Schulsozialarbeit als Wegbereiterin für ein gesundes Aufwachsen und erfolgreiche Bildungswege

Eine Gruppe von Jugendlichen mit einem Betreuer oder einem Lehrer
Foto: Tom Maelsa, DRK e. V.

Unsere Forderungen

  • Stärkung des Rechtsanspruchs junger Menschen auf Angebote der Kinder- und Jugendhilfe in der Schule
  • Stärkung der Schulsozialarbeit durch einen neuen eigenständigen Paragrafen im SGB VIII

Auch der Fünfte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung hat bestätigt, dass die soziale Herkunft den weiteren Bildungs- und Lebensweg junger Menschen bestimmt. Der außerordentlich starke Zusammenhang zwischen dem Bildungsabschluss der Eltern und  der Wahl der Schulart ist augenfällig: „Ein überwältigender Anteil von fast 84 Prozent der Kinder, deren Eltern beide die Hochschulzugangsberechtigung besitzen, besucht in Klasse 5 ein Gymnasium. Wenn hingegen kein Elternteil über die Hochschulreife verfügt, wählen nur rund 31 Prozent der Kinder in Klasse 5 das Gymnasium.“  

Neben der Armut gibt es jedoch noch andere Risikofaktoren, die ein gesundes Aufwachsen und den Zugang zu chancengerechter Bildung erschweren. Dazu gehören insbesondere stigmatisierende Zuschreibungen oder Diskriminierungserfahrungen. Sie betreffen beispielsweise Kinder und Jugendliche mit Behinderungen,  die – oftmals gegen ihren eigenen Wunsch oder jenen der Eltern –, eine Förderschule besuchen.

Auch Kinder und Jugendliche aus Familien mit familiärer Migrationsgeschichte sind betroffen: Eine Studie belegt, dass sich jede*r vierte Schüler*in mit Zuwanderungsgeschichte diskriminiert fühlt –, und dass sich diese Diskriminierung negativ auf die Schulleistungen auswirkt. („Große Vielfalt – weniger Chancen“. Studie der Universität Düsseldorf im Auftrag der Stiftung Mercator und der Vodafone Stiftung. März 2015.)

Die Schulsozialarbeit hilft, den Zusammenhang von sozialer Herkunft, einem gesunden Aufwachsen und einer erfolgreichen Bildungsbiografie dauerhaft zu entkoppeln. Sie nimmt eine zentrale und zukunftsweisende Rolle bei der Umsetzung von inklusiven Bildungsstrukturen ein und öffnet die Schule für die vielfältigen Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen.