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Flüchtlingspolitik in Deutschland

Foto von Tobias Nowoczyn, Bereichsleiter Jugend und Wohlfahrtspflege
Foto: DRK e.V., Tobias Nowoczyn

Liebe Leserinnen und Leser,

die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland nimmt weiterhin zu. Bund, Länder und Kommunen zeigen sich weitgehend unvorbereitet und gestalten die Aufnahme von Flüchtlingen unter Katastrophenbedingungen. Leerstehende Gebäude, Turnhallen und viele andere meist weniger geeignete Gebäude werden zur Unterbringung von Flüchtlingen hergerichtet. Zeltlager sind im Gespräch.

Die Öffentlichkeit richtet ihren Blick auf diese Zustände. Im Zentrum des Interesses steht das Wohl der Flüchtlinge. Man ist versucht zu sagen: Das ist neu in Deutschland. Das ist fast schon "Willkommenskultur".

Dieses positive Klima muss genutzt werden: um jetzt und für die Zukunft Standards zu vereinbaren, wie Flüchtlinge aufgenommen und untergebracht werden. Um zu regeln, wie die dringend erforderliche Unterstützung der Flüchtlinge im Bereich der Beratung und Betreuung gewährleistet werden kann.

In seiner aktuellen Pressemitteilung fordert das DRK daher einen nationalen Flüchtlingsgipfel.

Hierzu die DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg: "Alle Beteiligten sollten an einen Tisch. Dazu gehören Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen ebenso wie die Wohlfahrtsverbände." Um Festlegungen zu treffen, was genau von wem für Flüchtlinge zu tun ist - und welche Vorkehrungen dafür zu treffen sind. Damit Deutschland auch im Umgang mit Flüchtlingen die Qualität und Zuverlässigkeit entwickelt, die Flüchtlinge zu Recht erwarten können.

Aus Sicht des DRK sollten nun aber auch das Asylbewerberleistungsgesetz und die Residenzpflicht aufgehoben und der Zugang zum Arbeitsmarkt für Flüchtlinge verbessert werden. Die im aktuellen Referatsentwurf des BMI vorgeschlagenen Verbesserungen gehen nicht weit genug.

Dokumente:

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Dank an Sie für Ihr Interesse!

Ihr

Tobias Nowoczyn

Bereichsleiter Jugend und Wohlfahrtspflege