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Weltflüchtlingstag 2014: Bildungschancen von Flüchtlingskindern verbessern

Foto von Tobias Nowoczyn, Bereichsleiter Jugend und Wohlfahrtspflege
Foto: DRK e.V., Tobias Nowoczyn

Liebe Leserinnen und Leser,

der anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni 2014 veröffentlichte statistische UNHCR-Jahresbericht Global Trends zeigt, dass Ende des Jahres 2013 über 51,2 Millionen Menschen auf der Flucht waren - sechs Millionen mehr als ein Jahr zuvor 

Angesichts dieser Zahlen nehmen sich die 25.300 Asylanträge, die im letzten Jahr in Deutschland von unbegleiteten Minderjährigen bzw. von ihren Eltern getrennten Kindern gestellt wurden, fast schon unbedeutend aus. Immerhin ist dies ein trauriger 'Rekord'.

Dabei ist das Problem ja mit Asyl allein nicht gelöst. Welche langfristigen Perspektiven auf Teilhabe, Lebensplanung und Hoffnung haben denn vor allem junge Menschen, die teilweise über Jahre in Gemeinschaftsunterkünften zubringen müssen, wirklich?

Das Deutsche Rote Kreuz weist in einer gemeinsam mit Deutschem Kinderhilfswerk, dem Internationalen Sozialdienst im Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge und dem Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge herausgegebenen Pressemitteilung darauf hin, dass Bildung hier eine Schlüsselrolle zukommt.

Ganz praktisch heißt dies u.a., so Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes: "Bildungschancen von Flüchtlingskindern müssen innerhalb Deutschlands flächendeckend gesichert werden. Mancherorts sind Sprachförderkurse schlecht zu erreichen oder werden gar nicht angeboten. Dadurch wird ein erfolgreicher Schulbesuch oft verhindert. Der Zugang zu Bildungsangeboten darf aber nicht davon abhängen, in welchem Bundesland Flüchtlingskinder untergebracht sind".

Was in der öffentlichen oft sehr emotional geführten Debatte um Zuwanderung aus DRK-Sicht wieder eine stärkere Rolle spielen sollte, ist dass 'wir' gerade den Menschen gegenüber, die zu 'uns' kommen und über ihr Fluchtschicksal hinaus mit weiteren existenziellen Problemen zu tun haben, in einer Verantwortung stehen: Hier erworbene Bildung ist in diesem Sinne immer ein Gut, das Flüchtlingskindern bleibt und ihnen wo auch immer hilft, an ihrem Lebensumfeld teilzuhaben.

Hier finden Sie weiterführende Informationen.

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Dank an Sie für Ihr Interesse!

Ihr

Tobias Nowoczyn

Bereichsleiter Jugend und Wohlfahrtspflege