Inklusion in der gesamten Kinder- und Jugendhilfe verankern

Gruppe von jungen Menschen bei einer Ausbidlungsveranstaltung
Foto: DRK e. V.

Unsere Forderungen

  • Inklusiv Ausgestaltung des SGB VIII als Leistungsgesetz für alle Kinder mit und ohne Behinderungen 
  • Jungen Menschen die Rechtsansprüche auf Hilfen zur Entwicklung und Teilhabe selbst zuerkennen

Die Position des DRK zu Inklusion und Teilhabe wird entscheidend durch die Grundsätze der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung bestimmt. Nach unserem Inklusionsverständnis soll jeder Mensch ein selbstbestimmtes Leben in seinem gewählten gesellschaftlichen Umfeld führen können. Nicht der einzelne Mensch muss sich anpassen, sondern die Gesellschaft: Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Barrieren zu beseitigen, die Menschen ausschließen oder behindern.

Das Deutsche Rote Kreuz setzt sich insbesondere für besonders benachteiligte („most vulnerable“) Bevölkerungsgruppen ein. So lange die volle und wirksame Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen an der Gesellschaft – Inklusion – noch nicht erreicht ist, zählen dazu auch Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.

Kinder und Jugendliche mit Behinderungen sind in erster Linie Kinder und Jugendliche. Sie haben ihrem Alter entsprechend entwicklungsspezifische Bedürfnisse und Bedarfe. Nun muss endlich umgesetzt werden, was seit vielen Jahren in der Politik und in der Fachöffentlichkeit diskutiert wird: die Zusammenführung der Leistungen für alle Kinder und Jugendliche mit Behinderung im SGB VIII.

Ein inklusives SGB VIII sollte zudem die Subjektstellung von Kindern und Jugendlichen und ihre Rechte entsprechend der UN-Kinderrechtskonvention stärken.