Workshop 18

Übergangsangebote ins Ehrenamt – Freiwilligendienste als Ressource zur Gewinnung und Bindung von ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen im DRK

Moderatorin Bettina Hamberger im Austausch mit den Teilnehmer*innen.

"Um das Potential der Freiwilligendienste als besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements zur Gewinnung und Bindung von Ehrenamtlichen im DRK zu heben, bedarf es vor allem  einer systematischen Ehemaligenarbeit - auch in überregionaler Hinsicht - da im Anschluss an einen Freiwilligendienste die Ausbildung und/oder das Studium, oftmals in einer anderen Stadt, in den Lebensmittelpunkt rückt und eine Einmündung in das Ehrenamt folglich es zeitlich verzögert eintritt."  

Vorstellung der Erhebung des Bundesverbands

Befragt wurden aktive und ehemalige DRK-Freiwillige sowie DRK-Träger und DRK-Einsatzstellen.  Fragestellungen waren: „In welchem Maße gelingt es in den DRK-Freiwilligendiensten (FSJ und BFD) aktuelle, aktive und ehemalige Freiwillige nach ihrem Freiwilligendienst beim DRK für eine haupt – und ehrenamtliche Tätigkeit im DRK zu gewinnen?“ sowie „Welche aktuellen und künftigen Nachwuchsbedarfe im Haupt- und Ehrenamt sehen die DRK-Träger von Freiwilligendiensten sowie die DRK-Einrichtungen, in denen Freiwillige eingesetzt werden?“

Informationen über die Gewinnung neuer Mitarbeiter

Die Workshop-Teilnehmenden werden informiert, dass es nur bei ca. 1/3 der befragten Einsatzstellen und Trägern bestehende Strukturen für einen ehrenamtlichen Einstieg der Freiwilligen gibt. Eine systemische Zusammenarbeit zwischen Einsatzstellen und Trägern ist nicht überall gegeben und daher deutlich ausbaufähig. Das Potential der FW-Dienste für die Gewinnung ehrenamtlicher Nachwuchskräfte im DRK ist groß. Die Ansprache der Freiwilligen für ein ehrenamtliches Engagement darf nicht erst zum Ende des FW-Dienstes erfolgen. Eine systematische Ehemaligenarbeit muss aufgebaut werden.

Verschiedene Maßnahmen, die in einzelnen Landesverbänden bereits durchgeführt werden, werden vorgestellt bzw. neu überlegt

  • Während des Bewerbermanagements für den FW-Dienst ist eine Hinführung zum Ehrenamt eher unpassend, da sie die potentiellen Freiwilligen eher überfordert.
  • Als sehr wichtig wird eine durchgehende, empathische Ansprechperson erachtet, die sich während der Maßnahmen des FW-Dienstes einbringen soll.
  • Das Einführungsseminar bietet Möglichkeiten der Präsentation einzelner Aufgabenfelder der DRK-Gemeinschaften. Hier könnte eine Verknüpfung einzelner Maßnahmen stattfinden. Die Freiwilligen sollen im RK-Seminar den DRK-Spirit erleben und davon begeistert werden. Eine gute Schnittmenge zwischen Rotkreuz- und FW-Arbeit stellt das Jugendrotkreuz dar.
  • Für ein gutes und systematisches Übergangsmanagement vom FW-Dienst in ein ehrenamtliches Engagement könnte die Alumni-Arbeit ein erfolgreiches Instrument sein. Dabei könnte der DRK-Server nützlich eingesetzt werden. Da die Freiwilligen aufgrund von Studium, Ausbildung und beruflichem Werdegang nicht unbedingt in räumlicher Nähe der FW-Einsatzstellen verbleiben, ist eine überregionale Erfassung und Datennutzung unerlässlich.