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Soziale Medien verändern unsere Gesellschaft

Dr. Joß Steinke, Bereichsleiter Jugend und Wohlfahrtspflege
Foto: Dr. Joß Steinke

Liebe Leserinnen und Leser

das Internet und die Sozialen Medien verändern unsere Gesellschaft und damit auch die Wohlfahrtspflege im Deutschen Roten Kreuz. Im Kern geht es darum, sich selbst zu artikulieren und nicht bloß Empfängerin oder Empfänger von Nachrichten zu sein. War dieser „Medien-Prosum“ (eine Mischung aus Medien-Konsum und -Produktion) dereinst vielleicht noch ein Nischenphänomen, ist er mittlerweile im gesellschaftlichen Mainstream angekommen: Rund 31 Millionen Deutsche sind regelmäßig auf Facebook aktiv, 15 Millionen auf Instagram und etwa 12 Millionen auf Twitter.

Die meisten Fachkräfte der DRK-Wohlfahrtspflege – mich eingeschlossen – haben diesen Wandel lange Zeit und mit gebührender Skepsis beobachtet, ohne in den Sozialen Medien selbst aktiv zu werden. Was haben wir schon zu erzählen? Und: Woher sollen wir die Zeit nehmen, auch noch einen Blog, eine Facebook-Seite oder einen Twitter-Kanal zu pflegen? Haben wir nicht schon genug vom täglichen ‚Information Overflow‘?

Ich bin der Überzeugung, dass wir im DRK generell gut daran tun, ansprechbar zu sein, zuzuhören und uns selbst zu artikulieren. Nicht etwa, um große Wellen zu schlagen oder unsere Standpunkte zu denen aller anderen in der Gesellschaft zu machen! Mir geht es vor allem darum, dass die DRK-Wohlfahrtspflege sichtbarer Teil der Gesellschaft ist und bleibt. Und wenn sich diese Gesellschaft nun aber über die Nachbarschaft, das Quartier, die Stadt und das Land hinaus ins Digitale erweitert, müssen wir Wege finden, uns auch hier ansprechbar zu machen und zuhören zu können.

In der DRK-Wohlfahrtspflege haben wir uns 2017 zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus dem gesamten Verband auf den Weg gemacht: Wir haben uns für das DRK-Generalsekretariat eine Social Media Policy erarbeitet, die bald veröffentlicht wird, und haben den ersten Cross Media Day auf die Beine gestellt. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen – mich eingeschlossen – haben angefangen zu Twittern und zu erzählen, was wir in der Wohlfahrtspflege vom Deutschen Roten Kreuz eigentlich machen. Und es wirkt! Immer wieder werden wir auf unsere Geschichten, Tweets und Projekte angesprochen – wir stoßen auf offene Ohren und bekommen ehrliches, sehr konstruktives Feedback.

Auf diesem Weg wollen wir weiter gehen! Im Jahr 2018 steht ein großer Relaunch dieser Webseite an, den wir dieses Jahr schon gut vorbereitet haben. Neben Fachinformationen zu den Themen des Bereiches soll es hier dann auch mehr Geschichten und viel gute Praxis aus der DRK-Wohlfahrtspflege geben. Ich lade Sie herzlich ein, mit dabei zu sein. Lassen Sie uns gemeinsam Gesicht im Internet und den Sozialen Medien zeigen. Mehr DRK-Wohlfahrt im Netz, das ist doch ein schöner Vorsatz für das neue Jahr.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Start ins neue Jahr 2018!

Ihr

Dr. Joß Steinke

Bereichsleiter Jugend und Wohlfahrtspflege