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Das DRK auf dem 80. Deutschen Fürsorgetag in Leipzig

Foto von Tobias Nowoczyn, Bereichsleiter Jugend und Wohlfahrtspflege
Foto: DRK e.V., Tobias Nowoczyn

Liebe Leserinnen und Leser,

vom 16.06. - 18.06.2015 fand der 80. Deutsche Fürsorgetag in Leipzig statt. Dieser Termin war für viele Fach- und Führungskräfte aus der Sozialwirtschaft ein wichtiger Termin in 2015.

Mit dem Motto "Teilhaben und Teil sein" hat der der veranstaltende Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. ein diskussionswürdiges Spannungsfeld in der Sozialpolitik, dem Sozialrecht und der sozialen Arbeit gewählt.

In diesem Zusammenhang wurde auch diskutiert, welchen Anteil die Gesellschaft und ihre Menschen an der Sicherstellung des steigenden Anspruchs auf Teilhabe des Einzelnen haben. Aus Sicht des DRK, insbesondere vor dem Hintergrund des Rotkreuzgrundsatzes der Unparteilichkeit, ist die Frage der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen in prekären Lebenslagen von besonderer Relevanz.

Das Deutsche Rote Kreuz nutzte den größten deutschsprachigen Leitkongress des Sozialen in Europa, um sich als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege und teilhabeorientierten Dienstleister sowie Anbieter von Angeboten vor Ort vorzustellen und Kongressteilnehmende über die vielfältige Arbeit unserer Organisation zu informieren.

Im Mittelpunkt der DRK-Präsentation stand das Positionspapier "Ein Verband - viele Chancen! - Inklusion und Teilhabe in der DRK-Wohlfahrtspflege" , dass in Leipzig erstmals öffentlich vorgestellt wurde und jetzt im Verband intensiv verbreitet werden soll.

Als Querschnittsthemen betreffen Inklusion und Teilhabe alle Arbeitsfelder der DRK-Wohlfahrtpflege. Deshalb greift das Papier die intensive gesellschaftliche Debatte zur Umsetzung von Inklusion und Teilhabe auf und richtet sich an die haupt- und ehrenamtlichen Fach- und Führungskräfte sowie Multiplikator_innen der DRK-Wohlfahrtspflege. Es erläutert, was wir unter Inklusion und Teilhabe verstehen, um alle dabei zu unterstützen, sich in der Debatte zurechtzufinden und eigene Ideen entwickeln zu können. Der Verband soll im Umgang mit dem Thema gestärkt werden. Unsere Mitarbeitenden sollen dazu ermuntert werden, Inklusion und Teilhabe in ihren Tätigkeitsfeldern weiter voranzubringen. Außerdem werden Wege zu einer inklusiveren DRK-Wohlfahrtspflege vorgeschlagen. Der interessierten (Fach) Öffentlichkeit erläutern wir unser weites Inklusionsverständnis, das über die Behindertenhilfe hinausgeht.

Besondere Ehre wurde dem DRK zuteil durch den Besuch der Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz des Freistaates Sachsen, Frau Barbara Klepsch am 16.06.2015 am Messestand. Die Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg hat die Staatsministerin empfangen und ihr einen Einblick in die vielfältigen Angebote der DRK-Wohlfahrtsarbeit gegeben. Die Staatsministerin wurde vom Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung, dem Präsidenten des DV, Johannes Fuchs und dem Vorstand des DV, Michael Löher, begleitet. Neben der Vizepräsidentin haben auch der Generalsekretär des DRK, Christian Reuter und der Vorsitzende des Vorstands des Landesverbandes Sachsen e.V., Rüdiger Unger, die Gäste empfangen.

Weitere Informationen:

Tobias Nowoczyn

Bereichsleiter Jugend und Wohlfahrtspflege