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Übersicht Newsletter der DRK-Wohlfahrt.

Newsletter
Familienhilfe
Newsletter Familienhilfe Mai 2019
DRK-Generalsekretariat
Bereich Jugend und Wohlfahrtspflege
Inhalt

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach einiger Zeit bekommen Sie nun wieder einen Newsletter Familienhilfe.

Die Pilotausbildungen in Hessen und Baden-Württemberg "Zusammenarbeit mit Eltern und ihren Kindern in Gruppen" sind fast abgeschlossen. Im Juni wird es ein Auswertungstreffen dazu geben.

Auch in diesem Jahr arbeiten wir an dem Thema guter Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Sorgeverantwortung weiter. 

Familienpolitisch tut sich viel, wie die Verkündung des "Starke-Familiengesetzes" im Bundesgesetzesblatt, das im Vorfeld kontrovers diskutiert wurde, u.a. in der Stellungnahme der BAGFW, die durch das DRK mitgetragen wurde.

Die Reforminitative zur Anpassung des Abstammungsrechts an neuere Familienkonstellationen ist ein weiteres spannendes Felder der aktuellen Familienpolitik.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre

Neues aus dem DRK

DRK hat die Präsidentschaft in der BAGFW

Seit 01.01.2019 hat das DRK die Präsidentschaft in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW). Hier arbeiten die Spitzenverbände der AWO, der Caritas, der Diakonie, des DRK, des Paritätischen und der Zentralen Wohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland zusammen. Das DRK steht für zwei Jahre an der Spitze der Freien Wohlfahrtspflege. Die DRK-Präsidentin nimmt an zahlreich Spitzentermine in Namen der Freien Wohlfahrtspflege wahr.  Die Referentinnen und Referenten der DRK-Wohlfahrtsarbeit im Generalsekretariat gestalten auf allen Ebenen die inhaltliche Positionierung, die Kommunikation und die Außenvertretung der Freien Wohlfahrtspflege maßgeblich mit.

Zum Bogbeitrag auf der DRK Wohlfahrtsseite

Neuer Stellenzuschnitt Familienhilfe

Nach einer strukturellen Veränderung des Bereiches Jugend- und Wohlfahrtspflege ist das Arbeitsfeld Familienhilfe und Familienpolitik nun dem Team 44 "Hauptaufgabenfelder" zugeordnet.

Der Stellenzuschnitt Familienhilfe und Familienpolitik hat sich verändert. Die Stelle hat seit dem 01.01.2019 einen Teilbereichen der Kinderhilfe dazu bekommen. Für die Kooperation von Familien- und Kinderhilfe ist das sehr positiv, allerding sind die zeitlichen Ressourcen für die Familienhilfe geringer geworden. 

Yes, we care - gute Rahmenbedingungen für Menschen mit Sorgeverantwortung

Ausgehend von den Ergebnisse der Veranstaltung "Yes we care" vom November 2018 erarbeiten wir dieses Jahr eine Broschüre zur informellen Sorgearbeit in der Familien. Wir gehen der Frage nach, welche Rahmenbedingungen gewährleistet sein müssen, damit Eltern und pflegende Angehörige ihre Kinder und Angehörigen betreuen und gleichzeitig einer Erwerbstätigkeit nachgehen können.

Dokumentation der Veranstaltung "Yes, we care"

Dokumentation DRK-Wohlfahrtskongress 2019

Gemeinsam mit rund 300 Teilnehmenden wurden auf dem Wohlfahrtskongress des DRK aktuelle Debatten um gesellschaftlichen Wandel, Veränderung und Innovation aufgegriffen und die Frage gestellt: Was braucht es für eine Wohlfahrtspflege der Zukunft? Ziel war es, neue Impulse zu setzen und Konzepte zu diskutieren, um eine zukunftsfähige Wohlfahrts-pflege zu stärken.
Über zwanzig Fachforen, Podiumsdiskussionen und Impulsreferate boten Raum zur Diskussion. Einige Einblicke in die Debatten und das Programm des DRK-Wohlfahrtskongress sind unter folgendem Link zusammengestellt.

 

 Bundesweite Programme

Pilotausbildungen DRK Familienbildung

Im Aufbaumodul für das SpieKo®-Konzept vom 29. – 31.03.2019 in Pfalzgrafenweiler in Baden-Württemberg setzten sich 15 Teilnehmerinnen unter der Leitung von Lehrberaterin Heike Bader mit den theoretischen Grundlagen, Inhalten und Methoden der Gruppenarbeit mit Eltern und ihren Kindern im Alter von 1 – 3 Jahren auseinander. Auch Erfahrungsaustausch und Reflexion der eigenen Rolle und Haltung als Gruppenleitung waren Bestandteil des Seminars. Die Teilnehmerinnen freuen sich nun auf die Praxis.

Zum Konzept-Entwurf Zusammenarbeit mit Eltern und ihren Kindern

 Aus den Landesverbänden

DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz e.V.

Jennifer Becker ist neue Referentin im Landesverband Baden für Kinder - Jugend und Familienhilfe.

Wir freuen uns sehr, dass so schnell eine Nachfolgerin für Annette Mader gefunden werden konnte und heißen Jennifer Becker ganz herzlich willkommen.

 Termine

Auswertungstreffen der Pilotausbildung DRK Familienbildung vom 21.06.-22.06.2019 in Frankfurt/ Main

Im Auswertungstreffen der beiden Pilotausbildungen in Hessen und Baden-Württemberg werden die Modifizierungsbedarfe und die Inhalte einer Fortbildung der Lehrberaterinnen ElBa® und SpieKo® besprochen. 

Die Veranstaltung ist offen für die Lehrberatungen der DRK Programme ElBa® und SPieKo® und die interessierten DRK-Landesreferentinnen und-referenten.

Zum Konzeptentwurf der Ausbildung

Zur Anmeldung (Anmeldeschluss 13.05.2019)

Landesreferentinnen und -referententreffen Familienhilfe vom 27.06.-28.06.2019 in Berlin

Das Treffen der Landesreferentinnen und Landesreferenten der DRK Familienhilfe ist ein Gremium des DRK-Generalsekretariates zum Erfahrungs- und Informationsaustausch über aktuelle Entwicklungen, Rechtsgrundlagen und Qualitätsentwicklung der Angebote der DRK Familienhilfe.  Eingeladen sind Fachreferentinnen und Fachreferenten aus dem Bereich Familienhilfe der DRK-Landesverbände. Der Kreis der Teilnehmenden ist auf die von den Landesverbänden benannten Personen begrenzt. 

Zur Anmeldung

 Familienpolitik

„Starke-Familien-Gesetz" wird verkündet

Am 3. Mai 2019 ist das Gesetz zur zielgenauen Stärkung von Familien und ihren Kindern durch die Neugestaltung des Kinderzuschlags und der Verbesserung der Leistungen für Bildung und Teilhabe (Starke-Familien-Gesetz) verkündet worden.

Der Bundestag hatte am 21.03.2019 das Starke-Familien-Gesetz verabschiedet. Ziel des Gesetzes ist, Familien mit kleinen und mittleren Einkommen wirksamer vor Armut zu schützen, den Bedarf von Kindern zu sichern und dafür zu sorgen, dass sich auch bei kleinen Einkommen Erwerbstätigkeit lohnt.
Zu diesem Zweck werden der Kinderzuschlag erhöht und neugestaltet sowie die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets verbessert. Besonders profitieren Alleinerziehende durch das „Starke-Familien-Gesetz“.
Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: „Ich will, dass es jedes Kind packt – egal ob die Eltern viel oder wenig Einkommen verdienen. Mit dem Starke-Familien-Gesetz wird der Alltag von Kindern aus Familien mit kleinen und mittleren Einkommen leichter, weil sie zusätzlich zum Kindergeld den Kinderzuschlag bekommen. Ganz besonders profitieren Alleinerziehende. Durch die Neuregelung werden Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss künftig nicht mehr voll auf den Kinderzuschlag angerechnet. Dadurch haben Alleinerziehende mehr im Portmonee und bekommen zusätzlich Zugang zum Bildungs- und Teilhabepaket. Das bedeutet unter anderem kostenloses Mittagessen in der Schule, ein kostenloses Busticket, ein Schulstarterpaket im Wert von 150 Euro und Lernförderung, wenn Kinder es brauchen. Hinzu kommt die Befreiung von den Kita-Gebühren. Dies kann in der Summe schnell mehrere hundert Euro im Monat ausmachen. Verbessert wird auch die Situation von Familien mit meh reren Kindern oder Familien mit höheren Bedarfen, z.B. bei den Wohnkosten. Auch bei mittleren Einkommen profitieren diese Familien künftig vom Kinderzuschlag und von den Bildungs- und Teilhabeleistungen, wenn ihr Einkommen kaum ausreicht, um über die Runden zu kommen. Das Gesetz bedeutet mehr Gerechtigkeit. Damit machen wir Familien in Deutschland spürbar stärker.“ Der Gesetzentwurf wurde von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil gemeinsam erarbeitet. Der Kinderzuschlag ist ein Zuschlag, den es zusätzlich zum Kindergeld für Familien mit kleinen und mittleren Einkommen gibt.

Weitere Informationen

Stellungnahme der BAGFW zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Starke-Familien-Gesetz – StaFamG

Obwohl Deutschland zu den reichsten Ländern der Welt gehört, sind rund 2,5 Millio-nen Kinder von Armut betroffen1.Viele dieser Kinder leben über einen sehr langen Zeitraum in Armut. Der Familienreport 2017 des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) weist aus, dass das Armutsrisiko von Kin-dern im Bereich zwischen 14,6 und 21,1 Prozent liegt. 44 Prozent der Ein-Eltern-Haushalte sind armutsgefährdet. Ein überdurchschnittliches Armutsrisiko weisen auch Familien mit drei und mehr Kindern auf (25 Prozent). Auch wenn Armut viele Ursachen hat und mehr als nur der Mangel an ökonomischen Ressourcen ist, kommt der Einkommensarmut von Familien eine besondere Bedeutung zu. Die Ergebnisse der Gesamtevaluation ehe- und familienbezogener Leistungen aus dem Jahr 2014 zeigen, dass die monetären Leistungen für Familien und Kinder in Deutschland z.T. kompliziert und nicht kohärent aufeinander abgestimmt sind.

Zur gemeinsamen Stellungnahme der Verbände der BAGFW

EU-Parlament: Sogenanntes „Vereinbarkeitspaket“ angenommen

In der endgültigen Abstimmung über die Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurden Richtlinien zum Vaterschaftsurlaub, zum nicht übertragbaren Elternurlaub und zur Pflege von Familienangehörigen angenommen. Die neuen Vorschriften für EU-Mitgliedstaaten sehen einen Anspruch auf eine bezahlte Freistellung (paternity leave) von mindestens zehn Tagen für Väter (bzw. einem gleichwertigen zweiten Elternteil) bei der Geburt eines Kindes vor. Außerdem werden die individuellen Freistellungsregelungen für erwerbstätige Eltern (parental leave) ausgeweitet. EU-weit wird es zukünftig pro Elternteil Anspruch auf vier Monate Elternzeit geben, von denen jeweils zwei Monate vergütet werden müssen und die nicht übertragbar sind. Dabei können die Mitgliedstaaten die Vergütungshöhe selbst festlegen. Er soll dazu führen, dass die Kinderbetreuung gleichmäßiger zwischen den Geschlechtern aufgeteilt wird. Zudem müssen Mitgliedstaaten in Zukunft einen Pflegeurlaub von fünf Tagen im Jahr für Personen gewähren, die Angehörige mit alters- oder gesundheitlich bedingten Einschränkungen pflegen. Auch hier obliegt es den Mitgliedstaaten, jeweils selbst über die Höhe der Bezahlung zu befinden. Die COFACE Families Europe hatte im März eine ausführliche Beurteilung des Work-Life-Balance-Pakets veröffentlicht (s. EuropaNews 3/2019).
Richtlinie zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für Eltern und pflegende Angehörige
Link zum COFACE Assessment
Gemeinsame Erklärung der AGF mit Deutschem Frauenrat, Bundesforum Männer, Zukunftsforum Familie und Deutschem Gewerkschaftsbund

Diskussionsteilentwurf zur Reform des Abstammungsrechts

Das bestehende Abstammungsrecht kann die heutzutage gelebten Familienkonstellationen nicht mehr ausreichend abbilden und wird den Interessen von Kind und Eltern nicht immer gerecht. Mit dem Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Abstammungsrechts soll eine moderate Fortentwicklung des geltenden Rechts unter Beibehaltung bewährter Elemente erfolgen, um die rechtliche Stellung der betroffenen Kinder und Eltern zu verbessern und Unstimmigkeiten in den Wertungen des geltenden Rechts zu beseitigen. Ziel ist ein Abstammungsrecht, das für herkömmliche und neuere Familienkonstellationen unter Berücksichtigung der modernen Fortpflanzungsmedizin ein angemessenes Regelungsgefüge bereithält.

Weitere Informationen auf der Seite des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz

 Initiativen

Position des DKSB "Fridays for Future"

Der Deutsche Kinderschutzbund e.V. positioniert sich zur Protestbewegung Fridays for Future: Freie Meinungsäußerung ist auch ein Recht der Kinder und Jugendlichen. Freitags gehen in zahlreichen Städten in Deutschland tausende Kinder und Jugendliche auf die Straße und setzen sich für mehr Klimaschutz ein. Fridays for Future ist inzwischen eine weltweite Bewegung einer Generation, die auf demokratische Art und Weise versucht, Gehör für ihre Interessen zu finden.
Der DKSB begrüßt es, wenn Kinder und Jugendliche demokratische Beteiligungsformen entwickeln und auf diesem Wege versuchen, ihre Interessen durchzusetzen. Art. 8 Absatz 1 des Grundgesetzes garantiert das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit, Art. 5 Abs. 1 die Meinungsfreiheit. Dies bedeutet, grundsätzlich dürfen auch Kinder und Jugendliche demonstrieren. Es ist nun Aufgabe der Politik, die Interessenwahrnehmung der Kinder und Jugendlichen ernst zu nehmen.

Zur Position DKSB

13. Mai ist Tag der Kinderbetreuung

Am 13. Mai ist Tag der Kinderbetreuung. In ganz Deutschland werden an diesem Tag größere und kleinere Aktionen stattfinden, um den Kita-Fachkräften und Tageseltern in unserem Land für ihre Arbeit zu danken. Denn sie engagieren sich jeden Tag dafür, dass unsere Kleinsten bestmöglich gefördert werden und gut aufwachsen können. Der Aktionstag findet immer am Montag nach Muttertag statt.

Für weitere Informationen

Nationale Stillkommission wechselt an das Max Rubner-Institut

Vom 1. April 2019 an ist die bisher am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin angesiedelte Nationale Stillkommission (NSK) in das Max Rubner-Institut (MRI) eingebunden. Dieser Wechsel hängt mit dem im Februar 2019 eröffneten Institut für Kinderernährung am MRI zusammen. Dort wird in Zukunft erforscht, welche frühen Einflüsse das Risiko für Übergewicht und ernährungsmitbedingte Erkrankungen prägen. Zudem untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch das Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr.
Das Institut für Kinderernährung soll Strategien für ein nationales Still- und Ernährungsmonitoring entwickeln. Zudem sollen die gesundheitspräventiven Effekte des Stillens für Mutter und Kind weiter erforscht werden. Die Verbindung der Nationalen Stillkommission mit dem Institut für Kinderernährung erleichtert zukünftig den praxisorientierten wissenschaftlichen Austausch.
Hauptaufgabe der Nationalen Stillkommission ist die Förderung des Stillens als gesundheitspolitische und gesellschaftliche Aufgabe in der Bundesrepublik Deutschland. Die Kommission berät die Bundesregierung, gibt Richtlinien und Empfehlungen heraus und unterstützt Initiativen zur Beseitigung bestehender Stillhindernisse.
Mit der Einrichtung der Nationalen Stillkommission hatte sich die Bundesregierung der Innocenti-Deklaration zum Schutz, zur Förderung und Unterstützung des Stillens angeschlossen und damit eine Forderung der 45. Weltgesundheitsversammlung von 1992 erfüllt. Die Stillkommission wurde 1994 am Robert Koch-Institut gegründet. Im Jahr 1999 wechselte sie an das damalige Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV). Seit 2002 war die Nationale Stillkommission am BfR angesiedelt.

 Studien, Literatur und Medien

BAG: Fensterstürze – wie sich Tragödien verhindern lassen

Im Frühjahr und Sommer stürzen besonders viele Kinder aus dem Fenster oder vom Balkon in die Tiefe. Diese Unfälle enden meist tragisch mit schweren Verletzungen oder gar mit dem Tod. Dabei lassen sich diese Katastrophen leicht vermeiden.
„In der Mehrzahl der Fälle sind Kleinkinder unter vier Jahren betroffen", weiß Andreas Kalbitz, Geschäftsführer der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. Kleine Kinder sind neugierig und wollen die Welt erkunden. Daher blicken sie gerne aus dem Fenster und lehnen sich unbedacht über Balkonbrüstungen. Für kleine Mädchen und Jungen ist das aus vielen Gründen äußerst riskant. Sie können Gefahren schlechter abschätzen als Erwachsene und haben einen anderen Körperschwerpunkt als wir. Ihr Kopf ist schwerer, daher zieht sie das Eigengewicht leichter in die Tiefe. Hinzu kommt: Kinder lieben es zu klettern und wissen genau, mit welchen Tricks sie in die Höhe gelangen.
Daraus müssen Eltern Konsequenzen ziehen und sich strikt an bestimmte Regeln halten:
- Lassen Sie kleine Kinder niemals unbeaufsichtigt bei geöffnetem Fenster im Zimmer oder auf dem Balkon spielen.
- Versehen Sie Fenster und Balkontüren immer mit Sicherungen oder abschließbaren Griffen.
- Steighilfen wie Getränkekisten, Blumenkübel oder Gartenmöbel verführen die Kleinen zum Klettern und haben auf dem Balkon nichts verloren.
- Sichern Sie Querstreben an Balkongittern, da sie zum Klettern animieren.
- Erklären Sie Kindern die Gefahren, stellen Sie Regeln auf und achten Sie auf die Einhaltung.
Weitere Informationen

Seelisch gesund aufwachsen – neue Merkblätter und Filme für Eltern ergänzen die Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U9 für Kinder

Eltern, die mit ihrem Kind zu den Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U9 gehen, erhalten dort auch Merkblätter zur seelischen Gesundheit bzw. psychischen Entwicklung ihrer Kinder. Die zehn Merkblätter „Seelisch gesund aufwachsen“ orientieren sich an den bekannten Merkblättern „Kinderunfälle“ und wurden von den gesetzlichen Krankenkassen, dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der Deutschen Liga für das Kind, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sowie dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) entwickelt. Zudem besteht die Möglichkeit, sich mit zehn anschaulichen Filmen – in mehrere Sprachen übersetzt – zur psychischen Gesundheit von Kindern zu informieren.
Laut einer aktuellen Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS-Studie) zeigen etwa 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland zwischen drei und 17 Jahren psychische und psychosomatische Auffälligkeiten. Die Merkblätter setzen hier präventiv an. Ziel ist es, die Elternkompetenz zu stärken, indem die seelischen Bedürfnisse der Kinder altersgerecht erklärt werden - von Geburt an bis zum sechsten Lebensjahr. Warum braucht das Kind meine Nähe? Was soll ich tun, wenn es fremdelt? Wie soll ich mit Ängsten meines Kindes umgehen? Wie lernt mein Kind Empathie und Konfliktfähigkeit?
„Gesund aufwachsen bedeutet mehr als nur körperliches Wohlbefinden. In der Kindheit wird der Grundstein gelegt für unsere seelische Gesundheit und unsere Widerstandsfähigkeit im Umgang mit schwierigen Lebenssituationen. Die gesetzlichen Krankenkassen wollen die Eltern dabei unterstützen, die seelische Gesundheit ihrer Kinder zu stärken“, erklärt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek, das Engagement der gesetzlichen Krankenkassen.
„Den Kinder- und Jugendärzten kommt beim frühzeitigen Erkennen, Behandeln, und im Idealfall, Vermeiden seelischer Störungen eine Schlüsselrolle zu“, sagt Dr. Sibylle Steiner, Dezernentin der KBV. „In den U-Untersuchungen werden auch Fragen der Primärprävention, also das Vorbeugen von Störungen und Krankheiten, mit den Eltern beraten. Die Merkblätter zur seelischen Gesundheit unterstützen und ergänzen dabei das Arzt-Patienten-Gespräch. Die Kinderärzte können die Merkblätter kostenfrei bei ihrer Kassenärztlichen Vereinigung beziehen.“
„Emotionale Vernachlässigung in früher Kindheit gilt als bedeutendster Risikofaktor für die Entwicklung psychischer Auffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter. Ein niedriger sozioökonomischer Status der Familie, mangelnde Bildung, schlechte Wohnverhältnisse oder auch eine Suchterkrankung eines Elternteils können die emotionalen, sozialen und kulturellen Ressourcen einer Familie schwächen“, stellt Dr. Hermann-Josef Kahl, Bundespressesprecher vom BVKJ fest. „Für Eltern sind die Kinder- und Jugendärzte in der Regel die ersten Ansprechpartner. Sie haben einen besonderen Blick für die Probleme der Eltern und Kinder.“
Prof. Dr. Sabine Walper, Präsidentin von der Deutschen Liga für das Kind, betont: „Mütter und Väter sind meist ‚Novizen‘ im Umgang mit Kindern, wenn sie Eltern werden. Sie sind in ihrer neuen Rolle unsicher und suchen Orientierung. Elternkompetenz muss erst noch erlernt werden. Die vorliegenden Merkblätter geben den Kindern mit ihren Bedürfnissen und entwicklungsbezogenen Bedarfen symbolisch eine Stimme und erleichtern es den Eltern, passend auf ihre Kinder einzugehen.“
„Damit möglichst viele Familien – auch mit geringen Deutschkenntnissen – von den Filmen profitieren, hat die BZgA die fünf fremdsprachlichen Versionen der Filme finanziell unterstützt. In Deutschland gibt es vielfältige Angebote der Frühen Hilfen, um Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken, allerdings sind sie ihnen häufig nicht bekannt. Über die neue Suchfunktion der Website des NZFH www.elternsein.info finden Eltern Anlaufstellen für Frühe Hilfen in ihrer Nähe. Dies ist eine wichtige Ergänzung der Merkblätter und Filme, wenn Eltern darüber hinaus Unterstützung brauchen“, so Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA.
Die Merkblätter sind hier abrufbar. Die Filme wurden von der Ehlerding Stiftung, der JK-Stiftung für kompetente Elternschaft und Mediation sowie von der Kroschke Kinderstiftung gefördert.Alle Filme sind auf www.seelisch-gesund-aufwachsen.de zu finden.
 

  Kontakt

Ümit Yüzen
Familienbildung und Familienpolitik
Telefon: 030 / 030 8 54 04 - 359
E-Mail: yuezenue@drk.de


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