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Übersicht Newsletter der DRK-Wohlfahrt.

Newsletter
Flucht und Migration
Nr. 5-2018 vom 29. Mai 2018
DRK-Generalsekretariat
Bereich Jugend und Wohlfahrtspflege
Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

in den letzten Tagen haben Sie wahrscheinlich von unterschiedlichsten Stellen Informationen zur seit dem 25.05.2018 geltenden Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) erhalten. Auch wir wollen unserer Informationspflicht nachkommen und Sie auf unsere aktualisierten Datenschutzbestimmungen hinweisen, die Sie auf unserer Website nachlesen können.

Wie bisher auch können Sie sich für den Newsletter über folgenden Link an- oder abmelden: Newsletter DRK-Wohlfahrt Flucht & Migration und natürlich können Sie den Newsletter auch gerne weiterleiten.

Mit herzlichen Grüßen von den Mitarbeitenden im Themenfeld Flucht und Migration!

 Neues aus dem DRK

Last Call: Fachtag Unterbringung von Geflüchteten

Für Kurzentschlossene:

Bis zum 03.06.2018 können Sie sich noch zum DRK - Fachtag Unterbringung von Geflüchteten der

am 7.-8. Juni 2018 in Göttingen

stattfindet, anmelden. Das Programm und den Anmeldelink finden Sie auf unserer Veranstaltungswebsite.

IKRK zur Pflicht des Staates zur Einhaltung des non-refoulement Prinzips

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat in einem kürzlich veröffentlichten Artikel auf die Pflicht eines jeden Staates zur Beachtung des non-refoulement Prinzips hingewiesen. Was ist bei Rückführungen in Gebiete, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind, zu beachten? Welche Auswirkung hat das non-refoulement Prinzip im Kontext des Konzeptes des sicheren Drittstaates? Welche Standards sind bei Aufgreifen von Migrant*innen auf See zu berücksichtigen?

Mit dem Artikel greift das IKRK derzeit geführte Diskussionen rund um das Thema Zurückweisung und Rückführung auf. Der Artikel kann hier in englischer Sprache heruntergeladen werden.

 Informationen und Materialien für die Beratung

BayVGH entscheidet über Miete in Flüchtlingsunterkünften

Vielerorts erhielten in den letzten Monaten Geflüchtete mit eigenem Erwerbseinkommen die Aufforderung, Gebühren für das Wohnen in einer Flüchtlingsunterkunft zu entrichten. Die Berechnung der „Miete“ überraschte dabei zumeist - vor allem in Hinblick auf die Höhe.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (Beschluss vom 16.05.2018, AZ: 12 N 18.9) entschied nun, dass es einer ordnungsgemäßen Gebührenkalkulation bedarf. Dabei sind Kosten für Leerstände ebenso wenig zu berücksichtigen, wie die Kosten für die Sozialbetreuung oder dem Sicherheitsdienst. Auch kann die Bemessung nicht auf Grundlage der ortsüblichen Mieten erfolgen, da im Hinblick auf Ausstattung und Standards keine Vergleichbarkeit angenommen werden kann.

Der Beschluss hat nicht nur für Bayern Bedeutung, sondern zeigt deutlich, dass es auch in den anderen Bundesländern einer ordnungsgemäßen Gebührenkalkulation bedarf, wenn man einzelne Bewohner*innen zur Mietzahlung auffordern will.

Neue Arbeitshilfe zur Lebensunterhaltssicherung in einer Ausbildung

Das Thema Berufsausbildung ist momentan ein zentrales Thema in der Beratung. Der Weg in die Ausbildung und das erfolgreiche Absolvieren dieser ist für viele Geflüchtete noch mit großen Hürden verbunden.

Für diejenigen, die es geschafft und eine Ausbildung aufgenommen haben, stellt sich die Frage, wie die betroffenen Personen während ihrer Ausbildung ihren Lebensunterhalt sicherstellen können, wenn keine oder zu wenig Ausbildungsvergütung gezahlt wird und welche weiteren Förderleistungen in Anspruch genommen werden können. Insbesondere für Menschen mit einer Aufenthaltsgestattung oder einer Duldung ergeben sich hier vielfältige Probleme, da die Rechtslage dazu widersprüchlich ausgestaltet ist.

Die Arbeitshilfe des Paritätischen gibt Antworten auf zahlreiche Fragen. Sie finden Sie auf der Internetseite des Paritätischen Gesamtverbandes.

 Themenschwerpunkt Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten

Webinar zur Arbeitsmarktintegration

„Die Beschäftigung von Geflüchteten: Zugang und Unterstützungsmöglichkeiten“
Termin: Montag, den 18.06.2018, 11:30 Uhr bis 12:30 Uhr

In diesem Webinar stellen wir Ihnen gemeinsam mit dem Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge Informationen zur Verfügung, wie Geflüchtete in Unternehmen integriert werden können. Dazu möchten wir einen Überblick zu den rechtlichen Rahmenbedingungen geben, aufzeigen wo Sie Unterstützung finden und wie die Integration in den Betrieb gelingen kann.

Das Webinar ist kostenlos, der Zugang erfolgt über folgenden Link: https://nuif.edudip.com/invite/c490/1021912.

10-Punkte-Aktionsplan für Arbeitgeber, Flüchtlinge, Staat und Zivilgesellschaft

Die Beschäftigung von Geflüchteten ist einer der wichtigsten Schritte zu gelingender Integration. Der 10-Punkte-Aktionsplan von OECD und UNHCR beruht auf umfassenden Konsultationen mit Arbeitgebern und anderen Akteuren, die bei der Förderung der Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen auf lokaler und nationaler Ebene eine Schlüsselrolle spielen. 

Der Aktionsplan zeigt u. a. die Herausforderungen, Chancen und empfehlenswerten Praktiken auf, die im Rahmen des Konsultationsprozesses ermittelt wurden. Zudem enthält er eine Checkliste für Maßnahmen, mit denen sich Beiträge der verschiedenen Akteure zur Förderung einer erfolgreichen Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen optimieren lassen.

Kostenfreier Download von der OECD-Sonderseite Migration und Integration:
www.oecd.org/berlin/themen/migration-integration/

Broschüre „Was muss ich bei meinem Job beachten?“

Die Broschüre des iQ-Netzwerkes NRW enthält Tipps und Informationen zu den Themen Arbeitsvertrag, Sozialversicherungen, Arbeitseinkommen (Lohnsteuer, Mindestlohn…), Mutterschutz und verschiedenen Beschäftigungsformen (Vollzeit/ Teilzeit, Befristet/unbefristet, Zeitarbeit..).

Übersetzt wurde sie in Arabisch, Farsi, Tigrinya, Englisch und Französisch und ist in einer zweisprachigen Version jeweils mit Deutsch als Download verfügbar.

Wie bekomme ich eine Arbeitserlaubnis?

Informationen für Geflüchtete mit Aufenthaltsgestattung und Duldung

Die 12-seitige Broschüre richtet sich an Geflüchtete, setzt aber gute Deutschkenntnisse voraus oder die Unterstützung von Ehrenamtlichen. Die Informationen sind für alle Bundesländer relevant. 

Die Broschüre erklärt kurz, was unter "Beschäftigung" verstanden wird, erläutert das "Beschäftigungsverbot", dass grob gesagt während der Unterbringung in der Erstaufnahmeeinrichtung gilt, dann das Ausländerrechtliche Arbeitsverbot, dass unter bestimmten Bedingungen Geduldeten auferlegt werden kann, erklärt den "eingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt" - also die Erfordernis, vor dem Antritt einer Stelle eine Arbeitserlaubnis zu beantragen, und sie erläutert, was getan werden kann, wenn die Arbeitserlaubnis verweigert wird. 

Sie finden die Broschüre zum Download auf der Website fluechtlingshelfer.info

 weitere Veröffentlichungen

HÖRT UNS AN

Kinder und Jugendliche ohne Aufenthaltsstatus erzählen ihre Geschichten

Die Erfahrungsberichte schenken Migrantenkindern und Jugendlichen sowie ihren Eltern, Unterstützern und unterstützdenen Organisationen Gehör, um die Realitäten von Kindern und Jugendlichen ohne Aufenthaltsstatus in ganz Europa darzustellen.

Link zur Publikation auf deutsch: http://www.picum.org/Documents/Publi/2018/Children_Testimonies_DE.pdf

Link zu den Versionen auf Englisch, Französisch, Spanisch und Niederländisch: picum.org/publications/

Studie „Konflikte im Ehrenamt der Flüchtlingshilfe“ erschienen

Engagement ohne klare Ziele führt zu Konflikten - dies ist eine der praxisrelevanten Aussagen des Projektberichts "Konflikte im Ehrenamt der Flüchtlingshilfe" der Universität Bielefeld und des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG). Neben einer erfahrungsbasierten Analyse von Konfliktursachen gibt die Studie praktische Handlungsempfehlungen für ehrenamtliche und professionelle Akteure.

Sie finden die Studie zum Download auf der Website ehrenamtsbibliothek.de

 Fortbildungen

Kostenloser Online-Kurs zu Schutzkonzepten

Schutzkonzepte für Organisationen, die Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung betreuen

Ziel des kostenfreien E-Learning-Angebots ist es, Fachkräfte und Ehrenamtliche, die in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie in den Sozialen Diensten Verantwortung für junge Menschen tragen, in die Lage zu versetzen, diversitätsbewusste Schutzkonzepte zu erarbeiten.

In fünf Modulen werden die Themen „Stärkung und Wahrung persönlicher Rechte junger Menschen mit Fluchterfahrung“, „Interkulturalität und Diversität als Aufgaben partizipativer Organisationsentwicklung“ sowie „Umgang mit Mehrsprachigkeit und Diskriminierung“ behandelt.

Weitere Informationen zu den Inhalten und dem Aufbau der einzelnen Online-Kurse finden Sie unter shelter-schutzkonzepte.elearning-kinderschutz.de. Die Registrierung als Interessent*in erfolgt dann ebenfalls über die Homepage, sie ist möglich bis einschließlich 18.06.2018.

Vertiefungsveranstaltung für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe

Das Tagesseminar „Übergänge gestalten, Aufenthalt sichern" des Bundesfachverbands unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) richtet sich an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, um diese für die Übergangsgestaltung zu qualifizieren und Raum für den fachlichen Austausch zu geben. In dem Seminar werden die Fragen behandelt, die mit dem Erreichen der Volljährigkeit und einem möglichen Ende der Jugendhilfe auftreten.

5.7.2018, 09:30 bis 17:00 Uhr im Haus der Diakonie,
Paulsenstr. 55 - 56, 12163 Berlin

Die Teilnahmegebühr (inkl. Verpflegung ohne Übernachtung) beträgt 95 EUR, für BumF-Mitglieder 85 EUR.
Zur Veranstaltung anmelden können Sie sich über die Website des BumF.

Integrato - Fortbildungsprogramm für die Arbeit mit Geflüchteten

Eine Fortbildungsinitiative der Malteser Werke und der Katholischen Hochschule Mainz in Dortmund

Menschen, die beruflich für und mit Geflüchteten arbeiten, stehen in ihrem Arbeitsfeld ständig vor neuen Herausforderungen. Sie begleiten Geflüchtete, die in Deutschland angekommen sind und geben ihnen eine wichtige erste Orientierung und integrative Impulse. Dabei erfolgt die Arbeit größtenteils vor dem Hintergrund von Kriegs-, Flucht- und Verlusterfahrungen und angesichts einer sprachlich und kulturell schwierigen Verständigung. Um die anstehenden Aufgaben professionell erfüllen zu können, bedarf es verschiedener Kompetenzen.

Die Fortbildungsinitiative richtet sich dabei sowohl an Träger als auch an Einzelpersonen, die hier ihren Schwerpunkt setzen wollen. 

Informationen zu den einzelnen Modulen sowie zu den Teilnahmemöglichkeiten finden Sie auf der Website der Malteser-Werke

Qualitätsprozesse in Kinderpatenschafts- und Jugendmentoringprogrammen

Workshop zur Einschätzung und Verbesserung von Qualitätsprozessen in Kinderpatenschafts- und Jugendmentoringprogrammen am 25./26. Juni in Berlin (Workshopsprache Englisch)

"Qualitätsmanagement? - Gerne, aber wie mache ich das?"
"Was ist eigentlich ein qualitativ hochwertiges Mentoringprogramm?"

Wer sich diese Fragen schon mal gestellt hat, findet in diesem Workshop mögliche Antworten. Im deutschsprachigen Raum gibt es für Patenschafts- und Mentoringprogramme  keine allgemein anerkannten Standards und keine verlässlichen Instrumente, um die eigene Programmpraxis einschätzen zu können. Unter der Leitung von Dr. Janis Kupersmidt erhalten qualitätsinteressierte Programmkoordinator*innen die Möglichkeit, die eigene Programmpraxis einzuschätzen und analysieren zu lassen (vorab und anonym) und entwickeln in einem zweitägigen Workshop Strategien der Qualitätsverbesserung im jeweiligen Programm.

Kupersmidt ist Co-Autorin der US-amerikanischen Qualitätsstandards für Youth Mentoring “Elements of Effective Practice for Mentoring” und hat EQUIP entwickelt, ein auf die Standards abgestimmtes und wissenschaftlich fundiertes online-basiertes Selbsteinschätzungstool.

Weiter Infos und Anmeldung auf der Website der Berliner Kinderpatenschaften

 und sonst?

Interkulturelle Woche 2018: Vielfalt verbindet

Vielfalt kann als Herausforderung und als Bereicherung wahrgenommen werden. Vor allem aber ist Vielfalt Alltag. Der Ökumenische Vorbereitungsausschuss (ÖVA) ruft dazu auf, die diesjährige Interkulturelle Woche zu nutzen, Kontakt zwischen den bereits lange hier Ansässigen und den neu Dazugekommenen zu ermöglichen. Nur wo Begegnung stattfindet, kann Vertrauen wachsen. Auch mit den politischen Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträgern sollte das Gespräch gesucht werden.

 

Termin: Sonntag, den 23. September bis Samstag, den 29. September 2018
Bundesweiter Auftakt: Sonntag, den 23. September in Hannover
Tag des Flüchtlings: Freitag, den 28. September 2018

Link zur Website und zum Newsletter zur IKW

  Kontakt

Rüdiger Fritz
Referent Koordination Integration von Flüchtlingen
Team 42 "Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt,
Leistungsfragen und Projekte"
Tel.: 030/ 85404-237
r.fritz@drk.de

Nadja Saborowski
Referentin Asyl- und Migrationsrecht / Legal Advisor Asylum and Migration
Inklusive Gesellschaft / Inclusive Society
Team 41 Gesellschaftliche Trends und Innovationen aus Sicht des DRK / Trends in Society and Innovations from the Perspective of GRC
Tel.: 030/ 85404-248
n.saborowski@drk.de


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