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Übersicht Newsletter der DRK-Wohlfahrt.

Newsletter
Kinderhilfe
Newsletter Kinderhilfe Oktober 2018
DRK-Generalsekretariat
Bereich Jugend und Wohlfahrtspflege
Inhalt

Lieber Leserinnen und Leser,

der Newsletter DRK-Kinderhilfe bündelt aktuelle wissenschaftliche und verbandspolitische Informationen zur Kindertagesbetreuung für Sie.  Mit dem Stichtag 1.3.2018 betreibt das DRK bundesweit 1.561 Kindertageseinrichtungen. 17.993 engagierte Fachkräfte (ohne freigestellte Leitung, Verwaltung, Hauswirtschaft und Technik) begleiten 114.740 Kinder in ihren Entwicklungsprozessen. Das sind über 26.500 Kinder mehr als noch vor 10 Jahren. Ein Aufwuchs den wir Menschen zu verdanken haben, die sich engagieren und investieren. Sie investieren ihre Arbeitskraft und ihr Vertrauen, damit wir Kindern einen Ort für gesundes Aufwachsen bieten können.

Wir waren unterwegs...

Im September beim Treffen mit den DRK- Landesreferentinnen Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung und auf dem Treffen der Fach- und Praxisberaterinnen des DRK Schleswig-Holstein. Ende September fand der Dialogworkshop für ein besseres Gute-Kita Gesetz statt, zu dem Sie im Newsletter einen Bericht lesen können. In einer Expertinnen- und Expertengruppe begleiten wir das Projekt: Kinder als Akteure der Qualitätsentwicklung in KiTas der Bertelsmann-Stiftung, für das ebenfalls Ende September ein erstes Treffen stattfand. Am 27./28.September haben wir weiterhin 15 Teilnehmende zum Curriculum "Was MACHT was?!" fortgebildet.

Der Oktober begann mit fachlichen Diskussionen im AGJ Fachausschuss "Kindheit, Kinderrechte und Familienpolitik", dem Sabine Urban aktuell vorsitzt. Am 15.Oktober ging es um die pädagogische Umsetzung des Grundsatzes Menschlichkeit in unseren DRK-Kitas. Im Kreisverband Coesfeld beschäftigten sich knapp 200 Fachkräfte hiermit, wozu Sie ebenfalls einen Bericht lesen können. Mitte Oktober waren wir zu Gast zum Fachgespräch „Gute-Kita-Gesetz – Wohin wollen wir in Brandenburg?  der LIGA Brandenburg und diskutierten mit. Der Oktober neigt sich dem Ende und auch im November stehen viele interessante Veranstaltungen, Neuerungen und Begleitprozesse an. Mehr dazu lesen Sie im kommenden Newsletter.

Entspanntes Lesevergnügen wünscht Ihnen Ihr DRK-Kita-Team.

 Neues aus dem DRK

Einladung DRK- Wohlfahrtskongress 2019

Wandel. Weitsicht. Wohlfahrt.  Ideen, Konzepte und Impulse für eine zukunftsfähige Wohlfahrtspflege

DRK-Wohlfahrtskongress
31.01. – 01.02.2019
Urania, Berlin

Gemeinsam mit Ihnen wollen wir auf dem Wohlfahrtskongress des DRK aktuelle Debatten um gesellschaftlichen Wandel, Veränderung und Innovation aufgreifen und die Frage stellen: Was braucht es für eine zukunftsfähige Wohlfahrtspflege?


Besuchen Sie gerne unsere Veranstaltungswebsite und stöbern Sie im Programm. Sie haben die Möglichkeit, aus einer Vielzahl von Foren Ihr persönliches Programm für den Kongress zusammenzustellen.
Bis zum 09.01.2019 können Sie sich zur Veranstaltung anmelden. Wir freuen uns auf Sie.

DRK-Wohlfahrtswebsite in neuem Design

Die Website www.drk-wohlfahrt.de mit neuem Gesicht...

Eine neue Webseite ist immer mit Erwartungen an gute Inhalte verknüpft. Aktuell sollen sie sein und authentisch! Das ist natürlich mit viel Arbeit verbunden, »in Vertretung« aber nicht zu machen. Wenn wir mit unserer neuen Webseite mehr in den digitalen Austausch kommen wollen, müssen wir selber zeigen, wer wir sind.

Mehr zum Warum, wieso, weshalb der Umgestaltung unserer Website finden Sie zum Beispiel in unseren Blogbeiträgen der Website.

 

 

Rettungsideen für Kita-Qualitätsentwicklungsgesetz im Dialog

„Noch retten, was zu retten ist“ - Mit diesem kritischen Statement begann der Dialogworkshop der Initiative „Qualitätsversprechen einlösen“ der Freien Träger und Gewerkschaften am 26.09.2018 in Berlin. Im Fokus dabei das nun im Kabniett verabschiedete Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung, öffentlichkeitswirksam auch „Gute-Kita-Gesetz“ betitelt.

Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD verspricht eine Beteiligung des Bundes an den Kosten der Qualitätsentwicklung der Kindertagesbetreuung. Das ist ein echtes und dringend benötigtes Signal für die Kinder, Familien und Fachkräfte, das frühe Bildung einen wichtigen gesellschaftlichen Stellenwert hat. Viel Hoffnung lag also auf dem Gesetz, dem ein vier Jahre andauernder Aushandlungsprozess von Bund, Ländern, Kommunen, Trägern, Eltern und Wissenschaft voran stand. Mit dem aktuellen Gesetzesentwurf hingegen wurde diese Hoffnung enttäuscht – ein Anlass zur Diskussion mit den Fachleuten und Fachpolitikerinnen und Fachpolitikern im Dialogworkshop.

Stand der Kindertagesbetreuung heute:

Die Ausgaben für die Kindertagesbetreuung haben sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Dafür sind mehr als 300.000 Plätze zusätzlich geschaffen worden. Wir haben einen immensen Zuwachs an Fachkräften und einen weiterhin wachsenden Bedarf. In ihrem Input stellte Anette Stein von der Bertelsmann Stiftung den Status Quo dar. Sie machte aber auch deutlich, dass eine Weiterentwicklung der Qualität 8,7 Milliarden Euro jährlich zusätzlich benötigen würde, um die Teilhabe von Kindern bundesweit anzugleichen und zu verbessern.

Hoffnung kommt von der Politik:

In ihren Beiträgen sahen auch die Fachpolitikerinnen noch Verbesserungsbedarf und Entwicklungsmöglichkeiten im Gesetz. Mit Änderungsanträgen müsse man nun die Lücken schließen und eine verbindliche Beteiligungsregelung schaffen. Die Diskussion um das Gesetz wird nun im Bundestag und Bundesrat fortgeführt. Das DRK gemeinsam mit starken Partnern wirkt hier gemeinsam für eine inhaltliche Verbesserung des Gesetzes, damit Qualitätsverbesserungen auch vor Ort spürbar werden.

Drei Hauptkritikpunkte zusammengefasst:

  • Keine dauerhafte Finanzierung und damit keine Planungssicherheit für Maßnahmen der Qualitätsentwicklung in den Ländern.
  • Statt über ein Sondervermögen soll das Gute-Kita-Gesetz über Umsatzsteuerpunkte finanziert werden und damit fehle die Verbindlichkeit, wo die Mittel tatsächlich hinfließen.
  • Die Beitragsfreiheit beziehungsweise soziale Staffelung der Beiträge ist wichtig, „gehört aber nichts in dieses Gesetz“ und habe nichts mit Qualitätsentwicklung und Entlastung der pädagogischen Praxis zu tun. Im Fokus müssten „harte Faktoren der Qualitätsentwicklung“ wie ein verbesserter Fachkraft-Kind-Schlüssel oder die Leitungsfreistellung stehen.

Mehr zur Kritik am Gute-Kita-Gesetz ist beim Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung  sowie in der Stellungnahme der BAGFW zum Gesetzesentwurf zu lesen. 

Ist Menschlichkeit leicht?

Diese Frage stellte sich am Montag, den 15.10.2018 um die 200 Erzieherinnen und Erzieher auf dem Fachtag zur Umsetzung der Rotkreuz-Grundsätze in der pädagogischen Arbeit der Kindertageseinrichtungen. Eingeladen ins Canisianum nach Lüdinghausen hatte die Kindertageseinrichtungen im Kreis Coesfeld gGmbH. Bereits in den einführenden Worten von Marlene Zapfe, Fachberaterin für Kindertageseinrichtungen, wurde die Frage „Ist Menschlichkeit leicht?“ aufgeworfen. Natürlich gab es darauf keine einfache Antwort, aber viele Suchbewegungen und am Ende die Erkenntnis: Na klar, mit der richtigen Haltung ist Menschlichkeit leicht. Was es aber braucht, um sich diese zu erarbeiten, zeigte der Tag. Einführend gab es von Sabine Urban, Referentin Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung, einen Einblick in die pädagogische Bedeutung der Grundsätze und damit einen Spaziergang durch das Hauptaufgabenfeld Kindertagesbetreuung.

Aus dem Grundsatz Menschlichkeit lassen sich drei Kernaussagen ableiten, die zeigen wie Menschlichkeit in den DRK-Kitas mit Leben gefüllt wird:

Das Kind als eigenständige Person achten, was bedeutet, dem Kind den gleichen Stellenwert zuzugestehen wie einem Erwachsenen. Kinder haben Rechte, und diese müssen in der Kita gelebt und im Grundgesetz verankert werden.

Der Menschenwürde jedes Kindes Achtung verschaffen: Dafür bieten wir Kindern die bestmöglichen Bedingungen, und wir tragen dazu bei, dass ihnen kein Schaden in der Kita entsteht. Ein hoher Anspruch, vor allem unter den gewachsenen Anforderungen und manchmal unsicheren Rahmenbedingungen. Umso wichtiger zu klären, wie uns das gelingt. Das bedeutet aber auch, dazu beizutragen, dass in den Kindertageseinrichtungen keine Ausgrenzungen stattfinden. Die Entwicklung von sozialem Verhalten, also das Verständnis für andere zu entwickeln und in einer sozialen Gemeinschaft zu leben. Das bedeutet zum Beispiel, die Rolle von Freundschaften zu kennen, wie sie sich entwickeln und sie daher in der pädagogischen Arbeit bewusst zu fördern.

Partizipation umsetzen

Partizipation umsetzen - so viel stand nach dem Fachvortrag von Barbara Wever fest – ist ein wesentlicher Prozess für die Teams in den DRK-Kindertageseinrichtungen, um diese drei Kernaussagen mit Leben zu füllen: Sich der eigenen erwachsenen Macht bewusst zu werden, sie abzugeben und Kindern damit zur Umsetzung ihrer Rechte zu verhelfen ist dafür grundlegend.

Noch einmal richtig gearbeitet wurde dann am Nachmittag in den Workshops. Wie definieren wir Menschlichkeit für uns? Wo fängt Unmenschlichkeit an? Wo erleben Kinder, Eltern und auch Fachkräfte Menschlichkeit in Ihrer Kita? Kinder in ihrer individuellen Begleitung zu unterstützen bedeutet, sich mit Alltagssituationen zu beschäftigen und damit, wie ich auf das Kind zugehe und was das bewirkt.

Wir sind viele und wir erreichen viel

Dies resümierte Christoph Schlütermann, Geschäftsführer der Kindertageseinrichtungen im Kreis Coesfeld gGmbH rückblickend auf den guten inhaltlichen Fachtag und dankte den Fachberaterinnen für dessen Organisation. Um dieser Aussage noch mehr Ausdruck zu verleihen, gab es ein gemeinsames Foto mit den Teilnehmenden, nur einem Teil der über 500 pädagogischen Fachkräfte der DRK-Kitas vor Ort.

 

 

 Projekt "Demokratie leben - von Anfang an!"

Großes Interesse an Fachtagung "Demokratie inklusive"

Am 13./14. November 2018 lädt die Koordinierungsstelle nach Berlin zu ihrer ersten Fachtagung „Demokratie inklusive. Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung“ ein. Das Interesse an unserer Fachtagung war so groß, dass die maximale Teilnehmendenzahl innerhalb kürzester Zeit erreicht war und unsere Warteliste immer länger wurde. Jetzt freuen wir uns, mit rund 200 Teilnehmer*innen im November über aktuelle Herausforderungen und Beispiele guter Praxis im Bereich Demokratie- und Vielfaltpädagogik diskutieren zu können.

Eröffnet wird die Fachtagung von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey. In einem einführenden Statement wird sie sich der gesellschaftspolitischen Bedeutung von Demokratiebildung in der Frühpädagogik widmen. Anschließend wird Prof.in Dr. Raingard Knauer in einem Fachvortrag einen Überblick über das Themenfeld "Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung" geben und eine konzeptionelle Einordnung vornehmen. Am zweiten Veranstaltungstag wird es praktisch: Die Teilnehmer*innen haben in insgesamt 11 Workshops die Möglichkeit, das Themenfeld Demokratiebildung und Vielfaltspädagogik anhand konkreter Beispiele zu diskutieren und es aus der Perspektive verschiedener Handlungsebenen wie Familie/Eltern, Fachberatung und Träger zu beleuchten. Informationen zu den Workshops finden Sie hier.

Leider können wir nicht allen Interessierten einen Platz anbieten. Aber es gibt gute Nachrichten für all diejenigen, die dieses Jahr nicht dabei sein können: Der Termin für unsere nächste Fachtagung steht bereits fest – Sie sollten sich den 06./07. November 2019 bereits jetzt vormerken.

Quelle: duvk.de 

Ene, mene, muh - und raus bist du! Ungleichwertigkeit und frühkindliche Pädagogik

Nach der Broschüre „Demokratie ist (k)ein Kindergeburtstag“ veröffentlicht die bei der Amadeu Antonio Stiftung ansässige Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus die neue Handreichung "Ene, mene, muh - und raus bist du". Die Publikation enthält aktualisierte Empfehlungen zum Umgang mit Abwertungen, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus im Handlungsfeld Kindertagesbetreuung.

Die Vorstellung, dass Menschen nicht gleichwertig sind, ist die Grundlage für Abwertungen und das ideologische Fundament extrem rechter Haltungen. Schon in der Kindertagesbetreuung spielen Vorstellungen von Ungleichwertigkeit eine Rolle - ob im Team, in der Arbeit mit Eltern, oder auch in der frühkindlichen Pädagogik. Abwertungen und Ausschlüsse verhindern einen gleichwertigen Zugang zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe für alle Kinder. Die vorliegende Handreichung gibt Hinweise und Handlungsgempfehlungen, wie im Arbeitsfeld Kindertagesbetreuung Demokratie- und Menschenfeindlichkeit, Abwertung und Rechtsextremismus entgegen gewirkt werden kann.

Herausgeberin: Amadeu Antonio Stiftung, Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus

Die Handreichung kann kostenlos unter netzwerke(at)amadeu-antonio-stiftung.de bestellt werden und steht zum Download zur Verfügung.

Stimmen aus der Wissenschaft: Prof.in Dr. Heike Radvan

Dr. Heike Radvan ist Professorin für Soziale Arbeit an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Zuvor war sie viele Jahre für die Amadeu-Antonio-Stiftung tätig und hat dort die Fachstelle „Gender und Rechtsextremismus“ aufgebaut und geleitet. Zu Heike Radvans Forschungsschwerpunkten zählen: (geschlechterreflektierende) Rechtsextremismusprävention, pädagogisches Handeln und Antisemitismus sowie Diversität in ländlichen Räumen der neuen Bundesländer. Seit Herbst 2017 ist sie Mitglied im Beirat des Kooperationsprojekts "Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung".

In einem Interview mit der Koordinierungsstelle beschreibt Frau Prof.*in Dr. Radvan, warum sie sich für Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung einsetzt. Das Interview finden Sie hier.

 


 Veranstaltungen

DJI Jahrestagung 2018: Kinderrechte – Jetzt wird's ernst!

Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) veranstaltet seine Wissenschaftliche Jahrestagung in diesem Jahr zum Thema Kinderrechte und zieht Zwischenbilanz in Bezug auf deren Umsetzung. Diskutiert werden Konsequenzen für das politische Handeln genauso wie Implikationen für die Fachpraxis. Die Tagung findet am 13. und 14. November in Berlin statt.

In Deutschland ist die Realisierung der Kinderrechte bis heute ein langwieriger und schwieriger Prozess. Zwar ist die UN-Kinderrechtskonvention im Jahr 1992 von der Bundesrepublik ratifiziert worden, jedoch mit einer Einschränkung für geflüchtete Kinder: Sie konnten schon im Alter von 16 Jahren in Abschiebehaft genommen werden. Diese Regelung wurde erst im Jahr 2010 aufgehoben. Im selben Jahr entschied das Bundesverfassungsgericht, dass alle Kinder ein Recht darauf haben, dass ihr materielles Existenzminimum unabhängig von dem ihrer Eltern berechnet wird.

Die diesjährige Jahrestagung des Deutschen Jugendinstituts (DJI) zieht Zwischenbilanz, inwieweit die bereits ratifizierten Kinderrechte in der Praxis umgesetzt werden und welche Hürden es zu überwinden gilt. In seinem Eröffnungsvortrag setzt sich Hans Betram, ehemals DJI-Direktor, mit dem Thema: „Kinderrechte als Menschenrechte? Perspektiven für die deutsche Kinder-, Jugend- und Familienpolitik“ auseinander. Konsequenzen für die Politik diskutieren Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Katharina Gerarts, Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Kinder und Jugendrechte, die Vorsitzende der Kinderrechtskommission Bettina Wiesmann (CDU), mit Sven Lehmann (Bündnis 90/Die GRÜNEN) und Norbert Müller (Die Linke) zwei Mitglieder der Kinderrechtskommission sowie DJI-Forschungsdirektorin Sabine Walper.

In neun Foren werden die Bedeutung der Kinderrechte und deren Umsetzung in der Kinder- und Jugendhilfe sowie weiteren relevanten Lebensbereichen analysiert. Die Tagung findet am 13. und 14. November im Hotel Aquino in Berlin statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmelden können Sie sich hier.

"Kita-Träger in Aktion – Bildung für nachhaltige Entwicklung strukturell verankern", 7.12.2018 in Berlin

Bildung für nachhaltige Entwicklung in der frühkindlichen Bildung – das bedeutet, Kindern die Möglichkeit zu geben, ihre Umwelt zu erkunden, Zusammenhänge zu entdecken und sich Gedanken über Gerechtigkeit, Ressourcen sowie über den Umgang miteinander zu machen. Wie kann es gelingen, Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Qualitätsmanagement-Konzepten und -Systemen der Trägerverbände und der Träger zu verankern? Das soll auf der bundesweiten Tagung "Kita-Träger in Aktion – Bildung für nachhaltige Entwicklung strukturell verankern" am 7. Dezember 2018 in Berlin diskutiert werden. Veranstaltet wird die Tagung vom Haus der kleinen Forscher und vom Fachforum Frühkindliche Bildung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), in dem sich auch die WiFF engagiert.

Zur Anmeldung geht es hier.

 Fachpolitisch Aktuelles

Wohlfahrtsverbände und Gewerkschaften fordern Änderungen im Entwurf des Gute-KiTa-Gesetzes

Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege und die Gewerkschaften sehen Nachbesserungsbedarf im Entwurf des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung. 

Die größer werdende Bedeutung frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung machen einen Ausbau der Kindertagesbetreuung und langfristige Investitionen des Bundes, auch in die Qualität der Angebote, notwendig. Die Investitionen sollten über 2022 hinausgehen, unterstreicht Caritas-Präsident Peter Neher, der auch die Präsidentschaft der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) innehat. Nur bei einer dauerhaften Beteiligung des Bundes an der Finanzierung sei davon auszugehen, dass die Länder die Qualität der Kindertagesbetreuung konsequent weiterentwickeln.

Anlässlich der heutigen Lesung des Gesetzentwurfs im Deutschen Bundestag unterstreichen die Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbände die Notwendigkeit, die vom Bund in Aussicht gestellten Finanzmittel dauerhaft zur Verfügung zu stellen und diese über ein Sondervermögen des Bundes an die Länder zu verteilen. Kritisch bewerten sie, dass die Zuschüsse an die Länder über eine Umverteilung der Umsatzsteueranteile geregelt werden sollen. „Mit den zusätzlichen Mitteln dürfen keine Haushaltslöcher gestopft werden, sondern das Geld muss zwingend zur Qualitätsverbesserung der KiTas verwendet werden“, betont Sylvia Bühler, Mitglied im Bundesvorstand von ver.di. „Die Bundesmittel müssen vor allem für die Verbesserung der Personalschlüssel und für die Ausbildung von Fachkräften eingesetzt werden, und dies muss der Bund sicherstellen können“, erklärt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Pieper.

„Grundsätzlich ist das Engagement des Bundes zu würdigen“, sagt Björn Köhler, Vorstandsmitglied der GEW. „Wir befürchten aber, dass ein großer Teil der Mittel für die Beitragsfreiheit verwendet wird“, so Köhler. Hierin sehen die Verbände und Gewerkschaften zwar eine wichtige familienpolitische Aufgabe, diese dürfe aber in der aktuellen Debatte nicht gegen den Qualitätsausbau ausgespielt werden.

„Ein wirklich Gutes-Kita-Gesetz muss Strukturen schaffen, in denen jedes Kind gleich gut betreut und gefördert, vergleichbare Zukunftschancen hat. Deutschland ist zu reich, um Ausreden dafür zu haben, dass der Wohnort über den Zugang zu guter Bildung entscheidet“, betont Caritas-Präsident Peter Neher.

Wohlfahrtsverbände und Gewerkschaften fordern die Fraktionen des Deutschen Bundestags auf, im laufenden Gesetzgebungsverfahren entsprechende Änderungsanträge einzureichen, die eine dauerhafte Beteiligung des Bundes und eine Finanzierung über ein Sondervermögen sicherstellen.


Im Rahmen des „Gute-KiTa-Gesetzes“ haben die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege und der Gewerkschaften die Initiative „Qualitätsversprechen einlösen“ gegründet. Der Initiative gehören an der Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V., der Deutsche Caritasverband e.V. mit dem Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) – Bundesverband e.V, das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie Deutschland mit der Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder e.V, der Paritätische Gesamtverband, die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)

Quelle: Pressemitteilung vom 18.10.2018

Bundestag und Bundesrat beraten über das Kita-Qualitäts- und Teilhabeverbesserungsgesetz

Der Bund will bis 2022 rund 5,5 Milliarden Euro in den qualitativen Ausbau der Kita-Betreuung investieren. Dies sieht der Entwurf der Bundesregierung für ein „Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung“ (19/4947) vor, über das der Bundestag am Donnerstag, 18. Oktober 2018, in erster Lesung beraten hat. Mit diesem sogenannten „Gute-Kita-Gesetz“ sollen zudem bundesweit soziale Staffelungen der Kita-Gebühren ermöglicht werden beziehungsweise einkommensschwache Familien von den Gebühren befreit werden können.

Mehr zur Debatte im Bundestag finden Sie hier.

Gute Kitas nur mit dauerhafter Unterstützung durch den Bund

Der Bundesrat fordert, dass sich die Bundesregierung finanziell über das Jahr 2020 hinaus dauerhaft an der Verbesserung der Kinderbetreuung beteiligt. Nur so könne die Qualität in den Kitas bundesweit tatsächlich verbessert werden, erklären die Länder in ihrer Stellungnahme vom 19. Oktober 2018 zum Regierungsentwurf des Guten-Kita-Gesetzes.

Mehr zur Lesung und die Stellungnahme des Bundesrats finden Sie hier.

Jugend-Check: Welche Auswirkungen hat das „Gute-Kita-Gesetz“ auf junge Menschen?

Neben zahlreichen Stellungnahmen von Verbänden hat sich auch das Kompetenzzentrum Jugend-Check (KomJC) mit dem Referentenentwurf des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für das KiTa-Qualitätsentwicklungsgesetz (KiQuEG), oder kurz „Gute-KiTa-Gesetz“, auseinander gesetzt. Der Jugend-Check erläutert das Gesetzesvorhaben und prüft, welche Gruppen der 12- bis 27-Jährigen betroffen sind und welche Auswirkungen das Gesetz auf junge Menschen haben könnte. Die Bewertung finden Sie hier.


DRK Kita für Deutschen Kita- Preis nominiert

Das DRK-Kinderhaus Bullerbü in Weingarten ist unter den 25 Nominierten Einrichtungen für den Deutschen Kita-Preis. Denn die 15 nominierten lokalen Bündnisse für frühe Bildung sowie die 25 nominierten Kitas 2019 stehen nun fest. Alle Nominierten sind auf folgender Webseite zu finden www.deutscher-kita-preis.de/nominierte

Und wie geht es jetzt weiter?

Die nominierten Kitas haben weitere Bewerbungsunterlagen erhalten, in denen sie ihre Stärken umfassend darstellen können, die ausgewählten Bündnisse werden zu Telefoninterviews eingeladen.

Welche Nominierten weiterkommen, entscheidet sich Mitte Januar. Dann werden zehn Kitas und zehn Bündnisse verkündet, die ins Finale des Deutschen Kita-Preises einziehen und in den darauffolgenden Wochen von Fachleuten vor Ort besucht werden. Wer im Frühjahr zu den Preisträgern zählen wird, entscheidet anschließend eine unabhängige Experten-Jury. Ergänzend hierzu wird es ein ELTERN-Sonderpreis für Kitas vergeben, der über ein deutschlandweites Online-Voting im April ermittelt wird.

Kita-Ausbau: Es reicht nicht

In Deutschland nehmen immer mehr Eltern für ihre Kinder Angebote der frühen Bildung in Anspruch. Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der betreuten Kinder unter 3 Jahren nochmals um mehr als 27.000 erhöht, meldete aktuell das Statistische Bundesamt. Christiane Meiner-Teubner, Expertin für frühe Bildung am Deutschen Jugendinstitut (DJI), erklärt im Interview, warum die zusätzlich geschaffenen Plätze in der Kindertagesbetreuung kein Grund zur Entwarnung sind.

Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der betreuten Kinder unter 3 Jahren nochmals um mehr als 27.200 auf insgesamt 789.600 Kinder erhöht, wie das Statistische Bundesamt aktuell mitteilte. Mehr als jedes dritte unter 3-jährige Kind besucht inzwischen Angebote der frühen Bildung. Christiane Meiner-Teubner, Expertin für frühe Bildung am Deutschen Jugendinstitut (DJI), warnt trotz dieser positiven Entwicklung vor einem weiteren Mangel an Plätzen in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege. Obwohl bereits eine hohe Anzahl zusätzlicher Angebote geschaffen wurde, blieb der Anteil der betreuten Kinder in den vergangenen vier Jahren relativ konstant.  Meiner-Teubner begründet diese Stagnation vor allem mit dem hohen Geburtenanstieg der vergangenen Jahre und der hohen Zuwanderung in 2015 und 2016. Außerdem steigt die Nachfrage nach Plätzen: „Die Zahl der Familien, die sich für ihr Kind eine Kindertagesbetreuung wünschen, erhöht sich deutlich stärker als anfangs angenommen“, betont die DJI-Datenexpertin und weist gleichzeitig auf den Handlungsbedarf in Hinblick auf die geplanten Qualitätsverbesserungen in der frühen Bildung hin.

Das gesamte Interview mit Frau Meiner-Teubner und allen harten Fakten finden Sie hier.

Konzept zur Bekämpfung von sexualisierter Gewalt gegen Kinder

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat am 19.10.2018 ein Konzept vorgelegt, das die Strukturen für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt und Ausbeutung stärkt und die Bedingungen für schnelle und umfassende Hilfen für betroffene Menschen verbessert. Kern des Konzeptes ist die dauerhafte Einrichtung des Amtes einer/eines „Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“. Außerdem wird die Laufzeit der Aufarbeitskommission um weitere fünf Jahre verlängert.

Amt des Unabhängigen Beauftragten wird dauerhaft eingerichtet

Das in voller Bezeichnung so genannte „Konzept zur dauerhaften Stärkung der Strukturen zur Verbesserung von Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt und Ausbeutung in Kindheit und Jugend sowie bestmögliche Hilfen für betroffene Menschen“ umfasst im Einzelnen folgende Punkte:

  • Die dauerhafte Einsetzung einer/eines „Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“ (UBSKM) bei der Bundesregierung. Der/die Unabhängige Beauftragte wird die Bundesregierung bei der Verbesserung von Schutz und Hilfen unterstützen, Handlungsbedarfe identifizieren und weiterhin wichtige Sensibilisierungs- und Aufklärungsarbeit leisten. Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben erhält der Arbeitsstab des Unabhängigen Beauftragten eine angemessene finanzielle und personelle Ausstattung. Konkret geht es um einen Umfang von 25 Beschäftigten, die künftig mit unbefristeten Stellen die Arbeit des UBSKM unterstützen werden.  
  • Die Einrichtung eines ehrenamtlich tätigen Betroffenenrates bei der/dem Unabhängigen Beauftragten. Dadurch wird die strukturierte Beteiligung von Betroffenen auf Bundesebene gewährleistet.
  • Die Verlängerung der Laufzeit der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs in Deutschland. Damit wird die im Januar 2016 begonnene systematische unabhängige Aufarbeitung bis Ende 2023 sichergestellt, um Ausmaß, Ursachen und Folgen von sexualisierter Gewalt gegen Minderjährige aufzuklären.

Quelle: Pressemeldung BMFSFJ, 19.10.2018

Interessenbekundungsverfahren zum neuen Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ startet

Ab sofort läuft das Interessenbekundungsverfahren zum neuen Bundesprogramm „ProKindertagespflege: Wo Bildung für die Kleinsten beginnt“. Mit dem Bundesprogramm fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) von Januar 2019 bis Ende 2021 die Weiterentwicklung der Kindertagespflege in Deutschland.

Nach dem Motto „Qualifiziert Handeln und Betreuen“ sollen die Kindertagespflege weiter gestärkt und die Rahmenbedingungen verbessert werden. Mit dem Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ werden den geförderten Vorhaben in der dreijährigen Laufzeit Fördermittel in Höhe von bis zu 150.000 Euro pro Jahr durch das BMFSFJ zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zum Programm und zum Verfahren finden Sie hier.

Staat wirkt an Erziehung mit – und wirkt auf Erziehung ein

Die AGJ greift im dem Positionspapier Gedanken zum Verhältnis Kind – Eltern – Staat auf. Diese sind für die Kinder- und Jugendhilfe grundlegend und unvermindert aktuell. Die Forderung der Einführung eines Kindergrundrechts in die Verfassung wird bekräftigt. Es wird aber auch aufgezeigt, dass dieses Recht mit dem Anspruch von Eltern auf Unterstützung in der Wahrnehmung ihres Elternrechts verbunden ist. Es wird auf die zunehmende zu achtende Selbstständigkeit von Kindern durch ihre Eltern hingewiesen und konkretisiert, wie der Staat selbst die zunehmende Selbstständigkeit u.a. durch Altersgrenzen im Gesetz achtet. An den Handlungsfeldern Kindertagesbetreuung, Hilfe zur Erziehung und Kinderschutz wird auf die Schwierigkeiten eingegangen, mit denen die Praxis trotz des in der Theorie weitestgehend eindeutigen Verhältnisses Kind – Eltern – Staat konfrontiert ist. Auch weitere Erziehungspersonen sind zu berücksichtigen. Die AGJ bestärkt die Kinder- und Jugendhilfe ihren gesellschaftspolitischen Beitrag im Wertedialog mit den Eltern bei der Erziehung wahrzunehmen.

Das Positionspapier finden Sie unter www.agj.de

16. Kinder- und Jugendbericht: Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter

Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey hat am 18. Oktober eine unabhängige Kommission damit beauftragt, den 16. Kinder- und Jugendbericht zu erarbeiten. Das Thema lautet „Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter“. Der Bericht soll dem Bundesjugendministerium im Frühjahr 2020 übergeben werden, anschließend fügt die Bundesregierung eine Stellungnahme bei.

Mit dem 16. Kinder- und Jugendbericht soll eine Grundlage geschaffen werden, um Institutionen und Konzepte der Demokratiebildung für die Altersgruppe der bis 27-Jährigen weiterentwickeln zu können. Dabei geht es um Bewährtes, aber auch um neue und attraktive Formen zur Vermittlung demokratischer Werte und Praktiken. Ziel ist es, junge Menschen bei ihrer politischen Selbstpositionierung zu unterstützen und ihre Entwicklung zu gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu fördern.

Eine besondere Anforderung im Berichtsauftrag besteht darin, die Perspektive junger Menschen in die Erstellung des Berichts einzubeziehen, zum Beispiel mit Jugend-Workshops. Außerdem soll auch diesmal wieder eine Jugendbroschüre zum Bericht entstehen, in der ein junges Redaktionsteam die Kerninhalte des Berichts kompakt und verständlich aufbereitet.

Die gesamte Pressemeldung des BMFSFJ vom 18.10.2018 finden Sie hier.

 Tipps und Links

Klischee-frei - Die Initiative

Mädchen und Jungen sind vielfältig. Sie sollen einen Beruf finden, der zu ihren Stärken, Interessen und ihrer Lebensplanung passt - frei von Geschlechterklischees. Die Initiative Klischeefrei möchte junge Menschen dabei unterstützen. Sie verfolgt das Ziel, geschlechtergerechte Berufs- und Studienorientierung bundesweit zu etablieren. Mehr zur Initiative finden Sie im gleichnamigen Erklärfilm.

Ich kann kochen! - Infos zum Vernetzungstreffen am 19.Oktober

Am 19. Oktober 2018 fand das erste Ich kann kochen!-Vernetzungstreffen für Träger, Verbände und Kommunen bei unserem Partner, der BARMER, statt.

Gemeinsam haben wir mit Vertreterinnen und Vertretern auch dem Bereich der Kindertagesbetreuung zum Thema „Praktische Ernährungsbildung in Kitas – Gemeinsam mit Träger und Kommune“ diskutiert, Einblicke in die Umsetzung und Anwendung von Ich kann kochen! gegeben sowie leckere Rezepte ausprobiert! 

Damit Sie einen Eindruck von unserer Veranstaltung erhalten können, haben wir die wichtigsten Vorträge und Ergebnisse des Tages für Sie zusammengefasst. In der Dokumentation stehen Ihnen die Folien des Impulsvortrags von Edith Gätjen „Mit Kindern essen. Esserziehung und -beziehung in Kindertagesstätten“, die Dokumentationen der Workshops sowie ausgewählte Bilder zur Verfügung.

Ich kann kochen! ist die größte Initiative für praktische Ernährungsbildung von Kita- und Grundschulkindern in Deutschland. Die Sarah Wiener Stiftung und die Krankenkasse BARMER – wollen Mädchen und Jungen frühestmöglich für ausgewogene Ernährung begeistern: durch eigene Koch-Erfahrung mit frischen Lebensmitteln.

DIE FORTBILDUNG: Wir machen ErzieherInnen zu GenussbotschafterInnen
Kindgerechte Rezepte, Grundlagen zum Essverhalten von Kindern, praktische Tipps zum gemeinsamen
Kochen und vieles mehr: In der eintägigen Fortbildung erfahren ErzieherInnen und andere Fachkräfte
aus Kitas alles, was sie wissen müssen, um gemeinsam mit Kindern auf Geschmacksreise zu
gehen. Die Praxis kommt dabei nicht zu kurz: Alle TeilnehmerInnen verkosten verschiedene Lebensmittel,
kochen und essen gemeinsam. Sie erfahren also praktisch, wie sie Kindern vermitteln können,
wie viel Spaß der genussvolle Umgang mit Essen macht und wie die Heranwachsenden lernen, ihrem
eigenen Körper und Geschmack zu vertrauen.
Unser kostenfreies Fortbildungsangebot gibt es bundesweit. Mit Trägern von Bildungseinrichtungen
(z.B. freie und öffentliche Kitaträger) oder Jugendämtern vereinbaren wir gerne auch Fortbildungen
direkt vor Ort.

DIE BILDUNGSMATERIALIEN: Die perfekte Zutat jederzeit griffbereit
In unseren Online-Materialien gibt es für alle FortbildungsteilnehmerInnen viel Wissenswertes über
Lebensmittel, saisonale Rezepte und Tipps für das pädagogische Kochen mit Kindern — interaktiv aufbereitet, stets aktuell und mit großem Praxisbezug. Ob mit oder ohne Küche, viel oder wenig Zeit:
Unsere Materialien können je nach den Gegebenheiten vor Ort flexibel eingesetzt werden und richten
sich an Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren.

STARTHILFE: Bis zu 500 Euro für Lebensmittel
Alle FortbildungsteilnehmerInnen können für ihre Einrichtung bei der BARMER bis zu 500 € für
Lebensmittel beantragen. So können direkt eigene Ich kann kochen!-Projekte gestartet werden.

Mehr Informationen zur Initiative finden Sie auf: www.ichkannkochen.de

Studie zu aktuellen Entwicklungen in der Fachschulausbildung

Im Zuge des Kita-Ausbaus wurden in den letzten Jahren auch die Aufnahmekapazitäten an den Fachschulen für Sozialpädagogik stark erhöht. Auch strukturell ist reorganisiert worden: Ausdifferenzierte berufsbegleitende Teilzeitmodelle und neue vergütete Ausbildungsformen sollen weitere Zielgruppen für die Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher erschließen. Die Studie analysiert den aktuellen Stand des Reformprozesses unter anderem auf der Grundlage der Ausbildungsverordnungen und Lehrpläne der zuständigen Ministerien sowie eigener Recherchen. Die Autorinnen beleuchten die strukturellen, inhaltlichen und didaktischen Umgestaltungen der letzten Jahre, zeigen deren Potenzial auf und skizzieren Herausforderungen, denen sich die Entscheidungsträger künftig zu stellen haben. Zur Publikation geht es hier.

Neues Infotool für Familienleistungen

www.infotool-familie.de

Mit diesem Tool können Sie in wenigen Schritten ermitteln, auf welche Familienleistungen oder -hilfen Sie oder Ihre Familie voraussichtlich Anspruch haben.

Diese Seite ist ein Informationsangebot des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es dient als erste Anlaufstelle für Familien, um mit wenigen Klicks zu überprüfen, auf welche Familienleistungen Ihre individuelle Familie voraussichtlich Anspruch hat.

Folgende Leistungen sind derzeit Teil des Tools:

·         Ehegattensplitting

·         Basiselterngeld

·         Elterngeld Plus

·         Elternzeit

·         Familienpflegezeit

·         Steuerliche Berücksichtigung der Kinderbetreuungskosten

·         Kindergeld / Kinderfreibetrag

·         Kinderzuschlag

·         Mutterschaftsgeld

·         Mutterschutz

·         Pflegeunterstützungsgeld

·         Pflegezeit

·         Steuerliche Berücksichtigung des Entlastungsbetrags für Alleinerziehende

·         Unterhaltsvorschuss

Wie das Tool im Detail funktioniert, erfahren Sie hier.


Prävention von Schütteltrauma - Flyer „Ihre Nerven liegen blank?“ jetzt in fünf Sprachen übersetzt

Mit Materialien zur Prävention von Schütteltrauma klärt das NZFH (werdende) Eltern über die Gefahren des Schüttelns von Säuglingen und Kleinkindern auf. Der Flyer „Ihre Nerven liegen blank?" informiert über das frühkindliche Schreien und gibt Eltern Tipps im Umgang mit einem Baby, das viel schreit. Der Flyer liegt jetzt neben Deutsch in fünf weiteren Sprachen vor. Die verschiedenen Ausgaben können unter Angabe der Bestellnummer per E-Mail: order(at)bzga.de oder über www.fruehehilfen.de bestellt werden:
Deutsch (Best.-Nr. 16000535)
Englisch (16000549)
Französisch (16000550)
Russisch (16000551)
Türkisch (16000552)
Arabisch (16000553)


FLIMMO-Ausgabe 3/2018 jetzt kostenlos erhältlich

itelthema: Schau dich schlau! Kinder informieren sich

Ob Mathe-Nachhilfe auf YouTube, Internet-Recherche für das nächste Referat oder Kindernachrichten im klassischen Fernsehen: Kinder haben heute mehr denn je Zugang zu unterschiedlichen Informations- und Wissensquellen. Im Kinderfernsehen aber auch im Internet gibt es eine Vielzahl an Programmen und Formaten, die auf unterhaltsame Weise Wissen für Kinder aufbereiten. Die richtige Auswahl zu treffen, ist jedoch nicht leicht. Welche Inhalte sind für welches Alter geeignet? Wie schaffen Eltern den Spagat, Kinder am Informationskosmos teilhaben zu lassen ohne sie zu überfordern?

Zum Start des neuen Schul- und Kindergartenjahres beleuchtet FLIMMO in der aktuellen Ausgabe, wie sich Kinder mit Medien informieren und was Eltern bei der Auswahl passender und altersgerechter Angebote beachten sollten. Darüber hinaus erfahren sie, wie man Kinder bei der Informationssuche unterstützen und begleiten kann, worauf beim Umgang mit Fake News zu achten ist und warum Nachrichten für Erwachsene eher nicht für Kinder geeignet sind.

Weitere Texte und Tipps für den Familienalltag finden Sie im FLIMMO 3/2018:

  • Fernseherziehung: Medienregeln zum Schulanfang
  • FLIMMO erklärt: Fake News
  • Fernsehen im Netz: Alles YouTube? Videoportale im Blick
  • Sendungen im Fokus: Welpen Freunde – Mysticons 

Wie immer gibt es die komplette Broschüre als PDF zum Herunterladen auf www.flimmo.tv

Quelle: FLIMMO

  Kontakt

Sabine Urban
Kinderhilfe/Kindertagesbetreuung
Telefon: 030 8 54 04 - 239
E-Mail: urbans@drk.de

Ute Degel
Referentin Kinderhilfe / Kindertagesbetreuung
Tel.: 030 85404-284 (dienstags, mittwochs und donnerstags)
E-Mail: degelu@drk.de

N.N.
Projektleitung »Demokratie leben ‒ von Anfang an! Demokratieförderung in DRK-Kindertageseinrichtungen«

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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