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Übersicht Newsletter der DRK-Wohlfahrt.

Newsletter
Jugendhilfe
Newsletter Jugendhilfe 4. Quartal 2019
DRK-Generalsekretariat
Bereich Jugend und Wohlfahrtspflege
Inhalt

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Interessierte,

heute übersenden wir Ihnen den aktuellen DRK Newsletter "Jugendhilfe", Ausgabe: 4. Quartal 2019. Wir wünschen eine anregende Lektüre und einen schönen Herbst! Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, melden Sie sich gerne bei uns.

Herzliche Grüße aus dem DRK-Generalsekretariat,

Ihr Team der Jugendhilfe und Jugendsozialarbeit: Dr. Charlotte Giese, Alexandra Hepp, Christiane Kohne, Dr. Oliver Trisch

NEUES AUS DEM DRK

DRK-Generalsekretariat - Aktuelles im Sachgebiet Jugend & DRK Blog

Neue Kollegin & Elternzeit für Mascha Angrick

Christiane Kohne übernimmt einen Teil der Themen und Aufgaben unserer Kollegin Mascha Angrick, die sich zur Zeit in Elternzeit befindet. Ihre Arbeitsfelder sind unter anderem Kinder- und Jugendschutz, dabei speziell der Schutz vor sexualisierter Gewalt und - gemeinsam mit Charlotte Giese - die Stärkung der "Hilfen zur Erziehung", sowohl innerhalb des Verbandes als auch im politischen Raum.

Alle Kolleginnen und Kollegen, die im Bereich der DRK Wohlfahrt im Generalsekretariat im Sachgebiet Jugend arbeiten finden Sie hier

Blog

Auf der neuen DRK Wohlfahrt homepage gibt es eine Blogfunktion, die alle Referentinnen und Referenten für fachliche Beiträge nutzen können. Schauen Sie doch mal vorbei, es finden sich mittlerweile einige Beiträge, die auch für die Jugendhilfe und Jugendsozialarbeit interessant sind. Hier gehts zum Blog der DRK Wohlfahrt. Alternativ können Sie auch nur die Blog-Beiträge anschauen, die mit Bezug zum Bereich Jugend verfasst worden sind. Dazu klicken Sie einfach hier.

DRK im Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit

Das DRK war im Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit federführend tätig im Bereich "Jugendsozialarbeit und Schule / Schulsozialarbeit". Ab dem Jahr 2020 wird das DRK dieses Thema im Kooperationsverbund nicht mehr federführend vertreten - dafür wird das DRK nun das Thema "Gesundheit & Bildungsgerechtigkeit" federführend bearbeiten.

Schlüsselfragen für die Bearbeitung des Federführungsthemas werden - voraussichtlich der Abstimmung mit den anderen Verbänden - folgende sein.

  • Wie, wo und mit wem kann JSA die Entwicklung von Schutz-, bzw. Resilienzfaktoren (Selbstwirksamkeit, Selbstkonzept, Akzeptanz) junger Menschen fördern?
  • Wie kann die JSA in den Sozialraum/den Lern- und Lebensort Schule/die Arbeits- und Ausbildungswelt „einwirken“, um die psychische und physische Gesundheit von Jugendlichen und damit Bildungs- und Chancengerechtigkeit zu fördern?
  • An welchen Stellen und wie im SGB VIII Prozess sollte das Thema Gesundheit und Bildungsgerechtigkeit explizit eingebracht werden (z.B. in SGB VIII §1)?

FACHPOLITISCHES

Pressemitteilung: Zwischenruf des Bundesjugendkuratoriums zum Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter

Das Bundesjugendkuratorium (BJK) benennt in dem Zwischenruf vom 05.09.2019 notwendige Rahmenbedingungen und Standards, die zu erfüllen sind, damit eine kind- und altersgerechte Ausgestaltung der Angebote der Ganztagsbetreuung gelingen kann.

Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, ab 2025 einen individuellen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter einzuführen. Das BJK wertet dies – angesichts von Betreuungslücken am Übergang von der Kita in die Grundschule – grundsätzlich als ein positives Signal. Allerdings ist die Diskussion um einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung nach Ansicht des BJK nicht ausschließlich auf die Perspektive der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verkürzen. Das BJK benennt in seinem Zwischenruf daher notwendige Rahmenbedingungen und fachliche Standards, die zu erfüllen sind, damit eine kind- und altersgerechte Ausgestaltung der Ganztagsangebote gelingen kann. Ziel aller Qualitäts- und Rechtsfragen müsse sein, dass ein künftiger Rechtsanspruch kein bloßer Betreuungsanspruch wird, sondern damit gleichberechtigte Teilhabe, Entwicklung und Bildung von Kindern gewährleistet wird. Hierbei sind die Lebenslagen, Rechte, Interessen und pädagogischen Bedarfe der Kinder in den Mittelpunkt zu rücken. Dies würde aus Sicht des BJK eine kindgerechte Gestaltung des Ganztags sicherstellen.

Der Zwischenruf steht auf www.bundesjugendkuratorium.de/stellungnahmen zum Download bereit.

Das Bundesjugendkuratorium (BJK) ist ein von der Bundesregierung eingesetztes Sachverständigengremium. Es berät die Bundesregierung in grundsätzlichen Fragen der Kinder- und Jugendhilfe und in Querschnittsfragen der Kinder- und Jugendpolitik. Dem BJK gehören bis zu 15 Sachverständige aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Wissenschaft an. Die Mitglieder wurden durch die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die Dauer der laufenden Legislaturperiode berufen.

AGJ Positionspapiere

Im Sommer hat die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) eine Reihe von Positionspapieren erarbeitet. Nachfolgend gelangen Sie direkt zum PDF des jeweiligen Papiers.

Aktuelles zum SGB VIII-Reformprozess

Am 17. und 18. September fand im Rahmen des Dialogprozesses zur Modernisierung des SGB VIII die letzte Arbeitssitzung der AG "Mitreden - Mitgestalten" beim BMFSFJ statt, unter der Leitung von Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin im BMFSFJ. In dieser zweitägigen Sitzung stand das Themenfeld "Mehr Inklusion / Weniger Schnittstellen / Wirksames Hilfesystem" auf der Tagesordnung. Zuvor sind im Laufe des Jahres bereits die Themenfelder "Besserer Kinderschutz und mehr Kooperation", "Unterbringung außerhalb der eigenen Familie: Kindesinteressen wahren - Eltern unterstützen - Familien stärken" und "Prävention im Sozialraum" intensiv diskutiert worden. Informationen und Unterlagen zu den Sitzungen und dem Prozess insgesamt finden sich unter www.mitreden-mitgestalten.de .
Nach Abschluss der Sitzungsphase wird es gegen Jahresende ein Konsultationspapier geben; der Gesetzentwurf wird für Anfang 2020 erwartet.

Um der anstehenden Debatte um die inklusive Ausgestaltung der Kinder- und Jugendhilfe nochmals Rückenwind zu verleihen, haben über 450 Unterzeichner*innen aus Fachwelt, Politik und Wissenschaft mit dem Appell "Exklusion beenden - Kinder- und Jugendhilfe für alle jungen Menschen und ihre Familien!" erneut die Relevanz der Gesamtzuständigkeit des SGB VIII für alle Kinder und Jugendlichen bekräftigt. Der Appell, zu dessen Erstunterzeichnern die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege gehört, wurde am 27. August veröffentlicht.

VERÖFFENTLICHUNGEN

Expertise: „Gesundheit und Bildungsgerechtigkeit – Impulse zur Resilienzförderung am Lern- und Lebensort Schule“

Schulisch bedingter Stress bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland nimmt zu. Gesundheitsförderung als schulischer Erziehungsauftrag gewinnt insbesondere dadurch an Bedeutung. Schulen haben als Lern- & Lebensorte von Kindern und Jugendlichen die Verantwortung, die gesunde psychische und physische Persönlichkeitsentwicklung aller jungen Menschen im Blick zu haben und zu fördern. Was aber trägt zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im schulischen Kontext bei, was gefährdet sie? Welche nachhaltigen Auswirkungen können gesundheitliche Belastungen auf einzelne junge Menschen, aber auch das übergeordnete Bildungssystem haben? Was macht junge Menschen widerstandsfähig gegenüber herausfordernden Situationen?

Die im September erschienene Expertise „Gesundheit und Bildungsgerechtigkeit – Impulse zur Resilienzförderung am Lern- und Lebensort Schule“ widmet sich den eingangs aufgeworfenen Fragen aus drei verschiedenen, sich wechselseitig ergänzenden Perspektiven:

  • (Teil A) biologisch-neurowissenschaftlich (Autorin Carmen Deffner)
  • (Teil B) Diversity-orientiert und diskriminierungskritisch (Autorin Dr. Nkechi Madubuko)
  • (Teil C) körper- & bewegungs-/Embodiment-orientiert (Autorin Dr. Christina Breuer)

Darüber hinaus vermittelt die Expertise der interessierten Fachöffentlichkeit (Schulsozialarbeitenden, pädagogischen Fachkräften, Schulleitungen, Lehrkräften und Eltern) sowohl fachliche Kompetenzen, als auch viele praxisorientierte Impulse zur Gesundheits- und Resilienzförderung im schulischen Kontext und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit.

Wir freuen uns die Expertise kostenfrei anbieten zu können. Sie kann beim DRK-Generalsekretariat bezogen werden. Bitte schreiben Sie eine Nachricht an: Dr. Oliver Trisch, Email: trischo@drk.de

Die Expertise wird vom Deutschen Roten Kreuz (Redaktion Alexandra Hepp & Dr. Oliver Trisch) – im Rahmen der Zusammenarbeit im Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit – herausgegeben und wird gefördert durch Mittel des BMFSFJ sowie der Glücksspirale.

Ergebnisse der Studie "Care Leaver - stationäre Jugendhilfe und ihre Nachhaltigkeit

Das Thema "Care Leaver" ist in der Kinder- und Jugendhilfe in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus von Wissenschaft und Praxis geraten. Ergebnisse der Jugendforschung zeigen, dass junge Menschen heute einen relativ langen Übergangsprozess von Schule, Ausbildung und Start ins Berufsleben durchlaufen und in der Regel erst Mitte des dritten Lebensjahrzehnts ihr Leben selbst in die Hand nehmen (können).

Der Bundesverband kath. Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen e.V. (BVkE) hat am 26.09.2019 die Ergebnisse der Studie "Care Leaver - stationäre Jugendhilfe und ihre  Nachhaltigkeit" veröffentlicht. Über diesen Link erreichen Sie die Website des BVkE zu den Ergebnissen und Filmbeiträgen mit den Vorträgen der Fachveranstaltung am 26.09.2019.

Monitoring-Bericht "Kinder und Jugendliche besser schützen - der Anfang ist gemacht"

Anfang September stellten Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, und das Deutsche Jugendinstitut e.V. (DJI) in der Bundespressekonferenz den Monitoring-Bericht "Kinder und Jugendliche besser schützen - der Anfang ist gemacht" vor.

Unter diesem Link finden Sie die Pressemeldung und weitere informative und hilfreiche Dokumente (z.B. die Factsheets) sowie aktualisierte Zahlen zu sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen.

Handreichung zum Umgang mit Rechtspopulismus

Aus der Einleitung der Broschüre, die sehr lesenswert für alle Mitarbeitenden in der Sozialen Arbeit ist:

"Das Erstarken rechtspopulistischer Kräfte in Deutschland hat auch die Arbeit der Diakonie vor neue Herausforderungen gestellt. Wann und wie reagieren wir auf Provokationen und Tabubrüche? Wie gehen wir mit Gruppierungen um, aus deren Reihen die Arbeit des evangelischen Sozialverbandes angegriffen und diffamiert wird? Wo müssen wir klare Grenzen setzen, und an welcher Stelle sollten wir gelassen bleiben, um den Populisten nicht in die Hände zu spielen? Pauschale Antworten gibt es nicht."

Unter diesem Link gelangen Sie direkt zur Diakonie-Handreichung zum Umgang mit Rechtspopulismus.

 

VERANSTALTUNGEN

Fachtagung der Friedrich Ebert Stiftung: "Gel(i)ebte Demokratie - digitale Tools und Teilhabe" am 18.11.2019 in Berlin

Die Erfahrung von Teilhabe und Mitbestimmung stärkt demokratische Einstellungen und Kompetenzen von jungen Menschen. Trotzdem ist echte Mitbestimmung für Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft noch nicht selbstverständlich. Die gemeinsame Fachtagung von Friedrich-Ebert-Stiftung und kijufi stellt sich die Frage, wie digitale Tools dazu beitragen können, Partizipation zu ermöglichen und Mitbestimmung effektiv zu gestalten.

Daten: 18. November 2019 von 11-18 Uhr in der FES Berlin

Weitere Informationen - auch zur Anmeldung - finden Sie unter https://klappeauf.org/fachtagung/ 

Infoveranstaltung zu BMFSFJ Aktivitäten im Jugendbereich während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020

Im zweiten Halbjahr 2020 übernimmt Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft und hat somit die Möglichkeit, Impulse für die europäische Zusammenarbeit zu setzen – und das auch im Jugendbereich. Zur Vorbereitung und Einstimmung auf die ereignisreichen sechs Monate organisiert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Kooperation mit JUGEND für Europa, dem Deutschen Jugendinstitut und dem Deutschen Bundesjugendring ein eintägiges Dialogforum in Berlin.

Im Mittelpunkt soll der Austausch stehen über 

  • die aktuellen Entwicklungen und Pläne des BMFSFJ für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im Bereich Jugend
  • die Ideen zur Weiterentwicklung der Themenfelder Beteiligen, Begegnen und Befähigen im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft
  • die Vorstellungen und Rückmeldungen der Länder, Kommunen und der Zivilgesellschaft zu den Vorhaben des BMFSFJ
  • die Möglichkeiten für Länder, Kommunen, Träger und Einrichtungen, die mit der EU-Ratspräsidentschaft verbundene Aufmerksamkeit für das Thema „Europa“ in der Kinder- und Jugendhilfe zu nutzen.

Die Veranstaltung richtet sich an alle interessierten Akteure aus Praxis, Wissenschaft und Politik, Multiplikatoren und Fachkräfte der Jugendarbeit sowie alle, die auf kommunaler oder Landesebene Jugendpolitik gestalten.

Daten: 11.12.2019, Berlin (Urania), 10:30 Uhr – 16:30 Uhr

Eine Anmeldung zur Veranstaltung wird in Kürze über die Homepage von  JUGEND für Europa möglich sein.

Ausblick: DJHT 2021 - 18.-20. Mai in Essen

Der Termin für den nächsten Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag steht fest. Europas größter Jugendhilfegipfel findet vom 18. bis 20. Mai 2021 in Essen statt. Das Motto ist "Wir machen Zukunft - Jetzt!"

Ab voraussichtlich Januar 2020 finden Sie weitere Informationen zu den Möglichkeiten der Standanmietung auf der Fachmesse des Deutschen Kinder- und Jugendhilfetags und zum Fachkongress auf den Seiten der AGJ.

  Kontakt

Alexandra Hepp
Jugendsozialarbeit
Telefon: 030 8 54 04 - 384
E-Mail: heppa@drk.de

Christiane Kohne
Jugendhilfe
Telefon: 030 8 54 04 - 558
E-Mail: c.kohne@drk.de 

Dr. Oliver Trisch
Jugendsozialarbeit
Telefon: 030 8 54 04 - 226
E-Mail: trischo@drk.de 

Dr. Charlotte Giese
Jugendhilfe
Telefon: 030 8 54 04 - 342
E-Mail: giesec@drk.de

Mascha Angrick (in Elternzeit)
Jugendsozialarbeit
Telefon: 030 8 54 04 - 286
E-Mail: angrickm@drk.de


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Deutsches Rotes Kreuz e.V. • DRK-Generalsekretariat • Carstennstraße 58 • 12205 Berlin
Telefon: 030 8 54 04 - 0 • Telefax: 030 8 54 04 - 450 • drk@drk.de • www.drk.de
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