Bildungsarbeit gehört zum Verantwortungsbereich von Trägern und Zentralstellen

Ein junger Mann erklärt etwas am Flipchart
Foto: Jörg F. Müller, DRK e. V

Unsere Forderungen

  • Jede Zentralstelle sollte entscheiden können, ob sie die Seminare zur Politischen Bildung selbst durchführt oder dafür ein Bildungszentrum des Bundes nutzt
  • Kritische Prüfung der Mehrfachrolle des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) unter Gesichtspunkten des Subsidiaritätsprinzips durch die Bundesregierung

Die Freiwilligen der verbandlichen BFD-Zentralstellen sind derzeit verpflichtet, während einer Woche einen Kurs in politischer Bildung in einem Bildungszentrum des Bundes zu absolvieren. In allen Bildungswochen unserer Träger steht die politische Bildung mit Demokratielernen als zentralem Inhalt jedoch bereits auf dem Programm.

Die erzwungene Teilnahme an einer Seminarwoche „Politische Bildung“ schränkt die Zentralstellen und Träger unnötig ein. Sie sollten entscheiden können, ob sie die politische Bildung selbst durchführen oder dafür ein Bildungszentrum des Bundes nutzen.

Denn die kontinuierliche pädagogische Begleitung der Freiwilligen und die Zusammenhalt der Freiwilligengruppen ist für die Träger ein unverzichtbarer Bestandteil ihres pädagogischen Konzepts. Im Sinne des Subsidiaritätsprinzips  muss es wieder zum grundlegenden Prinzip aller Freiwilligendienste werden, dass die Träger und verbandlichen Zentralstellen, bei denen über 80 Prozent aller Freiwilligen ihren Dienst leisten, ihre Bildungsarbeit selber verantworten.

Die Aufgabe des Bundes ist es, geeignete finanzielle und rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Die vielfältigen Rollen und Funktionen des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) sollten in diesem Zusammenhang kritisch geprüft werden.