WS_4_Mein_erster_Kleiderladen.jpg Dorian Luebcke / DRK

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DRK Secondhand-Shops

Unsere Mitgliedsverbände betreiben gegenwärtig mehr als 230 Kleiderläden mit guter Secondhand-Ware in Deutschland. Die Läden gibt es in ganz unterschiedlichen Formen und Größen und können Secondhand-Shops, Sozialkaufhäuser, Boutiquen oder auch als Kilo-Shops wirken. Die DRK-Kleiderläden bieten ein kompetentes und niedrigschwelliges Angebot der materiellen und sozialen Grundversorgung sowohl in Städten wie auch auf dem Land.

Mode von Mensch zu Mensch

Dorian Luebcke / DRK
Fachtagung Kleiderläden

Die Kleiderläden befinden sich meist in oder nahe von Stadtzentren und bieten ein vielfältiges Angebot an Secondhand-Waren. Sie wenden sich an ein breites Publikum. Auf eine Bedürftigkeitsprüfung der Kundinnen und Kunden wird meist bewusst verzichtet, um ein unterschiedsloses Einkaufserlebnis zu ermöglichen. Dadurch können Menschen, die sozial benachteiligt und von Ausgrenzung betroffen oder bedroht sind, in den Läden selbstbestimmt einkaufen und anderen Menschen begegnen. Der soziale Aspekt kommt auch sonst nicht zu kurz, denn es werden Information und Beratung vermittelt.Zudem finden verschiedene saisonale Events statt, wie z.B. Modenschauen oder Sales. 

Unsere Kleiderläden an sich sind eigenständige soziale Projekt mit vielfältigen Tätigkeitsbereichen. Daher engagieren sich in den Geschäften viele unterschiedliche Menschen ehrenamtlich, die dort eine sinnvolle Beschäftigung und einen sozialen Treffpunkt finden können. So gibt es Tätigkeitsfelder mit Kundenkontakt, bei der Sortierung und Bepreisung der Ware, der Spendenannahme und Logistik aber auch kreativ bei Schaufenster und- Innengestaltung.

Einigen Mitarbeitenden wird eine berufliche Orientierung bzw. Qualifizierung ermöglicht und sie können dadurch auch auf den 1. Arbeitsmarkt gelangen. In den Sozialkaufhäusern finden Menschen mit Teilhabeeinschränkung, wie z.B. einer geistigen oder körperlichen Behinderung sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Andere Menschen, wie z.B. Studierende, können ihren Lebenslauf aufbessern, in dem sie gesellschaftlich mitwirken und die soziale Teilhabe vor Ort befördern. Die Vielfalt unserer Mitarbeitenden mit ganz unterschiedlichen Geschichten ist ein Markenzeichen. Alle arbeiten nach den internationalen Grundsätzen der Rot Kreuz Bewegung. Dadurch können wir unseren Kundinnen und Kundin ein diskriminierungsfreies Einkaufserlebnis und ein Miteinander auf Augenhöhe ermöglichen.

Secondhand mit gesellschaftlichem Impact

Dorian Luebcke / DRK
Fachtagung Kleiderläden

Viele Kleiderläden sind als gemeinnützige Zweckbetriebe organisiert, neuere Kleiderläden dagegen überwiegend als wirtschaftliche Geschäftsbetriebe. Mit dem Einkauf sowie einer Sach- oder Geldspende helfen unsere Spenderinnen und Spender, Kundinnen und Kunden vielfältig. Secondhand schont Umwelt und Geldbeutel, sodass Ladenbesucherinnen und -besucher gute und erschwingliche Secondhand-Kleidung erwerben können. Die Erlöse fließen zurück in die Arbeit der Secondhand-Geschäfte und sichern satzungsgemäße Aufgaben unserer Landes- und Kreisverbände vor Ort, wie z.B. Hilfsfonds für Kinder oder weitere soziale Projekte im Kinder- und Jugendbereich. Unsere Kleiderläden wirtschaften sozial und meist profitabel. Sie bilden ein soziales Fundament für das aktive Wirken in den meisten Regionen in Deutschland. Sach- und Geldspenden werden setzen die Secondhandläden maximal gemeinwohlorientiert ein, um das soziale Miteinander vor Ort zu stärken.

Wir unterstützen die Kleiderläden mit vielfältigen Angeboten des fachlichen und praktischen Austauschs, des internationalen Wissenstransfers und Projekten zum Aufbau und zur Weiterentwicklung von neuen Kleiderläden als soziale Betriebe. Die Nähe zu den Menschen, die sich tagtäglich ehrenamtlich und hauptamtlich in den Mitgliedsverbänden für Menschen engagieren, hilft uns soziale und gesellschaftliche Teilhabe zu befördern.

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