Gute Daten für gute Zwecke: Braucht die Wohlfahrt eine Daten-Ethik?

Donnerstag, 31.01.2019, 15:30-17:00 Uhr

Today, everyone’s business is data! Digitalisierte Prozesse ermöglichen in Echtzeit ein Bild zu gewinnen, wo früher Statistiken in Bücher gedruckt wurden. Berührungsängste und Kompetenzlücken machen die Wohlfahrt noch zu einer Zuschauerin. Insbesondere bei der Frage des Datenschutzes geht es um das Vertrauen der Klientinnen und Klienten. Zusammen mit Ihnen wollen wir in diesem Forum diskutieren: Welche Leitlinien braucht die Freie Wohlfahrt mit Blick auf Chancen und Risiken der Datenwelt?

Input & Moderation

Johannes Landstorfer ist seit Anfang 2018 Koordinator Digitale Agenda beim Deutschen Caritasverband und berichtet direkt an den Vorstand Sozial- und Fachpolitik. Zu seinen Aufgaben zählt es, die vielen digitalen Aktivitäten im Verband strategisch zu verknüpfen und Themenfelder wie Datenanalyse und Netzpolitik voranzubringen. Zuvor hat er zehn Jahre als Teil der Design-Beratung IXDS u.a. Fabriken für Bosch untersucht, war mit den Kunden der Deutschen Telekom unterwegs und beriet Wikimedia Deutschland.

Sebastian Meier ist Data Scientist bei der Technologiestiftung Berlin. Er studierte Kommunikations-, Interface-Design und promovierte im Bereich der Geoinformatik an der Uni Potsdam. Sebastian ist neben seiner Arbeit in der Stiftung Dozent für Data-Driven Design an der Fachhochschule Potsdam. Der Fokus von Sebastians Arbeit liegt auf der Analyse und Visualisierung räumlicher Daten, sowie menschzentrierter Perspektiven bei der Entwicklung von Mensch-Maschine-Schnittstellen.

Marcus Hopp ist technik-begeisterter Diplom-Pädagoge und beschäftigt sich seit 2012 hauptberuflich in Stabsfunktion bei der Stift Tilbeck GmbH mit dem Themenfeld „Technische Assistenz für Menschen mit Funktionsbeeinträchtigungen“. In dieser Zeit hat er mehrere innovative Initiativen und Projekte zur Technikanwendung, -beratung und -installation erarbeitet und umgesetzt. In diesem Zusammenhang hat Hopp sich intensiv mit der ethischen Betrachtung und Bewertung von Technikeinsatz beschäftigt.

Lorena Jaume-Palasí ist Gründerin von The Ethical Tech Society eine gemeinnützige Organisation, die das Ziel verfolgt, Prozesse der Automatisierung und Digitalisierung zu betrachten und in Bezug auf ihre gesellschaftliche Relevanz einzuordnen. Lorena forscht zur Ethik der Digitalisierung und Automatisierung. Sie befasst sich in diesem Zusammenhang auch mit rechtsphilosophischen Fragen. 2017 wurde sie von der Regierung Spaniens in dem Weisenrat zu Künstlicher Intelligenz und Datenpolitik berufen. Sie ist eine der 100 Experten der Cotec Foundation für ihre Arbeit zur Automatisierung und Ethik. Bucerius Fellow der Bucerius Stiftung. Sie hat die Dynamic Coalition on Publicness des UN Internet Governance Forums (IGF) mitgegründet. Lorena ist Mitglied des Beirats der Initiative Code Red gegen Massenüberwachung. Schließlich leitet sie das Sekretariat der deutschen nationalen Sektion des IGF sowie Projekte zur Internet Governance in Asien und Afrika. Lorena wird regelmäßig von internationalen Organisationen, Verbände und Regierungen konsultiert. Sie ist hat diverse Publikationen zu Internet Governance mitverfasst und herausgegeben und schreibt regelmäßig zu Datenschutz, Privatheit und Öffentlichkeit, öffentliche Güter und Diskriminierung. 2018 erhielt sie für die Initiative AlgorithmWatch die Theodor Heuss Medaille „für ihren Beitrag zu einer differenzierten Betrachtung von Algorithmen und deren Wirkmechanismen“.


Wir haben die Referierenden nach ihrer Motivation gefragt:



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