Workshop Angebot
Workshop 1a: Geflüchtete Menschen mit Behinderungen – Schutzbedarfe erkennen und Angebote stärken (in Workshopphase I)
Das DRK legt in seiner Arbeit im Themenfeld Flucht und Migration einen besonderen Schwerpunkt auf die Unterstützung besonders vulnerabler Gruppen, darunter geflüchtete Menschen mit Behinderungen. Im Workshop werden zentrale Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt „Geflüchtete Menschen in Deutschland: Hürden und Chancen bei der Unterbringung und beim Zugang zum Arbeitsmarkt von geflüchteten Menschen mit Behinderungen aus der Ukraine und aus Drittstaaten“ sowie aus dem laufenden AMIF-geförderten Projekt „Identifizierung von geflüchteten Menschen mit besonderen Schutzbedarfen“ vorgestellt und diskutiert. Gemeinsam tauschen wir uns darüber aus, welche Herausforderungen bestehen und wie das DRK seine Angebote für besonders schutzbedürftige Geflüchtete weiterentwickeln und stärken kann.
Workshop 1b: Unbegleitete minderjährige Geflüchtete (in Workshopphase II)
Unbegleitete minderjährige Geflüchtete (umF) stellen eine besonders schutzbedürftige Zielgruppe im Kontext von Flucht und Migration dar. Das DRK engagiert sich in vielfältiger Weise für ihre Unterstützung – von der Aufnahme über die Begleitung im Alltag bis hin zur Förderung von Teilhabe und Integration. Im Workshop werden zentrale Aspekte im Umgang mit unbegleiteten Minderjährigen beleuchtet und aktuelle Herausforderungen aus der Praxis aufgegriffen. Dabei stehen insbesondere Fragen des Kinderschutzes, der Unterbringung sowie der Zugänge zu Bildung und psychosozialer Unterstützung im Fokus. Gemeinsam tauschen wir uns darüber aus, welche Bedarfe bestehen und wie Angebote für diese Zielgruppe bedarfsgerecht gestaltet und weiterentwickelt werden können. Der Workshop bietet Raum für Erfahrungsaustausch, fachliche Impulse und die gemeinsame Reflexion der DRK-Praxis.
Workshop 2: Bedrohungssituationen in der Wohlfahrtsarbeit – Ergebnisse der Befragung von Fachkräften und Implikationen für die Wohlfahrtspflege
Im Dezember 2025 und Januar 2026 hat der DRK-Bundesverband eine Befragung zu Bedrohungserfahrungen von Ehrenamtlichen und Mitarbeitenden im DRK durchgeführt – sowohl im digitalen als auch im persönlichen- und Arbeitsumfeld. Untersucht wurden dabei insbesondere Vorfälle, die mit einem veränderten gesellschaftlichen Klima und menschenfeindlichen Einstellungen zusammenhängen.
Im Workshop werden die zentralen Ergebnisse der Befragung vorgestellt und es wird Einblick in den aktuellen Stand eines Konzepts für eine langfristige Unterstützungsstruktur für das DRK und seine Mitarbeitenden gegeben.
Workshop 3: Unterbringung von Geflüchteten und das Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS)
Dieser Workshop gibt einen Überblick darüber, wie sich die Umsetzung des reformierten Gemeinsamen Europäischen Asylsystems auf die Unterbringung Geflüchteter in Deutschland auswirkt. Im Fokus stehen neue rechtliche Vorgaben, veränderte Abläufe im Asylverfahren sowie mögliche Herausforderungen für Kommunen und Einrichtungen. Gemeinsam wird diskutiert, welche Anpassungen in Praxisstrukturen notwendig werden und wie eine bedarfsgerechte Unterbringung künftig gestaltet werden kann.
Workshop 4: Migration als Querschnittsthema – gute Praxis im DRK
Die DRK-Migrationsstrategie versteht Migration als Querschnittsthema, das alle Fachbereiche betrifft und das Ziel verfolgt, Teilhabe, Öffnung und Vielfalt im Verband zu stärken. In diesem Workshop zeigen wir anhand von Best-Practice-Beispielen, wie Migration in unterschiedlichen Arbeitsfeldern mitgedacht und Angebote so gestaltet werden können, dass Migrant:innen sie erreichen, nutzen und mitgestalten können. Dabei betrachten wir sowohl den Zugang zu Angeboten als auch die Gewinnung und Einbindung von Migrantinnen und Migranten – einschließlich Geflüchteter – als Haupt- und Ehrenamtliche. Gemeinsam diskutieren wir, wie Migration als Querschnittsthema im DRK praktisch gesehen werden kann, und tauschen Erfahrungen sowie erfolgreiche Ansätze aus.
Workshop 5: KI in der Beratung und Sozialen Arbeit mit Geflüchteten
Künstliche Intelligenz (KI) hält zunehmend Einzug in die Soziale Arbeit – auch im Arbeitsfeld Flucht und Migration. Welche Chancen bietet sie konkret für die Praxis der sozialen Arbeit? Wo liegen Grenzen und Risiken? Wie kann KI verantwortungsvoll und menschenzentriert eingesetzt werden?
Der Workshop gibt einen praxisnahen Überblick über Einsatzmöglichkeiten von KI in der Flüchtlings- und Migrationssozialarbeit. Anhand von Beispielen aus der Praxis wird reflektier, wie KI sinnvoll unterstützen kann, ohne professionelle Standards und den persönlichen Kontakt aus dem Blick zu verlieren. Der Workshop lädt dazu ein, Chancen kritisch zu bewerten, Unsicherheiten zu klären und Ideen für den eigenen Arbeitsalltag mitzunehmen.
Workshop 6: Rückkehrberatung zwischen Freiwilligkeit und Einflussfaktoren
Der Workshop beleuchtet, wie Rückkehrberatung trotz politischer, institutioneller und finanzieller Rahmenbedingungen zu einer wirklich freien und informierten Entscheidung beitragen kann. Teilnehmende reflektieren, welchen äußeren Einflüssen Beratungsstellen ausgesetzt sind und wie diese die Ergebnisoffenheit gefährden können. Anhand von Praxisbeispielen werden Strategien erarbeitet, um Beratungsprozesse transparent, selbstbestimmt und professionell zu gestalten
Workshop 7: Integration durch Kooperationsstrukturen stärken
In diesem Workshop beleuchten wir die Zusammenarbeit zwischen Migrationsberatungsstellen und Unterkünften auf der einen Seite sowie Jobcentern und der Bundesagentur für Arbeit auf der anderen Seite. Während auf Bundesebene bereits etablierte Gesprächsrunden existieren, fehlt es in Ländern und Kommunen teilweise an flächendeckenden Strukturen für den regelmäßigen Austausch. Ziel des Workshops ist es, Herausforderungen und Potenziale der Kooperation vor Ort zu identifizieren, bewährte Praxisbeispiele zu diskutieren und Ansätze für eine nachhaltige Vernetzung zu entwickeln. So wollen wir die Integration in den Arbeitsmarkt vor Ort effektiv unterstützen.
Bitte wählen Sie drei der oben genannten Workshops aus, an denen Sie gerne teilnehmen würden.