Infoshop 12

Inklusion im DRK – Projekt Ink-Plan: Qualifizierung zum*zur Inklusionsmanager*in

Referenten: Dorian Lübcke und Heribert Rollik – DRK Generalsekretariat
Referenten: Dorian Lübcke und Heribert Rollik – DRK Generalsekretariat

Inklusion ist ein Menschenrecht, das in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben ist. Deutschland hat - wie viele andere Länder - diese Vereinbarung unterzeichnet. Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ungehindert überall dabei sein kann. Ob mit oder ohne Behinderung. Damit dies gelingt, müssen noch viele Hürden genommen, strukturelle Barrieren im Alltag abgebaut und für Toleranz und Miteinander geworben werden. 

Mit der Strategie 2020 „Menschen helfen, Gesellschaft gestalten“ ist das DRK schon einen wichtigen Schritt gegangen. Sie enthält viele Aussagen zu den Themen Inklusion und Teilhabe.

Alle Gliederungen des DRK haben als Resultat der Strategie den Auftrag, eigenständig Maßnahmenpläne zu formulieren.

Das DRK Generalsekretariat stärkt den gesamtverbandlichen Prozess der Inklusion u.a. mit dem „Projekt Inklusion – Qualifizierung zum/zur Inklusionsmanager/in. 

Inklusion ist ein anspruchsvolles und komplexes „Projekt“ und gelingt nicht von heute auf morgen. Die Umsetzung der UN-BRK auf der kommunalen Ebene offeriert dem DRK als Anbieter sozialer Dienstleistungen Veränderungen und neue Chancen. Es gilt für die DRK-Träger, ihr Angebots- und Leistungsspektrum inklusionsorientiert weiterzuentwickeln, um den Bedürfnissen von Menschen mit und ohne Behinderungen besser gerecht werden zu können. Angebote müssen in Zukunft noch stärker sozialräumlich, flexibel, bedarfsorientiert und dezentral organisiert sein. Im Zuge der UN-BRK entstehen neue Ansprüche an Unterstützungsangeboten, die den DRK-Diensten und Einrichtungen auch neue Geschäftsfelder eröffnen können. 

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Infoshops

Damit inklusionsorientierte Maßnahmen konzeptionell entwickelt, kommuniziert und erfolgreich durchführt werde können, benötigen Leitungs- und Fachkräfte spezifische Kompetenzen und entsprechendes Know-how. Das Projekt Ink Plan – Qualifizierung zum / zur Inklusionsmanager/in erweitert die Kompetenzen von Führungs- und Fachkräften, auf Inklusion ausgerichtete Vorhaben und Veränderungsprozesse in ihrem Verantwortungsbereich zu gestalten. Einen Schwerpunkt bilden die Entwicklung von Aktionsplänen und der Einsatz von Indices zur Inklusion. Die Maßnahme unterstützt auch die Konzeption und Umsetzung von Inklusionsprojekten, wie sie etwa von der Aktion Mensch gefördert werden. 

Ziele und Inhalte

Wer an Ink-Plan teilnimmt, erwirbt die Querschnittskompetenz „Inklusionsmanagement und Sozialraumorientierung“. Mit eigenen Tools zur Personal- und Organisationsentwicklung qualifiziert Ink-Plan Führungs- und Fachkräfte dazu, in ihren Einrichtungen und Diensten Personalentwicklung mit einem inklusiven Change Management zu verbinden. 

Ink-Plan arbeitet methodisch u. a. mit Aktionsplänen und den Indices für Inklusio. Diese werden für die eigene Organisation oder das jeweilige Aufgabenfeld  genutzt und entwickelt. Aktionspläne mit Zielen und konkreten Maßnahmen zur Umsetzung der UN-BRK werden bereits an vielen Orten in Deutschland erstellt und umgesetzt und haben sich als geeignetes Instrument erwiesen. An diese guten Erfahrungen knüpft Ink-Plan an. 

Ink-Plan vermittelt:

  • Theorie- und Praxiswissen zu Inklusion und Sozialraumorientierung 
  • Verfahren zur Erstellung von Sozialraumanalysen
  • Handwerkszeug für die Entwicklung und Finanzierung inklusiver Projekte 
  • Methoden der arbeitsfeldübergreifenden Kooperation und Vernetzung  
  • die Bedeutung von Grundhaltungen für inklusives Handeln.
  • Methoden zur Steuerung von partizipativen OE Prozessen

Die Qualifizierung richtet sich an:

  • Hauptamtliche Führungs- und Fachkräfte der DRK-Behindertenhilfe und der kooperativ angeschlossenen Vereine und Träger
  • Hauptamtliche Führungs- und Fachkräfte aller weiteren DRK-Aufgabenfelder, beispielsweise Einrichtungen und Dienste der Altenhilfe, Kindertagesstätten, Jugend-und Familienhilfe, Flüchtlingshilfe, Kleiderläden, Beratungsstellen, Mehrgenerationenhäuser, Fahrdienste u. a.

Zeitlicher Umfang 

Die  neue Qualifizierung beginnt mit einer eintägigen Auftaktveranstaltung im September 2017 in Berlin und endet 2018. 

  • 13 Seminartage: 3 zentrale Veranstaltungen in Berlin (insgesamt 4 Tage), 4 Workshops am selbst gewählten regionalen Standort (insgesamt 8 Tage) sowie 1 Arbeitstag für das Inhouse-Seminar in der eigenen Einrichtung
  • 4 Arbeitstage verbindlich freigestellte Arbeitszeit (8 Std./Tag) für inhaltliche Projektarbeit am eigenen Arbeitsplatz

Arbeitsformen

Drei zentrale Veranstaltungen finden in Berlin statt. Jeweils vier Workshops werden in vier Regionalgruppen in Berlin, Hannover, Frankfurt am Main und Nürnberg angeboten. 

In allen Veranstaltungen geben Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Praxis Inputs zu den Schwerpunktthemen. Zwei Referent/innen des Generalsekretariats leiten und moderieren die Qualifizierungsmaßnahme. Das Projekt Ink-Plan wird durch ein wissenschaftliches Institut fachlich begleitet. 

Um die Mitarbeitenden in den mitwirkenden Verbänden, Einrichtungen und Diensten für das Thema Inklusion zu sensibilisieren und in die von den Teilnehmenden geplanten inklusiven Vorhaben einzubeziehen, werden vor Ort eintägige Inhouse-Seminare stattfinden. Die Inhouse-Seminare behandeln konkrete Anforderungen der Einrichtungen und Dienste. Die Teilnehmenden erhaIten darüber hinaus eine individuelle Prozessberatung.

Die Arbeitsformen werden ergänzt durch die Projektentwicklung am eigenen Arbeitsplatz (mindestens vier Arbeitstage).  

Teilnahmevoraussetzungen

Teilnahmebeitrag: 980,00 EUR (neue Bundesländer), 1.150,00 EUR (alte Bundesländer)

Der Teilnahmebeitrag enthält folgende Leistungen: 

  • Konferenzverpflegung während drei zentraler Veranstaltungen und  vier  Workshops 
  • Übernachtungskosten für zwei Übernachtungen (Einzelzimmer mit Frühstück) 
  • 4 Stunden individuelles Coaching je Teilnehmer 
  • Honorarkostenpauschale in Höhe von 500 Euro für eine Auftragsvergabe an externe Referentinnen oder Referenten für das Inhouse-Seminar in der eigenen Einrichtung 

Voraussetzungen für das DRK-Zertifikat

  •  Teilnahme an allen Veranstaltungen  
  • Schriftliche Ausarbeitung eines konkreten Aktionsplans
  • Durchführung des eigenen Inhouse-Seminars

Anmeldeschluss 30.08.2017 

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 65 begrenzt. Aus einer Einrichtung können bis zu zwei Personen teilnehmen. 

Anmeldung 

Bitte melden Sie sich rechtzeitig und verbindlich über das Online-Tool auf www.drk-wohlfahrt.de an.

Weitere Informationen 

Bitte wenden Sie sich an die Projektleitung:

Dorian Lübcke 
Tel.: 030/85 404-120
E-Mail: luebcked[at]drk[dot]de

Heribert Rollik 
Tel.:030/85404-238
E-mail: rollikh[at]drk[dot]de

Informationen über das Projekt P-INK und eine zusammenfassende Übersicht des ersten Durchlaufs finden Sie auf unserer Website: www.drk-pink.de