Inklusion afghanischer Ortskräfte in die Münchner Stadtgesellschaft

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Kategorie:
Migration - Integration - Flüchtlingshilfe
Projektbeginn:
08.2014
Projektende:
08.2017

Ein Projekt von BRK-MBE und Patenschaftsnetzwerk München

Das Patenschaftsnetzwerk München ist ein Zusammenschluss aus ehemaligen Ortskräften, die für die Bundeswehr und andere deutsche Behörden während des ISAF-Einsatzes (2011-2014) in Afghanistan tätig waren, der Migrationsberatung des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und engagierten ehrenamtlichen Patinnen und Paten, häufig ehemaligen Bundeswehrangehörigen, die sich für die gesellschaftliche Integration der jungen Afghanen einsetzen.

Die afghanischen Männer sind überwiegend mit ihren Kernfamilien in einem Münchner Übergangswohnheim untergebracht, wo sie zunächst fast acht Monate unbetreut waren und wertvolle Zeit für die sprachliche und berufliche Integration verloren haben.

Dann übernahm die BRK-Migrationsberatung für Erwachsene (Christine Müller und Habibullah Hamdard), die über die erforderliche Sprachkompetenz verfügt, die Beratung. Doch mit nur 26,5 Stunden Arbeitszeit waren die zahlreichen Probleme der Neuankömmlinge nicht zu lösen, so dass der Kontakt zur Bundeswehr gesucht wurde.

Auf die Initiative eines Bundeswehrreservisten (Fabian Forster) hin wurde eine Münchner Gruppe des bundesweiten Patenschaftsnetzwerks Afghanische Ortskräfte gegründet, die sich seit dem Frühsommer 2015 aktiv für die die Menschen einsetzt, die im Dienst der ISAF ihr Leben riskierten und aufgrund ihres Diensts bedroht wurden, deshalb ihr Heimatland verlassen mussten und sich nun im Niemandsland zwischen Migration und Flucht befinden.

Mittlerweile gehören ihm 13 aktive Paten an. Die Paten werden in fachlichen Fragen der Integration durch die BRK-MBE unterstützt, die monatlichen Treffen mit den Ortskräften gemeinsam von Fabian Forster und Christine Müller moderiert.

Am 10.06. wurde im Kino "Neues Rottmann" in München der Film "Can't be silent" gezeigt, im Anschluss daran berichteten die afghanischen Ortskräfte erstmals öffentlich über ihre Lebenssituation nach der Aufnahme in Deutschland.

Projektziele

• Öffentlichkeitsarbeit, um die Situation der Ortskräfte in der Bevölkerung und bei den politisch Verantwortlichen bekannt zu machen
• Spendeneinwerbung, um weiterführende Deutschkurse und Selbstlernmaterialien fördern zu können
• Stabilisierung der Ortskräfte durch Einzelberatung, Gruppeninformationsveranstaltungen, Unterstützung bei der Familienzusammenführung und Suche nach vermissten Angehörigen, persönliche Kontakte und Besprechung interkultureller Themen
• Individuelle Begleitung, z.B. bei der Wohnungssuche und Arbeitssuche
• Förderung des Zusammenhalts und der Selbsthilfe in der Gruppe über die ethnischen Zugehörigkeiten zur Gruppe der Paschtunen, Tadschiken oder Hazara hinaus
• Förderung von Kontakten zur deutschen Öffentlichkeit, um Ressentiments gegenüber Afghanen vorzubeugen und auf ihre Situation aufmerksam zu machen

Partner und Förderer

• Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte

Kontakt

BRK-Kreisverband München - Sprache und Migration

Christine Müller
Goethestr. 53
80336 München

Telefon:
(089) 53 73 42
E-Mail:
christine.mueller[at]brk-muenchen[dot]de
Website:
http://www.brk-muenchen.de/wir-sind-fuer-sie-da/mit-angeboten-fuer-zuwanderer/migrationserstberatung

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