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Bildung und Befähigung

Bildung und Befähigung
Foto: DRK e.V.

Ganzheitliche Bildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Das DRK versteht unter ganzheitlicher Bildung eine Sichtweise, die verschiedene Ebenen – kognitive, motorische, soziale und emotionale – miteinander verbindet. Ganzheitliche Bildung unterstützt Menschen optimal in ihrer Entwicklung und Persönlichkeitsbildung: Sie eignen sich sprachliches, kulturelles und methodisches Wissen an, vor allem aber auch soziale und personale Kompetenzen. So werden sie befähigt, ein verantwortungsbewusstes Leben zu führen – sich selbst und anderen gegenüber – und biografische Herausforderungen selbstbewusst anzupacken.

Ganzheitliche Bildung drückt sich nicht im Erwerb einer spezifischen Qualifikation aus. Sie ist vielmehr ein lebenslanger Prozess, in dessen Verlauf sich der Einzelne vielfältige Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten aneignet, die sich in einer friedlichen und solidarischen Gesellschaft entfalten können und zu deren Erhalt beitragen.

Rahmenbedingungen für ganzheitliche Bildung

Die Lebenswelten von älteren und jungen Menschen – Schulen, Altenheime, Kindertageseinrichtungen und andere Bildungs- und Freizeiteinrichtungen – sind wichtige Orte für umfassende Bildungs- und Lernprozesse. Das DRK fördert solche Orte und den barrierefreien Zugang zu ihnen. So werden die Rahmenbedingungen für ganzheitliche Bildung geschaffen.

DRK-Mitarbeiterin mit einem Kind beim Malen: Das sieben- oder achtjährige Mädchen trägt ein rotes Träger-T-shirt und malt mit einem Pinsel und blauer Farbe.
Foto: Fredrik Barkenhammar, DRK e.V.

Bildung durch freiwilliges soziales Engagement

Durch freiwilliges soziales Engagement können sich Menschen gegenseitig unterstützen und sozialer Isolation vorbeugen. Dies gilt besonders für Menschen in benachteiligten Lebenslagen. Gleichzeitig können Menschen durch freiwilliges soziales Engagement vielfältige soziale und persönliche Kompetenzen erwerben, von denen sie selbst und ihre Gemeinschaft profitieren.

Werte der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung im DRK-Bildungsverständnis

Aufnahmelager Friedland bei Göttingen für Spätaussiedler und Flüchtlinge: Asylsuchender im Deutsch–Sprachkurs. Der Mann ist ungefähr Mitte 30 und trägt einen schwarzen Kapuzenpullover. Er hört sehr aufmerksam zu und macht sich Notizen.
Foto: Joerg F. Mueller, DRK e.V.

Das ganzheitliche Bildungsverständnis des DRK legt Wert darauf, Akzeptanz für unterschiedliche Werte und Lebensentwürfe sowie eine inklusive Perspektive zu fördern und zu vermitteln. Damit befindet es sich im Einklang mit den internationalen Rotkreuz-Grundsätzen.

Menschen sollen an Bildungsprozessen direkt beteiligt werden und teilhaben können. So wird der Würde des Menschen Achtung verschafft – ein wichtiger Grundsatz der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung.

Die Werte der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung sind im Bildungsverständnis des DRK fest verankert:

Die Achtung der Menschenwürde erfordert eine Bildung, die Menschen darin unterstützt, ein Bewusstsein für die eigene Würde und die eigenen Rechte und jene der anderen Menschen zu entwickeln.

Das Ideal des gegenseitigen Verständnisses und der Freundschaft unter den Völkern erfordert eine Bildung, die das Wissen über die Vielgestaltigkeit des menschlichen Lebens und Wertschätzung dafür vermittelt. Eine solche Bildung befähigt die Menschen zu einem kompetenten Umgang mit dem Anderen und zu einer gewaltfreien Lösung von Konflikten.

Die Bereitschaft, unparteilich und nach dem Maß der Not zu helfen, erfordert eine Bildung, die den Einzelnen ermutigt, Verantwortung zu übernehmen, ihn befähigt, sich in Lebenslage und Perspektive anderer einzufühlen, gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und kompetent zu handeln.

Die Fähigkeit, ein sicheres und gesundes Leben zu führen, erfordert eine Bildung, die das Wissen über körperliche und seelische Gesundheit mehrt und die Achtsamkeit sich selbst und der sozialen und physischen Umwelt gegenüber stärkt.