DRK-Generalsekretariat_Hannes-Jaehnert-DRK.jpg Hannes Jähnert / DRK

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Auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft

Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege gehört das DRK zu den tragenden Säulen des Sozialstaats. Als Vorreiter in der Wohlfahrtsarbeit wollen wir konsequent neue Wege gehen. Wir stellen die Zukunftsfähigkeit der DRK-Wohlfahrtspflege sicher, indem wir auf gesellschaftliche Trends wie die Digitalisierung, den Wandel von Familienformen oder den demografischen Wandel reagieren. Wir bieten neue tragfähige Antworten und Lösungen für eine zunehmend komplexe Gesellschaft.

Ganzheitlich handeln

Als im Jahr 2015 fast eine Million Geflüchtete nach Deutschland kamen, fanden Bund, Länder und Kommunen im DRK einen Partner, der über Erfahrung und Know-How verfügt und sofort Verantwortung übernahm. 

Nach der Akuthilfe vor zwei Jahren widmen wir uns jetzt systematisch und in Abstimmung mit Politik und Verwaltung der Integration der Geflüchteten.

Durch die Einbettung des großartigen spontanen Engagements vieler Bürger*innen in unsere Hilfe für Geflüchtete und durch die kontinuierliche Unterstützung ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagements stärken wir unsere Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. 

Nothilfe, Integration, Stärkung von Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt: Die Flüchtlingskrise belegt den großen Nutzen des ganzheitlichen DRK-Ansatzes.

Diese Erfahrung ermutigt uns: Wir müssen noch stärker als bisher ganzheitlich und vernetzt denken und handeln. Als Verband mit einem breiten Spektrum von Aufgabenfeldern in der Wohlfahrtspflege und in der Hilfsorganisation und mit unserem Rotkreuz-Grundsatz der „Einheit“ sind wir dazu prädestiniert. 

Wirkungsorientierung als Grundlage gesellschaftspolitischer Gestaltungsprozesse

Was ist heute noch gewiss? Was läßt sich planen und kontrollieren? Wenn Planung und Kontrolle zunehmend unmöglich erscheinen, wird Vertrauen zur Grundlage gesellschaftspolitischer Gestaltungsprozesse. Wie entsteht Vertrauen, wie kann es angesichts dynamischer Wandlungsprozesse und zunehmend komplexer werdender Probleme wachsen?

Eine systematische Wirkungsorientierung und -messung hilft dabei Antworten auf diese Fragen zu finden.

Mit selbstkritischem Blick wie auch mit dem Blick auf die seit mehr als 150 Jahren schon gemachten "Hausaufgaben" rücken wir als DRK die Fragen "Tun wir die richtigen Dinge?", "Tun wir die Dinge richtig?" und "Wie können wir uns verbessern?" verstärkt in den Mittelpunkt unserer Arbeit.

Die Entfaltung von Wirkung braucht Zeit und Ressourcen. Eine systematische Wirkungsorientierung und -messung ist ein mehrjähriger Prozess, der entsprechende Kapazitäten benötigt. Erfahrungswerte zeigen an, dass für Maßnahmen zur Wirkungsorientierung und -messung jährlich etwa 0,5 bis 2,5 Prozent des gesamten Aufwandes für Leistungen und Projekte zu budgetieren sind.

Unsere Positionen auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft

Zu den im Folgenden angesprochenen und zu weiteren Themen wollen wir auch zukünftig einen intensiven Dialog mit Politik und Gesellschaft führen und unsere Positionen in die Debatte um die zukünftige Ausgestaltung sozialer Dienstleistungen einbringen. 

Betonen werden wir dabei unsere Alleinstellungsmerkmale wie

  • die Werte- und Gemeinwohlorientierung der Freien Wohlfahrtspflege,
  • das erfolgreiche Zusammenwirken von ehrenamtlicher und hauptamtlicher Arbeit,
  • unsere Verlässlichkeit bei der Erbringung sozialer Dienstleistungen oder
  • die anwaltschaftliche Vertretung von benachteiligten Menschen. 

Der Leitgedanke unseres Handelns ist die inklusive Gesellschaft. Für sie treten wir immer und überall ein, denn Inklusion und Teilhabe sind Querschnittsthemen, die alle Arbeitsfelder der DRK-Wohlfahrtspflege betreffen.

Nach unserem Inklusionsverständnis soll jeder Mensch ein selbstbestimmtes Leben in seinem gewählten gesellschaftlichen Umfeld führen können. Nicht der einzelne Mensch muss sich anpassen, sondern die Gesellschaft: Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Barrieren zu beseitigen, die Menschen ausschließen oder behindern. Jeder Mensch muss darin unterstützt werden, seine Teilhabe wahrnehmen zu können.


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