Unterbringung und berufliche Teilhabe geflüchteter Menschen mit Behinderungen in Deutschland: Vorstellung der Studienergebnisse

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Kurzbeschreibung
Im Rahmen der Veranstaltung werden die Ergebnisse einer neuen bundesweiten Studie zur Lebenssituation geflüchteter Menschen mit Behinderungen vorgestellt und diskutiert. Im Fokus stehen bestehende Barrieren, Versorgungslücken und daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen.
Startdatum und Uhrzeit
19.11.2026 - 14:00
Enddatum und Uhrzeit
19.11.2026 - 16:00
Beschreibung

Geflüchtete Menschen mit Behinderungen sind in besonderem Maße auf zugängliche Unterstützungsstrukturen und Schutz angewiesen. Damit ihre Rechte gewahrt und gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht werden kann, müssen ihre Bedarfe frühzeitig erkannt und berücksichtigt werden. In der Praxis stoßen sie jedoch auf vielfältige Barrieren und Versorgungslücken.  

Mit der 2022 veröffentlichten Studie „Ungesehen?!“ hat das Deutsche Rote Kreuz eine Bestandsaufnahme der Lebenssituation von geflüchteten Menschen mit Behinderungen in Deutschland vorgenommen. Die Untersuchung machte strukturelle Lücken sichtbar und zeigte weiteren Handlungs- und Erkenntnisbedarf auf.  

Vier Jahre später liegen nun die Ergebnisse einer neuen bundesweiten Studie des DRK vor. Im Auftrag des DRK-Generalsekretariats haben Prognos und QMR – Qualitative Mind Research untersucht, wie sich die Lebenssituation geflüchteter Menschen mit Behinderungen seitdem entwickelt hat und welche Barrieren weiterhin bestehen. Die Studie analysiert die Hürden beim Zugang zu bedarfsgerechter Unterstützung vertiefend und arbeitet Unterschiede zwischen Personen aus der Ukraine und Personen aus anderen Herkunftsstaaten heraus. Auf Basis der Ergebnisse formuliert die Studie konkrete Handlungsempfehlungen für Politik, Verwaltung sowie zivilgesellschaftliche Akteure an der Schnittstelle von Flucht und Behinderung. 

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Vorstellung und Diskussion dieser neuen Studienergebnisse: 

  • Auf welche Barrieren stoßen geflüchtete Menschen mit Behinderung bei der Unterbringung, beim Zugang zu Gesundheitsversorgung, bei Sprachmittlung und Spracherwerb sowie beim Zugang zum Arbeitsmarkt? 
  • Welche Handlungsbedarfe bestehen, um die Versorgungslücken zu schließen und eine gleichberechtigte Teilhabe für geflüchtete Menschen mit Behinderung zu ermöglichen? 

Die Veranstaltung wird mit einem Grußwort von Herrn Marc Nellen, Bereichsleiter Jugend und Wohlfahrtspflege im DRK-Generalsekretariat, eröffnet. 

Im Anschluss werden die Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen der Studie in einem Fachgespräch mit Vertreterinnen und Vertretern aus zivilgesellschaftlichen Fachorganisationen, Wohlfahrtsverbänden und Landesverwaltung diskutiert. Ihre fachlichen Perspektiven bringen dabei ein:  

  • Wolfram Buttschardt (Handicap International)  
  • Dr. Barbara Weiser (Caritasverband für die Diözese Osnabrück)  
  • Michael Hilbold (Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung) 
  • Nicole Stockrahm (Deutsches Rotes Kreuz - Kreisverband Bremen e.V.)

Für eine barrierearme Teilnahme wird die Veranstaltung durch Gebärdensprachdolmetscherinnen begleitet.

Preis
Kostenlos