Standards für die Unterbringung von Geflüchteten schaffen

Eine geflüchtete Familie in einem Zimmer mit Hochbett
Foto: DRK e. V.

Unsere Forderungen

  • Beschränkung der Wohnverpflichtung in Aufnahmeeinrichtungen auf wenige Wochen 
  • Möglichst früher Zugang zum Wohnungsmarkt
  • Aufhebung der Residenzpflicht 
  • Bedarfsgerechte Unterbringung von Personen mit besonderem Versorgungs- und Betreuungsbedarf
  • Mindeststandards in Unterbringungseinrichtungen

Zu Beginn des Aufenthaltes in Deutschland sind Geflüchtete verpflichtet, in einer Erstaufnahmeeinrichtung zu wohnen. In dieser Zeit, die bis zu zwei Jahren dauern kann, dürfen sie den Bezirk der Erstaufnahmeeinrichtung nicht verlassen.

Geflüchtete brauchen jedoch Wohnraum in privaten Wohnungen oder kleineren Einrichtungen, wo ihre Privatsphäre geschützt ist, wo sie Anschluss ans Gemeinwesen finden und sich integrieren zu können.

Vulnerable Personen mit besonderem Versorgungs- oder Betreuungsbedarf benötigen bedarfsgerechte Wohneinheiten und eine angemessene Betreuung. Für traumatisierte Personen könnten beispielsweise Rückzugsmöglichkeiten in Einzelzimmern geschaffen werden. Alle Unterbringungseinrichtungen sind daher so auszugestalten, dass ein besonderer Versorgungs- und Betreuungsbedarf sichergestellt werden kann.

Für Unterbringungseinrichtungen von Geflüchteten sollten verbindliche Mindeststandards gelten. Zu diesen gehören unter anderem „child friendly spaces“ (kinderfreundliche Räume), ein Gewaltschutzkonzept und die Einbindung der Bewohner*innen in den Ablauf der Einrichtungen.