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Positionsbestimmung: Altenhilfe im DRK

Foto von Tobias Nowoczyn, Bereichsleiter Jugend und Wohlfahrtspflege
Foto: DRK e.V., Tobias Nowoczyn

Liebe Leserinnen und Leser,

„Deutschland wird älter“ und damit wird auch die Beantwortung der Frage nach einer angemessenen pflegerischen Versorgung wichtiger.

Seit Einführung der Pflegeversicherung wurde bemängelt, dass das Einstufungsinstrument nur den Pflegebedarf von körperlich Pflegebedürftigen angemessen erfasst. Der Hilfebedarf von kognitiv beeinträchtigten Pflegebedürftigen wird hingegen nur unzureichend wahrgenommen, was zu geringeren Pflegestufen führt. Gemessen wird, was jemand nicht (mehr) kann, um hierfür Ersatz zu leisten.

Seit 2009 liegt ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff und ein neues Begutachtungsinstrument vor, das alle Pflegebedürftigen gleich behandelt. Erhoben werden kann nun auch, wo noch Fähigkeiten und Ressourcen vorhanden sind, an denen eine Rehabilitation ansetzen könnte. Das DRK fordert die Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs schon lange.

Die Regierungskoalition hat jetzt beschlossen, den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff in zwei Schritten gesetzlich einzuführen. Aktuell beraten die entsprechenden Gremien über den Regierungsentwurf. Der erste Schritt soll zum 1.1.2015 in Kraft treten.

Das Deutsche Rote Kreuz hat diese Pflegereform zum Anlass genommen, auf die drängenden Zukunftsfragen in der Altenhilfe hinzuweisen.

Das betrifft sowohl Pflegebedürftige als auch ihre Angehörigen und deren (finanzielle) Belastung, es geht um Fragen der Finanzierung und der organisatorischen Gestaltung der Pflege, gesetzlich anders geregelt werden sollten.

Letztlich geht es um menschenwürdige Versorgung für alle unter guten Rahmenbedingungen.

Hier finden Sie die Positionsbestimmung „Altenhilfe im DRK“.

Unsere Website wird stetig um einiges Interessantes und Aktuelles ergänzt. Sollten Sie Anregungen haben, dann sagen Sie uns das bitte hier.

Dank an Sie für Ihr Interesse!

Ihr

Tobias Nowoczyn

Bereichsleiter Jugend und Wohlfahrtspflege