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Wie die Sozialwirtschaft den digitalen Wandel bewältigt

Dr. Joß Steinke, Bereichsleiter Jugend und Wohlfahrtspflege
Foto: Dr. Joß Steinke

Liebe Leserinnen und Leser,

die fortschreitende Digitalisierung aller Lebensbereiche hat weitreichende Auswirkungen auf individueller und gesellschaftlicher Ebene und damit auch auf die Organisationen der Freien Wohlfahrtspflege. Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich hieraus für unseren Verband und unsere Handlungsfelder und wie lassen sich diese Veränderungen aktiv mitgestalten - nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel zur Erreichung gesamtgesell-schaftlicher Ziele?

Die Ausgabe 3 der WOHLFAHRT INTERN widmet sich in einem Schwerpunktthema der "Sozialen Arbeit 4.0/Wie die Sozialwirtschaft den digitalen Wandel bewältigt". In dem Heft spricht Frau Dr. Sabine Skutta, Leiterin des Teams Gesellschaftliche Trends und Innovationen im DRK-Generalsekretariat, eines der wesentlichen Merkmale der Digitalisierung an: die Vernetzung weiter gesellschaftlicher Bereiche steigert die Komplexität der Aufgaben.

Wir werden uns zukünftig stärker mit dem Thema Digitalisierung auseinander setzen. Deshalb laden wir ein, sich mit uns dazu auszutauschen, z.B. auch über Twitter mit dem Hashtag #drkdiscuss.

Ein erstes digitales Vorzeigeprojekt im DRK ist das "Freiwillige Soziale Jahr Digital", das vom Bundesfamilienministerium gefördert und unter anderem von der Deutschen Telekom unterstützt wird. Es wurde vom DRK Generalsekretariat gemeinsam mit dem DRK Landesverband Sachsen-Anhalt entwickelt.

Rund 60 junge Menschen nehmen an dem zweijährigen Pilotprojekt teil. Die digitalen Inhalte reichten vom digitalen Geschichtenerzählen über die Gestaltung barrierefreier Webinhalte bis hin zur Umsetzung digitaler Kampagnen. Die Vielfalt der erfolgreich umgesetzten digitalen Mitmach-Kampagnen zeigt eindrucksvoll, wie kreativ und zielstrebig die jungen Menschen sind und über welches Organisationstalent sie verfügen. Die Freiwilligen werden zusätzlich zum "Digitalen Scout" qualifiziert und setzen sich mit Themen wie zum Beispiel "Digitale Selbstständigkeit & Sicher im Netz", "Methodentraining zur Vermittlung von Wissen" oder "Kommunikations- und Konflikttraining" auseinander.

Im Rahmen dieses Projektes haben FSJ-ler beispielsweise die Brille eines Menschen aufgesetzt, der mobil eingeschränkt ist. Sie haben die Orte einer Stadt aufgespürt, bei denen es schwierig für mobil eingeschränkte Menschen ist, sie aufzusuchen. Die jungen Menschen haben die Informationen mit ihren Smartphones nach einem Ampelsystem ausgewertet und eine digitale Plattform zur Verfügung gestellt, die es mobil eingeschränkten Personen ermöglicht, diese Informationen zu nutzen und ihre Wege in der Stadt optimaler zu planen.

Zwischenzeitlich liegen die ersten positiven Zwischenergebnisse vor. Diese sind vom Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in seiner Sitzung am 18.01.2017 intensiv beraten worden.

Ich möchte mich bei allen mitwirkenden Einrichtungen in Sachsen-Anhalt und den Freiwilligen bedanken, die durch ihr Engagement zum Erfolg des Projektes beigetragen haben und noch immer beitragen und bin gespannt auf den weiteren Prozess der Digitalisierung in unserem Verband und in der Gesellschaft.

Dr. Joß Steinke

Bereichsleiter Jugend und Wohlfahrtspflege