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Workshop-mit-Lego-und-Smartphone_Tom-Maelsa-DRK__148_.jpg Tom Maelsa / DRK

Digitale Kita mit den Kompetenzzentren


Digitalisierung bei den Kleinsten in unserer Gesellschaft bleibt eine besondere Herausforderung. Diese Seite zeigt Ihnen verschiedenste Anwendungsbeispiele für die Digitalisierung unserer Kindertagesstätte und allen dazugehören Bereichen.

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Leitfaden zur Einführung einer Software in einer Kindertagesstätte

Digitalisierung von Verwaltung, Kommunikation und Dokumentation in der Kita

Es ist ein großes Brown-Paper mit schwarzen Linien und Notizen. Frieder Unselt / DRK
Nutzen Sie den Leitfaden als Unterstützung zur Einführung einer Kita-Software.

Die Kindertagesstätten haben im Vergleich zu anderen Branchen einiges aufzuholen was die Digitalisierung ihrer Arbeitsprozesse betrifft. Der Aufwand, der betrieben wird, um Eltern zu informieren, Rückmeldungen einzuholen, Abmeldungen der Kinder zu übermitteln oder auch Dokumentationen der Entwicklungsfortschritte durchzuführen und Abrechnungen abzuwickeln ist enorm. Die Skepsis ist in Bezug auf digitale Lösungen bei vielen Leitungen und Fachkräften in der Kita größer als in anderen Branchen, weil die Kita für viele als ein medienfreier Raum gesehen wird und als solcher auch erhalten bleiben soll.

Dieser Leitfaden fokussiert die notwendigen Schritte zur Anschaffung einer Software für Verwaltungsaufgaben und/oder Elternkommunikation. Jedoch spielt der medienpädagogische Faktor immer eine Rolle bei der Überlegung zur Anschaffung einer solchen Software: Zum einen, weil angeschaffte Hardware auch für die Arbeit mit den Kindern genutzt werden kann und zum anderen, weil die betrachteten Programme zum Teil auch die Nutzung durch die Kinder ermöglichen und mit einbeziehen, zum Beispiel bei der Portfolioerstellung.

Laden Sie unseren Leitfaden zur Softwareeinführung in der Kindertagesstätte hier als PDF herunter.

In der nächsten Spalte erfahren Sie mehr über unseren Digi-Kompass. Dies ist ein Kriterienkatalog für die Auswahl von digitalen Werkzeugen für DRK-Kindertageseinrichtungen, sodass Sie für ihre Einrichtung eine optimale Software auswählen können. (Hier können Sie den Kompass direkt herunterladen)

Nach ca. einem Jahr der Nutzung können Sie mit diesem Fragebogen Ihre Software evaluieren. Hier als Excel-Datei herunterladen.

Im Anschluss finden Sie zusätzliche Ressourcen zu den Inhalten des Leitfadens wie etwa Methoden zur Visionsentwicklung. 

Ein gezeichneter Kompass mit einer rot-blauen Nadel. Sara Torda / pixabay
Mit dem Digi-Kompass finden Sie die passende Kita-Software für Ihre Bedarfe.

Die Kompetenzzentren Digitalisierung haben gemeinsam mit Referentinnen und Referenten für Kindertagesstätten und Pädagogik bereits im November 2019, im Rahmen einer Fachtagung, begonnen eine Checkliste zur Auswahl einer passenden Software für eine bestimmte Kita zu entwickeln. 

Diese Vorhaben wurde jetzt abgeschlossen und wir stellen Ihnen den Digi-Kompass [PDF] hier zum Download zur Verfügung.

Sie werden hier zu folgenden Themen über die präferierte Software befragt:

  • Fragen zu Funktionen, Zielen und Zielgruppen
  • Fragen zur Bedienung und Anwendung
  • Technische Fragen
  • Fragen zum Datenschutz und Sicherheit
  • Vertragsrechtliche und finanzielle Fragen

Wenn Sie Anmerkungen, Ideen oder Rückfragen zum Digi-Kompass haben, melden Sie sich gerne bei uns.

Eine Methodenübersicht zur Auswahl und Einführung von Software

Ein Tisch voller Post-it Pakete, Filzstifte und andere Marker Frans van Heerden / pexels
Mit verschieden Methoden durchdacht das Ziel erreichen.

Wir möchten Ihnen einige digitale und analoge Methodenressourcen zur Einführung einer Kita-Software vorstellen, die auch im vorgestellten Leitfaden Anwendung finden:

1. Visions- und Zielentwicklung

2. Anforderungsanalyse

3. Evaluation

4. Zeitplan

Zusatz:

Weitere Software-Lösungen für die Kita

Eine Multifunktionszange als Symbolbild für digitale Werkzeuge Moriitz Vennemann / DRK-Service GmbH
Finden Sie diverse Softwarelösungen für Ihre jeweiligen Bedarfe

Digitale Werkzeuge in der Kita – Begleitung eines Pilotprojektes

Warum setzen wir dieses Projekt um?

Ein Kind schaukelt in der grünen Natur. Pexels
Die Ausgangslage bei digitalen Werkzeugen in der Kita.

Das Potenzial der Digitalisierung wird in vielen Kindertagesstätten bisher kaum oder gar nicht genutzt. Dabei können digitale Werkzeuge die Verwaltung vereinfachen, eine fortlaufende Dokumentation gewährleisten oder eine ortsunabhängige Kommunikation mit den Eltern ermöglichen. Oftmals werden in den Einrichtungen Strichlisten zum Festhalten der Anwesenheit genutzt und es werden Elternbriefe ausgedruckt, kopiert, gefaltet und in Fächer verteilt, um wichtige Informationen zu verbreiten. Das morgendliche Abmelden bei Krankheit des Kindes wird für Eltern zur nervigen Pflicht, weil sie die Fachkräfte schlecht ans Telefon bekommen und die Erzieherinnen und Erzieher sich auf der anderen Seite zu dieser Uhrzeit um die ankommenden Kinder kümmern möchten, anstatt das Telefon zu bedienen. So begannen immer mehr Fachkräfte, Kita-Leitungen und Träger sich die Frage nach digitalen Werkzeugen zur Unterstützung zu stellen.

Neben dem Wunsch nach einer Software, die in der Organisation und in der Kommunikation mit den Eltern unterstützt, ist auch die mangelnde Ausstattung mit entsprechender Hardware eine Herausforderung in vielen Kitas. Es fehlt an Computern oder Tablets für die Fachkräfte und Kita-Leitungen sowie in sehr vielen Einrichtungen auch an einem flächendeckendem WLAN. Darüber hinaus ist die IT-Affinität und damit die Bereitschaft der Belegschaft sich auf technische Unterstützung einzulassen nicht immer gegeben.

Die Kompetenzzentren Digitalisierung habe sich in 2019 auf den Weg gemacht und zwei Kitas bei der Auswahl und Anschaffung von digitalen Werkzeugen unterstützt.

Welche Ziele möchte dieses Projekt erreichen?

Auf einem Tisch liegen sehr viele Stifte, Marker und ein Tuschkasten. Pixabay
Die zwei Ziele des Projekts

Zwei Ziele werden mit dem Projekt verfolgt: Zum einen wird analysiert, wie die Einführung einer Software Fachkräfte und Kita-Leitungen in ihrer täglichen Arbeit unterstützen kann. Zum anderen wird begleitend ein Leitfaden erstellt, der den Prozess der Softwareeinführung abbildet, sodass eine Skalierung für weitere Träger und Einrichtungen möglich ist. Es werden Wege aufgezeigt, wie die Verwaltung der Kita vereinfacht wird und wie Medienbrüche (das sind zum Beispiel Arbeitsschritte, bei denen etwas von einem Zettel in eine Excel-Tabelle oder in ein Programm eingegeben werden muss oder bei denen etwas ausgedruckt wird) minimiert werden. Ein besonderer Fokus liegt für viele Einrichtungen jedoch auf der Kommunikation mit den Eltern, die mittels digitalen Hilfsmitteln unterstützt wird.

Bei der Einführung digitaler Werkzeuge ist es wichtig, dass sich bei den Mitarbeitenden eine wirkliche Zeitersparnis bemerkbar macht und kein dauerhafter Mehraufwand durch Pflege und Anwendung der Software entsteht. Bevor eine Software angeschafft wird, ist es notwendig zu beurteilen, welche Bedarfe eine bestimmte Einrichtung hat und wie diese bestmöglich digital unterstützt werden können. Das Ergebnis der somit durchgeführten Anforderungsanalyse kann dann sein, dass nicht für jede Einrichtung das gleiche Produkt mit den identischen Einstellungen passend ist.

Wie haben wir dieses Projekt umgesetzt?

Drei Screenshot der Applikation Leandoo: Eine Smartphoneansicht, eine Desktopansicht des Dashboards und eine Ansicht des Profils. leandoo
Screenshots der Kita-App

Es wurden zwei Pilotkitas aus der DRK Kinderwelt in Altena-Lüdenscheid und Lünen gGmbH bei der Anschaffung und Auswahl von Hardware und Software zur Unterstützung des Kitaalltags begleitet. Die Kindertagesstätte „Anneliese-Pfeiffer“ in Plettenberg-Ohle und die DRK-Kita in Schalksmühle wurden durch das Kompetenzzentrum West bei der Kommunikation mit dem Hersteller und bei der Inbetriebnahme der ausgewählten Produkte eng begleitet. Dafür mussten zu Beginn die Anforderungen analysiert werden, um eine passende Software auswählen zu können. Zu diesem Zweck hat eine Mitarbeiterin des Kompetenzzentrums Digitalisierung West die Kitas besucht, ihre Arbeitsabläufe kennengelernt und mit den Fachkräften gesprochen, bevor sie sich zusammen mit den Leiterinnen der Kindertagesstätten an die Auswahl einer Software gemacht hat. Der Wunsch nach einer Anwendung, die sowohl die Kommunikation mit den Eltern vereinfacht als auch Verwaltungsaufgaben abdeckt, hat zu einer ersten Eingrenzung der möglichen Produkte geführt.

Für die beiden Pilotkitas wurde Leandoo als Komplettlösung zur Verwaltung, Dokumentation und Kommunikation ausgewählt. Die guten Erfahrungen mit der Software in anderen Kindertagesstätten in Westfalen-Lippe und die schlichte und übersichtliche Gestaltung, die einen einfachen Einstieg in die softwaregestützte Arbeit ermöglichen, waren ausschlaggebend für die Entscheidung. Darüber hinaus wurde je ein Tablet für jede Gruppe in den Kitas angeschafft. Die Einführung erfolgte dann Schritt für Schritt:

  1. Die Leitungen bekamen eine digitale Einführung in das Produkt und seine Funktionen.
  2. In Phase 2 haben sich die Leiterinnen mit der Administration und weiteren Funktionen der Software vertraut gemacht.
  3. Anschließend haben weitere Fachkräfte Zugänge erhalten, sodass ich das Team zusammen einen Eindruck von den Funktionen der Software machen konnte.
  4. Für den tatsächlichen Start, wurden in einer der Kitas einige wenige Kinder eingepflegt, deren Eltern sich freiwillig für einen Test der App zur Verfügung gestellt haben.

Ein dreiviertel Jahr nach der Einführung der Software in der ersten Kita wurde ein Evaluationstermin durchgeführt, um den Nutzen im Kitaalltag zu bewerten. Die Kita-Leiterin ist überzeugt:

Wir haben jetzt immer alle relevanten Informationen bei uns. Egal ob es um die Verpflegung am Mittag geht oder um eine Notfallsituation, bei der das Gebäude geräumt werden muss, ein einfaches Handy genügt zum Abruf der Anwesenheiten.

Sie unterstützt nun auch andere Einrichtungen bei der Auswahl und Einführung digitaler Werkzeuge.

Durch das Kompetenzzentrum West werden parallel weitere Träger bei der Beantragung von Fördergeldern zur Einführung digitaler Werkzeuge unterstützt, es wird ein Praxistag zur Vorstellung verschiedener Anwendungen durchgeführt und ein Leitfaden erstellt, welcher die Einführung einer Software, notwendige Schritte, einen beispielhaften Zeitplan und einen Vergleich der aktuell am Markt gängigen Programme beinhaltet. Darüber hinaus fließen die Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt in einen landesverbandweiten Gesprächskreis zur Digitalisierung in der Kita ein. Somit ist anschließend an das Pilotprojekt auch direkt für die Skalierung des Projekts im DRK Landesverband Westfalen-Lippe und darüber hinaus gesorgt.

Wie setzen sich die Kosten zusammen? Gibt es Fördermittel?

Tisch mit Post-its und Stiften, auf einem Post-it steht "Finanzierung". Frieder Unselt / DRK
Die Finanzierung des Projekts

Die Lizenzkosten für eine Komplettlösung liegen zwischen 600 und 1848 € im Jahr für eine Einrichtung mit 80 Kindern. Ein Vergleich verschiedener Produkte mit den entsprechenden Kosten ist im Leitfaden zur Softwareeinführung gegeben. Es lohnt sich auch mit den Herstellern über Sonderpreise zu sprechen, wenn zum Beispiel mehrere Einrichtungen eines Trägers ausgestattet werden sollen. Darüber hinaus wird ein einfaches Tablet je Gruppe empfohlen, um die Kernarbeitsprozesse erfolgreich zu digitalisieren und ein Laptop für die Einrichtungsleitung.

Die Finanzierung der Softwarelizenzen für das erste Jahr sowie der minimal benötigten Hardware für die beiden Einrichtungen wurde aus Mitteln der Kompetenzzentren ermöglicht.

Weitere Skalierungen werden mittels Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln sichergestellt. Weitere Informationen zu Finanzierungsmöglichkeiten finden Sie auf der Fördermittelseite der Kompetenzzentren.

Welche Erfahrungen und Erlebnisse möchten wir mit Ihnen teilen?

An einer Pinnwand hängt ein gelbes Post-it auf dem eine Glühbirne gemalt ist. absolutvision / unsplash
Tipps und Tricks. Erfahrungen und Ideen für Sie

Planen Sie für die Einführung einer umfangreichen Software in einer Kita genügend Zeit und Ressourcen ein, um den Erfolg des Projekts sicherzustellen. Auch die Gewöhnung an die damit verbundenen neuen Arbeitsprozesse nimmt einige Zeit in Anspruch, bis die Fachkräfte merken, dass sie tatsächlich mehr Zeit für die Arbeit mit den Kindern haben. Geben Sie den Mitarbeitenden einige Monate Zeit, um sich an die neuen Arbeitsprozesse gewöhnen, bevor Sie evaluieren, in welchen Bereichen die Software eine gute Unterstützung bietet und in welchen nicht. Die Mitarbeitenden mitzunehmen, zu schulen und ihnen individuell die Zeit zu geben, die sie brauchen, um sich an die neuen Prozesse zu gewöhnen, ist essenziell für den Erfolg eines Softwareeinführungsprojektes. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es sinnvoll ist, digital affine Mitarbeitende zu benennen, die die Einführung und Nutzung der Software in einer Kita begleiten und als Ansprechpersonen für unsichere Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung stehen.

Einige Jugendämter schreiben die Nutzung einer bestimmten Software zur Verwaltung vor. Darüber hinaus haben die Kommunen Programme, über die Bedarfe und Verteilungen der Kitaplätze geregelt sind. Prüfen Sie das Vorhandensein von Schnittstellen zu diesen Programmen oder die Bereitschaft des Herstellers diese zur Verfügung zu stellen. Viele der Programme sind relativ neu auf dem Markt und die Bereitschaft der Hersteller Anpassungen vorzunehmen ist groß. Die Kita in Schalksmühle steht aktuell genau vor dieser Herausforderung. Da das Jugendamt vor Ort mit KiTaPLUS arbeitet, wird hier eine Schnittstelle benötigt, um einen doppelten Arbeitsaufwand in der Datenpflege zu vermeiden. Der Hersteller von Leandoo ist aktuell dabei eine solche Schnittstelle zur Verfügung zu stellen. Das Einführungsprojekt in Schalksmühle wurde aufgrund der notwendigen Abstimmungen zwischen den beiden Softwareherstellern jedoch bereits um mehrere Monate verzögert.

Auf der Seite der Anwenderinnen und Anwender erhöht die Vereinfachung dieser Prozesse durch automatisierte Schnittstellen und die damit einhergehende Vermeidung doppelter Datenpflege die Akzeptanz des Programms erheblich.

Prüfen Sie darüber hinaus die Qualität des WLANs in den Einrichtungen und, falls die Nutzung der Software in den Gruppen selbst geplant ist, auch in den Gruppenräumen. Wird ständig auf die Reaktion des Programms gewartet oder funktioniert die Synchronisation der Daten nicht wie erwartet, ist die Frustration groß und die Akzeptanz der Software sinkt entsprechend.

Gerade die Corona-Pandemie mit der Notwendigkeit spontan neue Regelungen der Kitaöffnungen an die Eltern zu kommunizieren und den Kontakt über die Distanz auch mit den Kindern zu halten hat jedoch gezeigt, wie wertvoll digitale Werkzeuge auch für die Arbeit in Kindertageseinrichtungen sind:

"Gerade Corona hat gezeigt, wie wertvoll digitale Kommunikation ist. Die Eltern zu erreichen war zum Teil total schwer. Da hätten wir uns gewünscht, dass wir mit der Einführung schon weiter gewesen wären."

Wer sind Ihre Ansprechpersonen für Nachfragen und Anfragen?

Beate Rottkemper vor grüner Natur. Katharina Puche / DRK
Beate Rottkemper

Kompetenzzentren Digitalisierung - Standort West

Beate Rottkemper

DRK Kita Plettenberg-Ohle "Anneliese Pfeiffer"

Diana Neuhaus


Linksammlung und Tipps für die digitale Kita & Corona


Organisation der Fachkonferenz: Ist doch Kinderleicht

Warum setzen wir dieses Projekt um?

Foto der Kita-Fachkonferenz. Gruppe von Teilnehmenden meldet sich und vor der Gruppe wird eine Präsentation druchgeführt.
© Frieder Unselt / DRK

Im Kita-Kontext bieten sich verschiedenste Anwendungsbereiche für digitale Lösungen: zur einfachen und direkten Kommunikation mit den Eltern, für das morgendliche „Check-In“ der Kinder in der Kita, für eine schnellere Abrechnung oder Personalplanung sowie direkte Schnittstellen zur Verwaltung. Digitale Anwendungen erleichtern schon heute administrative Herausforderungen im Kita-Alltag.

Doch mit der Einführung dieser Anwendungen sind auch viele Fragen zu bedenken, beispielsweise:

  • Welche Bereiche im Arbeitsalltag in Kitas können durch digitale Lösungen überhaupt verbessert oder unterstützt werden?
  • Woran lassen sich sinnvolle digitale Werkzeuge und Apps ganz konkret erkennen?
  • Welche Anwendungen gibt es überhaupt schon? Und wie lassen sich diese finanzieren

Lesen Sie gerne auch unseren Blog-Beitrag zur Digitalisierung der Kindertageseinrichtungen und entdecken Sie weitere Innovationen aus dem Deutschen Roten Kreuz.

Welche Ziele möchte dieses Projekt erreichen?

Kassandra steht vor den Teilnehmenden der Kita-Konferenz und moderiert.
© Frieder Unselt / DRK

Die interaktive Fachkonferenz Ist doch Kinderleicht?! - Digitale Werkzeuge im Arbeitsalltag brachte Kita-Leitungen, Träger sowie Fachberatende zusammen, um diese Fragen in mehreren Modulen miteinander zu diskutieren. Die Konferenz schaffte einen umfassenden Einblick in das Thema Digitalisierung in Kindertageseinrichtungen und sollte die Teilnehmenden dazu befähigen, digitale Angebote auf die Nutzbarkeit im Arbeitsalltag hin zu überprüfen. Dadurch sollten Träger, Kita-Leitungen und Fachberatende für digitale (Verwaltungs-)Tools im Bereich Kita sensibilisiert werden und zwischen den Teilnehmenden ein Wissenstransfer stattfinden.

Wie haben wir dieses Projekt umgesetzt?

Bettina hält einen Vortrag zu digitalen Werkzeugen in der Kita.
© Frieder Unselt / DRK

Bei der Fachkonferenz Ist doch Kinderleicht?! - Digitale Werkzeuge im Arbeitsalltag stand die interaktive Umsetzung im Mittelpunkt – die Teilnehmenden sollten nicht nur Informationen empfangen, sondern die gesamte Veranstaltung auch aktiv mitgestalten.

Die Planung der Fachkonferenz begann im April 2019, wobei insbesondere die Vorbereitung der Workshops, Organisation von Referentinnen und Referenten und das Veranstaltungsmanagement den größten Anteil der Projektplanung einnahmen.

Am 24. und 25. September 2019 fand die Fachkonferenz für Träger, Kita-Leitungen und Fachberatende zu digitalen Werkzeugen in der Verwaltung im Kita-Kontext statt. Mit ca. 60 Teilnehmenden aus ganz Deutschland haben wir in Berlin zunächst mögliche Anwendungsbereiche durchleuchtet und gemeinsam Lösungen zu den Herausforderungen in den verschiedenen Arbeitsbereichen erarbeitet.

Hier finden sie das Programm der Fachkonferenz (PDF)

Die Inhalte der Veranstaltung wurden themenspezifisch in verschiedene Module gegliedert. Jedes Modul wurde dann durch ein interaktives Format umgesetzt: durch Kleingruppenarbeit und Gruppendiskussion, eine Plenumsdiskussion mit Beteiligung der Zuhörerinnen und Zuhörer sowie interaktive Vorträge durch verschiedene Referentinnen und Referenten.

Folgende Module wurden im Rahmen der Veranstaltung angeboten:

Eine Person fotografiert ein Plakat mit einer Persona (Zierlgruppe) ab.
© Frieder Unselt / DRK

Innerhalb einer Fachkonferenz können selbstverständlich weitere agile Methoden und Beteiligungsformate angewendet werden. Diese und weitere interessante Methoden finden sie in unserem Workshopbaukasten Digitalisierung (erscheint demnächst).

Die Teilnehmenden hatten so die Möglichkeit sowohl mit Kolleginnen und Kollegen als auch mit Expertinnen und Experten in den Austausch zu treten. Zusätzlich erhielten sie Informationen von Referentinnen und Referenten zu verschiedenen relevanten Themen.

Nach zwei produktiven Veranstaltungstagen nutzte das Organisationsteam die folgende Woche zur Evaluation und Nachbereitung der Fachkonferenz.

Wie setzen sich die Kosten zusammen? Gibt es Fördermittel?

Tisch mit Post-its und Stiften, auf einem Post-it steht "Finanzierung". Frieder Unselt / DRK
© Frieder Unselt / DRK

An der zweitägigen Fachkonferenz nahmen ca. 60 Personen teil.

Die gesamte Veranstaltung wurde von der Glücksspirale gefördert. Gemäß der Förderrichtlinien der Glücksspirale stellen die geförderten Organisationen einen Eigenanteil von 20 % aller Kosten.

  • Den Eigenanteil haben wir zwischen den Teams der Digitalisierung und Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung aufgeteilt. Dies erleichterte die Finanzierung des Eigenanteils.
  • Ergänzende Einnahmen wurden durch die erhobenen Teilnahmekosten von 80 € pro Person generiert.

Zentrale Ausgaben für die Fachkonferenz

  • Raum (inkl. Technik wie Beamer und Audio-System): 1.250 €
  • Materialien (z.B. Flipcharts, Giveaways): 100 €
  • Verpflegung/Catering: 3.000 €

Diese Ausgaben sind je nach Auswahl und Personenanzahl anzupassen.

Wir haben keine Honorare für unsere Referentinnen und Referenten ausgezahlt.

An beiden Tagen war ein Fotograf zur professionellen Dokumentation für die Öffentlichkeitsarbeit vor Ort (600 € für beide Tage).

Fördermittel zur Umsetzung der Digitalisierung in der Kita

Die Ergebnisse des auf der Fachkonferenz vorgestellten Moduls 4 Finanzierung und die enthaltene Übersicht möglicher Fördermittel im Bereich Digitalisierung in Kindertageseinrichtungen finden Sie hier als PDF.

Das Kompetenzzentrum bietet eine Übersicht über verschiedene Fördermittel im Bereich Digitalisierung auf unserer Webseite an.

 

 

Welche Erfahrungen und Erlebnisse möchten wir mit Ihnen teilen?

An einer Pinnwand hängt ein gelbes Post-it auf dem eine Glühbirne gemalt ist. absolutvision / unsplash
Tipps und Tricks. Erfahrungen und Ideen für Sie

Im Rahmen der Planung sowie der Umsetzung der Veranstaltung bestätigte sich wieder die Heterogenität des Verbands: Während bereits in einigen der DRK-Gliederungen digitale Lösungen im Kita-Arbeitsalltag eingesetzt werden, gestaltet sich dies in anderen wiederum als schwieriger. Dies mag an fehlenden Ressourcen, Wissen über Möglichkeiten der Digitalisierung sowie anderen unterschiedlichen Ausgangsbedingungen liegen.

Es braucht also Vernetzung und Wissenstransfer, um innovative Lösungen in die Fläche zu tragen und sicherzustellen, dass alle DRK-Gliederungen von neuen Entwicklungen profitieren. Die Teilnehmenden und weitere Interessierte haben sich stark für eine regionale Umsetzung dieses Veranstaltungs-Formats sowie eine mögliche Folgeveranstaltung ausgesprochen.

Frau Inga Goemann, stellvertretende Leitung des DRK Kinderhaus Airport in Bremen, schrieb in unserem Blog einen Gastbeitrag zur Konferenz: Mit dem Koffer zum Markt

Erfahren Sie mehr in unseren Blog-Beiträgen zum Thema Digitalisierung in Kindertageseinrichtungen

Wer sind Ihre Ansprechpersonen für Nachfragen und Anfragen?

Gruppenfoto vor dem Veranstaltungsort der Organisatorinnen. Frieder Unselt / DRK
Von links nach rechts: Bettina Stuffer, Larissa Aldehoff, Ute Degel und Kassandra Becker

Das Organisationsteam der Kita-Fachtagung ist

  • Bettina Stuffer (Kompetenzzentrum Süd)
  • Larissa Aldehoff (ehem. Kompetenzzentrum West)
  • Ute Degel (Referentin für Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung)
  • Kassandra Becker (ehem. Referentin für Soziale Innovation und Digitalisierung)
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