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Unwort 2021: Pushback – eine rechtswidrige Praxis und ihre humanitären Folgen

Mit der Wahl des Ausdrucks „Pushback“ zum Unwort des Jahres 2021 richtete sich die öffentliche Aufmerksamkeit wieder auf die Situation an den EU-Außengrenzen. Die Jury der sprachkritischen Aktion kritisierte die Verwendung des Ausdrucks, "weil mit ihm ein menschenfeindlicher Prozess beschönigt wird, der den Menschen auf der Flucht die Möglichkeit nimmt, das Menschen- und Grundrecht auf Asyl wahrzunehmen". Auch wenn das mediale Interesse an der Situation der Migrantinnen und Migranten im polnisch-belarussischen Grenzgebiet zuletzt nachgelassen hatte, so besteht die humanitäre Notlage, in der sich die Betroffenen befinden, nach wie vor fort. Bis jetzt haben humanitäre Organisationen nur eingeschränkten Zugang zum Grenzgebiet und können die Menschen, die weiterhin hier ausharren, nur unzureichend versorgen.

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