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Start der neuen Förderrunde des ESF-Bundesprogramms „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ“ 2019-2022

18.09.2017

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hat den Aufruf zum Interessenbekundungsverfahren für die Förderrunde 2019-2022 des ESF-Bundesprogramms "Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier - BIWAQ" gestartet.

BIWAQ ist das ESF-Bundesprogramm für die Quartiere des Städtebauförderungsprogrammes "Soziale Stadt". Ziel von BIWAQ ist die Verbesserung der Chancen für die Menschen in diesen Quartieren. BIWAQ verknüpft quartiersbezogene lokale Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktprojekte mit städtebaulichen Maßnahmen. Dazu setzt das Programm mit Mitteln des ESF Maßnahmen zur Beschäftigungsförderung und zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft um. Ein besonderer Fokus liegt auf der digitalen Inklusion. Mit BIWAQ werden in einem weiterhin offenen Förderansatz passgenaue, mehrjährige Projekte (bis zu 4 Jahren, max. 2 Mio. € pro Projekt) gefördert.

Kooperationen mit den Kommunen

Antragsberechtigt sind ausschließlich Kommunen - diese können aber mit Trägern der Freien Wohlfahrtspflege zusammenarbeiten und die Zuwendungen weitergeben. Ein Start neuer Projekte ist für Anfang 2019 geplant, die Teilnahme am Interessensbekundungsverfahren ist bis 14.12.2017 möglich. Es lohnt sich bei einer guten Idee auf die Kommune zuzugehen!

  • Die Förderrichtlinie, die die Inhalte des neuen Programms beschreibt, und weitere Informationen sind auf www.biwaq.de eingestellt.

Die digitale Transformation sozial gestalten – Bundesfamilienministerium und Spitze der Freien Wohlfahrtspflege vereinbart verstärkte Zusammenarbeit

13.09.2017

Die digitale Transformation ist einer der mächtigsten Treiber des gesellschaftlichen Wandels. Nicht erst in Zukunft bietet die Digitalisierung große Chancen für die flexible Zusammenarbeit in Haupt- und Ehrenamt und den Abbau bürokratischer Hürden. Zugleich sind mit Digitalisierung aber auch Risiken für den gesellschaftlichen Zusammenhalt wie die digitale Spaltung verbunden, denen wirksam begegnet werden muss.

Um den gesellschaftlichen Wandel in der digitalen Transformation künftig gemeinsam zu gestalten haben die sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege (Arbeiterwohlfahrt, Deutscher Caritasverband, Diakonie Deutschland, Deutsches Rotes Kreuz, Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland) zusammen mit Familienministerin Barley am vergangenen Donnerstag (7. Sept.) eine Erklärung vorgestellt, die künftige Arbeitsschwerpunkte setzt.

Sozialraum 4.0

Die Freie Wohlfahrtspflege, so BAGFW-Präsident Peter Neher, hat sich als stabiles Gerüst der sozialen Infrastruktur in Deutschland bewährt. Wohlfahrtsverbände wie das Deutsche Rote Kreuz sind überall in Deutschland vertreten und stets Teil des Sozialraums vor Ort. Sie sind die Seismographen, die die Folgen gesellschaftlicher Wandlungsprozesse anzeigen und entsprechend darauf reagieren. Mit der nun angekündigten digitalen Agenda, die die Gestaltung der digitalen Transformation statt nur die Reaktion darauf ins Zentrum rückt, wird dem gesamten sozialen Sektor mehr Gestaltungsverantwortung zu.

Das Deutsche Rote Kreuz nimmt sich dieser Verantwortung an und möchte sich unter anderem virtuellen Erfahrungsräumen zuwenden, die für die soziale Arbeit im Sozialraum erschlossen werden sollen. Das grundlegende Anliegen ist, Mitarbeitende des DRK zu befähigen, den virtuellen Sozialraum für die bestehenden Angebote zu erschließen und einzubinden, um Zugangsbarrieren abzubauen, Beteiligung zu stärken und neue Formen des Engagements möglich zu machen. Das DRK möchte mit diesem Ansatz einen Beitrag zur Steigerung seiner organisationalen Resilienz gegenüber gravierenden gesellschaftlichen Veränderungen leisten.

Soziale Arbeit in Bewegung – neue Formate für Austausch und Vernetzung

05.09.2017

Am 25. und 26. August 2017 fand in Siegburg bei Bonn das zweite BarCamp Soziale Arbeit statt. Aus dem Team gesellschaftliche Trends und Innovationen aus Sicht des DRK nahm Hannes Jähnert, Referent für Soziale Innovation und Digitalisierung, teil und stellte unter dem Titel „How to Innovation“ am ersten Tag das Innovationslabor der DRK-Wohlfahrtspflege vor. In einer zweiten „Session“ mit der „Einladung zum Tanz“ stellte er gemeinsam mit Sabine Depew, Diözesan-Caritasdirektorin im Bistum Essen und Autorin des Blogs zeitzuteilen, und Benedikt Geyer, Sozialarbeiter und Macher des Podcasts „Irgendwas mit Menschen“, die Frage, was die soziale Arbeit eigentlich daran hindert, sich mehr über die Sozialen Medien zu vernetzen und ihre Themen so in die Öffentlichkeit zu tragen.

Was ist ein BarCamp?

Ein BarCamp ist eine „Unkonferenz“, ein offenes Veranstaltungsformat, bei der es – ganz ähnlich wie beim Open Space – keine Referentinnen und Referenten sondern nur Teilnehmerinnen und Teilnehmer gibt, die in etwa 45-minütigen „Sessions“ kurze Inputs gestalten oder zu offenen Diskussionen einladen. Das SozialCamp in Siegburg setzte dabei einen speziellen Fokus auf Wandlungsprozesse in der Sozialarbeit, die zum Beispiel durch die Digitalisierung vorangetrieben werden. Ein anderer Fokus wird beim Cross Media Day des DRK am 21.Oktober 2017 im DRK-Generalsekretariat in Berlin gesetzt, der ebenfalls als BarCamp organisiert wird. Hier liegt der Fokus auf den Schnittstellen zwischen der Entwicklung sozialer Innovationen, dem digitalen Wandel im DRK und der Öffentlichkeitsarbeit in und über Soziale Medien.

Auch die Dokumentation eines BarCamps liegt in den Händen der Teilnehmenden. Unter dem Hashtag #SozialCamp wurde beim BarCamp Soziale Arbeit fleißig getwittert. Hannes Jähnert zählte nach seinen Sessions jeweils etwa 30 Tweets, die über den Kurznachrichtendienst Schlaglichter daraus publik machten – von einzelnen Zitaten über Fotos seiner Folien bis zu den Fazits einzelner Interessierter. Die so live erstelle Dokumentation des BarCamps Soziale Arbeit wurde nach der Veranstaltung im Blog von Bonn.digital zusammengestellt.

Welche Zukunft hat der Sozialstaat?

22.08.2017

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. und der Lambertus Verlag greifen mit ihrer Schriftenreihe " Soziale Arbeit kontrovers" aktuelle Fragen der Sozialen Arbeit auf. Im 17. Band wird eine Prognose zur Zukunft des Sozialstaats gewagt.

Ausgehend von der Frage, wie die Sozialpolitik im 21. Jahrhundert aussehen wird, setzt sich das Buch im Wesentlichen mit der Idee des Grundeinkommens auseinander.

Prof. Dr. habil. Michael Opielka erläutert die Begriffe Kommodifizierung, also die Vermarktung menschlicher Arbeitskraft und Dekommodifizierung, die Schaffung von lohnarbeitsexternen Existenzmöglichkeiten oder anders gesagt: Zeitwohlstand ohne Not. Hier sieht er als ersten Schritt die Einführung des Ruhestandes an, eines Zeitwohlstandes im Alter.

Nach seiner Auffassung wird die Zukunft der Arbeit zwischen den marktideologischen Prozessen, die an der Kommodifizierung festhalten und den Bataillonen der Dekommodifizierung entschieden. Derzeit würde darüber gestritten, ob die Dekommodifizierung noch einen Schritt weiter gehen solle: in Richtung eines Grundeinkommens für alle.

Der Autor untersucht ferner den Wohlfahrtsstaat in der Wachstumsgesellschaft und stellt fest, dass eine systematische Analyse der Frage, ob der Wohlfahrtsstaat notwendig an wirtschaftliches Wachstum gebunden sei, noch ausstünde.

Seine Überlegungen zu diesem Thema fasst er in zwei Thesen zusammen:

1. Der Wohlfahrtsstaat ist vom Wirtschaftswachstum abhängig, weil personelle Dienstleistungen im Wissenssektor nur begrenzt rationalisierbar sind, zugleich aber eine sektorübergreifende Lohnkonkurrenz besteht, sodass relativ hohe Einkommen geboten werden müssen, ohne über eine Marktgängigkeit der Güter zu verfügen.

2. Der Wohlfahrtsstaat ist dann vom Wirtschaftswachstum abhängig, wenn sein Leistungsversprechen wesentlich auf bezahlter Erwerbsarbeit beruht, durch die Erbringung personeller Dienstleistungen im öffentlichen Sektor und durch die Finanzierung monetärer Transfers, die aus Ansprüchen aus einer hierarchisch gegliederten Lohnarbeit resultieren.

Prof. Dr. hab. Opielka geht ebenfalls der Frage nach, ob Wirtschaftswachstum grundsätzlich ökologisch problematisch ist. In diesem Zusammenhang stellt er fest, dass eine garantistische Sozialpolitik weder alle Ressourcen noch Klimaprobleme lösen könne, aber sie leiste einen wesentlichen Steuerungsbeitrag, in dem Referenzpunkt von Interventionen stets der einzelne Mensch und somit das Subjekt der Menschenrechte sei.

In einem letzten Kapitel setzt sich der Verfasser mit der Gestaltung der Sozialpolitik durch soziale Arbeit und hier vertieft mit Fragen der Partizipation auseinander.

Zusammenfassend ist "Welche Zukunft hat der Sozialstaat?" ein Plädoyer für den Wohlfahrtsstaat, der notwendig zur Zukunft gehört. Nach Auffassung des Autors sollte die Idee des Grundeinkommens in dieser Zukunft eine prominente Rolle einnehmen, und er wagt die Prognose, dass sie das tun wird.

Der Autor Prof. Dr. hab. Michael Opielka ist Wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer des Instituts für Sozialökologie gemeinnützige GmbH in Siegburg. Seit 2000 lehrt er an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena im Fachgebiet Sozialpolitik.

Weitere Informationen zu seinem Buch finden Sie hier

http://www.lambertus.de/de/shop-details/welche-zukunft-hat-der-sozialstaat,1881.html

WhatFutures – Serious Gaming mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften

22.08.2017

Auf der Generalversammlung der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegungen (IFRC) werden vom 5. bis zum 11. November 2017 auch die Grundlagen für die Strategie 2030 der Internationalen Föderation gelegt. Da junge Menschen auf der IFRC Generalversammlung eher die Ausnahme- als die Regel sind, ihre Anregungen für die neue Strategie aber dennoch aufgenommen werden sollen, hat die Föderation gemeinsam mit dem OpenLab der Newcastle University in Großbritannien das Serious Game "WhatFutures" (sinngemäß "mögliche Zukunftsszenarien") entwickelt.

Strategieentwicklung via WhatsApp

WhatFutures ist ein Spiel, bei dem sich Menschen weltweit in kleinen Teams über WhatsApp beteiligten können. Bis zum 12. September läuft die Registrierung der Teams über die Webseite whatfutures.org. Vom 14. bis zum 24. September werden den Teams dann per WhatsApp Herausforderungen gesendet, die sie ihrerseits mit Text-, Video- und Audiobeiträgen beantworten sollen. Ziel des Spiels ist es, Impulse für die Strategieentwicklung der IFRC zu sammeln, wobei der Fokus explizit auf den künftigen Herausforderungen in lokalen Communities - also im Sozialraum - liegt.

Mehr Informationen zum Mitmachen für junge Menschen und jung Gebliebene sind auf der Webseite zum Spiel in spanischer und englischer Sprache zu finden.

Heimvorteil - vdek Ideenwettbewerb für mehr Gesundheit- wir freuen uns über Ihre DRK Bewerbung

28.07.2017

Der Gesetzgeber hat mit dem Präventionsgesetz Rahmenbedingungen geschaffen, um die Gesundheit von Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen zu fördern. Die gesetzlichen Pflegekassen haben damit den Auftrag erhalten, den Einrichtungen entsprechende Beratungsangebote zur Gesundheitsförderung anzubieten und bei der Umsetzung von Maßnahmen zu unterstützen. Der vdek lädt Sie ein gemeinsam mit Ihm zukunftsweisende Wege zu finden um den gesetzlichen Auftrag mit Leben zu füllen und lädt Sie ein sich direkt daran zu beteiligen. In diesem Rahmen sind Sie eingeladen Ihre Ideen, wie Gesundheit von Menschen in Pflegeeinrichtungen nachhaltig gefördert werden können in Form eines Ideenwettbewerbs einzubringen. Zusammen mit Gesundheitsexperten werden Sie bei der Entwicklung und Umsetzung Ihrer Idee begleitet.

Offizieller Start des Ideenwettbewerbs"Heimvorteil-Ideenwettbewerb für mehr Gesundheit" war bereits Freitag der 30.06.2017. Seit dem ist die dazugehörige Homepage www.ideenwettbewerb-heimvorteil.de für zu Ihrer Information und Bewerbung freigeschaltet. Darüberhinaus erhalten Sie auch unter der Telefonnummer 030/2008968290 Informationen zur Teilnahme.

Auch stationäre Pflegeeinrichtungen sind mit einem Anschreiben durch den vdek über Zielrichtung und Teilnahmemöglichkeiten direkt informiert wurden.

Steuerung in der Behindertenhilfe

20.07.2017

Der Deutsche Verein hat in seiner Reihe "Sozialhilfe und Sozialpolitik" den Band "Steuerung in der Behindertenhilfe/Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) und seine Folgen" herausgegeben. Das Buch wendet sich an die Leistungsträger, Leistungserbringer, aber auch die Leistungsempfänger*innen des SGB IX: Somit ist es auch für Mitarbeitende der Freien Wohlfahrtspflege von Interesse.

In der Analyse wird der Frage nachgegangen, welche absehbaren Folgen das BTHG aus Steuerungsperspektive haben wird. Methodisch basiert die Analyse auf den 2 Konzepten des sozialrechtlichen Dreiecks und dem Case Management. Diese werden vorab kurz erläutert.

Für die Leistungserbringer gehen die Autoren davon aus, dass sie infolge des BTHG weiter an Steuerungseinfluss verlieren werden. Am Ende des Buches wird in einem Ausblick der strategisch-organisatorische Umgang mit dem Wandel dargestellt. Hier wird ausgeführt, dass sich vor allem die Frage ergibt, welche finanziellen Folgen sich für die Leistungserbringer ergeben. Anschließend werden die strategischen Folgen aus Sicht der Verfasser erläutert.

Der Autor Dr. Markus König ist Projektleiter der gfa/public GmbH und Björn Wolf Berater. desselben Unternehmens. Die gfa/public GmbH ist eine Beratungsmanufaktur für öffentliche und gemeinwohlorientierte Organisationen.

Das „Workbook Entwickeln“ – ein Arbeitsbuch für soziale Innovationen

20.07.2017

Das Cluster "Soziale Innovation & Digitalisierung" im Bereich Jugend und Wohlfahrtspflege des DRK-Generalsekretariats hat es sich zur Aufgabe gemacht, neue Methoden und Ansätze zu erproben, mit denen die Herausforderungen unserer Zeit bewältigt werden können. So wird derzeit beispielsweise der Prototyp eines internen Weblogs im Team "Gesellschaftliche Trends und Innovationen" erprobt und gemeinsam weiterentwickelt, mit dem künftig der Wissensfluss unter den Kolleginnen und Kollegen verbessert werden könnte. Die Ideen, welche neuen Methoden und Ansätze erprobt werden sollten, sind zahlreich. Einige, wie vielleicht Führungskompetenz mit Tango oder Story-Telling, kommen aus dem Team selbst, viele aber auch von außen.

Der Ansatz der "Perception Driven Innovation" aus dem "Workbook Entwickeln" ist ein solcher Impuls. Das Arbeitsbuch bietet wertvolle Anregungen für die Innovationsförderung im DRK und führt Schritt für Schritt durch ein stimmiges Methoden-Set auf dem Weg zu echter Innovation.

Wider dem Innovations-Terror!

Innovationsfähigkeit gilt mittlerweile gemeinhin als Garant für Wachstum und Prosperität. Sie ist sicher auch notwendig, um neue Herausforderungen bewältigen zu können. Die Autorinnen und Autoren des "Workbook Entwickeln" allerdings warnen davor, Innovation als Selbstzweck zu betreiben. Sie schreiben, dass so nicht selten der mithin nur mäßige Veränderungswille in der Organisation kaschiert wird. Im Ergebnis entsteht eine Arbeitsatmosphäre des Innovativ-Sein-Müssens, die sich treffend mit "Innovations-Terror" beschreiben lässt.

Der methodische Ansatz der "Perception Driven Innovation" zielt auf "die Lust und die Freude an Wandel und Entwicklung". Er ist klar an Problemlösungen orientiert und soll mit unterschiedlichen Techniken zur Erweiterung des Wahrnehmungsfeldes (Perception) einen breiten Lösungsraum eröffnen, der einerseits entspannter auf das eigentliche Problem blicken lässt, andererseits aber auch verdeutlicht, dass soziale Innovationen immer breiter wirken, als nur im Bereich des eigentlichen Problems.

Bereit für soziale Innovationen?

Das Workbook Entwickeln versammelt zahlreiche, sich sinnvoll ineinander verschränkende Techniken, Methoden und Modelle, mit denen wir auch im Cluster Soziale Innovationen & Digitalisierung arbeiten. Es empfiehlt sich, das Buch im Team von Vorn nach Hinten durchzuarbeiten und die einzelnen Schritte gemeinsam zu gehen. Aus den zahlreichen Anregungen zur Erweiterung des Wahrnehmungsfeldes, der entspannten Problembeschreibung und der dialogischen Auseinandersetzung damit, bis hin zu "Übungen zum Loslassen" und dem bewussten Einlassen auf den Wandel, kann man jene auswählen, die individuell am besten passen. Im Ergebnis können so innovative Ansätze entstehen, die nicht 'gemusst' sondern gewollt sind.

Kurzum: Die Investition von 150 EURO in das "Workbook Entwickeln" ist allen zu empfehlen, die dem kommenden Wandel mit Lust und Freude begegnen wollen und nützliches Handwerkszeug für die Entwicklung sozialer Innovationen kennen lernen möchten.

Das "Workbook Entwickeln" kann über die Webseite des Zukunftsinstituts bezogen werden.

Dokumentation zum Forum Soziale Innovation: Folien, Interviews und Impressionen

10.07.2017

Am 16. Juni 2017 fand das Forum Soziale Innovation am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam statt. Opens external link in new windowDie Veranstaltungs-Dokumentation ist nun online. Über 60 Vertreterinnen und Vertretern von Wohlfahrtsverbänden, Social Start-ups, Politik und Stiftungen diskutierten hier die Chancen und Herausforderungen für soziale Innovation im ländlichen Raum. In ihren Grußworten hoben die Gastgeber, Joß Steinke, Bereichsleiter Jugend und Wohlfahrtspflege im DRK-Generalsekretariat, und Mark Speich, Geschäftsführer der Vodafone-Stiftung Deutschland, den großen Wert sozialer Innovation für gutes Leben im ländlichen Raum hervor.

Austausch und Vernetzung - das Forum Soziale Innovation

In seiner Keynote ging Steffen Hess vom Fraunhofer Institut für experimentelles Software Engineering auf wesentliche Gelingensbedingungen sozialer Innovation auf dem Land ein, die er mit Einblicken in das Projekt "Digitale Dörfer" anschaulich illustrierte. Die angeregte Diskussion im Anschluss an den Vortrag zeigte, dass die allermeisten Teilnehmenden nicht nur zum Zuhören gekommen waren.

Am Nachmittag wurden an fünf Thementischen innovative Projekte vorgestellt, die sich den Herausforderungen im ländlichen Raum annehmen. Diskutiert wurde in drei Runden jeweils 45 Minuten. Opens external link in new windowEindrücke aus den Diskussionen beim Forum Soziale Innovation sind als Video-Interviews dokumentiert.

DRK unterzeichnet Kooperationsvereinbarung zu Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung

10.07.2017

Demokratie ist dem Menschen nicht in die Wiege gelegt, er muss sie lernen. Kindertageseinrichtungen sind die ersten Bildungs- und Erfahrungsräume für Kinder ausserhalb der Familie. Deshalb legt ein neuer Teilbereich des Bundesprogrammes "Demokratie leben!" den Fokus auf frühkindliche Demokratiebildung und Extremismusprävention in Kitas.

Am 4. Juli hat der Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Dr. Ralf Kleindiek, eine Kooperationsvereinbarung zu Demokratiebildung und Extremismusprävention in der Kindertagesbetreuung unterzeichnet. Im Rahmen des Bundesprogrammes "Demokratie leben!" bildet die Vereinbarung den Auftakt für mehrere Projekte in Kindertagesstätten. Kooperationspartner des Bundesfamilienministeriums sind die in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) zusammengeschlossenen Verbände sowie die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe e.V. (AGJ).

Demokratieförderung in DRK-Kindertageseinrichtungen

Diskriminierungen entgegenwirken, demokratiefeindlichen Äußerungen begegnen und Barrieren durch Begegnung abbauen. Mit diesen Zielen startet das DRK in das Projekt. Grundlage für die Arbeit bildet ein mit dem Kita- Kinderschutznetzwerk gemeinsam erarbeitetes Curriculum für pädagogische Teams. Das Curriculum regt über die Auseinandersetzung mit eigenen biografischen Erfahrungen an, sich mit erzieherischer Macht im professionellen Kontext beschäftigen. Verantwortungsvoller Umgang mit Macht ist eine Basis für demokratisches Handeln. Die vielfältigen Ansätze zur Demokratiebildung und Demokratieförderung in den DRK-Kindertageseinrichtungen sollen über das Projekt mehr Aufmerksamkeit und Stärkung erfahren.

Zielgerichtete Präventionsstrategien und Angebote, die Demokratie und Vielfalt im frühkindlichen Bildungsbereich fördern, sollen zudem über eine breite verbändeübergreifende Kooperation weiterentwickelt werden.

Das Bundesprogramm "Demokratie leben!" unterstützt Initiativen, Vereine sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland, die sich für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander einsetzen. Die Kooperationsvereinbarung ist im neuen Teilbereich "Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung" des Programmbereichs "Demokratiebildung im Bildungsbereich" angesiedelt. Schon bisher wurden unter anderem im Rahmen der "Partnerschaften für Demokratie" einzelne Projekte im Bereich der frühkindlichen Präventionsarbeit gefördert. Durch die Bündelung der Ressourcen wird den Vertragspartnern nun ermöglicht, modellhaft gemeinsam tätig zu werden und Projekte im Rahmen des entsprechenden Teilbereichs wirkungsvoller zu verwirklichen als es ihnen einzeln möglich wäre.

Wie gelingt die Integration und Teilhabe von Flüchtlingen und Migrant*innen – eine Spurensuche

29.06.2017

Integration und Teilhabe sind sowohl für die Geflüchteten selbst als auch für die aufnehmende Gesellschaft Herausforderung und Chance zugleich. Ob Integration gelingt, entscheidet sich dabei zu einem großen Teil in den Städten und Kommunen bzw. im Sozialraum. Neuankommende müssen früh im Gemeinwesen eingebunden und ihre Selbstorganisation gefördert werden. Je früher aktive Schritte zur Integration unternommen werden, desto wahrscheinlicher ist ihr Erfolg.

Eine erfolgreiche Integrationspolitik folgt einem ganzheitlichen Ansatz. Sie muss auf Rechts- und Chancengleichheit sowie auf die Akzeptanz des Andersseins ausgerichtet sein. Integration ist ein dynamischer, lange andauernder und komplexer Prozess der wechselseitigen Annäherung. Niemand sollte von Teilhabe und Integration ausgeschlossen werden.

Wie kann das DRK zu einem gelingenden Zusammenleben vor Ort beitragen? Was sind die entscheidenden Faktoren, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen?

Mit der Reihe "Auf Spurensuche" stellen wir erfolgreiche Ansätze verschiedener DRK-Kreisverbände vor, die darauf Antworten geben können. Die Reihe beginnt in Offenbach, einer Stadt in der das Zusammenleben von Menschen mit vielfachen kulturellen Hintergründen bereits seit langer Zeit Realität ist. Wie der DRK-Kreisverband hier zur Entwicklung des Gemeinwesens beiträgt, haben die Journalistin Meera Jamal und Rüdiger Fritz vom DRK-Generalsekretariat vor Ort recherchiert.

17. Berliner Symposium zum Flüchtlingsschutz: Verantwortungsteilung im Flüchtlingsschutz

27.06.2017

Zum 17. Mal fand in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin-Mitte das Symposium zum Flüchtlingsschutz statt. In diesem Jahr diskutierten ca. 250 Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft über die Verantwortungsteilung im Flüchtlingsschutz und die Herausforderungen auf globaler, europäischer und nationaler Ebene.

Zum ersten Mal war Jutta Cordt, die seit dem 1. Januar 2017 Präsidentin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ist, Gast des Symposiums.

Qualität vor Quantität

So lautete die Forderung der rund 60 Expert*innen des Arbeitsforums "Faire und effiziente Asylverfahren - wie kann das gelingen?", das von Nadja Saborowski, Referentin für Asyl- und Migrationsrecht im DRK-Generalsekretariat, moderiert wurde.

Ursula Gräfin Praschma, Abteilungsleiterin "Internationalen Aufgaben, Grundlagen der Asylverfahren und Migration" im BAMF, eröffnete das Forum mit der Vorstellung der Maßnahmen, mit denen das BAMF die Qualität der Asylverfahren verbessern will. Hierzu gehört beispielsweise die enge Zusammenarbeit mit dem UNHCR im Bereich von Schulungen.

Einig waren sich die Teilnehmer*innen darin, dass Asylverfahren so ausgestaltet sein müssen, dass Asylsuchende in der Lage sind, ihre Rechte und Pflichten wahrzunehmen. Friedericke Foltz vom UNHCR regte an, den Verfahren mehr Zeit zu geben. Innerhalb der sehr kurzen Verfahren sei es derzeit kaum möglich, sich angemessen auf das Verfahren vorzubereiten.

Der Asylverfahrensberatung - angeboten von den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege und freien Trägern - kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu. Rechtsanwältin Oda Jentsch sprach darüber hinaus die Qualität der Bescheide an. Hier sehe sie Nachbesserungsbedarf.

Die vielen aus dem gelungenen Austausch entstandenen Anregungen wurden aufgenommen. Die Fortführung dieses Dialogs wurde von allen Seiten begrüßt.

Bundesinitiative legt überarbeitete und erweiterte Leitlinien zum Schutz von Bewohnern von Flüchtlingsunterkünften vor

22.06.2017

Im Rahmen der "Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften", die im Frühjahr 2016 gemeinsam vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und UNICEF ins Leben gerufen wurde, haben das BMFSFJ und UNICEF gemeinsam mit dem DRK und anderen Partnern am 20. Juni 2017 überarbeitete sowie erweiterte "Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften" herausgegeben. Die unter der fachlichen Beteiligung des DRK und anderen Partnern erarbeitete Neuauflage erweitert den Fokus auf besonders schutzbedürftige Personengruppen, wie Kinder, Jugendliche und Frauen, und enthält erstmals auch Leitlinien zum Schutz von geflüchteten Menschen mit Behinderungen und LSBTI* Geflüchteten.

Bereits 2016 wurden in der Bundesinitiative Mindeststandards entwickelt, um den Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen in Flüchtlingsunterkünften zu gewährleisten sowie den Zugang zu Bildungsangeboten und psychosozialer Unterstützung zu verbessern. Diese Standards wurden 2016 in 25 Unterkünften, darunter sechs Einrichtungen des DRK, modellhaft umgesetzt. Die Pilotunterkunft der Initiative ist die DRK-Notunterkunft Berlin Marburger Straße. Hier wurden die von UNICEF im Rahmen der Initiative entwickelten Schulungen und Materialien erprobt und getestet. Damit hat das DRK in enger Zusammenarbeit mit UNICEF eine besondere Verantwortung im Projekt übernommen. 2017 wird die Initiative auf bundesweit 100 Einrichtungen erweitert.

Das DRK hat bereits vor einem Jahr gemeinsam mit dem Bundesfamilienministerium eine bundesgesetzliche Lösung für einen besseren Schutz in Flüchtlingsunterkünften gefordert (Opens external link in new windowhttps://www.drk.de/presse/aktuelle-pressemitteilungen/meldung/kinder-und-frauen-besser-schuetzen-und-foerdern/). Im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens zum Kinder- und Jugendstärkungsgesetz besteht nun die Chance, die Mindeststandards gesetzlich zu verankern.

VG Bund beschließt "Empfehlungen zur Fachkräftegewinnung und - bindung in der DRK-Kindertagesbetreuung"

13.06.2017

Die Kindertagesbetreuung ist ein Hauptaufgabenfeld des Deutschen Roten Kreuzes. Qualitätsentwicklung, fachliche Profilbildung und der Ausbau der Angebote der DRK-Kindertagesbetreuung werden als strategische Ziele des Verbandes verfolgt. Besonders wichtig ist dem DRK die Gewinnung und Bindung von qualifizierten Fachkräften.

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, wurden die aus fachlicher Sicht relevanten Faktoren für die Personalgewinnung und -bindung in der DRK-Kindertagesbetreuung zusammengestellt. Die "Empfehlungen zur Fachkräftegewinnung und - bindung in der DRK-Kindertagesbetreuung" wurden von der Verbandsgeschäftsführung Bund (VG-Bund) auf ihrer Klausurtagung vom 10. Mai 2017 bis zum 12. Mail 2017 verabschiedet.

Das Arbeitspapier dient als Anregung für die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema Fachkräftegewinnung und -bindung. Es zeigt bewusst ein breites Spektrum von Möglichkeiten auf und macht deutlich, dass je nach individuellen Bedingungen und Möglichkeiten, im Wettbewerb um Fachkräfte an ganz unterschiedlichen Stellschrauben gedreht werden kann und muss.

Die Empfehlungen richten sich an die verschiedenen Handlungsebenen im System der Kindertagesbetreuung (Einrichtung, Träger, Landesebene, Bundesebene etc.) und können auch als Beitrag zur politischen und verbandspolitischen Arbeit und Qualitätsentwicklung in der DRK-Kindertagesbetreuung dienen.

Die VG Bund empfiehlt, sich in der weitere Auseinandersetzung in den Verbandsgliederungen an den Empfehlungen zu orientieren.

Jugend- und Familienministerkonferenz beschließt Eckpunkte für eine bessere Qualität in der Kindertagesbetreuung

22.05.2017

Die Jugend- und Familienministerkonferenz. hat am 19. Mai 2017 auf der Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) in Quedlinburg Eckpunkte zur Verbesserung der Qualität in der Kindertagesbetreuung festgelegt und mit großer Mehrheit beschlossen. Das DRK hatte sich bereits 2014 mit dem Papier "Qualität in Kindertageseinrichtungen" zu diesem Thema positioniert. Besonders wichtig ist dem DRK die Sicherstellung der notwendigen Fachkräfte. Sie müssen ausgebildet und qualifiziert werden.

Ein zukünftiges Qualitätsentwicklungsgesetz soll die unterschiedlichen Stärken und Entwicklungsbedarfe der Länder berücksichtigen. Jedes Land soll aus einer Palette von Qualitätsmaßnahmen die für sich geeigneten auswählen können. Diese sollen mit Bundesmitteln finanziert werden. Um die Vereinbarungen und das Gesetz wirkungsvoll zu machen, sind Berichtspflichten der Länder und ein qualifiziertes Monitoring vorgesehen.

Gemeinsam mit 29 Organisationen aus den Bereichen Wohlfahrtspflege, Familie, Kinderrechte sowie Gewerkschaften und Kita-Träger mahnte das DRK im Vorfeld der Jugend- und Familienministerkonferenz die zügige Einführung bundeseinheitlicher Qualitätsstandards für Kindertageseinrichtungen an.

Das Positionspapier "Qualität in Kindertageseinrichtungen" gibt zudem Aufschluss über konkrete Forderungen des DRK.

Jetzt abrufbar: „Inklusion in Kindertageseinrichtungen“ - Beitrag des DRK beim 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT)

17.05.2017

Beim diesjährigen Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) vom 28.03.-30.03.2017 in Düsseldorf hat sich das DRK aktiv mit einer Veranstaltung am Fachkongress beteiligt.

Djamila Younis, die im DRK-Generalsekretariat für das Hauptaufgabenfeld Kindertagesbetreuung verantwortlich ist, und Trudi Baum, Leiterin der DRK-Schwerpunktkindertagesstätte in Schönau gestalteten gemeinsam mit den Teilnehmenden einen Workshop zum Thema "Inklusion in Kindertageseinrichtungen".

Im Mittelpunkt stand der aktuelle Diskurs um Inklusion in den Angeboten der Kindertagesbetreuung und der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Eng verbunden mit dem Begriff der Inklusion sind Begriffe wie Vielfalt, Teilhabe und vorurteilsbewusste Bildung. Auch im Kontext von Flucht und Migration wird die Diskussion um Inklusion, Integration und Interkulturelle Öffnung neu entfacht.

Die Veranstaltung gab einen Überblick über Hintergründe, Begriffe und Implikationen. Praxisnah beleuchtete sie Inklusion als Prozess, der die Vielfalt der Kinder und Familien in den Kindertageseinrichtungen anerkennt, berücksichtigt und wertschätzt. Eine zentrale Fragestellung der Diskussion war, über welche Kompetenzen Fachkräfte verfügen sollten, damit die Individualität eines jeden Kindes zum Ausgangspunkt pädagogischen Handelns werden kann.

  • Die Vorträge finden Sie hier und hier.

Save the Date - Erster Cross Media Day des DRK am 21.10.2017 in Berlin

08.05.2017

Am 21.10.2017 wird der erste Cross Media Day des DRK als verbandsinternes BarCamp - ein offenes Austausch- und Vernetzungsformat ähnlich dem Open Space - in Berlin stattfinden. Das Ziel des Cross Media Days (CMD) 2017 ist es, mit Interessierten im Verband in den Austausch über soziale Innovation, Digitalisierung und Social Media zu kommen. Die Veranstaltung richtet sich nicht ausschließlich an Mitarbeitende der Presse- und Öffentlichkeitarbeit, sondern an alle interessierten Kolleginnen und Kollegen, haupt- und ehrenamtlich aller Fachgebiete und Gemeinschaften.

Im Vordergrund wird der fachbereichs- und gemeinschaftsübergreifende Austausch zur praktischen Nutzung digitaler Werkzeuge in der täglichen Arbeit - zum Beispiel in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der (Jugend-) Sozialarbeit, der Altenhilfe und Ehrenamtskoordination stehen. Wir laden Sie bereits jetzt herzlich ein, bitten Sie darum, sich den Termin vorzumerken und Themen für die kurzen Workshoprunden (Sessions) vorzuschlagen.

Geplantes Gesetz: Verbot von Kinderehen - DRK sieht noch große Lücken bei der Betreuung

25.04.2017

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung, Ehen von Kindern in Deutschland zu verhindern, sieht im Zusammenhang mit dem geplanten Verbot jedoch noch große Lücken vor allem bei der Betreuung der Betroffenen. "Wir dürfen die Kinder und Jugendlichen, deren Ehen aufgehoben oder für nichtig erklärt werden, auf keinen Fall allein lassen. Wir brauchen eine engmaschige Beratung und Begleitung durch Jugendämter und Betreuer. Doch genau das sehen wir derzeit in vielen Fällen noch nicht gewährleistet", sagt DRK-Vizepräsidentin Donata Schenck zu Schweinsberg zu dem Gesetzentwurf, der am 26. April im Rechtsausschuss des Bundesrates beraten wird.

Das DRK hatte sich bereits im Zuge des Referentenentwurfes zum Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen positioniert, auf wichtige Punkte hingewiesen, die in der gegenwärtigen Diskussion mitgedacht werden müssen und sich für den bedingungslosen Schutz von Kindern und Jugendlichen, die nach Deutschland kommen, ausgesprochen.

Recht für die Soziale Arbeit

25.04.2017

Der Nomos Verlag hat in seiner Reihe "Studienkurs Soziale Arbeit" einen Band "Recht für die Soziale Arbeit" herausgegeben. Das Buch wendet sich an Studierende der Sozialen Arbeit, ist aber auch für Mitarbeitende der Freien Wohlfahrtspflege von Interesse.

So erläutert das Buch beispielsweise das Subsidiaritätsprinzip und das sozialrechtliche Dreiecksverhältnis. Ferner widmet es sich ausführlich den anerkannten Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege. Hier erfährt der Lesende etwas Unbekanntes oder wussten Sie, dass die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege im Einigungsvertrag genannt und anerkannt sind?

Auch die Finanzierung sozialwirtschaftlicher Arbeit wird ausführlich dargestellt. Für die zentralen Handlungsfelder Kinder- und Jugendhilfe, Frühpädagogik, Altenhilfe, Grundsicherung und Sozialhilfe sowie Sozialberatung werden die rechtlichen Rahmenbedingungen vertiefend dargestellt und die jeweiligen Träger und Zuständigkeiten erläutert.

Auch der wichtige Sozialdatenschutz wird mit einem Exkurs zur Schweigepflicht in der Sozialen Arbeit erörtert. Zusammenfassend ist das "Recht für die Soziale Arbeit" ein solides Kompendium mit zahlreichen Abbildungen, die das Verständnis erleichtern.

Der Autor Prof. Dr. iur. Thomas Beyer ist Professor für Recht in der Sozialen Arbeit an der Fakultät Sozialwissenschaften der technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. Er ist seit 2008 Mitglied und seit 2012 stellvertretender Vorsitzender des Präsidiums des AWO Bundesverbandes.

Abschlussbericht zum Indikatoren-Projekt „MoPIP“ veröffentlicht

25.04.2017

Das DRK ist als einer der Vereinigungen der Träger der Pflegeeinrichtungen auf Bundesebene neben dem Spitzenverband Bund der Pflegekassen, der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe und den kommunalen Spitzenverbänden auf Bundesebene Vertragspartner nach § 113 Absatz 1 SGB XI.

Diese vereinbaren unter Beteiligung des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, des Verbandes der privaten Krankenversicherung e. V., der Verbände der Pflegeberufe auf Bundesebene, der maßgeblichen Organisationen für die Wahrnehmung der Interessen und der Selbsthilfe der pflegebedürftigen und behinderten Menschen nach Maßgabe von § 118 sowie unabhängiger Sachverständiger Maßstäbe und Grundsätze für die Qualität, Qualitätssicherung und Qualitätsdarstellung in der ambulanten und stationären Pflege.

Ferner werden Maßstäbe und Grundsätze für die Entwicklung eines einrichtungsinternen Qualitätsmanagements, das auf eine stetige Sicherung und Weiterentwicklung der Pflegequalität ausgerichtet ist, vereinbart.

In diesem Zusammenhang hatten die Vertragspartner nach § 113 SGB XI 2015 einen Auftrag an ein Forscherteam der Uni Bremen vergeben. Der Auftrag bestand in der modellhaften Umsetzung von 15 gesundheitsbezogenen Indikatoren für Ergebnisqualität in der stationären Pflege. Hierbei handelt sich um Indikatoren, die im Rahmen des Projekts "Entwicklung und Erprobung von Instrumenten zur Beurteilung der Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe" von 2009 bis 2011 im Auftrag der beiden Bundesministerien für Gesundheit und Familie, Senioren, Frauen und Jugend wissenschaftlich entwickelt und praktisch erprobt worden sind.

Das Ziel der modellhaften Pilotierung war die Untersuchung und Bewertung des Verfahrens hinsichtlich Praktikabilität und Durchführbarkeit in Bezug auf eine regelhafte, bundesweite Einführung in allen stationären Pflegeeinrichtungen sowie auf gesetzliche Anforderungen in Bezug auf eine Umstellung der Qualitätsberichterstattung auf Basis dieser Indikatoren.

Zum Projekt wurde nun der Abschlussbericht mit den Ergebnissen vorgelegt.

Literaturhinweis: Soziale Dienstleistungen als „sicherer Hafen“ für gute Beschäftigung

19.04.2017

Die aktuelle Ausgabe 3/2017 der WSI Mitteilungen befasst sich mit der Erwerbstätigkeit im Sozial- und Gesundheitssektor und beschreibt aus verschiedenen Perspektiven, welche Faktoren die Entwicklung bremsen und welche Initiativen ergriffen werden können, um die Bremsen zu lösen.

Fachkräftemangel, niedrige Löhne, harte Arbeitsbedingungen und Überlastung sind sehr häufig zentrale Begriffe von Debatten rund um die sozialen Dienstleistungen. Gleichzeitig ist Konsens, dass Image und Anerkennungskultur hier eine wichtige Rolle spielen.

Herr Dr. Joß Steinke und Herr Benjamin Fehrecke-Harpke aus dem DRK-Generalsekretariat unterstreichen in dieser Ausgabe in einem Debattenbeitrag, dass die sozialen Dienstleistungen sicher, konjunkturunabhängig und zukunftsfähig gute Beschäftigung ermöglichen, auch in Zeiten des digitalen Wandels. Der soziale Sektor könne beschäftigungspolitische Wirkung dann entfalten, wenn dafür auch entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Jetzt abrufbar: Onlinedokumentation zum 2. DRK-Wohlfahrtskongress

04.04.2017

Mit über 300 ehren- und hauptamtlichen Führungs- und Leitungskräften des gesamten Verbands haben wir auf dem 2. DRK-Wohlfahrtskongress im letzten November über die Zukunft der DRK-Wohlfahrtsarbeit diskutiert.

Zentral war die Frage, wie es gelingen kann, in Zeiten gesellschaftlichen Wandels als Arbeitgeber und Dienstleister attraktiv zu bleiben und neue Felder zu erschließen.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig lobte das DRK für sein Engagement in vielfältigen Arbeitsfeldern. Fachvorträge sowie 20 Work- und Infoshops gaben interessante Ein- und Ausblicke für Personal- und Engagementplanung vor Ort. Ein besonderes Augenmerk lag auf den Ergebnissen der verbandsweiten Befragung in DRK-Kreisverbänden zur Personalsituation, die 2016 mit der Alice Salomon Hochschule Berlin durchgeführt wurde.

Alle Reden, Fachvorträge und Präsentationen des Kongresses haben wir nun zu einer Onlinedokumentation zusammengefasst.

Die Dokumentation zeichnet den 2. DRK-Wohlfahrtskongress nach und soll Ihnen Ideen und Anreize für Ihre weitere Arbeit geben.

Wir laden Sie herzlich ein, sich weiter mit uns zu den angesprochenen Themen auszutauschen.

Zukunftsreport 2017

03.04.2017

Zu jedem Jahreswechsel gibt das 1998 gegründete Zukunftsinstitut einen Zukunftsreport in der Form eines Jahrbuchs für gesellschaftliche Trends und Buinessinnovationen heraus. Hier werden die wichtigsten "Driving Forces" (treibenden Kräfte) unserer Zeit kuratiert.

Unter anderem geht Dr. Daniel Dettling unter der Unterüberschrift "Die Neuerfindung der Demokratie" der Frage nach, wie eine Wiederbelebung der Demokratie gelingen kann. Er verrät auch die Lösung: durch eine offene Bürgerbeteiligung und unternehmerische Politiker.

Dr. Dettling führt aus, dass sich Parteien der Zivilgesellschaft nicht bemächtigen dürfen, sondern dazu beitragen müssten, ihre Träger, Bürger, Vereine und Stiftungen zu ermächtigen, öffentliche Aufgaben möglichst ohne Zwang zu regeln. Auch wenn sich seine Ausführungen auf die Wahlen beziehen, erinnern sie an den Grundsatz der Subsidiarität. Der Gedanke einer stärkeren Beteiligung lässt sich sicherlich auch auf die Beteiligung in den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege übertragen.

Das zentrale Business-Thema ist auch im Jahr 2017 die "Digitale Erleuchtung" bzw. die "Erleuchtete Digitalisierung", der sich der nachfolgende Artikel widmet. Herr Horx vertritt die These, dass wir die Digitalisierung nur verstehen - und bewältigen können, wenn wir sie aus ihrer technischen Verkürzung herauslösen. Digitalisierung sei kein "Ausbau der EDV" in Unternehmen und Behörden. Digitalisierung sei ein fundamentales, tiefgreifendes Kulturphänomen, ein gesellschaftlicher und mentaler Prozess. Auch das DRK wird sich stärker mit dem Thema Digitalisierung auseinander setzen und lädt ein, sich dazu auszutauschen, z.B. auch über Twitter mit dem Hashtag #drkdiscuss.

Der Text zur Generation Global, die sich von einem materialistischen Denken löst und für die es wichtig ist, die Möglichkeit zu haben, etwas zu verändern, stimmt das DRK als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege optimistisch, wenn es darum geht, den Personalbedarf auch zukünftig sicherzustellen. Der Beitrag ermutigt, diese Generation in passender Art und Weise für die Ziele des Verbandes z. B. für einen Freiwilligendienst zu gewinnen.

Zusammenfassend ist der "Zukunftreport 2017" ein lesenswertes Buch und macht Lust darauf, sich mehr mit dem Thema zu beschäftigen.

Verbände fordern einheitliche Qualitätsstandards für Kitas

28.03.2017

Heute beginnt in Düsseldorf der 16. Kinder- und Jugendhilfetag. Auch das DRK Generalsekretariat beteiligt sich gemeinsam mit dem Landesverband Nordrhein mit einem Stand an der Veranstaltung und stellt seine Arbeit vor. Anlässlich der Eröffnung fordern 27 Wohlfahrts-, Familien- und Kinderrechtsverbände, Gewerkschaften und Kita-Träger die Einführung von verbindlichen, bundesweit einheitlichen und wissenschaftlich fundierten Qualitätsstandards für Kitas.

Alle Beteiligten begrüßen die von Bund und Ländern erzielten Ergebnisse und gehen davon aus, dass noch in der 18. Legislaturperiode verbindliche Umsetzungsschritte erarbeitet werden, die bestehende Prozesse der Kita-Qualitätsentwicklungen in den Ländern mit aufgreifen. Das Ziel ist die Sicherstellung einer hohen Betreuungsqualität überall in Deutschland.

Besonders wichtig ist für das DRK die Verabschiedung eines Qualitätsentwicklungsgesetzes, das verbindlich und zweckgebunden Bundesmittel für den qualitativen Ausbau zur Verfügung stellt, damit Kinder bundesweit vergleichbare Rahmenbedingungen für ein gesundes Aufwachsen in Kindertageseinrichtungen vorfinden. Das DRK fordert, dass die bundesgesetzliche Regelung der Finanzierung der der Kindertagesbetreuung überprüft und an die aktuellen Herausforderungen im System angepasst wird. Den Eltern sollten bundesweit vergleichbare Beiträge ermöglicht werden.

Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen – DRK positioniert sich zum Gesetzesvorhaben

27. März 2017

Das DRK hat sich am 23.03.2017 mit einem Schreiben an das BMFSFJ zum vorliegenden Gesetzentwurf geäußert.

Das DRK teilt das Ziel eines inklusiven SGB VIII und hat sich bereits mit seinem Diskussionspapier im Jahr 2015 für die Weiterentwicklung des SGB VIII zu einer inklusiven Ausgestaltung der Kinder- und Jugendhilfe positioniert.

Der Prozess und die Änderungen im vorgelegten Gesetzesentwurf werden jedoch nach unserer Auffassung dem im Koalitionsvertrag verankerten Ziel nicht gerecht. Gleichwohl enthält der Gesetzesentwurf wichtige Ansätze für eine gute Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfe.

So bewertet das DRK den uneingeschränkten Rechtsanspruch von Kindern und Jugendlichen auf Beratung, unabhängig von einer Not- und Konfliktlage (§ 8 Abs. 3 SGB VIII) als sehr positiv im Hinblick auf die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention.

Das DRK begrüßt, dass wichtige neue Regelungen aufgenommen worden sind. Hierzu zählen die Ombudsstellen (§ 9a SGB VIII) als externe und unabhängige Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche vor Ort, die programmatische Verankerung der Zielstellung von Inklusion, der "Jugend-Check" für Maßnahmen auf der Bundesebene und die Hervorhebung des Kinderschutzgedankens im Betriebserlaubnis- und Prüfverfahren auch für die Kinder- und Jugendarbeit. Auch die Verbesserung der Kooperation im Kinderschutz und die praxistaugliche Gestaltung der Datenschutzregelungen im Kontext der Einsichtnahme in das erweiterte Führungszeugnis bei haupt- und ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendhilfe tätigen Personen findet Zustimmung.

Krtisch merkt das DRK an, dass der Jugendcheck junge Menschen erst ab dem Alter von 12 Jahren berücksichtigt und damit die besonders vulnerablen jüngeren Kinder aus der Einschätzung von Gesetzesfolgen ausschließt.

Ferner wird mit dem KJSG im § 1 SGB VIII in einem neuen Absatz 3 eine Teilhabedefinition (Teilhabe am Leben) eingeführt, die kein Pendant im für die Eingliederungshilfe vorrangigen SGB IX findet. Die Eingliederungshilfe selbst spricht von einer "Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft". Das DRK ist der Ansicht, dass damit potentiell ein neues Schnittstellenproblem geschaffen wird. Grundsätzlich lehnt das DRK einen Begriff "Teilhabe am Leben" ab, denn jeder lebende Mensch hat Teilhabe am Leben.

Die in § 45 und 46 SGB VIII vorgenommenen Änderungen zur Stärkung des Schutzbedürfnisses der Kinder und Jugendlichen führen nach Auffassung des DRK zu einem höheren Aufwand für zuständige Behörden und Einrichtungsträger. Dieser Aufwand muss sich in der Finanzierung der Einrichtungsträger abbilden.

Das DRK fordert einen Auf- und Ausbau von transparenten, dialogischen Prozessen zur Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfe wie er mit dem Dialogforum von BMFSFJ und dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge am 21.03.2017 begonnen wurde. Ein solcher Dialog sollte ohne Zeitdruck geführt werden, damit zunächst eine Definition gemeinsamer Ziele und Wege erarbeitet werden kann, um eine inklusive Lösung für alle Kinder und Jugendlichen verbindlich mittelfristig umzusetzen.

Für die weiterführende Diskussion verweist das DRK auf das Diskussionspapier vom September 2015 zur Weiterentwicklung des SGB VIII und die darin enthaltenen Vorschläge und Forderungen zur Ausgestaltung gesetzlicher Rahmenbedingungen.

Medien, aber sicher: Freiwillige des DRK machen Kinder fit für sichere und kompetente Mediennutzung

17. März 2017

Wie sieht ein sicheres Passwort aus? Warum ist es eines der grundlegendsten Bausteine, wenn es um den Schutz der eigenen Privatsphäre geht? Diese und andere Fragen standen im Mittelpunkt eines Aktionstages am 9. März 2017 in Halle (Saale). Dieser wurde mit über 200 Kindern der Montessori- und der Francke-Grundschule im Rahmen des Pilotprojektes FSJdigital durchgeführt.

Die Freiwilligen des zweiten Jahrgangs im FSJdigital des DRK haben den Aktionstag mit Unterstützung von Teachtoday, einer Initiative der Deutschen Telekom, gestaltet und umgesetzt. Um die Freiwilligen auf diesen Tag vorzubereiten, erhielten sie im Vorfeld ein entsprechendes Coaching durch die Mitarbeiter*innen von Teachtoday. Die Grundschüler*innen konnten an vier verschiedenen Stationen spielerisch wichtige Themen der sicheren Mediennutzung entdecken. Alle Stationen wurden von Freiwilligen geleitet und hierbei bei Bedarf von Teachtoday unterstützt.

Die Kinder durchliefen einen bewegungsreichen Medienparcours und erfuhren, wie man ein starkes Passwort erstellt und seine privaten Daten schützt. An einer anderen Station machten Tipps fürs Handy fit für den mobilen Begleiter. In einer letzten Station standen "Chatiquette" und Datenschutz in sozialen Netzwerken im Fokus.

Nach Ansicht des zuständigen Referenten Thomas Bibisidis vom DRK-Generalsekretariat ist der Aktionstag eine gelungene Aktion, die nach Ablauf der Pilotphase im FSJdigital hoffentlich viele Nachahmer*innen finden wird. Er hat das Pilotprojekt gemeinsam mit dem DRK Landesverband Sachsen-Anhalt konzipiert und begleitet und sagt: "Im DRK absolvieren jedes Jahr rund 14.500 junge Menschen bei insgesamt 29 Trägern bundesweit einen Freiwilligendienst im Inland (FSJ und BFD). Wenn nach Ablauf der Pilotphase jeder dieser DRK-Träger mit nur 20 seiner Freiwilligen einen solchen Medienparcours mit rund 200 Schüler*innen umsetzen würde, ließen sich in einem Freiwilligenjahrgang etwa 5.800 Kinder im Alter von 8 - 12 Jahren in Sachen Medienkompetenz erreichen."

  • Weitere Hintergrundinformationen zum FSJdigital im DRK finden Sie hier.

Blickwechsel - Welche Hilfe heißt Willkommen?

02. März 2017

Seit September 2015 beteiligt sich das Deutsche Rote Kreuz am Projekt "Koordinierung, Qualifizierung und Förderung der ehrenamtlichen Unterstützung von Flüchtlingen", das durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert wird.

Im Rahmen des Projektes geht es darum, hauptamtliche Strukturen aufzubauen und zu fördern, die in der Ehrenamtskoordination im Bereich der Flüchtlingshilfe tätig sind. Darüber hinaus sollen auch Ehrenamtliche geschult und ihr Engagement gefördert werden. Die Schulungen beinhalten Themen, die für die Arbeit der Ehrenamtlichen vor Ort relevant ist. So erhalten sie z.B. Kenntnisse zum Ablauf eines Asylverfahrens und den verschiedenen Aufenthaltstiteln, zu interkultureller Kommunikation oder zu Methodik und Didaktik für die Vermittlung von Deutsch als Fremdsprache.

Wir freuen uns darüber, dass das Projekt im Jahr 2017 fortgeführt wird. Jetzt ist es wichtig, die Schulungen und Angebote dem sich ändernden Bedarf anzupassen. Einen zentralen Aspekt bildet in diesem Jahr das Empowerment von Geflüchteten. Hier sollen verstärkt Räume geschaffen werden, in denen sich die Geflüchteten selbst organisieren oder sich in bestehende Angebote einbringen können.

Um die Akteure miteinander zu vernetzen fand Ende 2016 die Ergebniskonferenz "So machen wir das! - Engagement für und mit Geflüchteten" statt. Hierfür haben wir Geflüchtete gefragt, welche Art von Hilfe für sie sinnvoll ist und welche Erfahrungen sie mit freiwillig Engagierten gemacht haben. In vier weiteren Videoclips befragen Flüchtlinge freiwillig Engagierte zu deren Motivation. Die Filme sowie weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie unter:

Ehen von minderjährigen Geflüchteten – DRK positioniert sich zum Gesetzesvorhaben

28. Februar 2017

Im Zuge des Referentenentwurfes zum Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen hat sich das DRK zum Thema Ehen von Minderjährigen positioniert.

In den letzten Monaten wurde vermehrt über Ehen unter oder mit Minderjährigen berichtet. Verschiedene Vorschläge zum Umgang mit im Ausland geschlossenen Ehen sind in die Diskussion eingebracht worden. Das DRK möchte mit der Positionierung auf wichtige Punkte hinweisen, die in der gegenwärtigen Diskussion mitgedacht werden müssen. Beispielsweise wird diskutiert, alle Ehen von Minderjährigen von Familienrichter*innen aufheben zu lassen. Bereits jetzt wird jedoch von der Fachöffentlichkeit beklagt, dass Familienrichter*innen vor allem in Sorgerechtsstreitigkeiten nicht über die entsprechenden Kompetenzen verfügen. Hier sieht das DRK einen Handlungsbedarf.

Die wesentlichen Forderungen des DRK in Kurzfassung:

  • Kindeswohl in den Vordergrund stellen, d.h. aber auch Einzelfallprüfungen bei Minderjährigen über 14 Jahren
  • Spezielle Schulungen für Familienrichter*innen ermöglichen
  • Die Rolle der Kinder- und Jugendhilfe stärken
  • Recht von minderjährigen und jungen volljährigen Geflüchteten auf Jugendhilfeleistungen einräumen

Kinder und Jugendliche, die nach Deutschland kommen, brauchen unseren unbedingten Schutz, ihr Wohl muss Vorrang vor anderen Erwägungen haben. Wesentlich ist es, die Beteiligung der Minderjährigen gemäß dem im Artikel 12 der UN Kinderrechtskonvention verbrieften Recht auf Beteiligung zu sichern. Danach ist die Meinung des Minderjährigen entsprechend seinem Alter und seiner Reife angemessen zu berücksichtigen, insbesondere in allen ihn oder sie berührenden Gerichts- oder Vewaltungsverfahren. Das DRK spricht sich daher für eine Einzelfallprüfung von im Herkunftsland rechtskräftig geschlossenen Ehen ab 14 Jahren aus.

Schutz vor Gewalt gegen Frauen: DRK nimmt gemeinsam mit den BAGFW-Verbänden zum Referentenentwurf zu dem Übereinkommen des Europarats Stellung

28. Februar 2017

Das Deutsche Rote Kreuz hat zusammen mit den anderen Verbänden der BAGFW am 10.02.2017 zum Entwurf eines Gesetzes zu dem Übereinkommen des Europarats vom 11.05.2011 zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention) Stellung genommen.

Der Referentenentwurf „Entwurf eines Gesetzes zu dem Übereinkommen des Europarats vom 11. Mai 2011 zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ dient der Ratifikation der Istanbul-Konvention, die die Mitgliedsstaaten des Europarates am 11. Mai 2011 in Istanbul gezeichnet haben und die am 1. August 2014 nach  Ratifikationen durch 10 Mitgliedsstaaten in Kraft getreten ist.

Zweck dieses Übereinkommens ist es,

  • Frauen vor allen Formen von Gewalt zu schützen und Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt zu verhüten, zu verfolgen und zu beseitigen
  • einen Beitrag zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau zu leisten und eine echte Gleichstellung von Frauen und Männern, auch durch die Stärkung der Rechte der Frauen, zu fördern
  • einen umfassenden Rahmen sowie umfassende politische und sonstige Maßnahmen zum Schutz und zur Unterstützung aller Opfer von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt zu entwerfen;
  • die internationale Zusammenarbeit im Hinblick auf die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt zu fördern;
  • Organisationen und Strafverfolgungsbehörden zu helfen und sie zu unterstützen, um wirksam mit dem Ziel zusammenzuarbeiten, einen umfassenden Ansatz für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt anzunehmen.

In Ihrer Stellungnahme begrüßt die BAGFW die Ratifikation der Europaratskonvention und die damit verbundene zeitnahe Umsetzung in nationales Recht. Gefordert wird über den Referentenentwurf hinausgehend eine bundesrechtliche Verankerung des Rechtsanspruchs auf Schutz und Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder. Um die strukturellen Voraussetzungen für eine Verwirklichung eines solchen Rechtsanspruchs zu schaffen, empfiehlt die BAGFW zudem einen Aktionsplan zur Umsetzung der Konvention.

Für das DRK ist von besonderer Bedeutung, die direkt oder indirekt von Gewalt betroffenen Kinder in die weitere Ausgestaltung der gesetzlichen sowie strukturellen Rahmenbedingungen einzuschließen. Bei häuslicher Gewalt gegen ein Elternteil, meistens gegen die Mutter, sind Kinder immer betroffen: Häufig erleiden sie selbst Gewalt oder beobachten sie. In jedem Fall hat dies schädigende Folgen für Ihre Entwicklung. Bei der Prävention von und Intervention bei Gewalt gegen Frauen hat die Betrachtung des Kindeswohls daher eine wesentliche Bedeutung.

Tagungsbericht abrufbar: „Das Bundesteilhabegesetz. Ist es die richtige Weichenstellung für eine inklusive Zukunft?“

16. Februar 2017

Vor dem Hintergrund der Diskussion um das Bundesteilhabegesetz fand vom 18. - 19. Oktober 2016 in Berlin die gemeinsame Fachtagung des Deutschen Roten Kreuzes und des Instituts Mensch Ethik Wissenschaft statt.

Aus interdisziplinärer Perspektive wurde insbesondere der Einfluss der UN-BRK auf die Entstehung und Entwicklung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) thematisiert.Um die Diskussion konkret zu machen, wurden die Teilhabemöglichkeiten in den Sphären Arbeitswelt, Wohnen und Sozialraum diskutiert und dabei insbesondere die Bedürfnisse von Menschen mit Lernschwierigkeiten, Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf berücksichtigt.

Die Veranstaltung richtete sich an Mitarbeiter*innen von Einrichtungen und Diensten der Behindertenhilfe, politisch Verantwortliche und an die Expert*innen in eigener Sache: Menschen mit Behinderungen, ihre Angehörigen und Interessenvertretungen, aber auch an interessierte Bürger*Innen.

Neue Informationsplattform für Geflüchtete: Handbookgermany online

15. Februar 2017

Die Informationsplattform handbookgermany.de bietet Geflüchteten Informationen zur ersten Orientierung, zum Leben in Deutschland, zu Hilfs- und Integrationsangeboten vor Ort.

Ein Lexikon erklärt Fachbegriffe und kurze Videos erläutern zum Beispiel deutsche Sprachwendungen, die wörtlich übersetzt in die Irre führen könnten. Auch das DRK ist auf der Plattform mit vielfältigen Angeboten präsent. Sehr hilfreich sind die lokalen Informationen "Über meine Stadt", in der bis jetzt 13 Städte hinterlegt sind. Die Plattform wird nach und nach mit weiteren hilfreichen Informationen gefüllt. Die Plattform wird zur Zeit in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch und Dari angeboten.

Für das Konzept und die Redaktion von handbookgermany.de sind die Neuen deutschen Medienmacher e.V. (NdM) verantwortlich. Die NdM sind ein Zusammenschluss von Medienschaffenden mit und ohne Migrationsgeschichte, die sich für mehr Vielfalt in den Medien einsetzen und u.a. geflüchtete Journalist*innen unterstützen. Das Projekt wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert.

4. Symposium zum 5. Armuts- und Reichtumsbericht

12. Januar 2017

Am 10.01.2017 hat das 4. Symposium zum 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung in Berlin unter Beteiligung der Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles stattgefunden.

Im Mittelpunkt standen der Austausch mit den Vertreter*innen des Beraterkreises und des wissenschaftlichen Gutachtergremiums. Von den Mitgliedern des Beraterkreises wurde u.a. mehrfach der Wunsch geäußert, die Ergebnisse des Workshops des BMAS am 07.10.2016 mit von Armut Betroffenen sollten sich direkt im Bericht wiederfinden. Besonders gelobt wurde die Transparenz bei der Erarbeitung des Berichtes. Am Nachmittag stand die Ministerin den Teilnehmenden Rede und Antwort. In ihrer Eingangsrede führte sie aus, die Soziale Marktwirtschaft stoße in der Bevölkerung auf breite Zustimmung. Allerdings sei das Versprechen der sozialen Mobilität brüchig geworden. Dies berühre auch in einem hohen Maße den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es gebe noch viel zu tun, insbesondere beim Thema Langzeitarbeitslosigkeit, aber auch bei der Frage, wie man Alleinerziehende in den Arbeitsmarkt bekäme.

Das DRK ist erneut Mitglied des Beraterkreises und hat sich intensiv in den Prozess der Erstellung des 5. Armuts- und Reichtumsberichtes eingebracht. Von besonderer Bedeutung sind für uns die Themen Asyl- und Flüchtlingsmigration sowie die Soziale Mobilität von Kindern und Jugendlichen. So setzen wir uns u. a. für mehr Maßnahmen im Bereich der Bildung und Ausbildung Geflüchteter sowie für eine ressortübergreifende umfassende und abgestimmte Strategie zur Verhinderung von Kinderarmut ein.

Erwartungen an die Bundespolitik in der 19. Legislaturperiode: Verbände der Freien Wohlfahrtspflege legen Forderungspapiere vor

11. Januar 2017

Anlässlich der Bundestagswahl im September 2017 hat das DRK zusammen mit den weiteren Verbänden der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Forderungspapiere mit Vorschlägen und Ideen zu wichtigen Fragen des sozialen Lebens in Deutschland erstellt.

BAGFW-Forderungen an die Bundespolitik nach der Bundestagswahl 2017 gibt es zu den Themenfeldern Behindertenpolitik, Gesundheitswesen, Migration, Kinder, Jugend, Familie und Frauen, Arbeitsmarktpolitik und Grundsicherung, Bürgerschaftliches Engagement, Europa, Altenhilfe und Betreuungsrecht.

Im Themenfeld Migration unterstützt das DRK im Besonderen die Integration und Teilhabe von Zuwanderern und Geflüchteten: als Arbeitgeber, Träger von (Beratungs-)Angeboten, als Unterstützer ehrenamtlichen Engagements, sowie im Rahmen der Politikberatung und der Interessenvertretung auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene.

Im Bereich Arbeitsmarktpolitik und Grundsicherung setzt sich das DRK ausdrücklich für die Soziale Teilhabe, insbesondere der von Kindern, ein und fordert die Sprach- und Arbeitsförderung für alle Asylbewerber*innen.

Im Bereich des Bürgerschaftlichen Engagement und der Freiwilligendienste, ist es aus Sicht des DRK besonders relevant, dass die Einbindung unterschiedlichster Zielgruppen in Formen des Bürgerschaftlichen Engagements von der Politik gewollt und aktiv gefördert und anerkannt wird. Dazu bedarf es in erster Linie besserer und passgenauer Informationen für und Ansprache der Zielgruppen, der Schaffung von Zugängen und des Abbaus von Zugangshindernissen sowie einer Stärkung der Anerkennungskultur.

Im Themenfeld Altenhilfe setzt sich das DRK besonders für eine attraktive Ausbildung, die berufliche Entwicklungsperspektiven bietet, sowie attraktive Arbeitsbedingungen ein. Zudem fordert das DRK eine angemessene Bezahlung, die den gesellschaftlichen Wert dieser wichtigen Arbeit ausdrückt.

In der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe fordert die BAGFW ausdrücklich die Einbeziehung aller Kinder und Jugendlichen in das SGB VIII. Das betrifft auch alle jungen Geflüchteten, die als Minderjährige oder junge Volljährige Hilfe und Unterstützung brauchen. Alle Leistungen und Angebote der Kinder- und Jugendhilfe müssen inklusiv ausgestaltet sein. Dafür wird nicht nur eine gute gesetzliche Grundlage benötigt - die inklusive Lösung im SGB VIII und dessen entsprechende Ausgestaltung - sondern auch eine langfristige Förderung des sehr umfassenden Umgestaltungsprozesses in der gesamten Kinder- und Jugendhilfe. Aus Sicht des DRK ergeben sich hier sowohl Herausforderungen in der gesetzlichen Gestaltung als auch in der Handlungspraxis der Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe.

Literaturhinweis: Flucht und Migration. Herausforderungen und Chancen für Kommunen

19. Dezember 2016

Seit 2014 prägen die Aufnahme und die Versorgung von Geflüchteten den DRK-Einsatz. In der aktuellen Situation und auch in Zukunft rückt die Integration der Geflüchteten, die für längere Zeit oder auf Dauer in Deutschland bleiben werden, in den Vordergrund.

Dies stellt auch das DRK in der nächsten Zeit vor große Herausforderungen. Um sie zu bewältigen, muss sich das DRK als die Nationale Rotkreuzgesellschaft mit all seinen Ressourcen und Kompetenzen, als Träger von Diensten und Einrichtungen, als Akteur des bürgerschaftlichen Engagements, als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege und mit Tausenden ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen auf allen Ebenen einsetzen.

Welche Anforderungen die Integration geflüchteter Menschen an Verwaltung, Freie Träger und Zivilgesellschaft stellt, wird im Hand- und Arbeitsbuch des Deutschen Vereins, herausgegeben von Jürgen Hartwig und Dirk Willem Kroneberg mit dem Titel "Flucht und Migration: Herausforderungen und Chancen für Kommunen" aufgezeigt.

In ihrer Einführung stellen die Herausgeber die historische Entwicklung und aktuelle Situation aus kommunaler Sicht dar. Der Vorstand des Deutschen Vereins Herr Löher wirbt für "Gute Praxis jetzt!"

Im Kapitel Grundlagen wird ein Einblick in die praktische Arbeit des Ministeriums gegeben, das federführend für die Integration ist: das Bundesministerium des Innern (BMI). Ferner werden das Potential der Geflüchteten für den Arbeitsmarkt analysiert, die Neuregelungen des SGB VIII zu den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und einige ausgewählte Forschungsergebnisse im Hinblick auf fremdenfeindliche Einstellungen unter Berücksichtigung des lokalen Raums dargestellt.

Der Schwerpunkt des Hand- und Arbeitsbuches besteht in der Darstellung verschiedener Handlungsfelder und Praxis. Hier berichten Vertreter*innen von Ländern, Kommunen, Trägern und Wissenschaft von ihren Erfahrungen z.B. bei der Unterbringung von Geflüchteten oder der Integration in Arbeit. Sie können uns wertvolle Anregungen für unsere Leistungen und Strukturen geben.

Neu erschienen: Rahmenkonzeption zur Bildungsarbeit im Deutschen Jugendrotkreuz

12. Dezember 2016

Die Bildungsarbeit im Deutschen Jugendrotkreuz (JRK) versteht sich als handlungs- und zielgruppenorientierte Erlebniswelt der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung.

Bildung ist ein lebenslanger Prozess der ganzheitlichen Entwicklung eines Menschen. Das JRK begleitet und unterstützt junge Menschen auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben. Kinder und Jugendliche sollen als Gestaltende daran teilhaben.

Die kürzlich erschienene Rahmenkonzeption JRK-Bildungsarbeit ist ein anregendes und reflektierendes "Lexikon" mit praktischen Handlungsempfehlungen für die Bildungsarbeit im Jugendrotkreuz.

Die Rahmenkonzeption ist unter breiter Verbandsbeteiligung in den vergangenen drei Jahren erarbeitet worden. Sie zeigt, welches Themenspektrum, welche Aufgaben, Formate, Methoden und Ziele sich hinter dem Bildungsauftrag des Jugendrotkreuzes verbergen. Sie verschafft Klarheit über die Aufgaben der verschiedenen Verbandsebenen und qualitätssichernde Maßnahmen in der JRK-Bildungsarbeit.

Internationaler Tag der Freiwilligen: DRK-Präsident fordert Bedingungen für Ehrenamtliche zu verbessern

02. Dezember 2016

Das Deutsche Rote Kreuz wird auch im nächsten Jahr wieder Tausende Helfer qualifizieren und weiterbilden, um sie bei ihrer ehrenamtlichenTätigkeit zu unterstützen.

"Besonders wichtig ist das gegenwärtig in derFlüchtlingshilfe, wo das DRK in rund 320 Unterkünften mehr als 40.000Flüchtlinge betreut. Diese Projekte leben vom Engagementehrenamtlicher Helfer. Darunter sind auch viele, die bisher noch nieetwas mit dem DRK zu tun hatten." sagte DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes am 5.Dezember.

Bundesministerin Schwesig eröffnet DRK-Wohlfahrtskongress - DRK fordert schnelle Änderungen der Pflegeausbildung

16. November 2016

Das DRK stellt sich in den nächsten Jahren auf eine Fachkräfteknappheit in einigen sozialen Bereichen ein.

Allein in der Pflege werden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bis 2050 mehr als 800.000 Pflegekräfte zusätzlich gebraucht.

Auch in der Kindertagesbetreuung, sind personelle Engpässe ein Thema. "Wir freuen uns über jede neue Kita, die das DRK einrichten kann, aber ausreichend Fachkräfte zu finden, ist oft eine Herausforderung", sagt DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg im Vorfeld des 2. DRK-Wohlfahrtskongresses am 18. und 19. November 2016 in Berlin.

  • Veranstaltungsort:
    RAMADA Hotel Berlin Alexanderplatz

    Karl-Liebknecht-Straße 32
    10178 Berlin, DE

Ermittlung von Regelbedarfen: DRK nimmt gemeinsam mit den BAGFW-Verbänden zum Entwurf des Bundeskabinetts Stellung

09. November 2016

Das Deutsche Rote Kreuz hat zusammen mit den anderen Verbänden der BAGFW am 04.11.2016 zum Entwurf eines Gesetzes zur Ermittlung von Regelbedarfen sowie zur Änderung des Zweiten und Zwölften Buches Sozialgesetzbuch Stellung genommen.

Hintergrund ist die Verpflichtung des Gesetzgebers, beim Vorliegen einer neuen bundesweiten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS), die alle fünf Jahre durchgeführt wird, die Höhe der Regelbedarfe in einem Bundesgesetz neu zu ermitteln.

Bei der EVS handelt es sich um eine amtliche Statistik über die Lebensverhältnisse der Haushalte in Deutschland. Sie erhebt z.B. statistische Informationen über die Ausstattung mit Gebrauchsgütern, die Einkommens-, Vermögens- und Schuldensituation sowie die Konsumausgaben privater Haushalte. Die EVS bezieht dabei rund 60 000 private Haushalte aller sozialen Gruppierungen ein, so dass ein repräsentatives Bild der Lebenssituation der Gesamtbevölkerung in Deutschland abgebildet wird.

In ihrer Stellungnahme bekräftigt die BAGFW die Notwendigkeit der Korrektur der Bemessungsverfahren der Regelbedarfe für Kinder und kritisiert, dass es nicht gelungen ist, die Gefahr der Unterdeckung der Regelbedarfe auszuräumen. So werden insbesondere die Aufwendungen für Mobilität und Haushaltsstrom als zu niedrig bewertet.

Für das DRK ist die Forderung von besonderer Bedeutung, zukünftig für die gemeinschaftliche Mittagsverpflegung keine Eigenanteile zu erheben. Dies soll nunmehr auch für die Schülerbeförderung gelten. Für die Vergangenheit wird vorgeschlagen, auf die Eintreibung von kleinen Geldbeträgen der Eigenanteile zu verzichten. Leistungslücken wie z.B. die Kosten für eine Brille sind zu schließen.

Für erwachsene Menschen mit Behinderung, die nach den geplanten Regelungen des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) in einer neu einzuführenden Wohnform leben, und Asylbewerber, die in einer Erstaufnahmeeinrichtung, Gemeinschaftsunterkunft oder vergleichbaren Unterkunft leben, soll die Regelbedarfsstufe 1 und somit der volle Regelbedarf gelten. Bei den Kosten der Unterkunft (KdU) soll die Pro-Kopf-Methode für die Berechnung erhalten bleiben. Ferner soll Menschen mit Behinderung in den neuen Wohnformen des BTHG nach Abzug der Kosten für die KdU und den Lebensunterhalt mindestens ein Betrag wie bisher zur freien Verfügung stehen.

2. DRK-Wohlfahrtskongress - Aktualisiertes Programm ist abrufbar

31. Oktober 2016

Vom 18. - 19. November 2016 findet in Berlin der 2. Wohlfahrtskongress des Deutschen Roten Kreuzes "Deutsches Rotes Team. Ein Zeichen setzen für Engagement und Personal der Zukunft" statt.

Das vielfältige Programm thematisiert Personalfragen und Fragen des Engagements der ehren- und hauptamtlichen Wohlfahrts- und Sozialarbeit. Die Fachvorträge und thematischen Work- und Infoshops werden interessante Ein- und Ausblicke für die spezifische Personal- und Engagementplanung vor Ort liefern.

Ganz besonders freuen wir uns auf die Eröffnungsrede der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.

Die Veranstaltung ist im Verband auf ein großes Interesse gestoßen und wir erwarten rund 280 Führungskräfte aus allen DRK-Verbandsgliederungen.

Neuer Film der Aktion Mensch - Einblick in die Digitale Zukunft

31. Oktober 2016

Mit dem Film "Die neue Nähe" macht die Aktion Mensch auf das Thema "Digitalisierung und Barrierefreiheit" aufmerksam und zeigt, wie durch digitale Angebote Barrieren abgebaut werden können.

Der fünf minütige Film zeigt, was  heute möglich ist, um selbstbestimmter agieren und mit anderen kommunizieren zu können. Im Kurzfilm kommt es zu Begegnungen zwischen Menschen, die innovative technische Hilfsmittel nutzen, um ihren Alltag eigenständiger gestalten zu können und Kindern, die weder ahnen, dass es sich um Hilfsmittel handelt, noch, wofür diese eingesetzt werden.

Für Interessierte, die das Thema im Unterricht diskutieren oder außerhalb der Schule mit Kindern und Jugendlichen erarbeiten möchten, bietet die Aktion Mensch den Film ab sofort zum kostenlosen Download an.

Ergänzt wird der Clip durch didaktische Impulse und Tipps, die gemeinsam mit Pädagogen entwickelt wurden. Der Film „Die neue Nähe“ kann in mehreren barrierefreien Versionen genutzt werden: mit Audiodeskription und Untertiteln sowie mit Übersetzung in die Deutsche Gebärdensprache (DGS).

Er kann zusammen mit dem Material für den pädagogischen Einsatz im Bildungsservice der Aktion Mensch kostenfrei heruntergeladen werden.

DRK-Mindeststandards zur Arbeitsmarktneutralität in den gesetzlich geregelten Inlandsfreiwilligendiensten (FSJ und BFD)

21. Oktober 2016

Die öffentliche Wahrnehmung des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ), des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) und des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, u.a. durch die Einführung des altersoffenen BFD.

Die Arbeitsmarktneutralität ist eine zentrale gesetzliche und zuwendungsrechtliche Vorgabe sowie Qualitätsmerkmal.

Anfang Oktober 2016 wurden deshalb die DRK-Mindeststandards zur Arbeitsmarktneutralität in den Inlandsfreiwilligendiensten durch die Landesgeschäftsfüher*innen (in der VG Bund) verabschiedet. Damit gelten diese Mindeststandards nun im gesamten Verband mit einer Übergangsfrist von 12 Monaten.

Diese Mindeststandards sollen die DRK-Freiwilligendienstakteure (Träger, Einsatzstellen und Zentralstelle) bei der Einhaltung der Arbeitsmarktneutralität unterstützen sowie innerverbandliche Qualitätsstandards setzen. Darin werden praktikable Indikatoren mit "Kann", "Soll" und "Muss"-Regelungen, wann die Voraussetzungen für die Arbeitsmarktneutralität gegeben sind. Diese Indikatoren gelten formatübergreifend für das FSJ und den BFD und ermöglichen nur in der Gesamtschau Aussagen zur Einhaltung der Arbeitsmarktneutralität.

Die Standards sind bald auch als Broschüre erhältlich. Bei Bedarf bitten wir um eine kurze Rückmeldung.

DRK-Stellungnahme zum Kabinettsentwurf des Bundesteilhabegesetz

17. Oktober 2016

Das DRK begleitet den Prozess der Ausarbeitung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) durch die Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) und das Bundesministeriumfür Arbeit und Soziales (BMAS) von Anfang an mit der Erarbeitung von Stellungnahmen und Positionspapieren intensiv.

Von besonderer Bedeutung ist für uns, dass das BTHG keine bisher bestehenden Leistungen behinderter Menschen einschränkt und die Diskriminierung von Menschenmit Behinderungen beseitigt wird.

In der Stellungnahme nimmt das DRK zu einigen Punkten des Kabinettsentwurfs vom 23.06.2016 Stellung, die für das DRK von besonderer Bedeutung sind und die gemeinsamen Stellungnahmen des Verbändebündnisses ergänzen.

„Perspektiven“ - Neue Publikationsreihe der Jugendhilfe

14. Oktober 2016

Die Onlinepublikationsreihe "Perspektiven. Denkanstöße zu Theorie und Praxis in der Jugendhilfe" will neue Impulse im Bereich der Jugendhilfe setzen und Themen aufgreifen, die in der Regel (noch) nicht in den Blick genommen worden sind.

Der erste Beitrag von Prof. Dr. Mathias Schwab, Diplompädagoge, beschäftigt sich mit jungen Menschen die Unterstützungsangebote und Erziehungsversuche nicht uneingeschränkt zulassen oder gar vollkommen ablehnen. In seinem Beitrag entwickelt Prof. Schwab Schemata, die Hilfe bei der Entwicklung von passenden Unterstützungsangeboten für "Systemherausforderer" bieten sollen.

Aufgegriffene Themen werden sowohl aus einer theoretischen, als auch praxisorientierten Perspektive dargestellt. Der nächste Beitrag wird Anfang 2017 veröffentlicht.

Neu erschienen: 3. aktualisierte Auflage der Broschüre "Gemeinsam mit Flüchtlingen. Angebote des DRK zum Mitmachen"

07. Oktober 2016

Die DRK-Broschüre Gemeinsam mit Flüchtlingen hat zum Ziel, zum persönlichen Engagement in der Flüchtlingsarbeit zu motivieren und die ersten Schritte durch Praxistipps und Anregungen zu erleichtern. Darüber hinaus bietet die Broschüre wertvolle Hintergrundinformationen zum Thema Flüchtlinge für Ehrenamtliche, aber auch für die unterstützenden DRK-Gliederungen.

Es werden unter anderem die Fluchtgründe, Fluchtwege, die Aufnahme in Deutschland sowie die rechtlichen Grundlagen des Asylsystems erläutert.

„A Heart Touching Story“ – Artikelserie zum Patenschaftsprogramm im DRK-Kreisverband Hochtaunus

28. September 2016

Unter dem Schlagwort Opens external link in new window#eyjaan erzählt THE CHANGER die Geschichte von sechs Afghanen und zwei jungen Frauen, die sich im Patenschaftsprogramm des DRK ehrenamtlich engagieren.

In den sechs Beiträgen, die zwischen Ende September und Mitte Dezember erscheinen, werden Schlaglichter aus unterschiedlichen Perspektiven auf das Engagement der Clique aus Bad Homburg geworfen - inklusive aller Hochs und Tiefs, die mit dem Engagement für und mit Geflüchteten einher gehen. Prädikat: Lesenswert!

Die Artikelserie zum Patenschaftsprogramm wird in Kooperation zwischen dem DRK und THE CHANGER umgesetzt. THE CHANGER betreibt eine Plattform für junge Berufstätige mit Interesse an sozialen Themen.

Online abrufbar: Reader zur Fachtagung „Schulabsentismus als europaweite Herausforderung: Herangehensweisen und Perspektiven“

21. September 2016

"Europa 2020" - das auf zehn Jahre angelegte Wirtschaftsprogramm der Europäischen hat unter anderem das Ziel formuliert, die Quote der Schulabbrüche auf unter 10 Prozent zu senken. Darin werden Präventions-, Interventions- und Kompensationsmaßnahmen empfohlen, ohne diese zubenennen.

Seit 2010 wurden in allen EU nationale Strategien entwickelt, regionale sowie kommunale Konzepte erarbeitet und umgesetzt. Daraus sind konkrete Handlungsansätze erwachsen, die dazu geführt haben, dem vorgegebenen Ziel näherzukommen.

Vor diesem Hintergrund veranstaltete der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit, in dem das Deutsche Rote Kreuz Mitglied ist, vom 08. bis 09. Juni 2016 in Frankfurt/Main die Fachtagung "Schulabsentismus als europaweite Herausforderung: Herangehensweisen und Perspektiven".

Auf der Fachtagung stellten Experten*innen aus Schweden, den Niederlanden, der Schweiz, Österreich und Deutschland Herangehensweisen zur Reduzierung des Schulabsentismus vor. In den Workshops wurden die inhaltliche Vertiefung und ein intensiver fachlicher Austausch ermöglicht.

Initiates file downloadHier können Sie die ausführliche Veranstaltungsdokumentation herunterladen.

Veranstaltungshinweis: Management-Symposium auf der ConSozial

16. September 2016

Im Rahmen der diesjährigen Opens external link in new windowConSozial (26. und 27.10.2016 in Nürnberg) findet das Management-Symposium "Soziale Dienstleister positionieren sich in Europa" statt.

Der europäische Binnenmarkt ist für die deutsche Sozialwirtschaft keine ferne Zukunft. Nicht nur als Investoren, sondern auch als Betreiber agieren europäische Unternehmen grenzüberschreitend in mehreren Mitgliedsstaaten.

Während des 3. Management-Symposiums werden in drei großen Themenblöcken unterschiedliche Perspektiven auf die unternehmensstrategischen Entwicklungen im Binnenmarkt vorgestellt und diskutiert.

Vertreter/innen der EU-Kommission, der Unternehmen und Akteure aus Mitgliedsstaaten sind als Impulsgeber eingeladen. Jedes der drei Symposien wird mit kompakten Impulsvorträgen eröffnet.

Ausdrücklich erwünscht: Eine anschließende Diskussion zwischen Impulsgebern und den Besuchern des Management-Symposiums. Eine Simultanübersetzung gewährleistet eine reibungslose Verständigung.

  • SYMPOSIUM A: Warum ist Deutschland für europäische Anbieter attraktiv?
  • SYMPOSIUM B: Erfahrungen mit dem (Sozialen) Binnenmarkt aus deutscher Sicht
  • SYMPOSIUM C: Der Sozial-Binnenmarkt - ist das deutsche Sozialsystem ein interessantes Modell für Europa?

Opens external link in new windowHier finden Sie weiterführende Informationen zum Management-Symposium.

Das Bundesteilhabegesetz - Ist es die richtige Weichenstellung für eine inklusive Zukunft?

08. September 2016

Vor dem Hintergrund der Diskussion um den derzeit diskutierten Entwurf des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) findet am 18. und 19. Oktober 2016 im DRK-Generalsekretariat eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Deutschen Roten Kreuz und dem Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft (IMEW) statt.

Auf der Veranstaltung sollen im Besonderen die Fragen, was die volle und gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderungen bedeutet, welche Rahmenbedingungen dafür notwendig und welche Instrumente besonders erfolgversprechend sind, besprochen werden.

Um die Diskussion konkret zu machen, werden die Teilhabemöglichkeiten in den Sphären Arbeitswelt, Wohnen und Sozialraum diskutiert und dabei insbesondere die Bedürfnisse von Menschen mit Lernschwierigkeiten, Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf berücksichtigt.

In Bezug auf die geplanten Veränderungen durch das Bundesteilhabegesetz werden folgende Fragen gestellt: Was geht auch heute schon ohne das Bundesteilhabegesetz? Was würde bzw. wird sich bei Inkrafttreten des BTHG ändern? Was sollte/muss sich - aus Perspektive behinderter Menschen wie auch aus der der Träger - verändern?

Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeiter*innen von Einrichtungen und Diensten der Behindertenhilfe, politisch Verantwortliche und an die Expert*innen in eigener Sache: Menschen mit Behinderungen, ihre Angehörigen und Interessenvertretungen, aber auch an interessierte Bürger*Innen.

Anmeldeschluss ist der 28. September 2016.

Digitale Mitmach-Kampagnen beim FSJ erfolgreich

02.09.2016

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat eine positive Bilanz des ersten Jahres mit dem Pilotprojekt „FSJdigital" gezogen.

„Wir können heute auf eine spannende und erfolgreiche erste Halbzeit zurückblicken: Die ersten 30 Freiwilligen, die in 25 Einrichtungen des DRK Landesverbandes Sachsen-Anhalt verschiedene digitale Bausteine umsetzten, haben am 31. August den ersten Jahrgang erfolgreich zu Ende gebracht", sagte DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg am 2. September 2016 in Berlin.

Der zweite Jahrgang mit weiteren 30 Freiwilligen hat jetzt seine Arbeit aufgenommen. Die Bandbreite der digitalen Inhalte reicht vom digitalen Geschichtenerzählen über die Gestaltung barrierefreier Webinhalte bishin zur Umsetzung digitaler Kampagnen, die mit Mitmachangeboten junge Menschen motivieren sollen, sich freiwillig für eine "gute Sache" einzubringen.

Umweltbildung für Geflüchtete - mit Erklärvideos des IZT 

02.09.2016

Das IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung hat für die Umweltbildung von geflüchteten Menschen Kurzvideos erstellt.

Die in Deutsch, Englisch, Arabisch und Farsi erstellten Erklärvideos, informieren über das Umwelt- und Klimaschutzverhalten in Deutschland. Die einfachen, gut verständlichen Kurzvideos zu den Themen Mülltrennung, Energiesparen und Konsumverhalten kommen nur mit gesprochener Sprache und Bildern aus, sodass damit auch AnalphabetInnen aus verschiedenen Sprachräumen erreicht werden können.

Rechtsexpertise des DRK: Sprachmittlung als Teil der Leistungen in der Kinder- und Jugendhilfe

31.08.2016

Das Deutsche Rote Kreuz hat die von Professor Johannes Münder im Auftrag des DRK erarbeitete Rechtsexpertise: "Sprachmittlung als Teil der Leistungen in der Kinder- und Jugendhilfe" veröffentlicht.

Die Expertise klärt die Rechtslage in Bezug auf die Frage, ob bei unterschiedlichen Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe ein Anspruch auf Sprachmittlung besteht und wie die Finanzierung der dafür erforderlichen Kosten erfolgt bzw. erfolgen kann.

Das Ergebnis der Expertise zusammengefasst: Sprachmittlung ist - wo der Bedarf gegeben ist - unabdingbarer Teil der Kinder- und Jugendhilfeleistung und damit besteht entsprechend dem jeweiligen Rechtsanspruch auf die Leistung auch ein Rechtsanspruch auf Sprachmittlung. Gesetzlichen Handlungsbedarf sieht die Expertise allenfalls mit klarstellender Zielstellung.

Den in der Kinder- und Jugendhilfe Tätigen sollen die Ergebnisse der Rechtsexpertise und die Herleitung Grundlage und Unterstützung sein, sich für die Durchsetzung und angemessene Finanzierung des zentralen Standards ihrer Profession, der differenzierten sprachlichen Verständigung, einzusetzen. Die Rechtsexpertise soll sie dazu ermutigen, in ihrer Arbeit gut ausgebildete Sprachmittler*innen einzubeziehen und selbst für diese Kooperation die Kompetenzen zu erwerben.

Eltern, jungen Menschen und ihren Rechtsbeiständen soll die Rechtsexpertise dabei helfen, Ansprüche auf Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe auch dann durchzusetzen, wenn sie noch nicht genügend Deutsch sprechen.

Allen Verantwortlichen in der Kinder- und Jugendhilfe soll die Rechtsexpertise Anstoß sein, Strukturen zu schaffen, in der die Aufgaben einer sich inklusiv verstehenden und zur Umsetzung der Rechte junger Menschen verpflichteten Kinder- und Jugendhilfe verwirklicht werden.

Solche Strukturen müssen das Heranziehen von professionellen Sprachmittler*innen im Alltag der Arbeit durch Vermittlungsstellen erleichtern - sowohl für die Sprachmittlung im persönlichen Kontakt als auch per Telefon- oder Videokonferenz. Sie müssen die Finanzierungsströme klären und regeln.

Die Ausbildung der Sprachmittler*innen für die Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe muss ebenso gefördert werden wie die Qualifikation der Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe für die Arbeit mit Sprachmittler*innen.

Wir sind sehr interessiert an Ihren Erfahrungen mit der Broschüre, wenn Sie sich auf die Rechtsauffassung von Professor Münder berufen, um die Finanzierung von Dolmetscherleistungen in der Kinder- und Jugendhilfe durchzusetzen.

„Ankommen – So geht Deutschland“: Neues Präventionsbuch für den Schutz und die Rechte geflüchteter Kinder vorgestellt

12.08.2016

Das interdisziplinäre Bündnis WhiteIT - alliance for children hat am 05.08.2016 gemeinsam mit dem DRK-Landesverband Niedersachsen e.V. und weiteren Partnern das deutsch-arabische Buch "Ankommen - So geht Deutschland" der Öffentlichkeit präsentiert.

In dem Buch wird die Geschichte der Geschwister Samia und Nabil erzählt, die nach einer anstrengenden Flucht aus Syrien in Deutschland ankommen und hier ihr neues Leben aufbauen. In kindgerechter Sprache wird ihnen die neue Heimat nähergebracht, einfühlsam auf ihre Ängste eingegangen und es werden Wege aufgezeigt, wie sie mit den unbekannten Gegebenheiten in unserem Land zurechtkommen.

Dr. Ralf Selbach, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes Landesverband Niedersachsen, begrüßte die Idee des Buches und sagte seine Unterstützung bei der Verteilung zu. "Wir werden auf unsere 46 DRK-Kreisverbände zugehen und sie bitten, das Buch über ihre Einrichtungen und Dienste zu verteilen und mit ihm zu arbeiten. Darüber hinaus werden wir auch die anderen Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände über das Buch informieren und sie ebenfalls bitten, sich an der Verbreitung des Buches zu beteiligen. Das gleiche Verfahren ist mit den anderen DRK-Landesverbänden vorbesprochen."

DRK-Präsident Seiters: „Ohne ehrenamtliche Helfer geht es nicht“

25.07.2016

DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters hat dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Hannoversche Allgemeine, Neue Presse, Leipziger Volkszeitung u.a.) am 25. Juli 2016 folgendes Interview zum Stellenwert des ehrenamtlichen Engagements in Deutschland, zum Anschlag in Würzburg und zum Amoklauf in München gegeben:

Frage: Herr Seiters, hat sich Deutschland mit der aus der Flüchtlingsnot heraus geborenen Willkommenskultur nachhaltig verändert?

Rudolf Seiters: Natürlich ist die Euphorie der meisten ehrenamtlichen Helfer nicht mehr so stark wie im Sommer und Herbst vergangenen Jahres. Das ist ganz normal. Der Bedarf ist auch nicht mehr so groß, weil weniger Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Doch nach wie vor sind sehr viele Menschen in unseren aktuell rund 190 Notunterkünften für Flüchtlinge und Erstaufnahmeeinrichtungen ehrenamtlich aktiv, also jetzt schon seit etwa einem Jahr. Und dafür sind wir nicht nur sehr dankbar. Es ist auch erstaunlich. Denn noch nie in Deutschland haben sich so viele Menschen über einen so langen Zeitraum spontan ehrenamtlich engagiert.

Was ist aus der scheinbaren Gesellschaft der Ich-linge geworden?

Rudolf Seiters: Ehrenamtliches Engagement ist beliebter denn je. Viele suchen jenseits ihres Berufsalltags und ihrer sonstigen Freizeitbeschäftigung eine sinnstiftende Tätigkeit. Es ist zwar außergewöhnlich, aber auch kein Zufall, wenn ein bekannter Fernsehmoderator wie Tobias Schlegl aus seinem bisherigen Job komplett aussteigt und eine Ausbildung als Notfallsanitäter beim DRK beginnt. Eine Gemeinschaft funktioniert eben nur dann, wenn es viele Menschen gibt, die sich für andere einsetzen. Deshalb ist es auch ein sehr gutes Zeichen, dass die Zahl von 400.000 ehrenamtlichen Helfern allein beim Deutschen Roten Kreuz nun schon seit einigen Jahren trotz der demografischen Entwicklung stabil ist. Allein 138.000 davon engagieren sich im Jugendrotkreuz.

Angesichts der Tat eines jungen Flüchtlings in Würzburg: Stellt sich da nicht auch die Frage nach der Verantwortung von Ehrenamtlern bei der Betreuung von Flüchtlingen?

Rudolf Seiters: Nach allem, was man bisher über den jungen Täter weiß, lebte er unauffällig in Bayern. An alle ehrenamtlichen Helfer kann ich nur appellieren, sich angesichts der schrecklichen Tat eines Einzelnen nicht erschüttern oder entmutigen zu lassen und das wichtige Engagement bei der Integration von Flüchtlingen fortzusetzen. Niemand sollte jetzt hinter jedem Flüchtling einen möglichen Terroristen vermuten und Ängste schüren. Jeder ehrenamtliche Helfer sollte sich seiner besonderen Verantwortung bewusst sein und in Zusammenarbeit mit hauptamtlichen Mitarbeitern offenkundigen radikalen Tendenzen oder Neigungen Einzelner zur Gewalttätigkeit entgegentreten. Allerdings möchte ich darauf hinweisen: Wir sprechen hier von Ehrenamtlichen, die viel Idealismus, aber keine kriminalistische oder psychologische Fachausbildung mitbringen, um mögliche Terroristen zu erkennen.

Für wen war und ist die Flüchtlingshilfe ein Geschäft geworden?

Rudolf Seiters: Ihre Frage hört sich so negativ an. Fragen wir doch einfach: Was wird gebraucht? Es werden nach wie vor Unterkünfte für Flüchtlinge und ausreichend Wohnungen für alle Menschen in Deutschland benötigt. Wichtig ist für die Integration von Flüchtlingen auch, dass wir insbesondere genügend Deutschlehrer, Dolmetscher und Sozialarbeiter haben. Hier tun sich für viele Menschen auch neue Jobchancen auf.

Das Interesse am Freiwilligen Sozialen Jahr und am Bundesfreiwilligendienst übersteigt das Angebot. Wie sollte der Staat darauf reagieren?

Rudolf Seiters: Mit rund 11.500 besetzten Stellen im Freiwilligen Sozialen Jahr und etwa 2.800 im Bundesfreiwilligendienst erfreuen sich diese Angebote größter Beliebtheit. Es gibt deutlich mehr Bewerbungen als Stellen. Um die Bereitschaft für einen Freiwilligendienst stärker zu fördern, sollten Bund und Länder daher einen bedarfsgerechten Ausbau im FSJ und BFD sicherstellen. Das DRK könnte auch mehr benachteiligte junge Menschen im FSJ einsetzen, wenn der Staat mehr Geld für die pädagogische Betreuung zur Verfügung stellen würde. Es hat sich übrigens gezeigt, dass sich ein großer Teil dieser Freiwilligen dann später ehrenamtlich oder hauptamtlich im Roten Kreuz engagiert.

Ist eine Ehrenamts-Euphorie nur bei der Flüchtlingshilfe denkbar und abrufbar?

Rudolf Seiters: Viele wollen eher spontan und auf ein bestimmtes Projekt bezogen helfen und sich nicht langfristig an eine bestimmte Organisation binden. Aber von den Menschen, die sich über Monate hinweg so stark für Flüchtlinge engagiert haben und dies zum Teil immer noch tun, werden sich viele auch in anderen Notsituationen engagieren. Da bin ich mir sicher. Das Ehrenamt wird dabei auch für den Bevölkerungsschutz immer wichtiger. Wir müssen uns im Hinblick auf den Klimawandel und auf extreme Wetterlagen auch in Deutschland verstärkt auf Überschwemmungen und regionale Unwetter wie in den vergangenen Wochen im bayerischen Simbach und an anderen Orten einstellen, wo Menschen ums Leben gekommen sind. Ohne die Einbindung ehrenamtlicher Helfer, die dort Menschen aus ihren Häusern gerettet und versorgt haben, wird es schwierig, mit solchen Situationen künftig fertig zu werden. Das zeigt auch der Amoklauf von München. Dort rückte das Rote Kreuz mitten in der Nacht innerhalb kürzester Zeit mit 200 Frauen und Männern aus, um den Menschen, die in Panik geraten sind oder verletzt wurden, zu helfen und die Angehörigen der Opfer zu betreuen. Ohne Ehrenamtliche geht so was nicht.

Ehrenamtler brauchen unter anderem auch Geld, Zeit und Lob. Welche begleitenden Maßnahmen erwarten Sie vom Staat?

Rudolf Seiters: Der Freistaat Bayern plant, die ehrenamtlichen Helfer von Hilfsorganisationen wie dem DRK bei außergewöhnlichen Einsätzen mit den Helfern von Feuerwehren bei der Freistellung vom Arbeitsplatz und bei der Lohnfortzahlung gleichzustellen. Wir begrüßen das sehr und fordern die anderen Bundesländern auf, sich Bayern zum Vorbild zu nehmen und diese Gerechtigkeitslücke zu schließen. Das kommt in gefährlichen Situationen allen Menschen zugute.

Bundesteilhabegesetz: Verbändebündnis startet den Aufruf „Nachbesserung jetzt!“

22.07.2016

Gemeinsam mit einem breiten Verbändebündnis hat das Deutsche Rote Kreuz im Mai 2016 "Sechs gemeinsame Kernforderungen" für ein Bundesteilhabegesetz (BTHG) aufgestellt. Diese Forderungen bleiben für das DRK - im Interesse der Menschen mit Behinderung in Deutschland - Maßstab im aktuellen Gesetzgebungsverfahren zum Bundesteilhabegesetz in Verbindung mit dem Pflegestärkungsgesetz III. Der Kabinettsentwurf zum BTHG enthält zwar gegenüber dem Referentenentwurf kleinere Verbesserungen. Dennoch bestehen große Defizite fort.

Wir sehen weiter die Gefahr von Leistungseinschränkungen und Verschlechterungen gegenüber geltendem Recht. Deshalb fordern wir dringlicher denn je: Nachbesserung jetzt im BTHG!

Zum Download des neuen Aufrufs: http://www.vdk.de/deutscher-behindertenrat/ID185326 

Interview mit Herrn Dr. Steinke, Bereichsleiter Jugend und Wohlfahrtspflege, zum Bundesteilhabegesetz auf NDR Info

30.06.2016

Das Bundeskabinett hat am 28.06.2016 den Kabinettsentwurf zum Bundesteilhabegesetz (BTHG) beschlossen.

Aus diesem Anlass hat Herr Dr. Steinke, Bereichsleiter Jugend und Wohlfahrtspflege des DRK, dem Sender NDR Info ein Interview gegeben.

In diesem Interview bezeichnet er das BTHG als einen Meilenstein und ein wichtiges Signal für Menschen mit Behinderung und äußert die Hoffnung, dass es zukünftig gelingen wird, die Kritikpunkte des Gesetzes Schritt für Schritt zu verbessern.

Das DRK setzt sich aufgrund seiner Grundsätze insbesondere für besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppen ("most vulnerable") ein. Da die volle und wirksame Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an unserer Gesellschaft noch nicht erreicht ist, zählen zu diesen Gruppen auch Menschen mit Behinderungen.

Zum Interview:

Interview Dr. J. Steinke auf NDR Info

Fünf Jahre Bundesfreiwilligendienst - DRK: Beim BFD kommen zwei Bewerber auf einen Platz

30.06.2016

Das Deutsche Rote Kreuz hat eine positive Bilanz des Bundesfreiwilligendienstes gezogen, der vor fünf Jahren nach der Aussetzung des Zivildienstes eingeführt wurde. "Der Bundesfreiwilligendienst wird sehr gut angenommen. Die Nachfrage ist größer als die vorhandenen Plätze. Auf eine Stelle kommen zwei Bewerber", sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters, der einen bedarfsgerechten Ausbau des BFD fordert. Rund 400 zusätzliche Plätze könnten allein beim DRK besetzt werden, wenn die Mittel dafür vom Bund bereitgestellt würden. Ein Ausbau dürfe allerdings nicht zu Lasten des Freiwilligen Sozialen Jahres gehen.

Beim Übergang vom Zivildienst zum Bundesfreiwilligendienst hat es nach Einschätzung des DRK nur wenig Anlaufschwierigkeiten gegeben. Positiv bewertet Seiters dabei die Aufwertung der Freiwilligendienste als besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements. "Weg vom Pflichtdienst und hin zu einem Freiwilligendienst - das hat insgesamt sehr gut funktioniert. Die Freiwilligen nehmen motivierter und bewusster am BFD teil", sagt Seiters. Positiv sehe das DRK auch die Öffnung des BFD für Ältere (über 27), die mit ihren Erfahrungen eine große Bereicherung für die Einsatzstellen seien. "Erfreulich ist außerdem, dass sich ein großer Teil unserer BFDler und FSJler nach dem Freiwilligendienst ehrenamtlich oder hauptamtlich im DRK weiter engagiert", sagt Seiters. In der Praxis wünsche sich das DRK allerdings einen weiteren Bürokratieabbau beim Bundesfreiwilligendienst.

Rund 11.500 junge Menschen absolvieren derzeit ihr Freiwilliges Soziales Jahr beim DRK - mehr als bei jedem anderen Anbieter in Deutschland. Hinzu kommen etwa 2.800 Plätze beim Bundesfreiwilligendienst. Zudem unterstützen 430 Engagierte das DRK in den Internationalen Freiwilligendiensten. Fast 600 zusätzliche BFD-Plätze bietet das DRK in der Flüchtlingshilfe über das Sonderprogramm des Bundesfamilienministeriums an. Hier handelt es sich um Plätze sowohl bei der Betreuung von Flüchtlingen als auch für Flüchtlinge selbst. "Für Flüchtlinge kann ein DRK-Freiwilligendienst eine gute Chance sein, sich in Deutschland beruflich zu orientieren und zu integrieren", sagt Seiters.

Die attraktivsten Einsatzgebiete der Freiwilligendienste im DRK sind nach einer Umfrage Krankenhäuser, Krankentransport sowie Einrichtungen der stationären und ambulanten Pflege (insgesamt 39 %) sowie Kindertagesstätten, Kinder- und Jugendheime (rund 15 %).

Zum Download der DRK-Pressemitteilung:

DRK-Pressemitteilung 5 Jahre BFD

DRK als Sachverständiger zur Öffentlichen Anhörung im Bundestag zur Reform der Pflegeberufe

01.06.2016

Das Deutsche Rote Kreuz war am 30.05.2016 als Sachverständiger zur öffentlichen Anhörung zum Pflegeberufereformgesetz (PfBRefG) im Deutschen Bundestag eingeladen. Die von der Bundesregierung geplante Ausbildungsreform zielt auf die Zusammenlegung der drei getrennten Ausbildungen Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege.

Die öffentliche Anhörung hat gezeigt, dass die geplante Ausbildungsreform von vielen Fachleuten grundsätzlich unterstützt wird. Sie stellt eine Chance für die Aufwertung der Pflegeberufe dar. Von Fachleuten - vor allem aus der Kinderkrankenpflege - wird das Reformvorhaben jedoch auch kritisch beurteilt. Sie befürchten einen Verlust an Fachkompetenz.

Auch das Deutsche Rote Kreuz befürwortet die generalistische Pflegeausbildung, spricht sich aber dafür aus, dass die Ausbildung auch ausreichend gerontologisches, geriatrisches, pädiatrisches und gerontopsychiatrisches Fachwissen vermitteln müsse. Damit kann in Zukunft eine Debatte über eine unzureichende Berufsausbildung bezüglich der Pflege älterer Menschen, wie sie in anderen europäischen Ländern geführt wird, vermieden werden. Das DRK hat sich in der Anhörung ferner für die rechtliche Regelung eines Mindestniveaus mit Blick auf die erforderlichen deutschen Sprachkenntnisse ausgesprochen.

Weitere Informationen:

Prozess des Bundesteilhabegesetzes: DRK bringt sich weiter intensiv ein

25. Mai 2016

Das Deutsche Rote Kreuz hat am 24.05.2016 an der mündlichen Anhörung zum Referentenentwurf des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) teilgenommen. Große Einigkeit bestand zwischen den Verbänden hinsichtlich der Kritik am 2. Teil des Gesetzentwurfes, dem Recht der Eingliederungshilfe. Viele Beteiligte unterstützen zudem die sechs gemeinsamen Kernforderungen des Deutschen Behindertenrates, der Fachverbände, des DPWV, des DRK, der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen und des DGB.

Das BTHG hat den Anspruch, das Recht der Eingliederungshilfe zu einem modernen Teilhaberecht weiterzuentwickeln. Der vorliegende Entwurf wird diesem hohen Anspruch nicht gerecht. Das DRK ist besorgt über die im Gesetzentwurf enthaltenen Einschränkungen bisher bestehender Leistungen für Menschen mit Behinderungen und befürchtet eine Verschlechterung ihrer Unterstützungssysteme.

Das DRK hat sich in der Anhörung zusätzlich für eine Verbesserung des Schutzes vor sexualisierter Gewalt ausgesprochen. So sollen Einrichtungen der Frühförderung und die Träger der Eingliederungshilfe zukünftig über Gewaltschutzkonzepte verfügen.

Pressemitteilung des DRK: Forderung nach besserem Schutz vor Gewalt in Flüchtlingsunterkünften

23. Mai 2016

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) appelliert an die Bundesregierung, eine bundeseinheitliche Regelung zum besseren Schutz in Flüchtlingsunterkünften vor Gewalt und sexuellen Übergriffen einzuführen. "Die Berichte über Vorfälle sexualisierter Gewalt in Flüchtlingsunterkünften sind leider keine Einzelfälle. Nur durch eine bundesgesetzliche Regelung kann besser als bisher und zwar für alle Unterkünfte gewährleistet werden, dass die zu uns geflüchteten Menschen und hier insbesondere Kinder, Jugendliche und Frauen dort ausreichend Schutz vor Gewalt erhalten", sagt DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg.

"Oft haben Frauen und Kinder bereits in ihren Herkunftsländern oder auf der Flucht Gewalt in unterschiedlichster Form miterlebt oder selbst erfahren. Aber auch nach der Ankunft in Deutschland stellt sich ihre Situation häufig prekär dar. Untergebracht in großen Einrichtungen und Notunterkünften fehlen ihnen häufig Rückzugsräume und Schutzmöglichkeiten", sagt Donata von Schenck. Notwendig seien Mindeststandards wie für Frauen und Männer getrennte Duschen und Toiletten, die sich verschließen lassen. Das Personal in den Unterkünften müsse im Umgang mit sexueller Gewalt geschult werden. Die Flüchtlinge müssten über ihre Rechte und über Hilfsangebote aktiv informiert werden.

Das DRK schlägt dazu eine Änderung des Asylgesetzes im Rahmen des neuen Integrationsgesetzes vor. Eine bundesgesetzliche Regelung zur Einführung und Umsetzung von Gewaltschutzkonzepten in Flüchtlingsunterkünften würde die zuständigen Länder verpflichten, das Wohl von Kindern und Jugendlichen zu gewährleisten und Frauen und weitere besonders schutzbedürftige Personen vor Gewalt zu schützen.

Im Asylpaket II wurde bisher nur vorgegeben, dass freiwillige Helfer oder fest angestellte Mitarbeiter, die in den Flüchtlingsunterkünften mit Minderjährigen zu tun haben, in regelmäßigen Abständen das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis vorlegen müssen. "Das reicht nicht", sagt Donata von Schenck. Kinder, Jugendliche und Frauen stellen einen beträchtlichen Anteil der Flüchtlinge in Deutschland dar. Etwa ein Drittel aller Asylsuchenden seien Frauen, sagt Frau von Schenck. Etwa 28 Prozent der Flüchtlinge seien unter 16 Jahre alt, darunter befänden sich rund 45 Prozent Mädchen.

Das DRK, das in ganz Deutschland etwa 490 Notunterkünfte für 140.000 Flüchtlinge betreut, hat seinen regionalen Verbänden bereits im Herbst vergangenen Jahres Handreichungen zum Schutz vor Gewalt gegeben.

Stellungnahme des Deutschen Roten Kreuzes zum Referentenentwurf des Bundesteilhabegesetzes

18. Mai 2016

Das Deutsche Rote Kreuz hat dem BMAS am 17.05.2016 seine Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) übersandt.

Es setzt sich aufgrund seiner Grundsätze insbesondere für besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppen ("most vulnerable") ein. Da die volle und wirksame Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an unserer Gesellschaft noch nicht erreicht ist, zählen zu diesen Gruppen auch Menschen mit Behinderungen.

Grundsätzlich sieht es das DRK als problematisch an, die Zielstellung der Schaffung eines neuen gesellschaftlichen Verständnisses einer inklusiven Gesellschaft mit der Begrenzung der Ausgaben zu vermischen.

Von besonderer Bedeutung ist für das DRK, dass das BTHG keine bisher bestehenden Leistungen behinderter Menschen einschränkt und die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung beseitigt wird.

Das DRK hofft, dass der Entwurf des Bundesteilhabegesetzes im Sinne der Menschen mit Behinderungen verbessert werden kann und wird sich weiter in den laufenden Prozess einbringen.

Sechs gemeinsame Kernforderungen zum Bundesteilhabegesetz

13. Mai 2016

Das Deutsche Rote Kreuz hat sich gemeinsam mit der Bundesbehindertenbeauftragten, dem Deutschen Behindertenrat, den Fachverbänden für Menschen mit Behinderung, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V. auf sechs Kernforderungen zum Bundesteilhabegesetz verständigt.

Das DRK hofft, dass durch dieses breite Bündnis der Entwurf des Bundesteilhabegesetzes im Sinne der Menschen mit Behinderungen verbessert werden kann und setzt sich dafür ein, dass das Recht auf Teilhabe bundesweit für alle behinderten Menschen gilt.

Die Verbände erwarten, dass notwendige Unterstützungsleistungen bundesweit einheitlich gemäß Grundgesetz gewährleistet werden, um einheitliche Lebensverhältnisse zu sichern. Es dürfe nicht vom Bundesland abhängen, ob und wie Leistungen gewährt werden. Eine Regionalisierung der Eingliederungshilfe sei daher strikt abzulehnen.

Das DRK und die mitzeichnenden Verbände kritisieren auch Öffnungsklauseln, mit denen ein Bundesland einzelne Leistungen oder auch Zugang, Umfang und Qualität zulasten der Betroffenen reduzieren könnte.

Altenhilfepreis des DRK 2016: Senioren-Begegnungsstätte in Werl ausgezeichnet

21. April 2016

Der DRK-Altenhilfepreis wurde am 20. April in Berlin an eine Senioren-Begegnungsstätte in Werl (Nordrhein-Westfalen) verliehen.

„Hier haben drei unabhängige Akteure ihre verschiedenen Ressourcen vernetzt und gebündelt, um unterschiedliche Generationen zusammenzubringen und Senioren optimal in das gesellschaftliche Leben zu integrieren“, sagte DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg.

Pressemitteilung des DRK: Integrationsgesetz - Angebot für Sprach- und Integrationskurse ausbauen

15. April 2016

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sieht in den jetzt von der Bundesregierung vorgestellten Eckpunkten eines Integrationsgesetzes einen wichtigen Schritt für die Eingliederung von Flüchtlingen in die
deutsche Gesellschaft.

Das gelte besonders für die Integration in den Arbeitsmarkt, sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters. „Deshalb ist es wichtig, dass dieses Gesetzesvorhaben möglichst schnell von der Politik umgesetzt wird. Die Integration von Flüchtlingen ist eine der wichtigsten Aufgaben der deutschen Gesellschaft für die nächsten Jahre. "

Nachbesserungsbedarf gebe es jedoch insbesondere beim Angebot für Sprachkurse.

Prozess der Rechtsvereinfachung: DRK bringt sich weiter intensiv ein

16. März 2016

Das Deutsche Rote Kreuz hat dem Bundesrat für seine Beratung am 18.03.2016 zusammen mit den anderen Verbänden der BAGFW eine Initiates file downloadStellungnahme zum Entwurf eines Neunten Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch - Rechtsvereinfachung (Kabinettsentwurf) übersandt.

Die Stellungnahme wurde zur Information auch an das Bundesarbeitsministerium und den Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales gesendet.

Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege bedauern, dass der Gesetzentwurf viele Chancen ungenutzt lässt, seit längerem diskutierte, sinnvolle Maßnahmen zur Verwaltungsvereinfachung zu ergreifen, die Erleichterungen für die Leistungsberechtigten bringen würden, wie etwa die noch im Referentenentwurf vorgesehene Einführung einer Bagatellgrenze bei der Anrechnung kleiner Kapitalerträge oder die vielfach geforderte Einführung eines Globalantrags zur Inanspruchnahme von Leistungen zu Bildung und Teilhabe (BuT).

Auch wenn mit dem § 16 h SGB II ein neuer Fördertatbestand in das SGB II aufgenommen wird, der sich an die Zielgruppe der schwer zu erreichenden jungen Menschen unter 25 Jahren richtet, ist das Deutsche Rote Kreuz darüber enttäuscht, dass die mehrheitlich von der Bund-Länder-AG vorgelegten Vorschläge zur Reform des Sanktionsrechts wie z.B. die Angleichung der Sanktionsvorschriften für die Altersgruppe unter 25 nicht umgesetzt worden sind.

Das DRK hat sich - wie schon in den zuvor erarbeiteten Stellungnahmen - vor allem dafür eingesetzt, dass die Vorschläge zur Rechtsvereinfachung nicht zulasten der Leistungsberechtigten gehen. So sprechen wir uns u.a. dagegen aus, dass sich das Verwaltungsverfahren des SGB II immer deutlicher zuungunsten der Leistungsberechtigten verändert.

Die Regelung für die sogenannte Temporäre Bedarfsgemeinschaft wurde zwar außerhalb dieses Verfahrens so verändert, dass sie im Ergebnis zu plausibleren Regelungen als bisher führt. Dennoch setzen wir uns für Kinder, die sowohl bei dem einen, als auch bei dem anderen Elternteil leben, im Interesse des Kindeswohls dafür ein, dass dem sorgeberechtigten Elternteil der volle Regelbedarf des Kindes verbleibt und dem umgangsberechtigten Elternteil zusätzlich ein Mehrbedarf zugebilligt wird.

DRK-Fachkongress Altenhilfe 2016 und Verleihung des Altenhilfepreises

25. Februar 2016

Der Altenhilfekongress mit der Verleihung des DRK-Altenhilfepreises findet vom 19. bis zum 21. April 2016 in Berlin statt.

Der Fachkongress Altenhilfe richtet sich an Führungskräfte der Einrichtungen und Dienste der Altenhilfe sowie an die Fachreferentinnen und Fachreferenten Altenhilfe im DRK.

Im Vordergrund des Fachkongresses stehen vor allem die Themen Personalgewinnung, Personalentwicklung und Personalbindung in der Altenhilfe. Aber auch zu anderen hochaktuellen Themen wie dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, dem Pflegestärkungsgesetz II, den Pflegetransparenz- und Qualitätsprüfungen sowie dem Pflegeberufsgesetz werden zahlreiche Vorträge, Info- und Workshops angeboten.

Aktiv für junge Geflüchtete – Förderprogramm des Jugendrotkreuzes gestartet

12. Februar 2016

Am 11. Februar 2016 ist das Förderprogramm "Aktiv für junge Flüchtlinge" des Deutschen Jugendrotkreuzes (JRK) gestartet.

Das JRK möchte geflüchteten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben, willkommen heißen und ihnen Unterstützung zur gesellschaftlichen Teilhabe, Mitwirkung und Mitbestimmung anbieten und ermöglichen.

Mit den Angeboten der Jugendverbandsarbeit soll in besonderer Weise auf die altersgerechten Bedürfnisse der jungen Flüchtlinge nach Freizeit, Spaß, Freundschaft und Bildung eingegangen werden. Damit nimmt das JRK seine anwaltschaftliche Funktion wahr zum Schutz und zur Einhaltung der UN-Kinderrechte in Deutschland.

In der Praxis sind die Möglichkeiten des JRK, sich als Jugendverband für junge Flüchtlinge aktiv zu engagieren, vielfältig. So sind u.a. Kinder- und jugendgerechte Initiativen, Projekte oder auch Aktionstage im Bereich der Freizeitgestaltung, der Sprachförderung oder der schulischen Bildung denkbar.

Mit der finanziellen Unterstützung im Rahmen des JRK-Förderprogramms "Aktiv für junge Geflüchtete" soll JRK-Mitgliedern und Gruppen die finanzielle Möglichkeit geboten werden, ihre Angebote für junge Flüchtlinge zu öffnen und/oder gemeinsame Initiativen zu entwickeln bzw. gemeinsam durchzuführen.

Alle Infos, Tipps und Materialien zum aktiven Engagement sowie die Richtlinien und das Formular zur Antragstellung können auf der JRK-Website heruntergeladen werden. Diese Seite wird kontinuierlich aktualisiert und erweitert:

Wohlfahrtsmarken 2016 – Präsentation in Schloss Bellevue

05. Februar 2016

Bundespräsident Joachim Gauck und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble haben im Beisein der DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg und BAGFW-Präsident Prof. Dr. Rolf Rosenbrock am 02. Februar in Schloss Bellevue die Wohlfahrtsmarken 2016 präsentiert.

Sie forderten dazu auf, mit den Motiven aus Grimms Märchen „Rotkäppchen“ Briefe zu frankieren. Auch Gedenkmünzen mit dem Rotkäppchen-Motiv wurden vorgestellt.

„Die Erlöse aus dem Verkauf der Briefmarken helfen nicht nur Kindern, sondern vielen Menschen in schwierigen Lebenslagen“, sagte DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg.

  • Die Marken gibt es ab dem 11. Februar 2016 bei der Post, den Wohlfahrtsverbänden und unter www.wohlfahrtsmarken.de.

Pressemitteilung des DRK: Weitere Förderung wichtig für Beseitigung des Fachkräftemangels

29. Januar 2016

Das Deutsche Rote Kreuz begrüßt die vom Bundestag beschlossene Verlängerung zur Förderung von Umschulungsmaßnahmen in der Altenpflege.

"Diese Verlängerung der dreijährigen, vollfinanzierten Förderung der Altenpflegeumschulung bietet große Chancen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels", sagt DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg.

DRK bringt sich intensiv in den Prozess der Strategischen Sozialberichterstattung ein

21. Januar 2016

Das Deutsche Rote Kreuz hat dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) am 20.01.2016 zusammen mit den anderen Verbänden der BAGFW eine Stellungnahme zum Entwurf der Strategischen Sozialberichterstattung 2016 (NSB) übersandt und am 18.01.2016 an der Zweiten Konsultation zur Strategischen Sozialberichterstattung teilgenommen.

In diesem Bericht wird die Bundesrepublik Deutschland, hinsichtlich der gemeinsamen Ziele in den Bereichen Soziale Inklusion, Rente, Gesundheit und Langzeitpflege, über neue nationale Entwicklungen und gesetzlich verankerte oder im Parlament anhängige Reformen informieren. Auch die anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sind aufgefordert sich an der Sozialberichterstattung zu beteiligen.

In der Aussprache zum Entwurf des NSB kritisierten die Vertreter_innen der Wohlfahrtsverbände und des Deutschen Vereins erneut die Beschränkung auf das Ziel und den Indikator "Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit". Um einen vollständigen Blick auf Armut und soziale Ausgrenzung zu erhalten, spricht sich die BAGFW für die Aufnahme neuer Aspekte aus und hält u. a. einen Blick auf den Anteil der Langzeitleistungsbeziehenden in der Grundsicherung für Arbeitsuchende für notwendig.

Hintergrund der Kritik ist das Ziel der Europa 2020-Strategie, die soziale Eingliederung zu fördern und mindestens 20 Millionen Menschen vor dem Risiko der Armut oder der Ausgrenzung zu bewahren.

Zudem haben sich BAGFW und Deutscher Verein dafür eingesetzt, dass die Integration von Flüchtlingen bei zukünftigen Berichten stärker als Querschnittsthema dargestellt wird.

Engagiert für Flüchtlinge - Empfehlungen für DRK-Gliederungen im Umfeld von Aufnahmeeinrichtungen

19. Januar 2016

Die Unterstützung von Flüchtlingen ist eine gesamtgesellschaftliche und eine gesamtverbandliche Aufgabe.

Mit der Broschüre "Engagiert für Flüchtlinge. Empfehlungen für DRK-Gliederungen im Umfeld von Aufnahmeeinrichtungen" richten wir uns an DRK-Gliederungen, die sich vor Ort für und mit Flüchtlingen sozial engagieren wollen.

Es werden bestehende Angebote vorgestellt und Empfehlungen für die Entwicklung, Umsetzung und Vernetzung von eigenen Angeboten in und im Umfeld von Flüchtlingsaufnahmeeinrichtungen gegeben.

Kabinettsbeschluss: DRK begrüßt Aufwertung des Pflegeberufs

14. Januar 2016

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) begrüßt den erkennbaren Willen der Bundesregierung zur Aufwertung der Pflege und regt die Vermittlung fachspezifischer Kenntnisse und Kompetenzen an.

Am Mittwoch wurde der Gesetzentwurf zur Reform der Pflegeberufe im Kabinett beschlossen. Mit dem Gesetz werden die drei Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zu einer generalistischen Pflegeausbildung zusammengelegt und eine hochschulische grundständige Pflegeausbildung eingeführt.

Derzeit absolvieren mehr als 137.000 Schülerinnen und Schüler eine der drei Pflegeausbildungen. "Mit der Zusammenlegung entsteht der größte Ausbildungsberuf Deutschlands", sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.

Vor Missbrauch besser schützen - DRK unterzeichnet Vereinbarung

13. Januar 2016

Als einer der ersten Verbände hat am Mittwoch das DRK eine weiterführende Vereinbarung zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch unterzeichnet.

DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg sagte bei diesem Anlass: „Die Angebote des DRK für Kinder- und Jugendliche sind vielfältig. Sie sollen bei uns nicht nur gut betreut werden, sondern bei Gewalterfahrungen auch Schutz und Zuspruch finden. Selbstverständlich wollen wir auch sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche bestmöglich vor sexualisierter Gewalt geschützt werden.“

Der Unabhängige Beauftragte zu Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) Johannes-Wilhelm Rörig vereinbart mit Dachorganisationen und Verbänden, die in Kinder- Jugendbereichen aktiv sind, die Einführung und Umsetzung passgenauer Schutzkonzepte zur Prävention und Intervention bei sexuellem Kindesmissbrauch.

Stellungnahme des DRK zum Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Pflegeberufe

15. Dezember 2015

Der Referentenentwurf zum Pflegeberufsgesetz, der am 27.11.15 den Verbänden zugesandt wurde, sieht die Zusammenlegung der bisherigen drei Ausbildungen in der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu einer einheitlichen fachberuflichen Pflegeausbildung mit einem einheitlichen Berufsabschluss in einem Pflegeberufsgesetz vor.

Mit der Weiterentwicklung der beruflichen Pflegeausbildung ist auch eine Neuordnung der Finanzierungsgrundlagen verknüpft.

Ergänzend wird neben der fachberuflichen Pflegeausbildung eine bundeseinheitliche Grundlage für eine primärqualifizierende hochschulische Pflegeausbildung geschaffen.

Das Deutsche Rote Kreuz befürwortet seit langem die generalistische Ausbildung und begrüßt den Gesetzesentwurf zum Pflegeberufsgesetz sowie den erkennbaren Willen des Gesetzgebers, die Weiterentwicklung und Aufwertung des Pflegeberufes und der Pflegeausbildung zu unterstützen.

Der Gesetzentwurf lässt jedoch viele Fragen offen, so mit Blick auf die Ausbildungsinhalte, die Finanzierung und die praktische Umsetzung der Ausbildung.

Weitere Informationen:

Internationaler Tag der Freiwilligen: DRK-Präsident fordert Gleichstellung von Helfern

04. Dezember 2015

Anlässlich des Internationalen Tages der Freiwilligen am morgigen Samstag hat der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Dr. Rudolf Seiters, die Gleichstellung der Ehrenamtlichen im DRK mit denen der Freiwilligen Feuerwehren und des THW gefordert.

Demnach sollen auch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK einen Freistellungsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber und einen Anspruch auf Lohnfortzahlung für die Dauer ihres Einsatzes erhalten.

"Was unsere mehr als 400.000 freiwilligen Helferinnen und Helfer tagtäglich leisten, ist einzigartig und unbezahlbar - nicht nur in der Flüchtlingshilfe", so Seiters.

Projekt P-INK: Qualifizierung zum/zur Inklusionsmanager/in

02. Dezember 2015

Im Rahmen des Opens external link in new windowProjektes P-INK bietet das DRK-Generalsekretariat hauptamtlichen Fach- und Führungskräften aller Aufgabenfelder die Qualifizierungsmaßnahme "Ink-Plan - Inklusion im DRK: Entwicklung von Aktionsplänen" an.

Die Qualifizierung findet im Zeitraum von Februar 2016 bis Juni 2017 statt. Sie erweitert Kompetenzen von Fach- und Führungskräften, auf Inklusion ausgerichtete Vorhaben und Veränderungsprozesse in ihrem Verantwortungsbereich zu gestalten.

Die Qualifizierung bietet bundeszentrale Veranstaltungen sowie mehrtägige Workshops, die als Regionalgruppen in Berlin, Hannover, Frankfurt am Main und Nürnberg durchgeführt werden. Die Kick-off-Veranstaltung findet am 09.02.2016 in Berlin statt.

Opens internal link in current windowFür die Qualifizierungsmaßnahme "Inklusionsmanager/in" können Sie sich bis zum 31.01.2016 auf dieser Website unter "Veranstaltungen" anmelden.

Weitere Informationen:

Save the date: DRK-Altenhilfekongress vom 19. - 21. April 2016 in Berlin

01. Dezember 2015

Alle drei Jahre veranstaltet das DRK-Generalsekretariat den Altenhilfekongress zusammen mit der Verleihung des DRK-Altenhilfepreises in Berlin. Im kommenden Frühjahr ist es wieder soweit: Vom 19. bis zum 21. April 2016 findet der Altenhilfekongress des Deutschen Roten Kreuzes im Best Western Hotel Steglitz International in Berlin statt.

Als Keynote Speaker konnten wir Dr. Henning Scherf, Bürgermeister a.D. der Freien Hansestadt Bremen, gewinnen, der in "Deutschlands berühmtester Hausgemeinschaft" lebt und ein eigenes Bild vom Alter und Älterwerden entwickelt hat. Zudem wird Prof. Andreas Kruse, Vorsitzender der siebten Altenberichtskommission, zu dem aktuellen Altenbericht vortragen, der sich mit dem Aufbau und der Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften in den Kommunen befasst.

DRK-Altenhilfekongress bietet Vorträge zu zentralen Themen der Altenhilfe, u.a. zum neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, zur generalistischen Pflegeausbildung, zum Fachkräftemangel und der Personalentwicklung. In insgesamt 18 Work- und Infoshops werden diese Themen vertieft und weitere interessante Schwerpunkte behandelt, u.a. quartiersorientierte Versorgungsformen, niedrigschwellige Dienstleistungen, Pflegetransparenz- und Qualitätsprüfungen im Licht des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs und vieles mehr.

Im Rahmen des Kongresses wird auch wieder der Opens external link in new windowDRK Altenhilfepreis an Projekte verliehen, die sich mit dem Thema "Soziale Räume im Alter gestalten. Ehren- und Hauptamt im Quartier erfolgreich gewinnen und binden" befassen. Die Jury des DRK Altenhilfepreises ist hochkarätig mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Praxis besetzt.

Wir freuen uns, wenn Sie sich diesen Termin schon jetzt vormerken. Die Einladung zum DRK-Altenhilfekongress 2016 mit dem Programm und den Veranstaltungsinformationen wird rechtzeitig verschickt.

Auslegung der Grundsätze der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung für die DRK-Wohlfahrtspflege

30. November 2015

Der Bereich Jugend und Wohlfahrtspflege des DRK-Generalsekretariats hat die Grundsätze der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung für einzelne Aufgabenfelder der Wohlfahrts- und Sozialarbeit ausgelegt und auf dieser Website in der Rubrik "Über uns" eingestellt.

Ausgangspunkt für die Auslegung der Rotkreuz-Grundsätze ist die Strategie 2020 "Menschen helfen, Gesellschaft gestalten" des Deutschen Roten Kreuzes. Im Rahmen dieser Strategie hat das DRK als eines seiner vier strategischen Ziele formuliert, eine Kultur der Gewaltlosigkeit und des Friedens zu unterstützen.

Die Opens external link in new windowVerbreitungsarbeit des DRK ist für das Erreichen dieses strategischen Ziels eine entscheidende Grundlage. Durch die Verbreitungsarbeit des DRK sollen das humanitäre Völkerrecht sowie die Grundsätze und Ideale der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung der breiten Öffentlichkeit besser zugänglich gemacht werden.

Vor diesem Hintergrund sollen die Auslegungen die Grundsätze in der praktischen DRK-Wohlfahrts- und Sozialarbeit verständlicher und anwendbarer machen.

DRK-Stellen für Bundesfreiwilligendienst aufgestockt

29. November 2015

Ab 1. Dezember setzt das Deutsche Rote Kreuz bundesweit fast 600 zusätzliche Freiwillige im Bundesfreiwilligendienst (BFD) ein. Diese sollen vor allem die Flüchtlingshilfe des DRK unterstützen.

"Wir freuen uns sehr über diese zusätzlichen Plätze", betont die Vize-Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg.

"Wir könnten jedoch fast doppelt so viele Freiwillige gebrauchen. Unser zusätzlicher Bedarf liegt bei knapp 1.000 Plätzen. Wichtig ist uns, dass jetzt auch Flüchtlinge und Asylsuchende eingesetzt werden können", so die Vizepräsidentin.

Pressemitteilung zum Pflegeberufsgesetz: Ein gutes Signal an die Pflege!

27. November 2015

Das Deutsche Rote Kreuz und der Verband der Schwesternschaften (VdS) begrüßen den Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums zur Pflegeausbildung.

Das DRK und der VdS setzen sich seit langem für die Schaffung eines Pflegeberufsgesetzes ein, in dem neben der generalistischen Pflegeausbildung unter anderem auch rechtliche Rahmenbedingungen für die Pflegeberufe geregelt werden.

Mit diesem Gesetz wird für viele Ausbildungsinteressierte die Pflegeausbildung attraktiver, denn die generalistische Ausbildung ermöglicht es, künftig einfacher zwischen den verschiedenen Bereichen der Pflege zu wechseln und bietet damit eine Perspektive in verschiedenen Tätigkeitsbereichen.

DRK bringt sich weiter intensiv in den Prozess der Rechtsvereinfachung ein

12. November 2015

Das Deutsche Rote Kreuz hat dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales am 11.11.2015 zusammen mit den anderen Verbänden der BAGFW eine Stellungnahme zum Neunten Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch - Rechtsvereinfachung übersandt.

Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege sehen in dem Gesetzentwurf positive Ansätze zur Entbürokratisierung der Verwaltungspraxis der Jobcenter.

Enttäuscht ist das Deutsche Rote Kreuz darüber, dass die Rechtsvereinfachung nicht dazu genutzt worden ist, die mehrheitlich von der Bund-Länder-AG vorgelegten Vorschläge zur Reform des Sanktionsrechts umzusetzen. Vereinfachungen im Sanktionsrecht, wie z.B. die Angleichung der Sanktionsvorschriften für die Altersgruppe unter 25 sowie die Begrenzung der Sanktionshöhe auf nicht mehr als ein Drittel des Regelsatzes und der Verzicht auf Sanktionen bei den Kosten der Unterkunft entsprechen einer langjährigen Forderung aller Verbände der BAGFW und werden auch vom Deutschen Verein und der Bundesagentur für Arbeit vorgetragen.

Das DRK hat sich vor allem dafür eingesetzt, dass die Vorschläge zur Rechtsvereinfachung nicht zulasten der Leistungsberechtigten gehen. So machen wir uns dafür stark, dass der erhöhte Freibetrag von 200 Euro aus ehrenamtlicher Tätigkeit auch dann erhalten bleibt, wenn neben Erwerbseinkommen auch Einkommen aus ehrenamtlicher Tätigkeit erzielt wird, das geringer als der erhöhte Freibetrag ist.

Für Kinder, die sowohl bei dem einen, als auch bei dem anderen Elternteil leben, setzen wir uns im Interesse des Kindeswohls dafür ein, dass dem sorgeberechtigten Elternteil der volle Regelbedarf des Kindes verbleibt und dem umgangsberechtigten Elternteil zusätzlich ein Mehrbedarf zugebilligt wird.

Neu erschienen: „Inklusion in DRK-Kindertages- einrichtungen“ und „Anwaltschaftliche Vertretung in der DRK-Familienbildung“

16. Oktober 2015

Die neu erschiene Handreichung zum Profilelement "Inklusion in DRK-Kindertageseinrichtungen" soll den pädagogischen Fachkräften als Orientierungs- und Arbeitshilfe für die Arbeit in den Einrichtungen dienen. Die Handreichung beinhaltet Handlungsempfehlungen, Praxisbeispiele, Literaturhinweise zum Weiterlesen und Informationen zu den gesetzlichen Grundlagen.

Die Handreichung soll motivieren, sich auf den Weg zu einem gemeinsamen Profil aller DRK-Kindertageseinrichtungen zu begeben und Herausforderungen auf diesem Weg miteinander zu bewältigen.

Die Broschüre „Anwaltschaftliche Vertretung in der DRK-Familienbildung“ erläutert die Profilelemente der DRK-Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, beschreibt das Profilelement der Anwaltschaftlichen Vertretung in der DRK-Familienbildung und illustriert durch Beispiele die gelebte Praxis im Verband.

Das Profilelement der Anwaltschaftlichen Vertretung hat viele Bezüge zur DRK-Familienbildung. Der Einsatz für die Belange und Interessen hilfebedürftiger Menschen beruht auf dem Rotkreuz-Grundsatz der Menschlichkeit. Die Angebote der DRK-Familienbildung sollen für alle offen und besonders niedrigschwellig sein, um Ausgrenzung und Diskriminierung entgegenzuwirken. Darüber hinaus fördert und unterstützt das Profilelement der Anwaltschaftlichen Vertretung die Fähigkeit, sich für die eigenen Belange einzusetzen.

Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut: Alleinerziehende brauchen mehr Unterstützung

14. Oktober 2015

Rund 75 Prozent der Alleinerziehenden in Deutschland bekommen keinen oder unvollständig Unterhalt. Bis das Kind 12 Jahre alt ist, hilft das Jugendamt mit einem Unterhaltszuschuss - allerdings maximal für sechs Jahre.

Aber gerade danach steigen die Ausgaben rasant an. Deshalb muss dieser Zuschuss durchgängig bis zum 18. Lebensjahr gezahlt werden", fordert DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg anlässlich des bevorstehenden Internationalen Tages für die Beseitigung der Armut am kommenden Samstag.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg - Faire internationale Fachkräftegewinnung für die Altenpflege

09. Oktober 2015

Am 6.10.2015 fand die zentrale Abschlussveranstaltung zu dem viel beachteten Modellprojekt "vietnamesische Fachkräfte für die deutsche Altenpflegeausbildung" in Braunschweig statt.

Hintergrund des Modellprojektes, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) umgesetzt wurde, ist der demografische Wandel und der steigende und immer schwerer zu deckende Bedarf an Fachkräften in der Altenpflege.

Mit dem Modellprojekt sollen die Chancen und Möglichkeiten einer Ausbildung von jungen Menschen aus Schwellenländern zu Pflegekräften ausgelotet und modellhaft erprobt werden.

Im Herbst 2013 begannen im Rahmen des Projektes 100 junge Vietnamesinnen und Vietnamesen eine Altenpflegeausbildung in Deutschland sowie einen berufsbegleitenden Sprachkurs, nachdem sie bereits in Vietnam eine Krankenpflegeausbildung und einen Deutschsprachkurs absolviert hatten.

An dem Projekt beteiligt waren auch zwei Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes sowie eine DRK-Altenpflegeschule mit insgesamt 21 Schülerinnen und Schülern aus Vietnam.

Anhörung zum Pflegestärkungsgesetz II im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages

01. Oktober 2015

Der vorgelegte Kabinettsentwurf zum Pflegestärkungsgesetz II (PSG II) umfasst seit langem vom Deutschen Roten Kreuz geforderte Maßnahmen.

Das DRK reichte seine schriftliche Stellungnahme ein und war demgemäß zur Anhörung im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages eingeladen und vertreten.

Zentrale Inhalte der DRK-Stellungnahme zum PSG II:

  • Mit dem Kabinettsentwurf wird die seit langem geforderte Umsetzung eines neuen   Pflegebedürftigkeitsbegriffs mit entsprechend differenzierten Begutachtungsinstrumenten sowie bedürfnisorientierten Wahlmöglichkeiten im Leistungsbereich für die Versicherten nunmehr auf den Weg gebracht.
  • Für die Pflegebedürftigen, die zum Stichtag der Umstellung Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, muss anhand von Überleitungsregelungen sichergestellt werden, dass diese Leistungsbezieher reibungslos in das neue System übergeleitet und nicht benachteiligt werden.
  • In Anbetracht des Fachkräftemangels sollten Reformen dieser Größenordnung mit ausreichend zeitlichen Ressourcen versehen werden, um eine  Überforderung der Dienste und Einrichtungen zu vermeiden.

Initiates file downloadDie vollständige Stellungnahme des Deutsche Roten Kreuzes können Sie hier herunterladen.

Diskussionspapier des Deutschen Roten Kreuzes zur Weiterentwicklung des SGB VIII

30. September 2015

Das Vorhaben der Bundesregierung, das SGB VIII weiterzuentwickeln, hat das DRK zum Anlass genommen, dazu Anregungen und Diskussionsanstöße zu formulieren.

Ausgangspunkt für uns sind dabei die Werte der Internationalen Rotkreuz-und Rothalbmondbewegung. Zu diesen Werten gehören: Schutz von Leben, Gesundheit und Würde des Menschen, Achtung vor dem Menschen, die Nicht-Diskriminierung aufgrund von Nationalität, Hautfarbe, Geschlecht, Religionszugehörigkeit, gesellschaftlicher Stellung oder politischer Überzeugungen; gegenseitiges Verständnis, Freundschaft, Zusammenarbeit und dauerhafter Frieden unter allen Völkern sowie Hilfsangebote durch Freiwillige.

Flüchtlingsbetreuung: DRK fordert ehrenamtliche Helfer mit der Freiwilligen Feuerwehr gleichzustellen

30. September 2015

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) spricht sich für eine Aufwertung der Arbeit ehrenamtlicher Helfer durch den Gesetzgeber aus.

"Ohne die vielen tausend ehrenamtlichen Helfer wäre die Betreuung der Flüchtlingein Deutschland in der jetzigen Dimension gar nicht machbar", sagte DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.

Das DRK fordert von der Politik, die ausgebildeten ehrenamtlichen DRK-Helfer und die Helfer befreundeter Hilfsorganisationen bei nationalen Großeinsätzen wie der Flüchtlingsbetreuung mit der Freiwilligen Feuerwehr gleichzustellen.

Hilfen aus einer Hand – auch für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen: DRK unterzeichnet den Appell für eine inklusive Lösung

29. September 2015

Kinder und Jugendliche ohne Behinderung oder mit (drohender) seelischer Behinderung erhalten Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch VIII (Kinder- und Jugendhilfe), Kinder und Jugendliche mit körperlicher und sogenannter geistiger Behinderung im Rahmen der Sozialhilfe nach dem Sozialgesetzbuch XII.

"Die Aufteilung der Zuständigkeiten für junge Menschen mit Behinderungen auf die Sozialhilfe und die Kinder- und Jugendhilfe führt in der Praxis zu erheblichen Definitions- und Abgrenzungsproblemen, aus denen Zuständigkeitsstreitigkeiten, erheblicher Verwaltungsaufwand und vor allem Schwierigkeiten bei der Gewährung und Erbringung von Leistungen für Kinder und Jugendliche und ihre Familien resultieren" (BMAS: Abschlussbericht Bundesteilhabegesetz, 2015, 28). Diese Situation schildert der Abschlussbericht der beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales angesiedelten Arbeitsgruppe Bundesteilhabegesetz. Sie erschwert vielen behinderten Kindern und Jugendlichen sowie ihren Eltern das Leben zusätzlich.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) setzt sich seit Langem aktiv für die leistungsrechtliche Zusammenführung der Leistungen für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung im Sozialgesetzbuch VIII ein.

Die DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg und der DRK-Generalsekretär Christian Reuter gehörten nun zu den Erstunterzeichner_innen des Appells für eine inklusive Lösung für Hilfen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen aus einer Hand.

Der Appell wurde an die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Manuela Schwesig, an die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles und an die zuständigen MinisterInnen und SenatorInnen in den einzelnen Bundesländern geschickt.

DRK unterstützt die Bundesregierung bei der Strategischen Sozialberichterstattung 2016

17. September 2015

Das Deutsche Rote Kreuz wird die Bundesregierung auch in diesem Jahr bei der Strategischen Sozialberichterstattung unterstützen und hat an der ersten Veranstaltung zur Erörterung des weiteren Prozesses am 14.09.2015 im Bundesministerium für Arbeit und Soziales teilgenommen.

Die Strategische Sozialberichterstattung 2016 soll im Frühjahr 2016 im Bundeskabinett verabschiedet werden.

In diesem Bericht wird Deutschland wie die anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union über neue nationale Entwicklungen und gesetzlich verankerte oder im Parlament anhängige Reformen hinsichtlich der gemeinsamen Ziele in den Bereichen Soziale Inklusion, Rente sowie Gesundheit und Langzeitpflege informieren.

DRK-Pressemitteilung: DRK unterstützt Bundesregierung bei Unterbringung von Flüchtlingen

16. September 2015

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird die Bundesregierung bei der Bereitstellung von bis zu 40.000 Erstaufnahmeplätzen für Flüchtlingeunterstützen. "Wir werden alles tun, um der Bundesregierung bei der Unterbringung und bei der sanitätsdienstlichen Betreuung der Flüchtlinge zu helfen", sagte DRK-Generalsekretär Christian Reuter, derbei dem Gipfeltreffen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten am Dienstagabend vertreten war und dort die Unterstützung des DeutschenRoten Kreuzes zusicherte.

Es komme jetzt darauf an, sehr schnell undpragmatisch auf die neuen Herausforderungen zu reagieren.

Jugendverbandsarbeit mit jungen Geflüchteten - Deutscher Bundesjugendring (DBJR) veröffentlicht Broschüre unter Mitarbeit des JRK

15. September 2015

Die Broschüre "Jugendverbandsarbeit mit jungen Geflüchteten" ist eine Arbeitshilfe für alle verbandlichen Ebenen und leistet einen Beitrag zur interkulturellen Öffnung der Jugendverbandsarbeit für die Belange von Kindern und Jugendlichen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus.

Sie beschreibt die Situation junger Geflüchteter, erklärt die rechtlichen Rahmenbedingungen und nennt Beispiele aus der Praxis jugendverbandlicher Arbeit.

Die Veröffentlichung möchte zum Nachmachen motivieren und inspirieren, eigene Ideen zur Öffnung der Jugendverbände für junge Geflüchtete zu entwickeln. Sie ermutigt, die bestehenden Herausforderungen aktiv anzugehen.

DRK fordert: Pflegekräfte in den Kliniken entlasten

07. September 2015

Das Deutsche Rote Kreuz und der Verband der Schwesternschaften vom DRK (VdS) befürchten, dass der Entwurf für die Reform der Krankenhäuser keine dauerhaften Antworten auf Zukunftsfragen und Personalengpässe gibt.

Das Bundeskabinett wird im Oktober über die Krankenhaus-Reform abstimmen. Das Deutsche Rote Kreuz und der Verband der Schwesternschaften vom DRK e.V. erkennen die Fortschritte an, haben jedoch was die derzeitige Situation an deutschen Kliniken betrifft weiterhin Befürchtungen. "Das Gesetz bietet aus unserer Sicht keine dauerhaften Lösungen bzw. Antworten auf Zukunftsfragen und Personalengpässe - vor allem in der Pflege", betont die Präsidentin des Verbandes der Schwesternschaften vom DRK e.V., Generaloberin Gabriele Müller-Stutzer.

Auch der Präsident des DRK, Dr. Rudolf Seiters, verweist auf die grundlegend unzureichende Krankenhausfinanzierung: "Es wird auch künftig unter dem Strich eher noch weniger Geld für die Krankenhäuser bleiben. Man wird weiter versuchen, die Unterfinanzierung durch die Streichung von Pflegestellen zu kompensieren, was wiederum zu einer Mehrbelastung des Pflegepersonals führt, das bereits unter der derzeitigen Personalausstattung leidet."

Freiwilliges Soziales Jahr im DRK - Pilotprojekt "FSJdigital"

27. August 2015

Ein PC-Führerschein für Altenheimbewohner? Das FSJ macht es möglich.

Am 31. August 2015 startet beim DRK-Landesverband Sachsen-Anhalt das Pilotprojekt "FSJdigital". 30 Freiwillige erproben im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) verschiedene digitale Möglichkeiten in gemeinwohlorientierten Einrichtungen des Landes Sachsen-Anhalt.

"Was liegt näher, als die Fähigkeiten der FSJler zu nutzen, um Senioren einen PC-Kurs anzubieten, in dem sie lernen, ihre Angehörigen per Skype zu besuchen", sagt DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg.

"Das ist nur eine Möglichkeit, die im Rahmen dieses Pilotprojektes erprobt wird. Unsere FSJler lernen ihr Wissen bezüglich digitaler Medien zu präsentieren und zu vermitteln."

Flüchtlingshilfe - DRK-Präsident begrüßt Bundeskanzlerin Merkel in Heidenau

26. August 2015

DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters hat beim Besuch der Bundeskanzlerin in der Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Heidenau die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer gewürdigt.

"Die Ausschreitungen gegen Flüchtlinge und Anschläge auf Unterkünfte sind erschreckend und beschämend. Umso wichtiger ist die Arbeitder vielen Freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer des DRK und anderer Organisationen, die sich für Menschen einsetzen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen. Dazu gehört nicht nur das Bewusstsein über die Not anderer Menschen, sondern mancherorts auch eine gehörige Portion Zivilcourage. Diese Helfer verdienen unseren größten Respekt. Ohne den Einsatz Tausender Freiwilliger wäre die Unterbringung der vielen Flüchtlinge in Deutschland gar nicht denkbar", sagte Seiters, der Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Besuch in Heidenau begleitete.

Preis »Engagiert im DRK« - Vorstellung der Nominierten

21. August 2015

Der Preis "Engagiert im DRK" wurde 2015 zum fünften Mal ausgelobt. Erneut übernahm die Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg die Schirmherrschaft.

Aus etwa 60 Einsendungen nominierte die Preis-Jury zehn Projekte, die im Laufe des Sommers von den Mitgliedern der Preis-Jury persönlich besucht werden - die Jury macht sich so ein genaueres Bild des sozialen Engagements vor Ort.

Alle nominierten Projekte werden nach und nach mit einem Portrait und einer Checkliste für interessierte Nachahmerinnen und Nachahmer vorgestellt.

Welches Projekt schließlich den ersten, zweiten und dritten Preis "Engagiert im DRK" gewinnt, wird feierlich auf der Fachtagung Ehrenamt am 07. November 2015 in Bad Kissingen bekannt gegeben.

Pressemitteilung des DRK: DRK-Präsident Seiters mahnt menschenwürdige Unterbringung an

19. August 2015

Vor dem Hintergrund neuer Prognosen über steigende Flüchtlingszahlen weist das Deutsche Rote Kreuz auf die zunehmenden Schwierigkeiten bei der Unterbringung hin.

"Viele Notunterkünfte sind überbelegt. Es wird immer schwieriger, Flüchtlinge in Deutschland menschenwürdig unterzubringen", sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.

Er appellierte an Länder und Kommunen, dringend ausreichend feste Wohnunterkünfte zur Verfügung zu stellen. Spätestens im Herbst sei mit Blick auf die kalte Jahreszeit die Unterbringung in Zelten kaum mehr möglich.

Positionspapier online abrufbar: Für einen starken Kinder- und Jugendschutz in Deutschland.

23. Juli 2015

Das DRK und die weiteren Mitgliedsverbände der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) setzen sich gemeinsam mit den Landesarbeitsstellen für Kinder- und Jugendschutz in einem aktuellen Positionspapier für einen starken Kinder- und Jugendschutz in Deutschland ein.

Zielrichtung des Positionspapiers ist es, den präventiven Gehalt des Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes gemäß den Implikationen des §14 SGB VIII wieder stärker zur Geltung zu bringen.

Das DRK ist Mitglied der BAJ und hat das Papier mit verfasst.

Vorbildliche Altenhilfe-Projekte gesucht - Bewerbungsfrist läuft

20. Juli 2015

Das Deutsche Rote Kreuz vergibt 2016 wieder den Altenhilfepreis des DRK für besonders zukunftsweisende Projekte und Einrichtungen der Seniorenarbeit.

"Unsere Gesellschaft braucht Engagement, das dazu beiträgt, Senioren in den eigenen vier Wänden oder in Pflegeeinrichtungen ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dazu benötigen wir abgestimmte Hilfsangebote, die Selbständigkeit, Familie, nachbarschaftliche Hilfe und professionelles Engagement flexibel miteinander verbinden", sagt DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg.

Bewerben können sich gemeinnützige Träger von Altenhilfeprojekten wie Vereine, Kommunen oder Ehrenamtsagenturen mit Projekten, die bereits im Dauerbetrieb sind.

Teilnahmeschluss ist der 13.11.2015.

„50 Jahre FSJ" - Dokumentation geht online

17. Juli 2015

Anlässlich des Jubiläums "50 Jahre Freiwilliges Soziales Jahr" im vergangenen Jahr hat das Deutsche Rote Kreuz eine Online-Dokumentation erstellt, um die vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen des DRK im Jubiläumsjahr einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Getreu dem Motto "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" zeigt die Online-Dokumentation in Bildern, Videos und kurzen Texten, wie die Träger des DRK und der Bundesverband das Jubiläum gefeiert haben.

Zusätzlich geben eine ehemalige FSJlerin des Nothilfe-Jahrgangs 1960/61 und ein FSJler des FSJ-Jahrgangs 2013/2014 in zwei Videointerviews Einblicke in ihr FSJ und erzählen, welche Erfahrungen sie gemacht haben und was sie geprägt hat.

Pressemitteilung des DRK: Minderjährige Flüchtlinge nicht einfach „durchreichen“

14. Juli 2015

Die Zahl der minderjährigen Flüchtlinge, die ohne Angehörige nach Deutschland kommen, ist in den vergangenen Jahren angewachsen. Nach amtlichen Angaben lag sie 2013 bei etwa 6.500. Für das vergangene Jahr wurde ihre Zahl vom Bundesfamilienministerium auf rund 7.500 geschätzt. Bisher wurden die Kinder und Jugendlichen hauptsächlich von spezialisierten Einrichtungen an Knotenpunkten der Fluchtwege, wie zum Beispiel Hamburg, Frankfurt oder München, in Empfang genommen.

Da diese Einrichtungen der dortigen Jugendämter dem gegenwärtigen Anstieg auf die Dauer nicht bewältigen können, hat das Bundesfamilienministerium den Entwurf für ein Gesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher erarbeitet, der am 15.7.2017 im Kabinett verabschiedet werden soll.

Der vorgelegte Gesetzentwurf sieht vor, innerhalb von 7 Werktagen nach ihrem Eintreffen mögliche Kindeswohlgefährdungen einzuschätzen und die unbegleiteten ausländischen Kinder und Jugendlichen anschließend nach vereinbarten Quoten bundesweit an die Kommunen weiterzuleiten.

Das DRK fordert, die Perspektive der jungen Flüchtlinge in Ruhe und mit der erforderlichen Fachlichkeit zu klären. Statt sie eilig an alle Kommunen zur verteilen, sollten unter Einbezug von bereits bestehenden und bewährten Einrichtungen auf Länderebene einige zusätzlichen Kompetenzzentren aufgebaut werden.

Das DRK wird vor Ort in Hinblick auf Beratung, Betreuung, Unterbringung vielfach angefragt, der Suchdienst verzeichnet ebenfalls einen Anstieg von Anfragen.

Online abrufbar: Überarbeitete Auflage „Menschen in den Mittelpunkt stellen! – Beratung von Flüchtlingen und anderen Migrant_innen durch das DRK“

10. Juli 2015

Flüchtlinge und andere Migrant_innen zu unterstützen, gehört zu den originären Aufgaben der weltweiten Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Sie unterstützt Flüchtlinge und andere Migrant_innen in Herkunftsregionen, Transitländern (Drittstaaten und EU-Mitgliedstaaten) und in Zielländern.

In der Bundesrepublik Deutschland hilft das Deutsche Rote Kreuz durch Beratung, Betreuung, Suche nach Angehörigen und politische Interessenvertretung.

Mit der Publikation "Menschen in den Mittelpunkt stellen! - Beratung von Flüchtlingen und anderen Migrant_innen durch das DRK" informiert das DRK: Wie hilft das DRK? Wer berät beim DRK Flüchtlinge und andere Migrant_innen? Welche konkreten Anliegen hat das DRK?

Die Broschüre hat einen deutsch- und einen englischsprachigen Teil und kann daher u.a. auch für Flüchtlinge selbst eine nützliche Lektüre sein.

Projekt P-INK: Inklusion und Sozialraumorientierung im Deutschen Roten Kreuz

09. Juli 2015

Mit dem Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK), die im März 2009 in Deutschland in Kraft getreten ist, haben die Vereinten Nationen das Menschenrecht von Menschen mit Behinderungen auf volle und gleichberechtigte Teilhabe an allen Bereichen des wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Lebens unterstrichen und für viele Handlungsfelder konkretisiert.

Die Initiativen zur Umsetzung der UN-BRK in Deutschland geben dem gesellschaftspolitischen Konzept "Inklusion" insgesamt starken Auftrieb und erfordern auch im DRK Veränderungen, in allen Aufgabenfeldern, Angeboten und Diensten.

Um die DRK-Gliederungen bei diesem Veränderungsprozess zu unterstützen, hat das DRK-Generalsekretariat im Herbst 2013 das "Projekt Inklusion: P-INK" gestartet, um den innerverbandlichen Diskurs mit einem Schwerpunkt auf Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in den DRK-Aufgabenfeldern zu intensivieren. Zugleich soll die Entwicklung von Maßnahmen für die Gestaltung eines inklusiven Sozialraums vor Ort angeregt und unterstützt werden. In diesem Rahmen haben im Jahr 2014 sechs Regionaltagungen zur Thematik "Inklusion und Sozialraumorientierung" stattgefunden.

Die jetzt erscheinende Publikation "Inklusion und Sozialraumorientierung - Theoretische Grundlagen - Beispiele aus der Praxis" dokumentiert im ersten Teil die Fachvorträge dieser Tagungen. Im zweiten Teil der Publikation werden DRK-Angebote und Dienste vorgestellt, die sich bereits auf den inklusiven Weg gemacht haben.

Pressemitteilung des DRK: Flüchtlinge während der Ausbildung nicht abschieben

30. Juni 2015

Das Deutsche Rote Kreuz fordert eine Aufenthaltserlaubnis für junge Flüchtlinge, die in Deutschland einen Ausbildungsberuf erlernen.

"Wer einen Azubi-Vertrag in der Tasche hat, darf für die Dauer seiner Ausbildung nicht abgeschoben werden. Es ist wichtig, dass sowohl Asylbewerber als auch Betriebe eine gewisse Planungssicherheit erhalten", sagt DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg.

Vor allem in Gesundheitsberufen müssten fachliche Qualifikationen von Flüchtlingen außerdem bundesweit schneller anerkannt werden.

Pressemitteilung des DRK: Familienzusammenführung für syrische Flüchtlinge erleichtern

24. Juni 2015

Das Deutsche Rote Kreuz setzt sich für weitere Verbesserungen beim Familiennachzug für in Deutschland lebende Flüchtlinge aus Syrien ein.

Anlässlich der heute in Mainz beginnenden Innenministerkonferenz appelliert DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters an die Bundesländer, das Visumverfahren für die Familienangehörigen weiter zu erleichtern.

So sollten nach Ansicht des DRK die Länderinnenminister gegenüber dem Auswärtigen Amt eine sogenannte "Globalzustimmung" erteilen. Dann könnten die deutschen Botschaften wesentlich schneller als jetzt über die Visumanträge entscheiden.

"Die zügige Gewährung des Nachzugesvon Ehegatten und minderjährigen Kindern zu in Deutschland lebenden schutzberechtigten Syrern ist eine humanitäre Verpflichtung, der nicht schnell genug nachgekommen werden kann", sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.

Neu erschienen: DRK-Broschüre „Gemeinsam mit Flüchtlingen. Angebote des DRK zum Mitmachen“

22. Juni 2015

Die Flüchtlingshilfe ist eine der originären Aufgaben des Deutschen Roten Kreuzes und Flüchtlinge und ihre Familien finden im DRK professionelle und menschliche Unterstützung in allen Lebenslagen durch Personen, die sich ehrenamtlich oder hauptamtlich für sie einsetzen.

Mit der wachsenden Zahl von Flüchtlingen erlebt das DRK eine erfreuliche Zunahme von Hilfsbereitschaft und Engagement in Deutschland: Viele Ehrenamtliche im DRK wollen sich - manchmal erstmals - um Flüchtlinge kümmern. Viele Bürgerinnen und Bürger wenden sich an uns, um zu erfahren, welche Unterstützung sie Flüchtlingen geben können.

Mit der Broschüre "Gemeinsam mit Flüchtlingen. Angebote des DRK zum Mitmachen" möchte das DRK informieren: Was bedeutet es, Flüchtling zu sein? Welche Rechte haben Flüchtlinge? Was können Sie persönlich tun, um Flüchtlinge zu unterstützen?

Pressemitteilung des DRK: Diskriminierung in Schule und Ausbildung abbauen

08. Juni 2015

Anlässlich des 3. Deutschen Diversity-Tages am 9. Juni fordern die "Buntstifter" - ein Bündnis aus Jugendorganisationen - gleiche Bildungschancen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung und mit familiärer Zuwanderungsgeschichte.

Nur ein Viertel der behinderten Kinder und Jugendlichen besuchen eine allgemeine Schule. "Das Recht auf Bildung muss in allen Bundesländern in den jeweiligen Länderverfassungen verankert werden", sagt Marcus Janßen, Bundesleiter des Jugendrotkreuzes.

Pressemitteilung des DRK: Europäische Rotkreuz-Gesellschaften für faire Verteilung der Flüchtlinge

14. Mai 2015

20 nationale Rotkreuz-Gesellschaften in Europa - darunter auch das DRK - erwarten einen weiteren Anstieg von Flüchtlingen und haben in einem gemeinsamen Appell europaweit eine faire Verteilung der Schutzsuchenden angemahnt.

"Menschen werden weiterhin vor hoffnungslosen Situationen fliehen, und eine Tatenlosigkeit der EU und ihrer Mitgliedsstaaten wird nur zu noch mehr Leid führen", heißt es in der Erklärung, die auch von DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters unterzeichnet wurde.

Entscheidend werde sein, sowohl die Anstrengungen zur Schaffung sicherer und rechtmäßiger Wege bei der Asylbeantragung in Europa zu erhöhen als auch gleichzeitig diese Verantwortung im Verhältnis und fair zu verteilen.

DRK führt den Dialog fort - Zweites Symposium zum Fünften Armuts- und Reichtumsbericht (ARB)

12. Mai 2015

Mit einem Follow-UP zum ersten Symposium am 27.01.2015 im BMAS eröffnete Benjamin Mikfeld, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das zweite Symposium am 07.05.2015.

Im Anschluss wurde die ARB-Internetseite vorgestellt. Anliegen der Website ist die Darstellung der Indikatoren. Das Indikatorentableau ist die sozialwissenschaftliche Instrumentengrundlage für die Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung. Die im letzten ARB verwendeten Indikatoren sollen in Zusammenarbeit mit dem Beraterkreis und dem Wissenschaftlichen Gremium weiter entwickelt werden.

Nach einem Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Schupp vom DIW zu den Kriterien guter Sozialindikatoren, wurden die eingesandten Vorschläge zur Weiterentwicklung des Indikatorentableaus von Herrn Rolf Kleimann vom Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung vorgestellt. Anschließen fand eine intensive Diskussion im Plenum statt.

Die Veröffentlichung des Fünften Armuts- und Reichtumsberichtes ist für das Jahr 2016 geplant. Im Beraterkreis haben das DRK und die weiteren anerkannten Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege jeweils einen Sitz. Sie sollen die Erstellung des Fünften Armuts- und Reichtumsberichtes fachlich begleiten.

Das DRK hat in Vorbereitung der Veranstaltung seine Anregungen zur Weiterentwicklung des Indikatorentableaus formuliert und dem BMAS übermittelt.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung des DRK: Kinderrechtsbeauftragter braucht Kompetenzen

23. April 2015

Das Deutsche Rote Kreuz fordert für die neu zu schaffende Position eines Kinderrechtsbeauftragten strikte Unabhängigkeit und ausreichende Kompetenzen.

Angesichts der aktuell laufenden Diskussion zu diesem Thema sagt DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg: "Es gibt viele Probleme im deutschen Kinderalltag, die endlich angepackt werden müssten: Zum Beispiel die Tatsache, dass Bildungs- und Berufserfolg für Kinder und Jugendliche in Deutschland noch immer entscheidend von der sozialen Herkunft abhängt oder dass junge Flüchtlinge per Gesetz von einer umfassenden Gesundheitsversorgung ausgeschlossen sind. Ein Kinderrechtsbeauftragter darf deshalb keine Alibi-Position sein."

Presseinformation des DRK: Neues Rettungsprogramm für Flüchtlinge im Mittelmeer notwendig

20. April 2015

Nach dem jüngsten Flüchtlingsdrama mit mehreren hundert Toten appelliert das Deutsche Rote Kreuz an die Bundesregierung, sich für ein neues Seerettungsprogramm der Europäischen Union im Mittelmeer einzusetzen.

"Wir können nicht Menschen ertrinken lassen, weil sich niemand verantwortlich fühlt. Die Europäische Union muss jetzt rasch handeln", sagt der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Dr. Rudolf Seiters. Ein neues Seerettungsprogramm allein reiche jedoch nicht aus.

Neu erschienen: Verknüpfung von Haupt- und Ehrenamt in den Hilfen zur Erziehung

31. März 2015

Ehrenamtlich engagierte Menschen können die fachliche Arbeit der DRK-Kinder-, Jugend- und Familienhilfe durch Elemente ergänzen, die den jungen Menschen und ihren Familien unsere wertschätzende Haltung in besonderem Maße verdeutlichen können.

Die Handreichung "Verknüpfung von Haupt- und Ehrenamt in den Hilfen zur Erziehung" soll hierzu Anregungen und Hilfestellungen für den Arbeitsbereich der Hilfen zur Erziehung geben.

Verlängerung des Einsendeschlusses: Engagiert im DRK – Preis für soziales Ehrenamt in allen Gemeinschaften im Deutschen Roten Kreuz

26. März 2015

Im November letzten Jahres wurde der Preis "Engagiert im DRK - Preis für soziales Ehrenamt" in allen Gemeinschaften im Deutschen Roten Kreuz" zum fünften Mal ausgelobt.

Anliegen des Preises "Engagiert im DRK" ist es, DRK-Projekte und -Angebote in sozialen Aufgabenfeldern, die wesentlich von ehrenamtlich und freiwillig Engagierten beziehungsweise in Zusammenarbeit von ehrenamtlich und hauptamtlich Engagierten ausgeübt werden, auszuzeichnen. Der Preis ist mit insgesamt 3.500,- EURO dotiert.

Nach Rückmeldungen aus dem Verband, nach denen der ursprüngliche Einsendeschluss am 01. April 2015 nicht ausreichend erschien, wurde die Einsendephase nun bis zum 20. April 2015 verlängert.

Pressemitteilung des DRK zum Bleiberecht - Rotes Kreuz fordert: Gesetzentwurf verbessern

20. März 2015

Der vorliegende Gesetzentwurf zur Reform des Bleiberechts sollte nachgebessert werden, fordert das Deutsche Rote Kreuz angesichts der bevorstehenden Anhörung im Bundestag am Montag.

"In der jetzt vorliegenden Form bietet das Gesetz die Handhabe, viele Asylsuchende zu inhaftieren", erklärt die Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg. "Allein die Einreise aus einem anderen EU-Mitgliedstaat darf kein Grund dafür sein, einen Menschen auf der Flucht in Abschiebehaft zu nehmen".

Pressemitteilung des DRK: Flüchtlinge brauchen besseren Zugang zu medizinischer Hilfe

19. März 2015

Die gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen muss unbedingt verbessert und bundesweit einheitlich geregelt werden. "Wir brauchen für die Flüchtlinge als Mindestlösung eine Gesundheitskarte, die den direkten Weg zum Arzt ermöglicht", sagt die Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg. "Der bisherige Weg über die Sozialämter ist äußerst bürokratisch, verzögert in vielen Fällen notwendige Behandlungen und ist letztendlich auch teurer. Eine Gesundheitskarte für Flüchtlinge wäre daher ein erster Schritt", so von Schenck.

Stellungnahme des DRK zur Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes

18. März 2015

Im Rahmen der Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes ist es ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung, Erfahrungen, Einschätzungen und Informationen zur Wirkung des Gesetzes aus der Fachpraxis bei der Erstellung des Berichtes an den Deutschen Bundestag einzubeziehen. Dieser soll zum 31.12.2015 vorliegen und auf Entwicklungsbedarfe des Gesetzes aufmerksam machen.

Das Deutsche Rote Kreuz hat im Rahmen einer verbandsweiten Abfrage konkrete Problemstellungen und offene Fragen in der Umsetzung zusammengetragen und in einer Stellungnahme veröffentlicht.

Jetzt Bewerben: Engagiert im DRK – Preis für soziales Ehrenamt in allen Gemeinschaften im Deutschen Roten Kreuz

13. März 2015

Soziales ehrenamtliches Engagement hat einen hohen Stellenwert im Deutschen Roten Kreuz. Es hervorzuheben und zu würdigen ist dem DRK ein ganz besonderes Anliegen.

Seit nunmehr fünf Jahren lobt das DRK den Preis "Engagiert im DRK - Preis für soziales Ehrenamt in allen Gemeinschaften im Deutschen Roten Kreuz" aus, für den die Vizepräsidentin des DRK Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg die Schirmherrschaft übernommen hat.

Noch bis zum 1. April 2015 können sich ehrenamtlich getragene Projekte aus den sozialen Aufgabenfeldern des DRK für den Preis bewerben.

Neu erschienen: Handreichung „Verknüpfung von Haupt- und Ehrenamt in DRK-Kindertageseinrichtungen“

12. März 2015

Die Handreichung "Verknüpfung von Haupt- und Ehrenamt in DRK-Kindertageseinrichtungen" beinhaltet Handlungsempfehlungen, Praxisbeispiele, Literaturhinweise zum Weiterlesen und Informationen zu gesetzlichen Grundlagen mit folgenden Schwerpunkten: Informieren und Motivieren, Raum für Ehrenamt schaffen, Anerkennung füreinander, Management des ehrenamtlichen Engagements und gesellschaftliches Engagement von Kindern.

Online abrufbar: Praxishandbuch „Bildungsübergänge gemeinsam gestalten – Praxis für die Zusammenarbeit mit Familien und Netzwerkpartnern in der Migrationsgesellschaft“

12. März 2015

Im Projekt "stark für Erfolg - Begleitung von Kind und Familie bei Bildungsübergängen" wurden von 2012 bis 2014 an bundesweit 30 DRK-Standorten Bildungspartnerschaften mit Familien aufgebaut.

Mit über 17.000 Teilnehmer_innen aus 33 Ländern und über 93.000 Beratungen zeigt es, wie Familien mit Zuwanderungsgeschichte erfolgreich erreicht und gleichberechtigt beteiligt werden können und wie Kinder und Jugendliche in ihrem Bildungsverlauf wirksame Unterstützung erfahren können.

Anhand verschiedener Beispiele werden erfolgsversprechende Ansätze für die Zusammenarbeit mit Eltern und Netzwerkpartnern im interkulturellen Kontext vorgestellt.

DRK und andere BAGFW-Verbände führen das Gespräch mit der Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit fort

4. März 2015

Anknüpfend an den Austausch über das vorgelegte Konzept zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit "Chancen eröffnen - soziale Teilhabe. Konzept zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit" am 15.12.2014 fand gestern im Bundesarbeitsministerium eine Fachtagung statt. Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles hatte hierfür Vertreter_innen der Wohlfahrtsverbände, des Deutschen Vereins, der Sozialpartner und der Länder eingeladen. Das DRK wurde von Matthias Betz, Teamleiter Wohlfahrtspflege und soziales Engagement, und Kerstin Uelze, Referentin für Sozialrecht im Bereich Jugend und Wohlfahrtspflege, vertreten.

In ihrer Eröffnungsrede machte die Bundesarbeitsministerin deutlich, dass sie sich weiter intensiv für den Abbau und die Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit einsetzen wird. In diesem Zusammenhang betonte die Ministerin auch, dass es neue Ansätze brauche, die für jede Gruppe, jeden Einzelnen, passgenaue Angebote biete.

In einem Vortrag fasste Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Möller vom IAB zusammen, was gegen Langzeitarbeitslosigkeit wirkt und was nicht. Gemeinsam wurde in Workshops zu den Konzeptbausteinen die inhaltliche Diskussion vertieft.

Im Workshop, in dem das ESF-Programm zur Eingliederung langzeitarbeitsloser Leistungsberechtigter und das Programm Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt bearbeitet wurden, lobte das DRK, dass die Soziale Teilhabe langzeitarbeitsloser Menschen erstmalig in den Fokus gerückt ist. Gleichzeitig wurde aber auch kritisiert, dass sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse gefördert werden, die zusätzlich und wettbewerbsneutral sind und im öffentlichen Interesse liegen. Das DRK lehnt Sonderwelten für arbeitslose Menschen ab und setzt sich auch im Rahmen des Sozialen Arbeitsmarkt für die Soziale Teilhabe langzeitarbeitsloser Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt ein.

Weitere Informationen:

Eckpunkte eines Gesetzes zur Verbesserung der Situation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge

27. Februar 2015

Das DRK und weitere Verbände waren am 24. Februar 2015 eingeladen, um mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren Frauen und Jugend (BMFSFJ) über die "Eckpunkte eines Gesetzes zur Verbesserung der Versorgung und Betreuung unbegleiteter ausländischer Minderjähriger" ins Gespräch zu kommen.

Hintergrund des geplanten Gesetzes ist die Zunahme von Kindern und Jugendlichen, die ohne ihre Eltern nach Deutschland flüchten. Einige Kommunen sind auf diese Situation nicht eingestellt und können die Versorgung und Betreuung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge kaum gewährleisten.

Alle an dem Gespräch beteiligten Fachleute teilten die Zielsetzung des Gesetzes, eine dem Kindeswohl entsprechende, bedarfsgerechten Unterbringung, Versorgung und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen sicherzustellen.

Allerdings äußerten das DRK und andere Verbände ihre Sorge darüber, ob die vorgestellten Gesetzeseckpunkte dieser Zielsetzung gerecht werden können.

Im Kern sehen die Eckpunkte des Gesetzes vor, die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge schnellstmöglich auf die Kommunen zu verteilen. Bereits im November 2014 hatte das DRK im Rahmen der BAGFW die Auffassung vertreten, dass im Hinblick auf eine Lastenteilung zwischen den Kommunen Finanzen statt Kinder und Jugendliche verteilt werden sollten (Link zur Stellungnahme der BAGFW: http://www.bagfw.de/veroeffentlichungen/stellungnahmenpositionen/detail/article/stellungnahme-der-bagfw-zum-gesetzesantrag-des-freistaates-bayern-bundesratsdrucksache-44314-un/).

Mit dem geplanten Gesetzesentwurf ist nach Auskunft des BMFSFJ voraussichtlich im März zu rechnen. Das DRK wird sich im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens für eine Verbesserung der Situation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge einsetzen.

2. Fachtagung „Unterstützung von Flüchtlingen durch das DRK“ (Weimar, 23./24.02.2015)

25. Februar 2015

Mit ca. 30 Expertinnen und Experten aus DRK-Landes- und Kreisverbänden veranstaltete das Generalsekretariat in Weimar eine gut besuchte Fachtagung und reagierte damit auf die wachsenden Herausforderungen an die DRK-Flüchtlingshilfe.

Im Zentrum der Tagung standen die Weiterentwicklung von DRK-Standards der Unterbringung, des Umgangs mit minderjährigen Flüchtlingen und des Einsatzes von Ehrenamtlichen in der DRK-Flüchtlingsarbeit sowie die Entwicklung von Arbeitshilfen für Fachkräfte und an der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe interessierte Laien.

Die Tagung diente zudem dem Erfahrungsaustausch und der Information über aktuelle politische und rechtliche Entwicklungen und neue Förderinstrumente: Die Aktion Mensch stellt ihre Mittel auch zur Förderung der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit zur Verfügung, die Bundesintegrationsbeauftragte hat angekündigt, ebenfalls in diese wichtige gesellschaftliche und gesellschaftspolitische Arbeit „investieren“ zu wollen.

Das Team „Migration - Interkulturelle Öffnung - Inklusion“ im DRK-Generalsekretariat wird die geplanten Produkte (Arbeitshilfen etc.) sukzessive erarbeiten und berät zu den neuen Finanzierungsinstrumenten.

DRK steigt in den Dialog ein: Erstes Symposium zum Fünften Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung mit Beraterkreis und Gutachtergremium

30. Januar 2015

Mit einem Grußwort auf dem ersten Symposium am 27.01.2015 im BMAS hat die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles den Dialog zwischen der Bundesregierung und dem Beraterkreis im Rahmen der Erstellung des Fünften Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung eröffnet.

Inhaltlich wurden die Konzeption des Berichtes und ausgewählte Begleitforschungsprojekte vorgestellt und diskutiert. Am Nachmittag gab es eine Podiumsdiskussion zu den Erwartungen an den Fünften Armuts- und Reichtumsbericht zwischen dem Staatssekretär des BMAS Thorben Albrecht und Vertreter_innen von Wissenschaft, Gewerkschaft und Verbänden.

Das Deutsche Rote Kreuz wurde durch die DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg und Kerstin Uelze, Referentin für Sozialrecht im Bereich Jugend und Wohlfahrtspflege im DRK-Generalsekretariat, vertreten.

Die Armuts- und Reichtumsberichterstattung geht auf Beschlüsse des Deutschen Bundestages zurück. Die Berichte werden seit 2001 regelmäßig vorgelegt. Ziel ist die Überprüfung politischer Maßnahmen in der Armutsbekämpfung und die Verbesserung der Teilhabe benachteiligter Menschen.

Im Beraterkreis haben das DRK und die weiteren anerkannten Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege jeweils einen Sitz. Sie sollen die Erstellung des Fünften Armuts- und Reichtumsbericht fachlich begleiten.

Das DRK hat in Vorbereitung der Veranstaltung seine Erwartungen an den Bericht formuliert und dem BMAS übermittelt.

Weitere Informationen: 

Neu erschienen: Positionspapier. Qualität in DRK-Kindertageseinrichtungen

09. Januar 2015

Über welche Voraussetzungen muss jede Kindertageseinrichtung in Deutschland verfügen, damit alle Kinder – unabhängig vom Ort und von ihrem Alter – gleich gute Bedingungen für ihre Entwicklung, Bildung, Erziehung vorfinden und sich wohlfühlen können?

Das im Dezember veröffentlichte Positionspapier des DRK benennt wichtige Schritte auf dem weiteren Weg zur Umsetzung eines qualitativ hochwertigen Angebots frühkindlicher Erziehung, Bildung und Betreuung. Es fordert, den notwendigen Verständigungsprozess jetzt zu führen und wirbt für einen hohen Grad an Verbindlichkeit zwischen allen Verantwortlichen im System.

Hier können Sie das vollständige Positionspapier herunterladen:

Bewerbungsphase gestartet: Netzwerkprogramm "Engagierte Stadt"

08. Januar 2015

Am 07.01.2015 ist die Bewerbungsphase für das Netzwerkprogramm zur Stärkung von bürgerschaftlichem Engagement vor Ort "Engagierte Stadt" gestartet.

Das Programm will gemeinnützige Engagement unterstützende Einrichtungen beraten, begleiten und finanziell in die Lage versetzen, vor Ort lokales Engagement und Engagementstrukturen zu stärken. Gefördert werden gemeinnützige, lokale Kooperationen (Verbände, Freiwilligenbüros, etc.) in Gemeinden von 10.000 - 100.000 Einwohnern, die im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements vor Ort aktiv sind.

Erstmals stehen nicht einzelne Projekte im Fokus, sondern gezielte Kooperationen und Lösungsansätze vor Ort. Geplant ist voraussichtlich zunächst die Förderung von ca. 50 Gemeinden/Städten über drei Jahre mit einem Gesamtvolumen von 3 Mio. Euro. Das Programm wird vom BMFSFJ und fünf weiterer Stiftungen gefördert.

Bewerbungen können bis zum 01. März 2015 eingereicht werden.

Ausführliche Programminformationen:

Pressemitteilung des DRK: Qualifizierungsoffensive in der Altenpflege greift

08. Januar 2015

Rund 14 Prozent mehr Bewerber haben 2013/2014 eine Ausbildung oder Umschulung im Altenpflegebereich aufgenommen, heißt es in einem heute veröffentlichten Zwischenbericht des Bundesfamilienministeriums. „Der erste Ausbildungspakt in der Altenpflege zeigt offensichtlich Wirkung“, sagt die Vize-Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg. „Mit fast 27.000 Bewerbern 2013/2014 sind das so viele wie noch nie zuvor.“

Hier können Sie die vollständige Pressemitteilung herunterladen:

Positionspapier zur Ausgestaltung des Passiv-Aktiv-Transfers (PAT) veröffentlicht

08. Januar 2015

Im Dezember 2014 hat das DRK mit den BAGFW-Verbänden ein Positionspapier zur Ausgestaltung des Passiv-Aktiv-Transfers (PAT) veröffentlicht.

In der Positionierung setzt sich die BAGFW für ein Förderangebot im SGB II ein, mit dem die Teilhabe besonders unterstützungsbedürftiger Menschen am Arbeitsleben sichergestellt werden soll. Grundlegende Idee ist die Bereitstellung von einfachen Arbeitsplätzen bei unterschiedlichen Arbeitgebern. Diese erhalten einen Lohnkostenzuschuss als längerfristigen Ausgleich.

Zur Finanzierung des Lohnkostenzuschusses soll der Passiv-Aktiv-Transfer dienen. Hier sollen Mittel eingesetzt werden, die ansonsten zur Deckung des Lebensunterhaltes verwendet werden. Für eine bundesgesetzliche Umsetzung des PAT bestehen nach Auffassung der BAGFW keine Hürden.

Weitere Informationen:

DRK und andere BAGFW-Verbände im Gespräch mit der Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit

17. Dezember 2014

Am 15.12.2014 fand im Bundesarbeitsministerium ein Austausch über das vorgelegte Konzept zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit „Chancen eröffnen - soziale Teilhabe. Konzept zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit“ statt. Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles hatte hierfür Vertreter_innen der Wohlfahrtsverbände, des Deutschen Vereins und der Sozialpartner eingeladen.

Das Deutsche Rote Kreuz wurde durch die DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg in Begleitung von Matthias Betz, Leiter des Teams Wohlfahrtspflege und soziales Engagement im DRK-Generalsekretariat, vertreten.

Die Vizepräsidentin des DRK hat darauf hingewiesen, dass bei jungen Menschen ein erfolgreicher Übergang von der Schule in eine Ausbildung und einen Beruf eine entscheidende Grundlage für einen gelingenden Lebensweg und die Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit ist. Im Hinblick auf den Vorschlag, die Kinderbetreuung in Randzeiten auszubauen, weil viele Alleinerziehende in den Bereichen Handel, Pflege und Gastronomie arbeiten können und wollen, hat das DRK betont, dass ein Rechtsanspruch auf einen Ganztagsbetreuungsplatz für alle Kinder und Schulkinder von ein bis zwölf Jahren im SGB VIII der Garant für ein wirklich bedarfsgerechtes Angebot in allen Gemeinden in Deutschland sei.

Zudem hat das DRK gemeinsam mit den anderen Verbänden auf die Positionierung der BAGFW zum vorgestellten Konzept der Arbeitsministerin hingewiesen. 

In der Positionierung begrüßt die BAGFW ausdrücklich die Initiative der Ministerin, ihre Anstrengungen zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit zu verstärken. Zudem werden Hinweise zur fachlichen Umsetzung gegeben. Das DRK setzt sich seit Jahren zusammen mit den anderen Verbänden der BAGFW für einen Sozialen Arbeitsmarkt ein.

Weitere Informationen:

Neu erschienen: Sammelband zu den Freiwilligendiensten »Zivil - Gesellschaft – Staat«

16. Dezember 2014

Der unter Mitwirkung des Deutschen Roten Kreuzes herausgegebene Opens external link in new windowSammelband "Zivil - Gesellschaft - Staat. Freiwilligendienste zwischen staatlicher Steuerung und zivilgesellschaftlicher Gestaltung" thematisiert die Bedeutung der Freiwilligendienste hinsichtlich ihrer Potenziale und Wirkungen für die Zivilgesellschaft, ihre Handlungsfelder und Rahmenbedingungen und nimmt die beteiligten Akteure in den Blick.

In dem Beitrag "Die Integration von jungen Menschen aus benachteiligten Lebensverhältnissen in den Jugendfreiwilligendiensten - Eine Bestandsaufnahme!" geht der Referent für die DRK-Freiwilligendienste, Herr Thomas Bibisidis, der Frage nach, warum es trotz besonderer Förderprogramme bislang nicht gelungen ist, die Integration junger Menschen aus benachteiligten Lebensverhältnissen in den Jugendfreiwilligendiensten in angemessenem Umfang umzusetzen, und identifiziert Ansatzpunkte für eine mögliche Umstrukturierung des derzeit realisierten Förderprogramms in den Jugendfreiwilligendiensten

Opens external link in new windowHier können Sie den Sammelband "Zivil - Gesellschaft - Staat" bestellen.

Online abrufbar: Leitfaden zum Flüchtlingsrecht

11. Dezember 2014

Wer sich mit Fragen des Ausländer- und Asylrechts befasst, hat es immer wieder mit neuen gesetzlich-administrativen Veränderungen und Entwicklungen zu tun. So ist es mittlerweile auch für Fachleute nicht einfach zu überschauen, welche Vorschriften wann greifen und wie sie auszulegen sind.

Jenseits dieser komplizierten Gemengelage befinden sich die Menschen, die in den Beratungsstellen von Wohlfahrtsverbänden und anderen Einrichtungen der Flüchtlingshilfe jeden Tag vor der Herausforderung stehen, den Spagat zwischen gesetzlichen Vorgaben, Verwaltungsvorschriften, Durchführungsverordnungen und den Interessen der Ratsuchenden zu vollziehen.

Zeit also, wie die Herausgeber der vorliegenden Arbeitshilfe meinen, sich auf die Kernelemente von Flüchtlingsschutz, auf das materielle Flüchtlingsrecht, zu konzentrieren: Was also ist es letztlich in der Substanz, auf das sich ein Mensch, der in Deutschland Schutz vor politischer Verfolgung sucht, in rechtlicher Hinsicht berufen kann?

Das Deutsche Rote Kreuz hat nunmehr gemeinsam mit dem Infoverbund Asyl und Migration eine Arbeitshilfe zum Flüchtlingsrecht herausgegeben, die beim Einstieg in eine komplizierte Rechtsmaterie helfen und im Beratungsalltag Orientierung vermitteln soll.

Hier können Sie den vollständigen Leitfaden herunterladen.

Save the Date: DRK - Fachtagung „Interkulturelle Öffnung – für Macher!“ vom 11.-13. September 2015 in Berlin

10. Dezember 2014

Vom 11.-13. September 2015 wird in Berlin die Fachtagung "Interkulturelle Öffnung - für Macher!" stattfinden. Die Tagung bezweckt, die Interkulturelle Öffnung im DRK als Querschnittsaufgabe für alle Arbeitsfelder weiter im DRK zu verorten.

Wir laden haupt- und ehrenamtliche Führungs- und Leitungskräfte sowie Ansprechpersonen und Multiplikator_innen für die Interkulturelle Öffnung ein, an dieser Fachtagung teilzunehmen und auch eigene gute Praxisbeispiele einzubringen.

Wir bieten Ihnen - bezogen auf ihr jeweiliges Aufgabenfeld - spezifische Inhalte, handhabbare Methoden, Werkzeuge und Umsetzungsideen an. Fachkompetente Moderation wird das Zusammenwirken von Fachleuten aus Politik, Sport, Wissenschaft und Gesellschaft sowie aus unterschiedlichen Verbandsebenen und Fachbereichen in einen aufgabenbezogenen Austausch führen. Damit werden die Weichen gestellt für den Transfer des Gelernten auf die örtlichen Gegebenheiten, sprich: den eigenen Verband oder den eignen Zuständigkeitsbereich.

Opens external link in new windowHier finden Sie weitere Informationen zur Fachtagung.

Rückblick: Theater trifft Politik – Nachlese zum legislativen Theaterprojekt zur Situation im FSJ

03. Dezember 2014

Im Nachgang an das legislative Theaterprojekt zur Situation im Freiwilligen Sozialen Jahr und der Aufführung im Juli 2014 wurden die hieraus generierten Impulse nunmehr in einem Papier zusammengetragen, das am 26.11.14 an die für die Freiwilligendienste relevanten Mitglieder der Deutschen Bundestages übergeben wurde.

Die Übergabe des Impulspapiers zur Weiterentwicklung des Freiwilligen Sozialen Jahres erfolgte gemeinsam mit ehemaligen Freiwilligen, von denen die meisten auch am Theaterprojekt mitgewirkt hatten. Gleichzeitig hatten die Freiwilligen die Gelegenheit, sich mit den Bundestagsabgeordneten über ihren Freiwilligendienst und ihre Erwartungen an die Politik auszutauschen.

Weitere Informationen:

Deutsches Rotes Kreuz veröffentlicht Rahmenkonzeption Schulsozialarbeit "Für ein Aufwachsen im Wohlergehen.

03. Dezember 2014

Schulsozialarbeit ist ein fachliches Angebot der Kinder- und Jugendhilfe an Schule und die intensivste Form der Kooperation der beiden Institutionen. Um die Schulsozialarbeit im Deutschen Roten Kreuz auf einem fachlich hohen Niveau anbieten zu können, hat das DRK- Generalsekretariat die Rahmenkonzeption "Für ein Aufwachsen im Wohlergehen" für das Aufgaben- und Handlungsfeld der Schulsozialarbeit erstellt.

Die Rahmenkonzeption Schulsozialarbeit ist ein Orientierungsrahmen für die DRK- Landes- und Kreisverbände, die eine Trägerschaft der Schulsozialarbeit innehaben oder übernehmen möchten. Insbesondere Leitungs- und Fachkräften der DRK-Kinder- und Jugendhilfe möchte die Rahmenkonzeption fachliche Empfehlungen  an die Hand geben, damit Schulsozialarbeit einen gelingenden Beitrag zu einem Aufwachsen im Wohlergehen leistet. Die Rahmenkonzeption kann ab Januar 2015 auch in gedruckter Form im Rotkreuzschop (www.rotkreuzshop.de) bestellt werden.

Hier können Sie die PDF-Version der Rahmenkonzeption der DRK-Schulsozialarbeit herunterladen.

Neu erschienen: Inklusion und Exklusion - Bedingungen für Teilhabe von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen

01. Dezember 2014

Die DRK-Publikation "Inklusion und Exklusion - Bedingungen für Teilhabe von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen" ist das Resultat einer DRK-Fachtagung zu diesem Thema, die das DRK-Generalsekretariat 2013 gemeinsam mit dem Institut Mensch, Ethik, Wissenschaft durchgeführt hat.

Sie beschäftigt sich mit der Frage, welche Rahmenbedingungen und Unterstützungsformen Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen zur Wahrnehmung ihrer gesellschaftlichen Teilhabe benötigen. Auch die Frage des Spannungsverhältnisses zwischen größtmöglicher Freiheit des Einzelnen und den Grenzen, die dafür gesetzt werden können und vielleicht auch müssen (also auch der Frage: Muß und darf man machmal Menschen vor sich selbst schützen oder gibt es ein Recht auf Krankheit?).

Pressemitteilung des DRK: Medizinische Versorgung von Asylsuchenden verbessern

27. November 2014

Das Deutsche Rote Kreuz spricht sich für Nachbesserungen bei der Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes aus, die am 28. November im Bundesrat beschlossen werden soll. Nach Ansicht des DRK muss vor allem die medizinische Versorgung von Asylsuchenden verbessert werden. "Die eingeschränkte medizinische Versorgung hat in der Vergangenheit immer wieder die Gesundheit und in Einzelfällen sogar das Leben von Menschen gefährdet," sagt DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg. Deshalb sei es wichtig, für alle Leistungsempfänger nach dem Asylbewerberleistungsgesetz die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung einzuführen.

Opens external link in new windowHier finden Sie die vollständige Pressemitteilung des DRK.

Sozialmonitoring gestartet - DRK nimmt gemeinsam mit den BAGFW-Verbänden den vertrauensvollen Dialog mit der Bundesregierung wieder auf

15. November 2014

Am 14. November 2014 fand unter Leitung der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) Gabriele Lösekrug-Möller die erste Gesprächsrunde des gemeinsamen Monitorings der Bundesregierung mit den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege in dieser Legislaturperiode statt. Das Deutsche Rote Kreuz wurde durch Tobias Nowoczyn, Bereichsleiter Jugend und Wohlfahrtspflege, vertreten.

Ziel der Gespräche ist es, unbeabsichtigte und unerwünschte Aus- und Wechselwirkungen bereits verabschiedeter Gesetzesregelungen im Sozialbereich zu identifizieren und gemeinsam pragmatische Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Hier können Sie die gemeinsame Presseerklärung der Bundesregierung und der BAGFW zum Sozialmonitoring herunterladen.

DRK Position zum Pflegeberufegesetz

12. November 2014

Im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD vom Dezember 2013 wurde festgehalten, dass die Pflegeausbildung reformiert und in einem Pflegeberufegesetz ein einheitliches Berufsbild mit einer gemeinsamen Grundausbildung und einer darauf aufbauenden Spezialisierung für die Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege etabliert werden soll.
 
Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt dieses Vorhaben und setzt sich für eine Zusammenführung der drei bisher getrennten Pflegeausbildungen mit einem einheitlichen Berufsabschluss ein. Dabei muss die neue gemeinsame Pflegeausbildung so gestaltet sein, dass die besonderen Kompetenzen der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege vermittelt werden.

Opens internal link in current windowHier können Sie die DRK Position zum Pflegeberufegesetz herunterladen.

Besondere Unterstützung für Langzeitarbeitslose

06. November 2014

Am 05.11.2014 hat die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles ihr Konzept zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales vorgestellt. Dieses sieht im Kern vor, mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und dem SGB-II-Eingliederungstitel über die Jahre 2015 bis voraussichtlich 2019 bis zu 33.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu fördern. Zusätzlich wird das BMAS ein Programm für etwa 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für öffentlich geförderte Beschäftigung auflegen, die besonders arbeitsmarktfern sind. Im Fokus sollen dabei Leistungsberechtigte stehen, die wegen gesundheitlicher Einschränkungen besonderer Förderung bedürfen und/oder mit Kindern in einer Bedarfsgemeinschaft leben.

Das DRK bewertet das Konzept des Bundesarbeitsministeriums zwar als einen wichtigen Schritt, angesichts der hohen Anzahl von langzeitarbeitslosen Personen jedoch nicht als ausreichend. Es setzt sich seit Jahren zusammen mit den anderen Verbänden der BAGFW für einen Sozialen Arbeitsmarkt ein.

Hier können Sie das BMAS-Konzept zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit und die Broschüre „Arbeiten und an der Gesellschaft teilhaben – Wege aus verfestigter Langzeitarbeitslosigkeit“ der BAGFW und der Fachverbände herunterladen.

DRK-Plattform zur onlinegestützten Suchtselbsthilfe ist online

06. November 2014

Seit dem 01. November 2014 ist das ehrenamtlich initiierte Opens external link in new windowDRK Projekt der onlinegestützten Suchtselbsthilfe online.

Die Plattform bietet Hilfesuchenden über mehrere Kommunikationskanäle und - formate wie Chat, Skype-Videotelefonie, Forum und Email Kontakt einen ersten Zugang zu den 130 DRK-Suchtselbsthilfegruppen. Mit selbstorganisierten Arbeitsplänen möchten die geschulten Ehrenamtlichen zukünftig Rat- und Hilfesuchende anonym auffangen.

Die regionale Verwurzelung und das breite Erfahrungswissen der Ehrenamtlichen aus mehreren Bundesländern versprechen eine effiziente Weitervermittlung von Menschen in akuten Notsituationen. Die Ehrenamtlichen hinter dieser Plattform sind zum Teil seit Jahrzehnten engagiert und im Sozialraum vernetzt. Sie kennen lokale Suchthilfesysteme, die relevanten Einrichtungen, Beratungsstellen und Therapiemöglichkeiten. Das Angebot bietet zudem im Forum eine Austauschmöglichkeit zur Koordinierung der weiteren ehrenamtlichen Aktivitäten der DRK-Suchtselbsthilfegruppen. Mit SHG online wird das seit 15 Jahren ebenfalls ehrenamtlich betriebene Opens external link in new windowDRK-Sorgentelefon für Angehörige von Menschen mit Suchtproblemen erweitert.

Die Plattform ist abrufbar unter: Opens external link in new windowhttp://www.drk-shgonline.de und Opens external link in new windowhttp://www.drk-selbsthilfegruppen-online.de

Erwartungen des DRK an das Europäische Parlament 2014-2019

22. Oktober 2014

Die Bürgerinnen und Bürger der EU haben im Mai 2014 das neue Europäische Parlament gewählt. Das Deutsche Rote Kreuz hat konkrete Erwartungen an das EU-Parlament formuliert, in denen sich unsere wichtigsten europapolitischen Forderungen, die einen Bezug zur Arbeit unseres Verbandes haben, finden.

Opens internal link in current windowHier können Sie die EU-Erwartungen herunterladen.

Veranstaltungshinweis: Zukunftskongress "Inklusion 2025" der Aktion Mensch am 2. und 3. Dezember 2014 in Berlin

21. Oktober 2014

Am 2. und 3. Dezember 2014 veranstaltet die Aktion Mensch den Zukunftskongress "Inklusion 2025" in der Arena Berlin und läd Sie herzlich ein, Impulse für die aktive Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft zu sammeln.

Welche Chancen und Risiken bergen die großen Zukunftstrends in Bereichen wie Bildung, Arbeit, Technologie oder Architektur im öffentlichen Raum für die Inklusion? Was ist nötig, um Inklusion in unserer Gesellschaft weiter voranzubringen und was kann jeder Einzelne von uns dazu beitragen? Der Zukunftskongress möchte mit fachübergreifenden Vorträgen sowie sechs verschiedenen Themenpanels ein Forum der Information und des Austausches sein.

Opens external link in new windowHier finden Sie das aktuelle Programm und Informationen für Ihre Anmeldung.

Neu erschienen: Ausbildungsordnung DRK-Gesundheitsprogramme – Bewegung bis ins Alter –

20. Oktober 2014

Die DRK-Programme „Bewegung bis ins Alter“ mit Gymnastik, Wassergymnastik,
Tanzen und Yoga sind ein Angebot der Prävention und Gesundheitsförderung und richten sich in erster Linie an Menschen ab der dritten Lebensphase. Im Mittelpunkt stehen präventive Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Teilnehmer/innen, verbunden mit einem ganzheitlichen Gesundheitsverständnis.

Opens internal link in current windowHier können Sie die Ausbildungsordnung herunterladen.

Pressemitteilung des DRK: Deutsches Rotes Kreuz fordert nationalen Flüchtlingsgipfel

13. Oktober 2014

Angesichts der Missstände in vielen Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Deutschland fordert das Deutsche Rote Kreuz (DRK) einen nationalen Flüchtlingsgipfel. "Es steht zu befürchten, dass sich die aus der Zeitnot und Strukturmängeln geborenen Katastrophenszenarien bei der Erstaufnahme von Flüchtlingen verewigen könnten. Es ist höchste Zeit, ein gemeinsames, für alle Beteiligten tragbares Konzept in der Flüchtlingsbetreuung zu entwickeln und zügig umzusetzen", sagte DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau von Schenck.

Opens external link in new windowHier finden Sie die vollständige Pressemitteilung des DRK.

Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) würdigt DRK-Projekt "Stark für Erfolg"

02. Oktober 2014

Mit einem Grußwort hat die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfamilienministerin, Caren Marks, das hohe Engagement von 30 Beratungsstellen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gewürdigt, die sich für einen erfolgreichen Bildungsweg von Kindern mit Einwanderungsgeschichte einsetzen. Bei der Bilanzveranstaltung des DRK-Projekts "Stark für Erfolg" am 29. September sagte sie: "Gerade Eltern mit Migrationshintergrund wissen sehr gut: Bildung ist der Schlüssel zu Integration und Teilhabe. In den Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern aus 'Stark für Erfolg' finden sie Vertrauenspersonen, die sie auf dem Bildungsweg begleiten."

Weitere Informationen:

Tagungsdokumentation "Besondere Schutzbedürftigkeit von Asylsuchenden feststellen" online abrufbar

01. Oktober 2014

Die Fachtagung „Besondere Schutzbedürftigkeit von Asylsuchenden feststellen“ fand am 6.2.2014 im Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes statt.

Im Mittelpunkt der Tagung standen die Schutzvorschriften der Opens external link in new windowEU-Aufnahmerichtlinie 2013/33/EU für besonders schutzbedürftige Personen und die daraus resultierenden Verpflichtungen für Deutschland. Nach Einführung in das Thema aus rechtlicher und psychologischer Sicht lag der Schwerpunkt der anschließenden Panels auf der Frage nach der Ausgestaltung eines Beurteilungsverfahrens im Sinne des Art. 22. Exemplarisch wurden verschiedene bereits existierende Modelle der Feststellung der besonderen Schutzbedürftigkeit vorgestellt.

Opens internal link in current windowHier können Sie die Tagungsdokumentation der Veranstaltung herunterladen.

DRK begrüßt Fünf-Punkte-Programm der Familienministerin

25. September 2014

Bundesministerin Manuela Schwesig hat am 22. September ein Opens external link in new windowGesamtkonzept gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen vorgestellt. Das Gesamtkonzept baut auf den Forderungen des Opens external link in new windowRunden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch auf. Es stützt sich auf fünf Säulen und wird in den nächsten Wochen mit dem Unabhängigen Beauftragten, den Bundesressorts, Ländern, Verbänden und den Betroffenen beraten. Darin greift die Ministerin mit dem uneingeschränkten Recht von Kindern auf Beratung auch ohne Erlaubnis der Eltern eine Forderung auf, die vom DRK schon seit langem aufgestellt worden ist.

In der DRK-Pressemitteilung weist die DRK-Vizepräsidentin aber auch auf die noch bestehenden Lücken in der Beratung von Betroffenen hin und fordert: „Gemeinsam mit den Ländern und Kommunen muss die Bundesregierung sicherstellen, dass jedes Kind, jeder Jugendliche und natürlich jede Familie in der Nähe eine Beratungsmöglichkeit vorfindet, wenn Fragen zu unangemessener Kontaktaufnahme durch andere, zu Grenzüberschreitungen oder Gewalt auftauchen.“

Hier finden Sie die Opens external link in new windowvollständige Pressemitteilung des DRK und weitere Informationen zum Opens external link in new windowThema "Schutz vor sexualisierter Gewalt".

Pressemitteilung des DRK: Unterbringung von Flüchtlingen rasch verbessern

17. September 2014

Schnelle Lösungen für die humane Aufnahme von Flüchtlingen hat das Deutsche Rote Kreuz angemahnt. „Für Flüchtlinge muss vom ersten Tag an eine menschenwürdige Unterbringung sichergestellt werden“, sagt DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau von Schenck. „Das Menschlich-Bleiben kann uns keiner abnehmen.“ In vielen überlasteten Erstaufnahmeeinrichtungen helfen gegenwärtig zahlreiche ehrenamtliche Aktive des DRK bei der Versorgung und Unterbringung.

Opens external link in new windowHier finden Sie die vollständige Pressemitteilung des DRK.

Bundesverfassungsgericht bestätigt DRK-Forderungen nach einer bedarfsgerechten Anpassung der Regelbedarfe für Strom und Mobilität

11. September 2014

Am 09.09.2014 hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) seine Leitsätze zum Beschluss des Ersten Senats vom 23.07.2014 zu den drei anhängigen Verfahren zur Höhe des Regelbedarfes veröffentlicht. Es hat festgestellt, dass die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Zweiten Buch des Sozialgesetzbuches derzeit noch verfassungsgemäß sind.

Das BVerfG hat dem Gesetzgeber bescheinigt, sich mit der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) auf geeignete empirische Daten zur Ermittlung der Höhe der Regelbedarfe zu stützen. Es hat aber hinsichtlich einiger Positionen Zweifel daran geäußert, dass diese Bedarfe hinreichend berücksichtigt worden sind.

Das BVerfG hat dem Gesetzgeber aufgegeben, beim Haushaltsstrom im Falle außergewöhnlicher Preissteigerungen die Berechnung bereits vor der regelmäßigen Fortschreibung der Regelbedarfe anzupassen. Im Rahmen des Mobilitätsbedarfes müsse der Gesetzgeber ein Kraftfahrzeug zwar nicht als existenznotwendig berücksichtigen, aber sicherstellen, dass der existenznotwendige Mobiliätsbedarf künftig auch tatsächlich gedeckt werden könne. Eine Unterdeckung an langlebigen Konsumgütern, für die derzeit nur ein geringer monatlicher Betrag eingestellt sei, müsse durch eine verfassungskonforme Auslegung der bestehenden Regelungen über einmalige Zuschüsse durch die Sozialgerichte verhindert werden. Der Gesetzgeber müsse jedoch dann einen existenzssichernden Anspruch schaffen, wenn diese Möglichkeit fehlt.

Das DRK hatte in seinen Erwartungen an den 18. Deutschen Bundestag eine bedarfsgerechte Anpassung der Regelbedarfe für Strom, Heizung und Mobilität sowie zusätzliche Leistungen für die Erst- und Neubeschaffung von stromeffizienten Geräten gefordert und sieht sich durch die Entscheidungen des obersten deutschen Gerichtes in seinen Forderungen bestätigt.

Hier können Sie die Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts und die Leitsätze zum Beschluss des Ersten Senats vom 23. Juli 2014 abrufen.

Pressemitteilung des DRK: Förderschulen nicht vorschnell abbauen

05. September 2014

Das DRK setzt sich dafür ein, Förderschulen nicht vorschnell abzubauen, bevor die Inklusion an den Schulen nicht wirklich greift. "Es geht darum, Schule zunächst zur inklusiven Schule weiter zu entwickeln", sagte die DRK-Vizepräsidentin, Donata Freifrau Schenk zu Schweinsberg im Vorfeld der 9. Konferenz der International Short Break Association (ISBA) vom 9. bis 11. September in Wolfenbüttel.

Opens external link in new windowHier können Sie die Pressemitteilung des DRK herunterladen.

Veranstaltungshinweis: Wissenschaftliches Symposium „Die Zukunft der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum“ am 7. / 8. Oktober 2014

04. September 2014

Am 7. und 8. Oktober 2014 veranstaltet das Deutsche Rote Kreuz e.V. in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen e.V. GRPG in Berlin ein wissenschaftliches Symposium zum Thema "Die Zukunft der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum".

Hintergrund des Symposiums ist, dass die ländlichen Regionen, nicht nur im Osten, seit Jahren einen Strukturwandel erleben: Die Jungen und Gesunden ziehen in die Ballungsräume. Und für die zurückbleibenden älteren und weniger mobilen Menschen wird die gesundheitliche Versorgung zunehmend prekär. Das Symposium will neben der Analyse der Situation Lösungsmöglichkeiten aufzeigen, um dieser Entwicklung zu begegnen.

Hier finden Sie das aktuelle Programm und Informationen für Ihre Anmeldung.

DRK fordert den schnellen Abbau bürokratischer Hürden für Familienhilfen

02. September 2014

Der jetzt vom Bundesfamilienministerium veröffentlichte Abschlussbericht der Gesamtevaluation der ehe- und familienbezogenen Leistungen in Deutschland zeigt nach Ansicht des Deutschen Roten Kreuzes deutlich, dass eine frühe Kinderbetreuung für Kinder bis zu 12 Jahren das Armutsrisiko ihrer Familien entscheidend senkt. „Das wirkt sich auch auf das Wohlbefinden der Kinder positiv aus“, erklärte die Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, dazu.

Hier können Sie die Pressemitteilungg des DRK herunterladen.

Weitere Informationen zum Abschlussbereicht der Gesamtevaluation ehe- und familienbezogener Leistungen finden Sie hier.

Tagungsdokumentation - Zugang zur Gesundheitsversorgung für Menschen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität und (nicht-)versicherte EU-Bürger_innen online abrufbar

01. September 2014

Vom 12.-13. Dezember 2013 kamen Vertreter_innen aus der Praxis sowie der
Wissenschaft im DRK-Generalsekretariat zusammen, um darüber zu diskutieren, wie der tatsächliche Zugang zur Gesundheitsversorgung in DRK-Einrichtungen für Menschen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität und auch für nicht versicherte bzw. nicht ausreichend versicherte Unionsbürger_innen verbessert bzw. ermöglicht werden kann.

Hier können Sie die Tagungsdokumentation der Veranstaltung herunterladen.

Forschungsergebnisse des Europäischen Instituts für Sozioökonomie e. V. zum Thema Motivationslagen von ehrenamtlich Engagierten

01. September 2014

Im Dezember 2012 trat das Europäischen Instituts für Sozioökonomie e. V., Saarbrücken, an das DRK mit einem Anliegen heran, als Partner eines Forschungsvorhabens zum Thema Motivationslagen von ehrenamtlich Engagierten mitzuwirken.

Das DRK sah hierin eine große Chance Details über das Engagement im Verband zu bekommen. So wurde im Mai 2013 eine Befragung im DRK durchgeführt, an der sich überraschender Weise mehr als 4600 Engagierte beteiligt haben. Die Befragung wurde online durchgeführt, der jüngste Teilnehmer war 12 Jahre alt, der älteste 87 Jahre alt.

Neben vielen wichtigen soziodemografischen Erkenntnissen zeigten die Ergebnisse, dass das sogenannte „traditionelle“ Ehrenamt sehr aktiv und nach wie vor attraktiv ist, im Schnitt leisteten die Befragten ca. 9,5 Std. in der Woche eine ehrenamtliche Tätigkeit. Die Studie, die als Vergleich Daten eines Fußballvereins heran gezogen hatte, zeigte auch deutliche Unterschiede hinsichtlich der Motive zum Engagement auf. Im DRK Engagierte wollen anderen Menschen helfen, dies ist keine neue Erkenntnis, aber erstmals auch wissenschaftlich belegt.

Für Rückfragen/Anmerkungen steht Opens window for sending emailHerr Eckhard Otte, Beauftragter Ehrenamt beim Vorstand des DRK, gerne zur Verfügung.

Viel Spaß bei der Lektüre der Diskussionspapiere!

Die Aktion Mensch wird 50 - Das Deutsche Rote Kreuz gratuliert zum Jubiläum

11. August 2014

In diesem Jahr feiert die Aktion Mensch unter dem Motto "Schon viel erreicht. Noch viel mehr vor." ihr  50-jähriges Jubiläum. Das Deutsche Rote Kreuz gratuliert herzlich zu diesem Geburtstag. Die Videobotschaft von Clemens Graf von Waldburg-Zeil,
DRK-Generalsekretär, finden Sie Opens external link in new windowhier.

Bertelsmann-Studie - DRK für besseren Personalschlüssel bei der Kindertagesbetreuung

25. Juli 2014

Das Deutsche Rote Kreuz fordert eine deutliche Verbesserung des Personalschlüssels in Kindertageseinrichtungen.  Für Kinder unter drei Jahren sollte nach Einschätzung des DRK nicht weniger als eine Vollzeitfachkraft für drei anwesende Kinder verantwortlich sein. „Jedes Kind sollte sich schon von früh an seiner Persönlichkeit entsprechend entwickeln können. Das gilt besonders für diejenigen aus Familien mit geringen Bildungschancen. Dafür ist aber auch die entsprechende Begleitung durch eine pädagogische Fachkraft notwendig, die ausreichend Zeit für das einzelne Kind hat“, sagt DRK-Vizepräsidentin  Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg. Bei Kindern über drei Jahren kann der Personalschlüssel nach Ansicht des DRK schrittweise erhöht werden. Eine Fachkraft sollte aber nicht für mehr als acht anwesende Kinder zuständig sein. Bei der Berechnung des Personalschlüssels müssten auch ausreichend Zeiten zum Beispiel für die Vor- und Nachbetreuung der pädagogischen Arbeit oder Dienstbesprechungen sowie Ausfallzeiten des Personals etwa für Urlaub und Fortbildung berücksichtigt werden. Das DRK unterstützt damit ähnliche Forderungen des „Ländermonitors Frühkindliche Bildung 2014“, der heute von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht wurde. Als eine wichtige Herausforderung nennt die Studie die Notwendigkeit, bei Qualitätsverbesserungen auch mehr Fachkräfte einzustellen. „Wir sehen diese Notwendigkeit ebenfalls und bieten verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten in bundesweit derzeit fünf Fachschulen an“, sagt DRK-Vizepräsidentin Frau von Schenck. Das Deutsche Rote Kreuz betreibt bundesweit insgesamt 1370 Kindertageseinrichtungen, in denen über 97.000 Kinder täglich betreut werden. Über 13.000 hauptamtliche Fachkräfte und viele ehrenamtliche Helfer  übernehmen diese Aufgabe täglich mit großem Engagement.

Opens external link in new windowHier finden Sie alle Informationen zum „Ländermonitor Frühkindliche Bildung 2014“ der Bertelsmann Stiftung.

Neu erschienen: Anwaltschaftliche Vertretung in DRK-Kindertageseinrichtungen

18. Juli 2014

Am 18.07.2014 wurde die Handreichung „Anwaltschaftliche Vertretung in DRK-Kindertageseinrichtungen“, u.a. im Beisein der DRK-Vizepräsidentin Frau von Schenck zu Schweinsberg, öffentlich präsentiert. Die Funktion der Handreichung ist es, das Thema Anwaltschaftliche Vertretung fachlich zu füllen und für die an den Rotkreuzwerten ausgerichtete praktische Umsetzung eine Orientierung zu geben. Die Handreichung richtet sich an Fachkräfte in der DRK-Kindertagesbetreuung sowie an deren Träger.

Hier können Sie die Handreichung herunterladen.

Positive Bilanz nach 3 Jahren BFD: Zwei Bewerber auf einen Platz im Bundesfreiwilligendienst

26. Juni 2014                                                                          

Nach drei Jahren Bundesfreiwilligendienst (BFD) zieht das Deutsche Rote Kreuz grundsätzlich eine positive Bilanz. „Das Angebot muss jedoch weiter ausgebaut werden, denn noch immer kommen auf jeden BFD-Platz bei uns zwei Bewerber“, sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters aus diesem Anlass. „Das DRK war durch seine langjährigen Erfahrungen im Freiwilligen Sozialen Jahr  (FSJ) sehr gut aufgestellt für den kurzfristigen Start des BFD vor drei Jahren“, so Seiters.

Hier können Sie die vollständige Pressemitteilung herunterladen.

Fachtagung DRK-Kleiderläden "Mode von Mensch zu Mensch" in Frankfurt am Main (23.-24.06.2014)

25. Juni 2014

Armut und Hilfsbedürftigkeit nehmen in Deutschland zu. Ein Weg zur Linderung materieller Armut ist die Versorgung Bedürftiger mit guter Secondhand-Bekleidung in ansprechender Atmosphäre und nahe den Einkaufstraßen und Zentren der Städten und Gemeinden. „Mitten im Leben“ und „von Mensch zu Mensch“, wie die Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg die erste Fachtagung DRK-Kleiderläden in Frankfurt am Main am 23.06.2014 eröffnete.

Das DRK Generalsekretariat richtete diese Veranstaltung aus, um sich mit 100 Teilnehmenden aus allen verbandlichen Ebenen des DRK über das bereits in zirka 200 Kleiderläden bundesweit gelebte inklusive Konzept auszutauschen. Die Tagung richtete sich an all diejenigen, die die traditionellen Kleiderkammern in zeitgemäße Kleiderläden und als ein soziales Angebot weiterentwickeln möchten und (oder) ihre bestehenden Kleiderläden professionalisieren wollen. Die Inhalte der Tagung basierten auf den Ergebnissen der Projektgruppe Kleiderläden,  die auf der Fachtagung bereits die zweite und erweiterte Auflage der Rahmenkonzeption Kleiderläden „Mode von Mensch zu Mensch“ vorgestellt hat. Die Projektgruppe besteht seit 2009 und setzt sich aus den Vertreterinnen und Vertretern der DRK-Landesverbände zusammen. Neben mehreren externen Referentinnen und Referenten wirkten die Mitglieder selber aktiv in Vorträgen und fünf parallelen Workshops mit. Die Teilnehmenden aus DRK-Ortsvereinen, Kreis- und Landesverbänden, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende und Interessierte hatten somit die Chance, die Basics zum Aufbau, zur Gestaltung und zum Betrieb eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes, aber auch verbandliche Best Practices (Werbung, Personalentwicklung, Interkulturelle Öffnung, Inklusion), kennenzulernen und weiterzuentwickeln. Eine Delegation des Dänischen Roten Kreuzes ermöglichte den Teilnehmenden zudem einen Einblick in die Entwicklungen und Herausforderungen der Kleiderläden in Dänemark. Im breiten fachlichen Austausch mit den internen und externen Expertinnen und Experten, den vielen interessierten Teilnehmenden und den Mitgliedern der Projektgruppe, konnten weitere Herausforderungen identifiziert und wichtige Impulse für die Weiterentwicklung dieses sozialen Angebots im Verband gesetzt werden. 

Dokumentation der Fachtagung "Elternbildung - Familienarbeit - Generationendialog" online abrufbar

Am 24. Oktober 2013 hat im DRK-Generalsekretariat der verbandsübergreifende Fachtag zum Thema Soziokulturelle Arbeit mit Flüchtlingen und anderen Migrantengruppen stattgefunden.

Hier können Sie eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung herunterladen.

SCHUTZ FÜR KLIMAMIGRANTEN - Unterstützung der Online-Petition des Deutschen Jugendrotkreuzes

Das Deutsche Jugendrotkreuz fordert zusammen mit der Naturschutzjugend und die BUNDjugend, Menschen, die aufgrund des Klimawandels flüchten müssen, Aufnahmeperspektiven zu bieten, die Menschen vor Ort durch Klimaanpassung besser zu unterstützen und den Klimaschutz in Deutschland ernsthaft voranzutreiben.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Online-Petition des JRK 

15. Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag vom 3. bis 5. Juni 2014 in Berlin

Das Deutsche Rote Kreuz präsentiert auf dem 15. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag vom 3. bis 5. Juni 2014 in Berlin die vielfältigen Angebote unseres Verbandes im Bereich Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Zudem bieten wir interaktive Aktionen und Veranstaltungen. Neben dem Bundesverband des Deutschen Roten Kreuzes haben u.a. das Jugendrotkreuz im Rahmen der AG Jugendverbände der Hilfsorganisationen, das Berliner Jugendrotkreuz und der Landesverband Berliner Rotes Kreuz eigene Messestände.

Hier können Sie unser gemeinsames Programm herunterladen.

Forum Ehrenamtskoordination tagt in Göttingen

Etwa 40 Ehrenamtskoordinator_innen aus dem gesamten Bundesgebiet trafen sich am 13. und 14. Mai zum Forum Ehrenamtskoordination.

Hier können Sie einen Kurzbericht über das Forum herunterladen.

Europäischer Protesttag für Inklusion am 5. Mai - Behinderte Menschen umfassend beteiligen

Das Deutsche Rote Kreuz fordert anlässlich des Europäischen Protesttages für Inklusion am 5. Mai die konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, wonach alle Menschen mit Behinderungen ein Recht auf Teilhabe am Arbeitsleben haben.

Hier können Sie die Pressemitteilung des DRK herunterladen.

Zum 50. Jubiläum Freiwilliges soziales Jahr: Erfolgsmodell mit kleinen Schwächen

Seit 50 Jahren gibt es das freiwillige soziale Jahr – und es hat sich zu einem großartigen Erfolgsmodell entwickelt. Die Beliebtheit ist ungebrochen. DRK-Präsident Rudolf Seiters fordert Verbesserungen bei dem Projekt.

Hier können Sie den Expertenbeitrag des DRK-Präsidenten Rudolf Seiters lesen.

DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg kritisiert die deutsche Asylpolitik

Die Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg kritisiert in einem Gastbeitrag der Frankfurter Rundschau die deutsche Asylpolitik.

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Bundespressekonferenz - 50 Jahre Freiwilliges Soziales Jahr

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) hat das DRK-Generalsekretariat am 25.03.2014 eine Bundespressekonferenz abgehalten.

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Zusammenfassung und Bewertung des Koalitionsvertrages zwischen CDU/CSU und SPD vom 27.11.2013 online abrufbar

Für den Bereich Jugend und Wohlfahrtspflege wurde der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD vom 27.11.2013 im Hinblick auf die Erwartungen des DRK an den 18. Deutschen Bundestag und weitere DRK-Forderungen zusammengefasst und bewertet.

Hier können Sie die Zusammenfassung herunterladen. 

Bundeseinheitliches Curriculum für ehrenamtliche Besuchsdienste im DRK online abrufbar

Der Bundesausschuss Wohlfahrts- und Sozialarbeit des Deutschen Roten Kreuzes hat im Februar 2014 das "Bundeseinheitliche Curriculum für ehrenamtliche Besuchsdienste im Deutschen Roten Kreuz" beschlossen, in dem Inhalte und Mindestanforderungen festgelegt werden, die ehrenamtlich Tätige in DRK-Besuchsdiensten wissen beziehungsweise erfüllen sollen.

Hier können Sie das Curriculum herunterladen.

DRK-Kommentierung zu einem Bundesleistungsgesetz

Das DRK hat den Bericht der Länderarbeitsgruppe für die ASMK zu einem Bundesleistungsgesetz kommentiert. 

Hier können Sie die Kommentierung herunterladen. 

Dokumentation des DRK-Wohlfahrtskongresses online abrufbar

Anlässlich des 150- jährigen Bestehens der internationalen Rotkreuzbewegung hat das DRK im Juni 2013 einen Wohlfahrtskongress veranstaltet. 

Hier können Sie eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung herunterladen.