Ausbau der legalen und sicheren Zugangswege nach Deutschland und Europa

Familie mit kleinen Kinder in einem deutschen Bahnhof
Foto: Jazzmany, Shutterstock

Unsere Forderungen

  • Ausbau der legalen und sicheren Zugangswege nach Deutschland und Europa
  • Neuregelung des gemeinsamen europäischen Asylsystems unter angemessener Berücksichtigung der Bedürfnisse von Schutzsuchenden
  • Wesentliche Erhöhung des jährlichen Resettlement-Kontingents

Weltweit befinden sich mehr als 65 Millionen Menschen auf der Flucht.

Der überwiegende Teil der Schutzsuchenden bleibt in ihrer Herkunftsregion oder sucht in Nachbarländern Schutz. Ihre Lage in den Erstaufnahmestaaten ist häufig prekär. Nur ein kleiner Teil der Geflüchteten findet Schutz in der Europäischen Union.

Es gibt nur eingeschränkte Möglichkeiten, auf legalem Weg nach Europa zu gelangen. Weitere legale und sichere Zugangswege müssen geschaffen werden.

Schutzsuchende an den europäischen Grenzen oder auf Hoher See haben Anrecht auf ein faires Asylverfahren. Die Grenzsicherung darf nicht zu Verstößen gegen das völkerrechtlich geregelte Verbot von Zurückweisungen in Staaten führen, in denen Geflüchtete Folter oder andere schwere Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind („Refoulement“-Verbot).

Die Dublin-Verordnung in ihrer aktuellen Form ist keine geeignete Grundlage für eine gemeinsame europäische Aufnahmepolitik. Bei der notwendigen Reform müssen die individuellen Ressourcen der Geflüchteten wie Familieneinheiten, persönliche Netzwerke oder Sprachkenntnisse angemessen einbezogen werden.

Das DRK begrüßt die Verstetigung des deutschen Resettlement-Programms, wonach jährlich 500 schutzbedürftige Geflüchtete dauerhaft aufgenommen werden. In den Jahren 2016 und 2017 wurde die Zahl auf jeweils 800 Personen erhöht. Dem Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) zufolge liegt der Bedarf jedoch allein für das Jahr 2017 bei rund 1,19 Millionen Resettlement-Plätzen.

Das Resettlement-Programm ist nicht die einzige Möglichkeit, um Geflüchteten in der EU Schutz zu bieten. Für viele Geflüchtete aus Syrien eröffneten die humanitären Aufnahmeprogramme des Bundes und der Länder einen Weg, sicher nach Deutschland zu gelangen.