientierter Finanzierung. Dabei handelt es sich um eine Kooperation zwischen Staat, Leistungserbringern und privaten Investoren zur Finanzierung sozialer Dienstleistungen, insbesondere in Bereichen, für die es bislang keine oder nur unzureichende gesetzliche Finanzierungsstrukturen gibt.
Der Staat definiert dabei konkrete soziale Wirkungsziele. Private Investoren stellen das benötigte Kapital zu Beginn bereit und finanzieren damit die Umsetzung eines Projekts durch soziale Träger oder Leistungserbringer. Die tatsächliche Auszahlung durch den Staat hängt anschließend davon ab, ob die zuvor vereinbarten Wirkungsziele erreicht wurden.
| Schritt | Beteiligte Akteure | Beschreibung |
|---|---|---|
| 1. Planung & Vereinbarung | Staat, Investoren, Leistungserbringer | Definition der sozialen Ziele, Zielgruppen und Messkriterien |
| 2. Vorfinanzierung | Investoren | Private Investoren stellen das Kapital für das Projekt bereit |
| 3. Umsetzung | Leistungserbringer | Durchführung der sozialen Maßnahme (z. B. Prävention, Integration, Bildung) |
| 4. Wirkungsprüfung | Externe Evaluierung | Messung, ob die vereinbarten sozialen Ziele erreicht wurden |
| 5. Rückzahlung | Staat an Investoren | Bei Zielerreichung: Rückzahlung des Kapitals ggf. mit Erfolgsrendite |
| 6. Risiko | Investoren | Bei Nichterreichen der Ziele tragen Investoren das finanzielle Risiko |
Venture Philanthropy
Venture Philanthropy ist ein Förderansatz, bei dem philanthropisches Kapital ähnlich wie Venture Capital (Risikokapital für junge, wachstumsorientierte Unternehmen) eingesetzt wird: Neben finanzieller Unterstützung erhalten Organisationen oft auch strategische Begleitung, Fachwissen und Zugang zu Netzwerken. Ziel ist die Maximierung der sozialen oder ökologischen Wirkung.
Venture Philanthropy wird häufig dem erweiterten Spektrum der Impact-Finanzierung zugerechnet, unterscheidet sich jedoch vom Impact Investing dadurch, dass keine oder nur eine nachrangige finanzielle Rendite angestrebt wird. Es gilt: Venture Philanthropy ist nicht im engen Sinne Impact Investing, da Impact Investing per Definition sowohl Wirkung als auch eine finanzielle Rendite anstrebt. In vielen Darstellungen wird Venture Philanthropy jedoch als Teil des Impact-Finance-Spektrums neben Impact Investing eingeordnet.
Der Ansatz hat die Entwicklung wirkungsorientierter Fördermodelle mitgeprägt, bei denen finanzielle Unterstützung mit langfristiger Begleitung, strategischer Beratung und einer stärkeren Ausrichtung auf messbare Wirkung verbunden wird.
Beispiele und weiterführende Links:
- Schweizer Rote Kreuz (SRK) und der Social Responsibility Fund als Beispiel an der Schnittstelle von Impact Investing und Philanthropie: Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) arbeitet mit Colin&Cie im Rahmen eines wirkungsorientierten Finanzierungsmodells zusammen. Über den Social Responsibility Fund werden Erträge aus nachhaltiger Vermögensanlage genutzt, um Rotkreuz-Projekte in sozialen Bereichen zu unterstützen. Die Kooperation zeigt, wie durch Impact-orientierte Finanzierungsmodelle zusätzliches Kapital für gemeinnützige Organisationen mobilisiert und mit gesellschaftlicher Wirkung verbunden werden kann. Nachlesen unter: 300 000 Franken von Colin&Cie zur Unterstützung des SRK
- Joblinge und der erste wirkungsbasierter Förderfonds Deutschlands (JOBLINGE Impact Fund): Die Initiative JOBLINGE verdeutlicht die Weiterentwicklung wirkungsorientierter Finanzierungsansätze. Neben der Unterstützung durch Venture-Philanthropy-Partner (langfristige Förderung, strategische Begleitung, Netzwerke und Kapazitätsaufbau) setzt die Organisation zunehmend auf outcomes-basierte Finanzierungsmodelle. So werden im JOBLINGE Impact Fund Fördermittel ausschließlich bei nachweisbarer Wirkung ausgeschüttet. Damit verbindet JOBLINGE klassische Elemente der Venture Philanthropy mit innovativen, wirkungsbasierten Finanzierungsinstrumenten. Nachlesen unter: Factsheet Impact Fund | JOBLINGE
Matching Fund
Matching Funds beschreiben ein Finanzierungsmodell, bei dem eingeworbene oder eingesetzte Mittel durch eine zweite Quelle ergänzt werden. Für jeden Euro werden zusätzliche Mittel bereitgestellt, meist durch Stiftungen, Unternehmen oder öffentliche Institutionen.
Hebeleffekt: Eingesetzte Mittel werden verstärkt und zusätzliche Ressourcen für Projekte mobilisiert. Matching Funds sind ein Kofinanzierungsmechanismus, bei dem verschiedene Finanzierungsquellen kombiniert und gegenseitig verstärkt werden.
| Bestandteil | Erklärung |
|---|---|
| Eigene Mittel | z. B. Spenden oder eingeworbene Projektmittel |
| Matching-Mittel | Zusätzliche Finanzierung durch Stiftung, Unternehmen oder öffentliche Hand |
| Effekt | Jeder eingesetzte Euro wird durch weitere Mittel ergänzt |
| Ergebnis | Mehr Gesamtmittel für das Projekt durch den Hebeleffekt |
In Deutschland gewinnt das Modell vor allem an der Schnittstelle von öffentlicher Förderung und privatem Engagement an Bedeutung. Beispiele sind Stiftungen, die Spenden anteilig erhöhen, kombinierte Förderprogramme oder Modelle im Bereich Impact Investing, bei denen private Mittel durch weitere Finanzierungszusagen ergänzt werden.
Herausforderungen liegen im erhöhten administrativen Aufwand, während Vorteile insbesondere in größerer Reichweite, gemeinsamer Verantwortung und nachhaltiger Finanzierung liegen.
Beispiele und weiterführende Links:
- SOS-Kinderdörfer: Ein Praxisbeispiel bietet SOS-Kinderdorf, bei der Unternehmensspenden in verschiedenen Kooperationsformen eingebunden und teilweise durch weitere Mittel ergänzt werden können. Weitere Informationen:
SOS-Kinderdorf – Als Unternehmen spenden - Plattform Sinngeber: Hier werden Spenden im Rahmen ausgewählter Projekte durch Stiftungen oder institutionelle Partner anteilig erhöht. Weitere Informationen: Sinngeber – Matching Funds








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