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Digitalisierung im Alter mit den Kompetenzzentren des DRK


Seniorinnen und Senioren holen bei der Internetnutzung und der Digitalisierung auf. Im Jahr 2018 nutzen knapp 65 Prozent der Generation 70+ das Internet. Jedoch fühlen sich, laut Generali Altersstudie 2017, 39 Prozent der 65- bis 85-Jährigen von "neuer Technik genervt und überfordert." Wir befinden uns somit was den Zugang als auch den Abbau von Hürden zur Digitalisierung angeht Mitten in der Umsetzung in unserer Gesellschaft.

Die Projekte der Kompetenzzentren im DRK setzen an verschiedenen Stellen an, um ältere Menschen mit der Digitalisierung zusammenzuführen. Wir begleiten Organisationen bei der Planung, Umsetzung und Ausbildung – damit wir erfolgreich und sicher digital im Alter unterwegs sind.


Bedarfsanalyse über den Stand und Bedarf der Digitalisierung

Warum setzen wir dieses Projekt um?

Nadja Hofmann / DRK
Die Zusammenfassung der Unterstützungsbedarfe zur Digitalisierung im BRK.

Die Digitalisierung des gesamten deutschen Gesundheitswesens ist in der gegenwärtigen politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Debatte von großem Interesse. Die einstimmige Meinung ist, dass das Gesundheitswesen als Ganzes vor großen (informations-)technologischen Potenzialen und Herausforderungen steht. Einige Experten vermuten bereits, dass die Digitalisierung in der Altenpflege verschlafen wurde bzw. das gesamte Gesundheitswesen im Branchenvergleich als „digitaler Nachzügler“ gilt.

Meist sind schon viele Ansätze in Unternehmen etabliert, welche erhoben, vernetzt und unterstützt werden sollten. Doch wie kommt man an diese Informationen? Genau das war die Ausgangsfrage. Der Landesverband des Bayerischen Roten Kreuz war sich sicher, dass es schon viele Projekte und Ansätze gibt, welche auf Ebene der Kreisverbände geplant und etabliert sind, jedoch nicht weitergetragen wurden. Mittels der Umfrage sollten alle Informationen zusammengetragen und gebündelt werden.

Um den tatsächlichen Stand und Bedarf im Bayerischen Roten Kreuz zusammenzutragen und zu bündeln, wurde die Onlineumfrage erstellt. Die größte Herausforderung des Projektes war die freiwillige und umfangreiche Informationsweitergabe der einzelnen Gliederungen, um bestehende und zukünftige Projekte miteinander zu vernetzen.

Welche Ziele möchte dieses Projekt erreichen?

Von und für die Pflegepraxis werden Anregungen und Bedürfnisse zur Digitalisierung erheben, um die digitalen Kompetenzen sowie die Technikbegeisterung langfristig weiterzuentwickeln.

Durch die Ist- und Sollanalyse werden positive sowie negative Aspekte zur Digitalisierung ergründet. Damit kann für die Praxis klar gemessen werden, welche Digitalisierungsansätze als sinnvoll erachtet werden, um eine bestmögliche Akzeptanz für innovative und praxisorientierte Projekte zu bekommen.

Loslösung von Einzel- und Insellösungen: Die einrichtungsübergreifende Vernetzung von bestehenden Projekten wird angestrebt.

Es sollen Schnittstellen von der Pflegepraxis zu Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Start-Ups hergestellt werden.

Die Gliederungen sollen bei der Finanzierung sowie bei der individuellen Etablierung unterstützt werden.

Wie haben wir dieses Projekt umgesetzt?

Im Zeitraum vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2019 hat es sich das Kompetenzzentrum Süd zur Aufgabe gemacht, den Stand und den Bedarf der Digitalisierung in der professionellen Pflege des Bayerischen Roten Kreuzes zu erheben. Die Umfrage erfolgte online im internen Informationsmanagementsystem des BRK.

Es wurden in der Umfrage sowohl geschlossene Fragen (z.B. Antwortmöglichkeiten von sehr schlecht über teils-teils bis sehr gut) und offene Fragen mit freien Antwortfeldern gestellt.

Die Methode der Onlineumfrage wurde genutzt, um die gewünschten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner gezielt kontaktieren zu können. Durch die Befragung konnten die erhobenen Daten schnell und effizient verarbeitet werden.

Insgesamt gab es von 78 BRK-Kreisverbänden sowie von der Sozial-Service-Gesellschaft und den Schwesternschaften des BRK eine Rückmeldung.

Die Befragung war freiwillig und adressiert an interessierte Geschäftsführungen, Einrichtungsleitungen und verantwortliche Pflegekräfte in der ambulanten, vollstationären und teilstationären Pflege sowie betreuten Wohneinheiten.

Zur Beantwortung möglicher Rückfragen beinhaltete die Umfrage ein Informationsschreiben sowie den Kontakt zur Projektmitarbeiterin.

Hinweise

Die Umfrage wurde auf Kreisverbandsebene erhoben und entspricht nicht dem Standard aller Gliederungen. Die Erhebung ist vielmehr als Querschnitt aller pflegerischen Versorgungsformen zu verstehen. Die Ergebnisse können deshalb nicht für pflegewissenschaftliche Aussagen verwendet werden.

Die Erhebung orientiert sich an der Onlineumfrage (PDF) der Universität Bremen. Das Institut für Public Health und Pflegeforschung erstellte für das Forschungsprojekt „Pflegeinnovationszentrum – PIZ“ im Frühjahr 2019 einen Fragebogen, welcher für die interne BRK-Umfrage angepasst wurde.

Wie setzen sich die Kosten zusammen? Gibt es Fördermittel?

© Frieder Unselt / DRK

Die schriftliche Umfrage kann in Papierform oder als Onlineumfrage erfolgen.

  • Dafür entstehen Druckkosten und/oder Kosten für das Befragungstool.
  • Eine kostengünstige Auswertung kann mittels Microsoft-Excel erfolgen. Dies kann jedoch zeitaufwändig sein. Um die Umfrage auswerten zu können, empfehlen sich gute Kenntnisse in Microsoft-Excel sowie in den abgefragten Fachthemen. Ebenso sind Erfahrungen in der Verarbeitung von quantitativen Erhebungen hilfreich.

Die größten Kosten sind die Personalkosten für die Erstellung und Auswertung der Umfrage. (Bei uns ca. 45 Arbeitsstunden Entwicklung und 6 Stunden für die Eingabe ins Onlinesystem durch eine Organisationsfachkraft)

Weitere Fördermöglichkeiten zur Realisierung Ihrer Digitalisierungsvorhaben finden Sie hier.

Welche Erfahrungen und Erlebnisse möchten wir mit Ihnen teilen?

Unsere Erfahrungen und Ergebnisse für Sie zusammengetragen

Die Ergebnisse werden hier auf unserem Blog ausführlich vorgestellt.  

  • Digitalisierungsansätze sind in der professionellen Pflege größtenteils vorhanden, obwohl Grenzen und Bedenken offen angesprochen werden.
  • „Basisdigitalisierung“ ist flächendeckend verfügbar (z.B. elektronische Pflegedokumentation).
  • Vielerorts fehlen Knowhow sowie Personal- und Geldmittel für innovative Digitalisierungsansätze.
  • Die gezielte Anschubfinanzierung von Hard- und Software, Lizenzen und digitalen Umrüstungen ist notwendig.
  • Implementierungskosten und notwendige Erstanschaffungen führen dazu, dass viele Träger den digitalen und technischen Fortschritt aus Kostengründen scheuen bzw. Förderung nicht beanspruchen.
  • Innovative digitale Lösungen sind größtenteils nicht im Hilfsmittelkatalog verankert.
  • Funklöcher/Fehlende Internetbindung führen nicht nur im ländlichen Bereich zu Nutzungsschwierigkeiten.
  • Es bestehen Unsicherheiten und Sorgen bez. Rechtsthemen wie z.B. des Datenschutzes.

Wer sind Ihre Ansprechpersonen für Nachfragen und Anfragen?

Susanne Bruch / DRK
Bettina Stuffer und Nadja Hofmann

Dieses Projekt wurde insbesondere vom Kompetenzzentrum Süd durch Frau Nadja Hofmann umgesetzt.

Ansprechpartnerin für potenzielle Projektanfragen: Bettina Stuffer


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