Seminargruppe.jpg Ümit Yüzen, DRK e.V.

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Veranstaltungsdokumentationen

  • Nicht alles geht digital – aber erstaunlich viel - die digitalen Tage der DRK Familienbildung
    Versuch einer sozio-metrischen Raumaufstellung

    Digitale Tage der DRK Familienbildung vom 29.10.-30.10-2020 Die Veranstaltung mit ca. 50 Teilnehmenden war ursprünglich als analoge Veranstaltung mit verschiedenen Themenschwerpunkten geplant. Im Laufe des Jahres wurde immer deutlicher: zu Pandemie-Zeiten finden Kommunikation und Begegnung vor allem digital statt. So wurde die Digitalisierung selbst zu unserem großen Thema. Ihre für uns relevanten Aspekte wurden in Zusammenarbeit mit den DRK-Familienbildungswerken in Nordrhein entwickelt: wie und was suchen Eltern im digitalen Netz? Wie kann Familienbildung dort sichtbarer werden? Wer ist bei den Eltern im Netz schon erfolgreich? Aus- und Fortbildung für Fachkräfte der Familienbildung - digital, attraktiv und in hoher Qualität?

    Prolog:

    Die Veranstaltung wurde mit MS Teams durchgeführt – die Teilnehmenden wurden zu Mitgliedern eines Teams „Digitale Tage der DRK Familienbildung“ erklärt und konnten sich in den verschiedenen Kanälen schon zwei Tage vorher umtun, Fragen stellen und sich die eingestellten Dokumente ansehen. Die Autorin muss gestehen, dass sie größte Bedenken hatte, ob die Teilnehmenden das komplexe Anmeldeprozedere überwinden werden. Ihr Rat: sorgt für einen so tollen Hintergrunddienst wie sie einen hatte!

      Jessica sucht Problemlösungen, keine Institutionen

      Rose Volz-Schmidt, die Gründerin von Wellcome gGmbH und der Plattform ElternLeben.de zeigt mit ihrer Präsentation sehr konkret am Beispiel der jungen Mutter Jessica, wo und wie Eltern im Internet suchen - und die meisten Familienbildungsangebote leider nicht finden. Dafür finden sie jede Menge kommerzielle Angebote in zum Teil fragwürdiger Qualität. Rose Volz-Schmidt hat schon im Sonderband Blätter der Wohlfahrtsplfege und Sozialwirtschaft "Digitalisierung und Teilhabe. Mitmachen, mitdenken und mitgestalten" einen leidenschaftlichen Beitrag veröffentlicht, die Familienbildung dort zu verorten, wo die Eltern schon seit langem sind: im Internet
      Ihre Kollegin Anna Schuster konnte in der Workshop-Phase sehr konkrete Tipps gegeben, wie mit mehr aber auch mit wenig Aufwand die Sichtbarkeit der DRK-Familienbildung in der digitalen Welt erhöht werden kann. Dabei können wir ihr Lob an den Auftritt vom DRK KV Berlin Nord-Ost weitergeben.

      Elternblogger gibt es inzwischen in jedem Landkreis – seht, ob ihr mit ihnen zusammenarbeiten könnt

      Alu Kitzerow-Manthey ist Elternbloggerin von grosse.koepfe.de. Im Hauptberuf ist sie Zukunftsforscherin. Sie hat einen Zusammenschluss von Elternbloggern  in Deutschland  (Blogfamilia e.V.) gegründet, die einmal im Jahr eine Konferenz ausrichten. In ihrer Präsentation zeigt sie, welche Themen die Eltern umtreiben, wer die ca. 5000 Bloggerinnen und (wenige) Blogger in Deutschland sind (sehr oft Pädagoginnen), warum sie eine so große Reichweiter erreichen und weshalb die Eltern ihnen vertrauen. Ihr Appell: Arbeitet mit uns zusammen und erhöht eure Bekanntheit.

      Blended learning in der Kursleitungsausbildung: orts- und zeitunabhängiges Lernen, individuelle Lerntiefen. Achtung: kein Sparmodell!!

      Die evangelische Kirche in Hessen und Nassau haben schon seit einigen Jahren neben digitalen Elternangeboten auch die Ausbildung von Kursleitungen der Familienbildung in ein Blended learning-Format gebracht: darüber berichtet Frau Paula Lichtenberger und Anja Dürringer. Das A und O sind die ständige Betreuung durch eine Tutorin und die Mischung aus Online- und Präsenztagen. In dem Workshop dazu konnten die Teilnehmenden sehr konkrete Fragen stellen und sich umfangreiche Anregungen holen.

      Gute Praxis

      Das Pilotprojekt des Generalsekretariats Elterncampus stellte Gisela Wedler, Teamleitung im Generalsekretariat Gesellschaftliche Trends & Innovationen vor. Digitale Angebote unterstützen und geben junge Familien Halt und Orientierung - gerade in Pandemiezeiten ein enorm wichtiges Angebot. Die Ausschreibung der Kurse, Information über die Kursleitung, die Buchung und die Bezahlung  läuft über eine Plattform. Projektleiterin ist Luise Springer.

      Die digitalen Angebote des Familienbildungswerk Duisburg sind breit gefächert.

      Offene digitale Arbeitsgruppen

      Die Themenpaten aus den Familienbildungswerken Nordrhein stellen mögliche Arbeitsgruppen vor, die sie mit anderen aus dem Verband gründen wollen:

      • Digitale Möglichkeiten in der Familienbildung/ Familienhilfe: Martina Kleinpeter: fbw(at)rhein-berg.drk.de
        Was ist bei digitalen Angeboten alles zu bedenken, was gibt es schon, was braucht es? und jede Menge Unterstützung und Motivation beim Ausprobieren
      • (Digitale) Qualifizierung und Fortbildung für Fachkräfte in der Familienbildung/ Familienhilfe Bianca Heintges & Claudia Syrek: bianca.heintges(at)drk-krefeld.de; c.syrek(at)drk-nordrhein.de
        Austausch für alle, die es ausprobieren möchten. Rahmenbedingungen, gibt es Hürden bei den Kursleitungen? In Nordrhein sind schon erste Erfahrungen mit der moodle-Plattform vorhanden.
      • (Digitale) Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit in der Familienbildung/ Familienhilfe Daniel Larres & Petra Meier Haesters: dlarres(at)drk-eu.de; p.meier-haesters(at)drk-niederrhein.de
        Familienbildung im DRK digital und analog bekannter machen: Kooperation mit Elternbloggerinnen und -blogger, mehr Sichtbarkeit im Netz, Familienbildung auch ein Angebot des DRK.

      Die angegebenen Personen freuen sich über Interesse an ihren Gruppen - Sie können sich einfach bei ihnen melden!

       

       

    • Auswertungstreffen der Pilotausbildung Familienbildung im DRK 21./22. Juni 2019
      Melanie Weimer, DRK e.V.
      Fotodokumentation des Auswertungstreffens

      Die langjährigen Erfahrungen in den DRK-Eltern-Kind-Angeboten ElBa® und SpieKo® werden erstmals zusammengeführt und modular ausgestaltet, so dass Teilnehmende das Zertifikat beider Programme im Zeitraum einer Ausbildung erwerben können. Mit der durchgeführten Veranstaltung wurde die Pilotphase der neuen Ausbildung ausgewertet.

      Zum Fotoprotokoll der Veranstaltung

    • Yes we care - gute Rahmenbedingungen für Menschen mit Sorgeverantwortung, 27.11.-28.11.2018
      Rocco Thiede, DRK e-V.
      Prof. i.R. Dr. Uta Meier-Gräwe

      Gute Unterstützung für Familien mit jungen Kindern, pflegende Angehörige, Nachbarn oder Freunde, Sensibilisierung zum Thema Pflege schon in jungen Jahre, Unterstützung bei besonderen Herausforderungen wie Alleinerziehende und Vereinbarkeit von Familie und Beruf - vom 27.11. bis 28.11.2018 wurden in der Fachveranstaltung unterschiedliche Facetten vor allem der informellen Sorgearbeit thematisiert.

      Fürsorge für Kinder, ältere oder kranke Angehörige, Nachbarn und Freunde ist neben Beruf, Regeneration und Freizeit für viele gelebter Alltag. Sie ist eine wertvolle Aufgabe, die den Zusammenhalt unserer Gesellschaft gewährleistet.

      Die gerechte Aufteilung der Fürsorge und Erwerbsarbeit unter den Geschlechtern ist eine wichtige politische Aufgabe der Zukunft, denn sie bildet das Fundament einer modernen und humanen Gesellschaft. Das unterstreicht auch der Titel des zweite Gleichstellungsberichts der Bundesregierung „Erwerbs- und Sorgearbeit gemeinsam neu gestalten“ Frauen sind sowohl als pflegende Angehörige als auch als Mütter von jungen Kindern vom sog. Gender Care Gap betroffen. Gender Care Gap bezeichnet den Unterschied beim täglichen Zeitaufwand für unbezahlte Sorgearbeit zwischen Männer und Frauen. Danach leisten Frauen täglich eine Stunde und 27 Minuten mehr unbezahlten Sorgearbeit als Männer.

      Ob die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gemeinsam entwickelte Aktivitäten in der Nachbarschaft oder eine sinnstiftende Tätigkeit im Alter: Familienunterstützende Strukturen im sozialen Nahraum entlasten Familien, bieten Möglichkeiten des Austausches, der Partizipation und der Integration für Generationen.

      Altern und Pflege werden in Zukunft stärker als bisher die Gesellschaft beschäftigen. Die heutigen und zukünftigen Kinder und Jugendliche werden in ihrem Alltag öfter von Alter und Pflege in ihrem nahen Umfeld betroffen sein. Nach Zahlen der Bundeszentrale für politische Bildung geht der Anteil der unter 20-Jährigen zwischen 2011 und 2060 von 18,2 auf 15,7 Prozent zurück, der Anteil der Personen, die 60 Jahre oder älter sind, wird in dieser Zeit von 26,6 auf 39,2 Prozent anwachsen. Jugendliche sollten deshalb zu diesen Themen sensibilisiert werden. Kinder und Jugendliche, die schon jetzt Pflegeaufgaben in der Familie übernehmen müssen andererseits vor Überforderung geschützt werden.

      Erwartungen der Teilnehmenden an die Veranstaltung

      Pfade aus der gesellschaftlichen (Fehl-)bewertung von bezahlter und unbezahlter Sorgearbeit

      Trotz ihrer gesellschaftlich großen Bedeutung hat die Sorgearbeit ein schlechtes Image, erfährt geringe Wertschätzung – und ist in den meisten Fällen Frauensache. Professorin Meier-Gräwe benennt in ihrem Vortrag auch die gesellschaftlichen Stellschrauben, an denen gedreht werden müsste um dies zu ändern: u.a. die Höherbewertung der professionellen und informellen Sorgearbeit, die stärkere, legale und staatlich begünstigte Inanspruchnahme von Haushaltsnahen Dienstleistungen und die gesellschaftliche Neudefinition des Produktivitätsbegriffs.

      Vortrag

      Bei insgesamt knappen öffentlichen Mitteln auf der einen Seite und steigenden Ausgaben andererseits sind gerade Angebote der Prävention, die nicht zu den Pflichtaufgaben zählen, von Kürzungen betroffen. Hier bieten Kosten-Nutzen-Analysen die Möglichkeit den Entscheidungsträgern aufzuzeigen, welcher Nutzen durch diese Angebote zu erwarten ist, denn  Leistungen aus dem Bereich der Sozialen Arbeit werden in den gängigen Wirtschaftsrechnungen nur über ihre Ausgaben dargestellt. 

      Kosten-Nutzen-Anayse 1. Teil

      Kosten-Nutzen-Analyse 2. Teil

      Vereinbarkeit Beruf und Sorgeverantwortung Perspektiven für Mitarbeiter + Unternehmen

      Der DRK KV Kronach hat seine Möglichkeiten als wichtiger Akteur nah bei den Familien vor Ort genutzt und durch Vernetzung und Kooperation mit allen anderen Akteuren ein solides Unterstützungsnetzwerk für Familien mit Sorgeverantwortung und Beruf verwirklicht. Herr Roland Beierwaltes, der Geschäftsführer und Mitinitiator des Netzwerkes stellt das Netzwerk Lebensqualität für Generationen vor. Er nennt als eine Voraussetzung des Netzwerks den unbedingten Wunsch aller Akteuere in der Kommune die Abwanderung von Familien (und Fachkräften) umzukehren. Nur so ist ein ökonomisches Überleben des Gewerbes im ländlichen Raum möglich.

      Arbeitsgruppen

      Arbeitsgruppen zu den Fragestellungen

      • Was ist Ihnen vom bisher gehörten neu?
      • Welche Fragen stellen sich aus Ihrer Perspektive zum Thema Sorgearbeit
      • Was sind die Knackpunkte der Vereinbarkeitsproblematik aus Ihrer Sicht?

      Arbeitsgruppe A

      Arbeitsgruppe B

      Unterstützende Nachbarschaft heute und morgen

      Anne Gottwald stellt Nebenan.de vor, ein digitales Nachbarschaftsnetzwerk. In der Diskusssion werden die Vorteile dieser Plattform deutlich: selbst ein toter Fuchs im Garten einer Netzwerkteilnehmerin fand jemanden, der ihn gerne mitnahm: eine benachbarte Biologin. Neben Privatpersonen sollen auch wichtige Akteuere im Kiez stärker vernetzt werden wie die Kommune und Wohlfahrtsverbände.

      Miteinander leben – miteinander gestalten

      Frau Ute Fischer stellt die partizipative Arbeit des DRK Stadteilbüro Baesweiler (der Städteregion Aachen) vor als ein gelungenes Beispiele für die Ausrichtung der Angebote an den Bedarfen der Menschen Vor-Ort.

      Junge Menschen auf Pflege aufmerksam machen, Überforderung entgegenwirken

      Jugendliche und Kinder werden in den nächsten Jahren sehr viel stärker von Pflege in ihrer nächsten Umgebung betroffen sein als bisher. Das Österreichische Rote Kreuz hat Programme entwickelt, um einerseits Jugendliche an die Themen Pflege und Sorgearbeit heranzuführen und andererseits sog. Young Carer, Jugendliche und Kinder, die ihre Angehörigen pflegen, vor Überforderungen zu schützen und ihnen Entlastung anzubieten. Brigitte Blüthl vom ÖRK stellt diese Programme vor.

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      Modellprojekte belegen: Ergänzende Kinderbetreuung holt Alleinerziehende aus der Armut

      Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für Alleinerziehende eine besondere Herausforderung; für sie ist es besonders schwer, Berufstätigkeit, Wegezeiten und die Betreuung der Kinder unter einen Hut zu bringen. Miriam Hoheisel, Geschäftsführerin des Verbandes für alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) stellt die Ergebnissen einer Evaluation eines Modellprojekts für Randzeitenbetreuung vor, die aufzeigen, was diesen Familien hilft.

      Zum Vortrag

      Pflegende Angehörige als elementare Stütze des Pflegesystems – wie steht es aber um Unterstützung und Wertschätzung für ihre Leistung?

      Benjamin Salzmann und Frank Schumann berichten von den Herausforderungen, vor denen pflegende Angehörige stehen und benennen als Interessenvertreter von pflegenden Angehörige entlastende Faktoren.

      Zum Vortrag

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