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Newsletter
Flucht und Migration
Nr. 6-2018 vom 29.06.2018
DRK-Generalsekretariat
Bereich Jugend und Wohlfahrtspflege
Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

die letzten Tagen und Wochen waren für viele Menschen in Deutschland vom Fußball dominiert - für andere von Forderungen und Diskussionen zur Migrationspolitik in Deutschland und Europa. Ersteres wird sich hierzulande eher nicht in eine nationale Erfolgsgeschichte einreihen - und es steht zu befürchten, dass das auch beim zweiten Thema so sein wird! Um Erfolgsgeschichten in kleineren Dimensionen zu unterstützen, haben wir in diesem Newsletter wieder einige Materialien und Hinweise zusammengetragen.

Wie bisher auch können Sie sich für den Newsletter über folgenden Link an- oder abmelden: Newsletter DRK-Wohlfahrt Flucht & Migration und natürlich können Sie den Newsletter auch gerne weiterleiten.

Mit herzlichen Grüßen von den Mitarbeitenden im Themenfeld Flucht und Migration!

 Neues aus dem DRK

Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten

Die Neuregelung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten befindet sich derzeit im Gesetzgebungsverfahren. Am 11.06.2018 fand die Sachverständigenanhörung im Bundestag statt.

Schon jetzt hat der DRK Suchdienst wertvolle Hinweise für die Beratungspraxis aufbereitet und in den aktuellen Fachinformationen veröffentlicht. Hier finden Sie auch die Einordnung des EuGH Urteils vom 12.04.2018 zum Elternnachzug zu anerkannten minderjährigen Flüchtlingen.

Fachinformation des DRK-Suchdienstes zum Familiennachzug von und zu Flüchtlingen (Juni 2018)

Ankündigung: AMIF-Ausschreibung 2018 und 2019

Die EU-Zuständige Behörde kündigt bereits für dieses Jahr eine weitere Ausschreibung an. Voraussichtlich im 3.Quartal 2018 soll es eine Aufforderung zur Einreichung von Projektanträgen von dreijährigen Projekten geben.

Unabhängig davon wird es 2019 eine weitere Aufforderung im Rahmen der Förderperiode 2014-2020  für maximal zweijährige Projekte geben.  Gefördert werden können Projekte aus den Bereichen: Verbesserung der Aufnahmebedingungen für Asylsuchende, Integration von Schutzberechtigten oder aus dem Bereich Rückkehr. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass insbesondere Kooperationsprojekte und Projektverbünde – auch überregional - gute Chancen hatten, gefördert zu werden.

Auf die Ausschreibungen werden wir an dieser Stelle aufmerksam machen. 

DRK-Fachtag Partizipation: Projekte und Angebote mit Geflüchteten entwickeln

Wie können wir Geflüchtete dabei unterstützen, die eigenen Bedarfe sichtbar zu machen sowie Angebote (mit-) initiieren, (mit-)gestalten und durchführen zu können? Welche Strukturen, Methoden und Voraussetzungen benötigen  Träger von Angeboten, um die Bedarfe von Geflüchteten aufnehmen und in partizipative Angebote umsetzen zu können?

Der Fachtag richtet sich an alle, die Angebote mit Geflüchteten entwickeln, entwickelt haben oder entwickeln wollen, von Geflüchtetenselbstorganisationen über Wohlfahrtsverbände hin zu Behörden.

Weitere Informationen und Anmeldung über unsere Website

Webinar zur Arbeitsmarktintegration - Aufzeichnung

Am 18.06.2018 hatten wir mit dem NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge ein Webinar zu rechtlichen Rahmenbedingungen und Unterstützungsmöglichkeiten bei der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten durchgeführt. Wer nicht dabei sein konnte oder nochmal etwas nachhören möchte findet die Aufzeichnung des Webinars unter folgendem Link auf der Website des Netzwerks:

https://www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de/drk/

Handbuch für Ehrenamtliche geht in die zweite Auflage

Das Handbuch für Ehrenamtliche: Wie kann ich Geflüchtete bei der Arbeitsaufnahme unterstützen? wird sehr rege nachgefragt, die erste Auflage ist bereits vergriffen. Das bot die Gelegenheit, bei der zweiten Auflage eine Kleinigkeit zu ändern:

Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist in der Infografik zur Beschäftigung von Geflüchteten der Ausschluss vom Arbeitsmarkt nach § 61 (1) AsylG nicht enthalten. Dies haben wir im Hinblick auf die geplanten ANkER-Zentren im Text auf Seite 6 nun ergänzt: »Personen, die verpflichtet sind in einer Aufnahmeeinrichtung zu wohnen, dürfen grundsätzlich keine Erwerbstätigkeit ausüben«.

Die pdf der zweiten Auflage können Sie bereits auf unserer Website herunterladen - vorbestellte Druckexemplare werden Mitte Juli ausgeliefert.

 Informationen und Materialien für die Beratung

Kurzfilme zur Gesundheitsversorgung

Mit zwei neuen Kurzfilmen und weiteren Sprachfassungen haben die DRK-Soziale Dienste OWL gGmbH und die DRK-Betreuungsdienste Westfalen-Lippe gGmbH das mehrsprachige Informationsprojekt zur medizinischen Versorgung von Geflüchteten, Migrantinnen und Migranten erweitert. Auf der Website www.drk-gesundheitsfilme.de finden sich nun insgesamt neun Erklärvideos in jeweils sechs Sprachen, in denen das Gesundheitssystem und spezielle Themen wie z.B. Krebsvorsorge und Vorsorgeuntersuchungen bei Schwangerschaft oder  für Kinder erklärt werden.

Die filmgestützten Informationen zur gesundheitlichen Versorgung wurden gemeinsam entwickelt mit der filmzeit medien GmbH als Projektagentur und in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium des Landes NRW, welches das Projekt zudem finanziell gefördert hat.

Medizinischer Sprachführer

Der MedGuide ist ein medizinischer Sprachführer zur Überbrückung von Sprachbarrieren bei der medizinischen und psychologischen Beratung. Die neue Ausgabe „Psychiatrie / Psychotherapie / Psychosomatik“ ist nun erschienen und kann auf Deutsch, Arabisch und Farsi über die Website https://www.edition-willkommen.de/ bestellt werden. Ebenso gibt es dort eine Leseprobe.

Der MedGuide wurde im Mai 2017 mit einem Preis zur Interkulturellen Kommunikation ausgezeichnet.

 Tipps und Links

Neue Forschungsergebnisse zur Freiwilligenarbeit mit Geflüchteten

Das Projekt »Perspektive Teilhabe« verknüpft in Publikationen und Fachaustauschen Themen der wissenschaftlichen Debatten zu Freiwilligen mit Bedarfen, die sich aus deren praktischer Arbeit ergeben. Ziel ist es, gesellschaftliche Teilhabe im Engagement zu fördern, um so demokratische Gestaltungs- und Aushandlungsprozesse von Menschen mit und ohne Fluchterfahrung zu fördern. Das vorliegende Working Paper basiert auf Recherchen zu wissenschaftlichen Publikationen, die sich mit den aktuellen Entwicklungen im freiwilligen Engagement  mit Geflüchteten auseinandersetzen. Als Grundlage für die Recherche dienen dabei Erfahrungen aus dem direkten Kontakt mit Freiwilligen in Workshops, Einzelgesprächen und auf Vernetzungsveranstaltungen.

Diese und weitere Materialien finden sich auf der Projektseite der Website

  Kontakt

DRK-Generalsekretariat

Team Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
Carstennstraße 58
12205 Berlin

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