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Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten

Die Teilhabe geflüchteter Menschen an Bildung, Ausbildung und Arbeit ist ein wichtiger Faktor für eine nachhaltige Integration in unserer Gesellschaft. Allerdings ist die Aufnahme einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle für Geflüchtete und auch für viele andere neu zugewanderte Menschen eine deutlich höhere Herausforderung als für Menschen ohne Migrationsgeschichte. Vielerorts bieten unsere Gliederungen dabei Unterstützung an und nehmen dabei die gesamte Lebenssituation der Menschen in den Blick. Das DRK-Generalsekretariat unterstützt die Akteure vor Ort durch Fach- und Dialogtagungen, Handreichungen und die Umsetzung von Pilotprojekten.

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Lebensweltorientierte Begleitung

Die junge Syrerin Zaynab und ihr neues Leben in Deutschland

Menschen auf der Flucht treffen auf Ihrem Weg häufig auf Angebote der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, zum Beispiel bei medizinischer Erstversorgung oder in temporären Unterkünften. Wenn Sie nach Deutschland kommen, lernen Sie das DRK ebenfalls mit unterschiedlichen Angeboten kennen, wie zum Beispiel bei der Unterbringung, der Migrations- und Sozialberatung oder der Suche nach Angehörigen über den Suchdienst. Diese Vielfalt an Unterstützungsmöglichkeiten wollen wir auch in den Angeboten zur Arbeitsmarktintegration widerspiegeln und richten diese deshalb an der gesamten Lebenssituation der Menschen aus.

Dialog und Vernetzung

Wir sind der festen Überzeugung, dass die Integration in den Arbeitsmarkt dann gelingen kann, wenn die unterschiedlichsten Akteure gemeinsam handeln und sich gegenseitig unterstützen. Deshalb knüpfen wir bundesweit Kontakte zu Unternehmen wie auch zu Bundesbehörden und wirken in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege mit. Um den Austausch zwischen Beratenden und Unterstützenden mit Unternehmen und anderen Partnern zu unterstützen, führen wir seit 2016 Dialogtagungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten durch. Darüber hinaus haben wir 2018 gemeinsam mit dem NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge ein Handbuch für ehrenamtlich Engagierte veröffentlicht.

Pilotprojekte

Als Bundesverband initiieren wir Pilotprojekte und vernetzen dabei Gliederungen aus unterschiedlichen Regionen in Deutschland.

In 2018 und 2019 haben wir das Pilotprojekt "DRK-JobLotse" umgesetzt, bei dem der Kreisverband Bitburg-Prüm e.V., die DRK-Betreuungsdienste Herzogtum Lauenburg gGmbH sowie die DRK-Soziale Dienste in der Region Hannover gem. GmbH beteiligt waren. Begleitet wurde das Projekt durch das Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gemeinnützige GmbH (ism). Ein Ergebnis des Pilotprojektes ist eine Arbeitshilfe, die interessierte Gliederungen bei der Konzeption vergleichbarer Vorhaben unterstützen soll (die Veröffentlichung der Arbeitshilfe erfolgt in Kürze).

In 2017 und 2018 haben wir gemeinsam mit der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit (BA) sowie dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ein Pilotprojekt zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Jobcentern und Migrationsberatungsstellen durchgeführt. Dabei wurden an den Standorten Berlin, Dortmund und Region Saarbrücken Verbesserungspotentiale im Sinne der zu betreuenden Menschen mit Migrationshintergrund erarbeitet. Daraus entstanden ist eine Muster-Kooperationsvereinbarung, die im September 2018 an alle Regionaldirektionen der BA in Deutschland versandt wurde. Eine kurze Zusammenfassung des Pilotprojektes finden Sie hier zum Download.

Kontakt

Rüdiger Fritz

Rüdiger Fritz ist Referent für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und Zuwanderern. Er befasst sich im Schwerpunkt mit der Verbesserung von Strukturen für die Integration in Arbeit und der Förderung der Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure. Außerdem kümmert er sich um den Newsletter »Flucht und Migration«.

r.fritz@drk.de
004930 85404-237

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