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Übersicht Newsletter der DRK-Wohlfahrt.

Newsletter
Flucht und Migration
Nr. 10-2018 vom 19.11.2018
DRK-Generalsekretariat
Bereich Jugend und Wohlfahrtspflege
Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

in den letzten Tagen passiert auf unserem Thermometer kaum noch was, irgendwo zwischen 0 und 5, egal wann man schaut. Auch sonst scheint dem Jahr langsam die Puste auszugehen, was aber eigentlich kein Wunder ist, so aufregend wie es zwischendurch war. Trotz der einschleichenden Langsamkeit haben wir auch in den letzten Tagen und Wochen einige interessante Neuigkeiten für Sie zusammen getragen und freuen uns, wenn wir Ihre Arbeit damit unterstützen können.

Wie bisher auch können Sie sich für den Newsletter über folgenden Link an- oder abmelden: Newsletter DRK-Wohlfahrt Flucht & Migration und natürlich können Sie den Newsletter auch gerne weiterleiten.

Mit herzlichen Grüßen von den Mitarbeitenden im Themenfeld Flucht und Migration!

 Neues aus dem DRK

DRK-Wohlfahrtskongress 2019

Am 31. Januar und 01. Februar 2019 findet in Berlinder kommende Wohlfahrtskongress mit dem Titel »Wandel.Weitsicht.Wohlfahrt.« statt.

Gemeinsam mit Ihnen wollen wir auf dem Wohlfahrtskongress des DRK aktuelle Debatten um gesellschaftlichen Wandel, Veränderung und Innovation aufgreifen und die Frage stellen: Was braucht es für eine zukunftsfähige Wohlfahrtspflege? Mit dem Kongress sprechen wir die Fachöffentlichkeit aus Verbänden, Politik, Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft an. Ziel ist es, neue Impulse zu setzen und Konzepte zu diskutieren, um eine zukunftsfähige Wohlfahrtspflege zu stärken.

Aus insgesamt 26 Foren können Sie sich Ihr ganz individuelles Programm zusammenstellen – je nachdem welche Themenschwerpunkte für Sie relevant sind: Organisationsentwicklung, Profilentwicklung oder Angebotsentwicklung in der Freien Wohlfahrtspflege.

Anmeldungen sind noch bis zum 09.01.2019 über unsere Website möglich.

Neue Beiträge im Blog der DRK-Wohlfahrt

Unter dem Motto „Jetzt erst Recht! – Engagement für eine offene Gesellschaft“ fand vom 08. – 09. November ein spannendes Barcamp in Berlin statt. 150 Fachkräfte, Ehrenamtliche, Vertretungen von Migrantenselbstorganisationen und Geflüchtete diskutierten zwei Tage lang Herausforderungen, Chancen und Erreichtes im ehrenamtlichen Engagement für und mit Geflüchteten.

Im Blog auf unserer Website finden Sie einen Beitrag von Tatjana Moser zur Veranstaltung.

create:HOME – Umweltschutz in Unterkünften

Seit 2016 setzen sich das Deutsche Rote Kreuz und der BUND gemeinsam für eine Sensibilisierung zum Thema Umweltschutz in Unterkünften für Geflüchtete ein. Im Projekt create:HOME, gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, wurden dafür 12 Modellunterkünfte deutschlandweit akquiriert, in denen prioritäre und alltagspraktische Umweltthemen identifiziert und aufbereitet wurden. An diesem Prozess waren im gleichen Verhältnis Mitarbeitende wie Bewohnerinnen und Bewohner von Unterkünften beteiligt.

Für die ausgewählten Themen wurden Materialien erarbeitet, wie Umweltschutz in Unterkünften oder von Bewohnerinnen und Bewohnern umgesetzt werden kann: beim Trennen und Vermeiden von Müll, beim Kochen, beim Energieverbrauch von Geräten und beim Heizen und Lüften.

Die Plakate und Aufkleber, sowie Leitfäden für die Durchführung von kleinen Workshops, können kostenlos beim BUND über die Projekt-Website bestellt werden.

 Informationen und Materialien für die Praxis

Videos zu Gesundheitsthemen – Infoplakate mit QR-Code

Die DRK Soziale Dienste OWL gGmbH aus Bielefeld und die DRK-Betreuungsdienste Westfalen-Lippe gGmbH aus Münster haben neun Erklärvideos in jeweils sechs Sprachen produziert, um in einfacher Form Informationen zu wichtigen gesundheitlichen Themen und zum Gesundheitssystem in Deutschland zu vermitteln. Die Videos werden kostenlos über die Website www.drk-gesundheitsfilme.de zur Verfügung gestellt. Neu sind die Infoplakate, mit denen in Wartezimmern oder anderen öffentlichen Bereichen auf die Filme aufmerksam gemacht werden kann. Die Fachinformationen zu den Filmen können Sie hier herunterladen.

Materialien der Initiative für traumatisierte Flüchtlinge des BRK

Die Broschüre „Wenn das Vergessen nicht gelingt“ des Bayerischen Roten Kreuzes, die sich an traumatisierte Flüchtlinge richtet, ist nun auch in somalischer Sprache erhältlich. Die im Rahmen der Initiative für traumatisierte Flüchtlinge des BRK in Kooperation mit dem Schweizerischen Roten Kreuz entstandene Broschüre ist somit in zehn Sprachen verfügbar. Auch die Broschüre „Mehr wissen, besser verstehen, bewusster handeln“, die sich an ehrenamtlich und hauptamtlich Tätige richtet, ist weiterhin erhältlich.

Alle Broschüren der Initiative sind auf der Website des Bayerischen Roten Kreuzes als Download verfügbar (die in somalischer Sprache wird demnächst ebenfalls eingestellt). Bestellen können Sie die Broschüre bei Frau Schnelzer, der Leiterin der Initiative (schnelzer[at]lgst.brk.de).

Wissen und Praxistipps für Betriebe zum Thema Religion

Die neueste Publikation des NETZWERKs Unternehmen integrieren Flüchtlinge befasst sich mit dem Thema Religion in den Hauptherkunftsländern der Geflüchteten. Religion spielt dort eine große Rolle, nur zwei Prozent der in den letzten Jahren nach Deutschland geflüchteten Menschen gaben an, konfessionslos zu sein.

In vielen Betrieben entstehen in der Zusammenarbeit mit Geflüchteten Fragen dazu, wie sich die religiösen Bedürfnisse der neuen Kolleginnen und Kollegen im Arbeitsalltag auswirken: Müssen wir die Schichtplanung im Ramadan umstellen? Wie gehen wir mit Feiertagen um? Welche Speisevorschriften gilt es zu beachten? Zu diesen und weiteren Fragen soll diese Broschüre zum einen Hintergrundwissen liefern und zum anderen ganz praktische Tipps für den Betriebsalltag geben.

Sie finden die Broschüre zum Download auf der Website des NETZWERK.

Checkliste der EU-Gleichbehandlungsstelle zur Arbeitsaufnahme

Die Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer hat eine kurze Checkliste mit den wichtigsten Dingen, die bei einer Arbeitsaufnahme durch EU-Bürgerinnen und -Bürger beachtet werden müssen. Neben den notwendigen Inhalten eines Arbeitsvertrages sind kurze Informationen z.B. zu Steuernummer, Anmeldung bei Renten- oder Krankenversicherung zusammengestellt. Die Checkliste finden Sie unter diesem Link. Den Newsletter der Gleichbehandlungsstelle können Sie auf der Website aufrufen oder abonnieren.

Wir werden anregen, die Checkliste auch in einfacher Sprache zu erstellen.

Handbuch zu einfacher Sprache

Die Benckiser Stiftung Zukunft hat in der Zeit von 2014 bis 2018 unter www.clarat.org eine umfassende Datenbank mit lokalen Informationen für Familien und Geflüchtete entwickelt. Die Plattform clarat ist mittlerweile aufgelöst, die Informationen für Hilfe vor Ort sind aber in https://www.elternleben.de/angebote-vor-ort/ bzw. https://local.handbookgermany.de/ übergegangen.

Aus den Erfahrungen im Projekt ist ein Handbuch entstanden, das sehr praktische Tipps und Hinweise gibt, um Materialien in einfacher Sprache zu erstellen. Das "Handbuch Einfache Sprache" ist hier abrufbar und richtet sich im Besonderen an soziale Organisationen.

 Weitere Fachinformationen

Informationen für Rücküberstellungen in andere EU-Länder

Das Raphaelswerk hat zwei Informationsblätter mit Informationen für Geflüchtete, die nach Spanien bzw. Polen rücküberstellt werden neu erstellt. Die Orientierungshilfen richten sich an Beraterinnen und Berater, ehrenamtliche Unterstützerkreise und Betroffene. Sie sollen bestehende Angebote, Verfahrenswege und Kontaktstellen in Spanien bzw. Polen aufzeigen, um Rücküberstellte nicht ohne jegliche Information zu lassen. Eine Bewertung der Strukturen und Angebote erfolgt dabei nicht.

Aktuell stehen die Informationsblätter damit für die Länder Griechenland, Italien, Polen und Spanien zur Verfügung. Die aktuellste Fassung finden Sie direkt auf der Website des Raphaelswerks.

Länder-Informations-Portal (LIPortal)

Von Afghanistan bis Zypern bietet das vom BMZ geförderte LIPortal Informationen zu mehr als 80 Ländern weltweit. Die einzelnen Länderbeiträge sind in fünf Themenfelder gegliedert:

- Landesübersicht & Naturraum
- Geschichte & Staat
- Wirtschaft & Entwicklung
- Gesellschaft & Kultur
- Alltag & Praktische Informationen

Das Portal richtet sich in erster Linie an im Ausland arbeitende Fachkräfte der Entwicklungszusammenarbeit, bietet aber ebenso inländischen Fachkräften und Ehrenamtlichen im Bereich Migration und Flucht fundierte und aktuelle Informationen über die Herkunftsländer und -kulturen beispielsweise von Kunden der Migrationsberatungsstellen.

Weblink zum LIPortal: https://www.liportal.de/

Ausbildungsbegleitende Hilfen auch für Gestattete ohne gute Bleibeperspektive?

Die GGUA weist auf eine aktuelle Weisung der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Baden-Württemberg hin, nach der Asylsuchende, die bereits eine Ausbildung aufgenommen haben,  künftig auch dann ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) bekommen können, wenn sie nicht aus den Staaten Eritrea, Irak, Iran, Syrien oder Somalia (Asylsuchende mit sog. "guter Bleibeperspektive") kommen.

Auf Nachfrage bei der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit haben wir erfahren, dass die von der Regionaldirektion Baden-Württemberg vertretene Rechtsposition sich aktuell in Klärung befindet. Wir bitten Sie deshalb mit dieser Information zurückhaltend umzugehen!

Sobald es einen neuen Sachstand gibt, werden wir Sie dazu informieren.

Analyse zu Hausordnungen in Gemeinschaftsunterkünften

Das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) hat eine Analyse veröffentlicht, bei der es um die Wahrung der Privat- und Intimssphäre bei der Ausgestaltung von Hausordnungen in Gemeinschaftsunterkünften geht.

"Hausordnungen beziehungsweise kommunale Satzungen für Gemeinschaftsunterkünfte können nicht alle Einzelfragen des Zusammenlebens in Unterkünften regeln. Sie können aber einen für alle Beteiligten – Bewohner_innen, Betreiber und Angestellte – verständlichen und annehmbaren Rahmen bilden, um die Rechte aller zu wahren. Die Publikation gibt Hinweise für die (Weiter-) Entwicklung grund- und menschenrechtskonformer Haus-ordnungen. Sie richtet sich an lokale Behörden und Gremien, die Satzungen und Hausordnungen verabschieden genauso wie an das Personal, das in Gemeinschaftsunterkünften arbeitet."

Die Publikation kann auf der Website des DIMR abgerufen werden.

Bewertungsgrundlage für Asylsuchende aus Afghanistan des UNHCR

Im vergangenen Newsletter hatten wir zur Veröffentlichung des UNHCR zur Bewertung des Schutzbedarfs von Asylsuchenden aus Afghanistan berichtet. In der Zwischenzeit hat UNHCR Deutschland auch die deutsche Übersetzung veröffentlicht, die nunmehr ebenfalls zum Download zur Verfügung steht.

 Initiativen und Projekte

Neue Initiative: Botschafterinnen und Botschafter des Handwerks

Botschafterinnen und Botschafter des Handwerks, die selbst Migrationserfahrung haben, sollen neuzugewanderte und schon länger in Deutschland lebende Menschen mit Migrationshintergrund informieren und mit ihrer eigenen beruflichen Erfolgsgeschichte für das Handwerk werben. Die Initiative wurde von der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) ausgerufen und gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertreter von Handwerksorganisation, Migrantenorganisationen, Flüchtlingsräten und weiteren Organisationen diskutiert. In einer ersten Pilotierungsphase sollen Botschafterinnen und Botschafter in drei Regionen u.a. über Informationsveranstaltungen Unternehmen und zugewanderte Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte näher zusammen bringen.

Die ZWH, die das Vorhaben im Rahmen des Förderprogramms IQ ins Leben gerufen hat, sieht u.a. die Möglichkeit, auch Migrationsberatungsstellen in den Pilotregionen als Multiplikatoren und als Orte für Informationsveranstaltungen anzusprechen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der ZWH.

  Kontakt

Rüdiger Fritz
Referent Koordination Integration von Flüchtlingen
Team 42 "Hauptaufgabenfelder, Ehrenamt,
Leistungsfragen und Projekte"
Tel.: 030/ 85404-237
r.fritz@drk.de

Nadja Saborowski
Referentin Asyl- und Migrationsrecht / Legal Advisor Asylum and Migration
Inklusive Gesellschaft / Inclusive Society
Team 41 Gesellschaftliche Trends und Innovationen aus Sicht des DRK / Trends in Society and Innovations from the Perspective of GRC
Tel.: 030/ 85404-248
n.saborowski@drk.de


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