Mehr Inklusion und Teilhabe durch den Auf- und Ausbau von Ganztagsschulen

Zwei Jungs in roten DRK-Klamotten vor einer Spindwand
Foto: Tom Maelsa, DRK e. V.

Unsere Forderungen

  • Unterstützung des Auf- und Ausbaus von Ganztagsschulen durch spezifische kommunale Förderprogramme des Bundes
  • Auf- und Ausbau multiprofessioneller Teams für Ganztagsschulen
  • Verbesserte kommunale Planungs- und Kooperationsstrukturen für Ganztagsschulen

Das deutsche Schulsystem ist in starkem Maß von sozialer Ungleichheit geprägt. Die Bildungszugänge und Startchancen von Kindern und Jugendlichen sind je nach sozialer Herkunft und sozioökonomischen Voraussetzungen ungleich verteilt.

Dabei sind gerade Schulen Orte mit einem hohen gesellschaftlichen Wirkungs- und Veränderungspotential: Sie können Kindern und Jugendlichen entscheidende biografische Chancen eröffnen und leisten damit einen maßgeblichen Beitrag zur Förderung gesellschaftlicher Inklusion und politischer Teilhabe.

Ganztagsschulen bieten als vernetztes System von Erziehung, Bildung und Betreuung eine gute Basis für die Entfaltung dieses Potenzials. Damit dies gelingen kann, benötigen sie effektive kommunale Planungs- und Kooperationsstrukturen und ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen.

Das Personal an Ganztagsschulen muss qualifiziert sein und in enger Interaktion mit Partner*innen aus der lokalen Kinder- und Jugendhilfe und weiteren außerschulischen Organisationen multiprofessionell aufgestellt werden. Dadurch erweitern sich nicht nur die fachlichen Perspektiven und Kompetenzen, sondern auch der Kreis der Ansprechpartner*innen und Bezugspersonen für die Schüler*innen.

Damit Kinder und Jugendliche neben den Möglichkeiten zum Erwerb persönlicher Kompetenzen auch gemeinschaftsfähiges Handeln entwickeln können und selbstständiger werden, sind kinder- und jugendfreundliche Lernangebote und kreative Frei- und Spielräume erforderlich.